Die Verbindung von Nicht-Volume-Geräten wie USB-Sticks, Mobiltelefonen oder Kameras mit einem Endpunkt erfordert sorgfältige Abwägung. Eine Möglichkeit, diese Interaktionen zu steuern, besteht darin, das Verhalten bei der automatisierten Medienverarbeitung festzulegen.
Wenn Sie über Administratorrechte verfügen und die Benutzererfahrung optimieren sowie die Sicherheit verbessern möchten, erfahren Sie in diesem Guide, wie Sie die automatische Wiedergabe für Nicht-Volume-Geräte aktivieren oder deaktivieren können.
💡Eine anschauliche Darstellung dieses Themas finden Sie im Video So aktivieren oder deaktivieren Sie die automatische Wiedergabe für Nicht-Volume-Geräte unter Windows.
Voraussetzungen für die Aktivierung oder Deaktivierung der automatischen Wiedergabe
Beachten Sie diese System- und Zugriffsanforderungen, um zu erfahren, wie Sie die automatische Wiedergabe für Nicht-Volume-Geräte ohne Lautsprecher je nach Konfiguration aktivieren oder deaktivieren können:
✔️ Zum Aktualisieren dieser Einstellungen sind Administratorrechte erforderlich.
✔️ Benutzer:innen von Windows 10 Pro, Enterprise oder Education können den Editor für lokale Gruppenrichtlinien verwenden.
✔️ Für die skriptbasierte Bereitstellung und für Benutzer:innen der Home-Edition kann der Registrierungs-Editor verwendet werden.
⚠️ Warnung: Sollten Sie vorhaben, den Registrierungs-Editor zu verwenden, sollten Sie in Erwägung ziehen, ein Backup der Windows-Registrierung anzulegen. Dieser Wiederherstellungspunkt ist von entscheidender Bedeutung, falls nach der Aktualisierung der Konsole unerwünschte Änderungen oder Verhaltensweisen auftreten sollten.
Option 1: Die automatische Wiedergabe über den Editor für lokale Gruppenrichtlinien einrichten
- Drücken Sie Win + R, geben Sie im Dialogfeld gpedit.msc ein und tippen Sie auf OK , um die lokale Gruppenrichtlinie zu öffnen.
- Navigieren Sie zu Computerkonfiguration → Administrative Vorlagen → Windows-Komponenten → AutoPlay-Richtlinien.
- Doppelklicken Sie auf Automatische Wiedergabe für Nicht-Volume-Geräte deaktivieren , um die Einstellungen zu konfigurieren.
- Wählen Sie zwischen den folgenden Optionen:
- Aktiviert : Die automatische Wiedergabe ist bei Nicht-Volume-Geräten deaktiviert.
- Deaktiviert oder nicht konfiguriert : Die automatische Wiedergabe ist erlaubt.
Die aktualisierte Richtlinie tritt bei der nächsten Anmeldung des Endbenutzers oder nach Ausführung des Befehls gpupdate /force in Kraft.
Option 2: Die automatische Wiedergabe über den Registrierungs-Editor einrichten
- Drücken Sie Win + R, geben Sie regedit in das Dialogfeld ein, und tippen Sie auf OK, um den Registrierungs-Editor zu öffnen.
- Navigieren Sie zu folgendem Pfad oder fügen Sie ihn in die Adressleiste der Registrierung ein:
- HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\Explorer
- Erstellen oder ändern Sie den folgenden 32-Bit-DWORD-Wert: NoAutoplayForNonVolume.
- Zum Öffnen doppelklicken Sie darauf und geben Sie als Wert Folgendes ein:
- 1 : Automatische Wiedergabe für Nicht-Volume-Geräte deaktivieren
- 0 : Automatische Wiedergabe für Nicht-Volume-Geräte aktivieren
Überprüfen und Testen der AutoPlay-Einstellungen
So überprüfen Sie manuell, ob die automatische Wiedergabe für Nicht-Volume-Geräte aktiviert ist:
- Schließen Sie eine Digitalkamera oder ein Smartphone ohne Datenträgerfunktion an.
- Beobachten Sie, ob die Wiedergabe automatisch startet.
- Wenn diese Option deaktiviert ist, sollte beim Anschließen des Geräts keine automatisierte Aktion erfolgen.
In der Zwischenzeit können Sie die aktuelle Einstellung für die richtlinienbasierte Bereitstellung überprüfen, indem Sie den Befehl gpresult über PowerShell oder die Eingabeaufforderung ausführen.
Sehen Sie sich den Leitfaden „ So verwenden IT-Teams den Befehl „gpresult“ zur Überprüfung von GPOs“, um mehr zu erfahren.
Empfohlene Anwendungsfälle: Wozu dient die automatische Wiedergabe?
Die einheitliche Regelung der AutoPlay-Einstellungen auf allen verwalteten Geräten ist eine gute Möglichkeit, die Benutzerfreundlichkeit und die IT-Sicherheit zu verbessern.
Hier sind einige typische Anwendungsfälle für diese Richtlinie, die Sie berücksichtigen sollten:
- Kiosk-Umgebungen
- Endpunkte in Unternehmen
- Vereinheitlichung der Endbenutzererfahrung
IT-Admins können nicht nur verhindern, dass unerwünschte Anwendungen oder Medien automatisch ausgeführt werden, sondern auch mithilfe von AutoPlay-Richtlinien eine standardisierte und unterbrechungsfreie Benutzererfahrung gewährleisten.
Quick-Start Guide
Mit NinjaOne lassen sich die Einstellungen von Windows-Geräten verwalten. Insbesondere Skripte im Zusammenhang mit automatischer Wiedergabe und Geräte-Einstellungen:
1. Es gibt ein Skript namens „Set Removable Storage Access“, mit dem der Zugriff auf Wechselmedien deaktiviert oder aktiviert werden kann; dies steht in engem Zusammenhang mit der automatischen Wiedergabe-Funktion.
2. NinjaOne bietet umfangreiche Funktionen zur Verwaltung von Windows-Geräten mithilfe von Skripten, mit denen Folgendes möglich ist:
- Bestimmte Windows-Funktionen aktivieren oder deaktivieren
- Systemeinstellungen ändern
- Zugriff und Berechtigungen für Geräte steuern
Zusammenfassung der AutoPlay-Einstellungen für Nicht-Volume-Geräte
Trotz wahrscheinlicher Verbesserungen der Benutzererfahrung bergen Geräte von Drittanbietern in jeder kontrollierten Umgebung eine Vielzahl von Risiken. Um solche Sicherheitslücken zu erkennen und zu beheben, können Sie für diese Nicht-Volume-Geräte eine AutoPlay-Richtlinie durchsetzen. Wenn Sie diese Einstellungen proaktiv festlegen, können Sie die Abläufe im Umgang mit Datenträgern optimieren und bei der Behebung von Vorfällen mit fehlerhaften Datenträgern schneller reagieren.
