Schlüsselpunkte
- Unified Endpoint Management (UEM) ist eine zentralisierte Lösung, die Mobile Device Management (MDM) und Unternehmens-Mobilitätsmanagement (EMM) vereint, um alle Endpunkte von einem einheitlichen aus Dashboard zu überwachen, zu verwalten und zu sichern.
- UEM vereinfacht den IT-Betrieb durch Echtzeit-Transparenz, die Durchsetzung von Richtlinien und Endpunktsicherheit für Desktops, Laptops, Smartphones, Tablets, IoT-Geräte und virtuelle Maschinen.
- Zu den Kernkomponenten von UEM gehören die Geräteverwaltung, plattformübergreifende Betriebssystemunterstützung sowie die automatisierte Bereitstellung und Registrierung. BYOD- und App-Datenschutzkontrollen, Verwaltung mobiler Apps und Identitätszugriff sowie Endpunkt- und Datensicherheit.
- UEM verbessert die IT-Effizienz und das Endbenutzererlebnis durch die Automatisierung von Aufgaben wie Patch-Management, Remote-Gerätelöschung und VPN-Konfiguration.
- Unternehmen profitieren von UEM, indem sie Compliance-Risiken minimieren, Daten schützen, hybrides Arbeiten unterstützen und verwertbare Erkenntnisse über Geräte gewinnen, die als Grundlage für strategische IT-Entscheidungen dienen.
Unified Endpoint Management (UEM) ist eine Software, die Desktop-Computer, Laptops und Mobilgeräte über eine einheitliche Benutzeroberfläche überwacht, verwaltet und schützt. Es handelt sich um einen ganzheitlichen Ansatz für die moderne Belegschaft, der Mobile Device Management (MDM) und Unternehmens-Mobilitätsmanagement (EMM) in einem zentralisierten Dashboard vereint.
Die offensichtlichsten Vorteile des Einsatzes von UEM sind betriebliche Effizienz und verbesserte Data Governance. Da Ihr IT-Team einen vollständigen Überblick über sämtliche Geräte (einschließlich Smartphones und Tablets) hat, verfügt es über ein besseres Verständnis Ihrer IT-Infrastruktur und kann nun proaktiv und vorbeugend Richtlinien erstellen, um Sicherheitslücken zu reduzieren. Einen praktischen Überblick darüber, wie Sie eine solche Strategie entwickeln und umsetzen können, finden Sie in unserem Video-Leitfaden zur Unified-Endpoint-Management-Strategie.
Die Vorteile von UEM sind so groß, dass Expert:innen für diesen Markt zwischen 2024 und 2032 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von über 18,6 % prognostizieren (Global Market Insights) und davon ausgehen, dass sein Marktwert bis 2033 bei 23,6 Mrd. $ wird (Custom Market Insights).
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Die Geschichte von UEM
UEM, das manchmal auch als vollständiger oder umfassender Endpunkt-Manager bezeichnet wird, hat sich aus MDM-Tools entwickelt, mit denen IT-Administratoren die Mobilgeräte ihres Unternehmens überwachen und verwalten konnten. Dank MDM konnten sie eine Vielzahl von Maßnahmen auf Smartphones und Tablets durchführen, sei es die Bereitstellung neuer Software oder die Installation von Unternehmensanwendungen.
Führungskräfte in der Wirtschaft erkannten jedoch schnell, dass MDM trotz seiner Leistungsfähigkeit und der unzähligen Gründe, aus denen es benötigt wird, den modernen Arbeitsplatz, der oft sowohl aus mobilen als auch aus herkömmlichen Endpunkten besteht, nicht angemessen unterstützen konnte.
Experten-Tipp: Möchten Sie mehr über die besten MDM-Lösungen aus dem Jahr 2026 erfahren? Sehen Sie sich unseren umfassenden IT-Leitfaden an.
Die Unterschiede zwischen MDM, MAM, EMM und UEM
Mobile Device Management (MDM)
Mit MDM-Software (Mobile Device Management) können IT-Teams mobile und Remote-Geräte, darunter Smartphones, Tablets, Laptops und sogar Desktop-Computer, für Beschäftigte im Homeoffice überwachen und verwalten. MDM ermöglicht Admins ein gewisses Maß an Kontrolle über Endpunkte, beispielsweise die Möglichkeit, das Gerät bei Verlust oder Diebstahl zu sperren oder zu löschen, was es zu einer idealen Lösung für Unternehmen macht, die eine BYOD-Richtlinie (Bring your own device) verfolgen.
Experten-Tipp: Sind Sie neugierig, ob Sie eine RMM- oder ein MDM-Lösung benötigen? Lesen Sie unseren Leitfaden zum Thema RMM vs. MDM.
Verwaltung mobiler Anwendungen (MAM)
Mit der zunehmenden Einführung von BYOD-Richtlinien (Bring Your Own Device) in immer mehr Unternehmen wuchs bei Mitarbeiter:innen die Sorge, dass ihre IT-Abteilung leicht auf ihre privaten Smartphones und Daten zugreifen könnte. Anstatt ein weiteres Gerät ausschließlich für die Arbeit anzuschaffen, entstand eine neue Lösung: MAM.
Dank der Verwaltung mobiler Anwendungen können Beschäftigte ihre privaten Mobilgeräte für berufliche Zwecke nutzen, während ihre sensiblen Daten geschützt bleiben. Mit MAM kann IT-Personal Unternehmensanwendungen und die darin enthaltenen Daten überwachen und verwalten, ohne dabei personenbezogene Daten einzusehen.
Experten-Tipp: Einen ausführlicheren Vergleichsleitfaden zwischen MDM und MAM finden Sie hier.
Unternehmens-Mobilitätsmanagement (EMM)
Dennoch waren die MAM-Lösungen mit dem rasanten Wachstum neuer Apps für iOS- und Android-Geräte überfordert. Anschließend wurden Tools für das mobile Unternehmensmanagement entwickelt, um Unternehmensdaten auf den Mobilgeräten der Beschäftigten zu schützen und gleichzeitig eine breite Palette an IT-Systemen bereitzustellen, die den sich ständig wandelnden Anforderungen der Unternehmen gerecht werden. Dazu gehörten die Überwachung, Verwaltung und Sicherung aller Geräte in einem IT-Netzwerk.
Experten-Tipp: NinjaOne bietet eine optimierte, intuitive EMM-Lösung, um sicherzustellen, dass sensible Daten stets geschützt bleiben.
Umfassender Endpunkt-Manager
UEM-Software wurde entwickelt, um die Einschränkungen von EMM zu beheben, beispielsweise durch die Verwaltung von Endgeräten vor Ort. Es vereinte die Funktionen von EMM mit weiteren dringend benötigten Funktionen, sodass IT-Admins sowohl lokale Endpunkte als auch BYOD-Geräte verwalten konnten. Darüber hinaus wurden UEM-Tools entwickelt, die sich in zahlreiche Tools und Anwendungen für Endpunkt-Sicherheit integrieren lassen, um Unternehmen dabei zu unterstützen, effizienter zu arbeiten.
Experten-Tipp: Es gibt keine „bessere“ Lösung unter MDM, EMM und UEM. Wählen Sie stets die Plattform, die Ihren Anforderungen und Ihrem IT-Budget am besten entspricht.
Die 7 UEM-Komponenten
Alle umfassenden Endpunkt-Management-Lösungen umfassen diese sieben Komponenten.
Geräteverwaltung
Der Kernbestandteil eines umfassenden Endpunkt-Managers ist die Geräteverwaltung. Wie der Name schon sagt, beschreibt es, wie Ihr IT-Team Endpunkte, einschließlich virtueller Maschinen und IoT-Geräte, wartet. Zu den Aufgaben der Geräteverwaltung gehören unter anderem:
- Verschlüsselungsrichtlinien
- Konfiguration von VPN und WLAN
- Geotagging
- Fernverriegelung und -löschung
- Festlegen von Passwortrichtlinien
OS-Support
Da ein umfassendes Endpunkt-Management vielfältige Geräte unterstützen muss, ist es unerlässlich, dass es unterschiedliche Betriebssysteme abdeckt – von iOS über Android bis hin zu Windows und Mac.
Dies ist ein entscheidender Faktor bei der Auswahl der richtigen UEM-Plattform für Ihr Unternehmen. Zwar bieten die meisten Anbieter dieselben Funktionen an, doch unterscheiden sich einige hinsichtlich der Art der Geräte, die sie verwalten können. Mehr dazu in unserem Artikel über die 10 besten Endpunkt-Management-Lösungen 2026.
Bereitstellung, Registrierung und Konfiguration
Im Idealfall sollte Ihr Endpunkt-Manager eine effiziente und komfortable Möglichkeit bieten, Geräte bereitzustellen, zu registrieren und einzurichten. NinjaOne hilft Ihnen beispielsweise dabei, die Einrichtung neuer Geräte oder die Installation eines NinjaOne-Agenten mithilfe von Zero-Touch-Provisionierung ganz einfach zu automatisieren.
BYOD und Datenschutz
Gute UEM-Tools schränken die Administratorrechte ein, sodass IT-Teams private Geräte nicht wie Unternehmensgeräte behandeln können. Folgendes ist entscheidend: Ihre Teammitglieder müssen sich darauf verlassen können, dass ihre persönlichen Daten auf ihren BYOD-Geräten vor neugierigen Blicken geschützt sind. Daher können umfassende Endpunkt-Management-Lösungen nur auf Unternehmensanwendungen und die darin enthaltenen Daten zugreifen.
Verwaltung mobiler Anwendungen
Wie bereits erwähnt, verfügen umfassende Endpunkt-Manager über integrierte MDM-Tools, sodass Sie Ihren gesamten Bestand verwalten und überwachen können. Ihr UEM-Software-Anbieter muss in seinem Tool neben anderen Funktionen die meisten, wenn nicht sogar alle MDM-Funktionen bereitstellen. (Einen weiteren Leitfaden zu den 6 Funktionen, die Sie in Ihrer MDM-Lösung benötigen finden Sie hier.)
Identitäts- und Zugriffs-Management (IAM)
UEM und IAM gehen in der Regel Hand in Hand, und das aus gutem Grund. Mithilfe des Identitäts- und Zugriffs-Managements kann Ihre IT-Abteilung festlegen, auf welche Ressourcen Benutzer:innen zugreifen dürfen und auf welche nicht. Dadurch wird sichergestellt, dass sensible Daten und die entsprechenden Funktionen nur den berechtigten Personen zugänglich sind. Eine umfassende Endpunkt-Management-Lösung verteilt Authentifizierungszertifikate, um sicherzustellen, dass nur auf der Plattform registrierte Geräte auf Unternehmensanwendungen zugreifen können.
Sicherheit
Es versteht sich von selbst, dass alle umfassenden Endpunkt-Management-Lösungen über zuverlässige mobile Sicherheitsfunktionen und andere Sicherheitsprotokolle verfügen müssen. Wie jede andere Software auch kann UEM von Angreifern ausgenutzt und mit Ransomware oder anderer Malware infiziert werden, wenn es nicht ordnungsgemäß gewartet wird. Wählen Sie einen Anbieter, der in seinem Governance-Konzept und im Bereich Endpunkt-Sicherheit umfassende (und vorzugsweise automatisierte) Tools für Patch-Management oder ähnlich anbietet.
Die 5 Vorteile einer umfassenden Endpunkt-Management-Lösung
1) Verbessert die Benutzererfahrung
Mit einer UEM-Lösung können sich Benutzer:innen auf ihre Arbeit konzentrieren, anstatt sich um die Verwaltung oder den Schutz ihrer Geräte kümmern zu müssen. UEM sorgt dafür, dass die Benutzer:innen bei der Verwendung von Remote-Geräten flexibler, sicherer und unkomplizierter arbeiten können.
2) Schützt Endpunkte und Daten
Eines der Hauptziele von UEM ist es, Endpunkte und Daten vor Bedrohungen zu schützen. Vom Patchen von Schwachstellen bis hin zum Aktualisieren von Anwendungen bietet Unified-Endpoint-Management mehrere Möglichkeiten zur Automatisierung der Endpunktsicherheit, wodurch der Bedarf an manuellen Eingriffen verringert wird.
3) Reduziert Compliance-Probleme
Während sich die Compliance-Standards häufig ändern, kann UEM dafür sorgen, dass alle Ihre Geräte auf dem neuesten Stand bleiben und den Vorschriften entsprechen. Dadurch werden Compliance-Probleme vermieden, die sich negativ auf das IT-Team und das gesamte Unternehmen auswirken könnten.
4) Unterstützt Bring Your Own Device (BYOD)
„Bring your own device“ (BYOD) ist eine Richtlinie, die es Beschäftigten ermöglicht, ihre eigenen Geräte für berufliche Aufgaben zu nutzen. Die Verwaltung und Absicherung dieser Geräte kann sich als schwierig erweisen, doch mit UEM können Unternehmen diese Richtlinie umsetzen und ihren Mitarbeiter:innen bei Bedarf die Nutzung ihrer eigenen Geräte gestatten.
5) Liefert wertvolle Informationen
Unified-Endpoint-Management sammelt wertvolle Daten über Endpunkte, die für wichtige Geschäftsentscheidungen verwendet werden können. Darüber hinaus können diese Informationen genutzt werden, um verbesserungswürdige Bereiche zu identifizieren und Ziele zur Verbesserung des IT-Teams und seiner Leistung zu setzen.
Der wachsende Bedarf an umfassendem Endpunkt-Management
UEM ist wohl die Zukunft der hybriden Arbeitsweise. Im Jahr 2020 hat die Arbeit im Homeoffice und in Hybridform dramatisch zugenommen, doch wenn man einen Blick auf die Gegenwart wirft, sagen Expert:innen voraus, dass in den kommenden Jahren immer mehr Unternehmen auf ein hybrides Arbeitsmodell setzen werden.
Tatsächlich deuten neue Untersuchungen von Gallup darauf hin, dass neun von zehn Mitarbeiter:innen, die im Homeoffice arbeiten können, eine gewisse Flexibilität bei der Arbeit im Homeoffice bevorzugen, wobei sechs von zehn ausdrücklich eine hybride Arbeitsweise bevorzugen. Kein Wunder also, dass laut einer Studie von Zippia zur Telearbeit bis zum Jahr 2025 36,2 Millionen US-amerikanische Beschäftigte im Homeoffice arbeiten werden.
Da Remote- und Hybrid-Arbeit immer beliebter wird, benötigen Unternehmen eine effiziente Methode zur Überwachung, Verwaltung und Sicherung aller verwendeten Endpunkte. Genau hier kommt Unified-Endpoint-Management ins Spiel. Mit einer UEM-Lösung können Unternehmen ihre Endpunkte einfach von einer einheitlichen Benutzeroberfläche aus verwalten und schützen.
Experten-Tipp: Wenn Sie das richtige UEM-Tool für Ihr Unternehmen auswählen, sollten Sie diesen umfassenden Leitfaden zur Unified-Endpoint-Management-Strategie lesen.
Worauf Sie bei einer UEM-Lösung achten sollten
Da jedes IT-Team mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert ist, ist es schwierig, eine UEM-Lösung zu finden, die für jedes Unternehmen gleichermaßen geeignet ist. Bei der Suche nach Ihrer persönlichen UEM-Softwarelösung sollten Sie jedoch bedenken, dass es gewisse Standardkriterien für UEM gibt, die jede Lösung erfüllen sollte. Dazu gehören beispielsweise:
Sicherheit
Die UEM-Lösung, für die Sie sich entscheiden, sollte erstklassige Endpunktsicherheit bieten, um vertrauliche Informationen zu schützen. Darüber hinaus sollte eine UEM-Lösung die Endpunkte und Daten auch dann schützen, wenn die Mitarbeiter:innen von verschiedenen Netzwerken aus arbeiten.
Zugriff
Die Zugriffsverwaltung ermöglicht es Teammitgliedern, den Benutzer- und Gerätezugriff zu kontrollieren, um sicherzustellen, dass die Informationen nicht in die falschen Hände geraten. Die UEM-Software nutzt zahlreiche Sicherheitsrichtlinien und -verfahren, um Sie bei der Verwaltung des Fernzugriffs zu unterstützen, darunter Verschlüsselung, Passwortanforderungen und Systeme zur MFA.
Kompatibilität
Kompatibilität ist ein wichtiger Faktor, den Sie berücksichtigen müssen, wenn Sie eine neue UEM-Lösung in Ihre IT-Umgebung integrieren. Sie sollten sicherstellen, dass die von Ihnen gewählte Software mit Ihren anderen Systemen kompatibel ist und problemlos funktioniert.
Benutzerfreundlichkeit
Einer der Hauptgründe, warum Unternehmen UEM einführen, ist die Optimierung der Verwaltung. Ein UEM-System muss intuitiv und für Teammitglieder leicht zugänglich und nutzbar sein.
Steigern Sie die Transparenz und Effizienz Ihrer IT sofort. Sehen Sie sich einen umfassenden Leitfaden zum Unified-Endpoint-Management an.
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