Schlüsselpunkte
- Edge-Einstellungen: Das Mini-Menü von Microsoft Edge lässt sich für einzelne Websites direkt über das Auswahlmenü im Browser ein- oder ausblenden. Das verbessert die Bedienbarkeit auf Intranetseiten und in Web-Apps.
- PowerShell: Die Edge-Richtlinie MiniMenuDisabledSites lässt sich per PowerShell-Skript auf mehreren Geräten bereitstellen und zentral im Unternehmen verwalten.
- Gruppenrichtlinieneinstellungen: Über Gruppenrichtlinien konfigurieren Sie das Verhalten des Mini-Menüs unternehmensweit und deaktivieren die Funktion für ausgewählte Websites bei allen Benutzer:innen.
- Registrierungs-Editor: Die Einstellung QuickSearchShowMiniMenu lässt sich in der Windows-Registrierung manuell aktivieren oder deaktivieren, um das Edge-Mini-Menü auch ohne Active Directory zu steuern.
- .REG-Dateien: Mit .REG-Dateien automatisieren Sie die Konfiguration des Mini-Menüs von Microsoft Edge. Das beschleunigt die Bereitstellung und erleichtert das Zurücksetzen registrierungsbasierter Einstellungen.
2021 führte Microsoft Edge ein praktisches Mini-Menü ein, das jedes Mal erscheint, wenn eine Textzeile markiert wird. Es enthält Verknüpfungen zu Funktionen wie Suchen, Übersetzen und Teilen.
Eigentlich soll die Funktion die Produktivität steigern. In Umgebungen wie Intranetseiten und webbasierten Anwendungen richtet sie jedoch manchmal mehr Schaden als Nutzen an.
Diese Seiten haben sorgfältig gestaltete Oberflächen und Arbeitsabläufe, bei denen selbst kleinste Störungen die Benutzererfahrung beeinträchtigen können.
Ein unerwartetes Menü wie das Mini-Menü kann Benutzer:innen ablenken und sie davon abhalten, wichtige Aufgaben zu erledigen. Microsoft Edge erlaubt Administrator:innen allerdings, zu steuern, wo das Mini-Menü erscheint und wo nicht.
In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie das Mini-Menü von Microsoft Edge über die Liste der „deaktivierten Websites“ steuern.
So blenden Sie das Mini-Menü von Microsoft Edge für ausgewählte Websites ein oder aus
Wenn Sie das Mini-Menü von Microsoft Edge für bestimmte Websites ein- oder ausschalten möchten, müssen Sie diese in die Liste „Deaktivierte Websites“ aufnehmen.
📌 Voraussetzungen:
- Für die allgemeinen Schalter muss der Browser mindestens Microsoft Edge Version 104 sein, richtlinienbasierte Konfigurationen für einzelne Websites setzen dagegen mindestens Version 84 voraus.
- Auf Ihrem Computer sollte Windows 11 laufen oder es sollten die passenden Richtlinien angewendet sein.
- Für alle Methoden mit Registrierungs-Editor (HKLM-Hive), PowerShell oder Gruppenrichtlinien sind Administratorrechte erforderlich.
- Kenntnisse der Richtlinieneinstellungen von Edge, der Bearbeitung der Registrierung oder einfacher Skripte sind empfehlenswert.
- Die Edge-Einstellungen greifen sofort, Änderungen an Registrierung und Richtlinien werden dagegen erst nach einem Neustart des Browsers wirksam.
🎥 Die Videoanleitung zeigt Schritt für Schritt, wie Sie das Mini-Menü bei Textauswahl für ausgewählte Websites in Microsoft Edge ein- oder ausblenden.
📌 Empfohlene Bereitstellungsstrategien:
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💻 Am besten für Einzelanwender:innen |
💻💻💻 Am besten für Unternehmen |
| Methode 1: Über die Edge-Einstellungen | ✓ | |
| Methode 2: Mit PowerShell | ✓ | |
| Methode 3: Über Gruppenrichtlinieneinstellungen | ✓ | |
| Methode 4: Mit dem Registrierungs-Editor | ✓ | |
| Methode 5: Mit .REG-Dateien | ✓ |
Methode 1: Über die Edge-Einstellungen
📌 Anwendungsfall: Diese Methode konfiguriert die Einstellungen des Mini-Menüs pro Benutzer:in. Sie eignet sich ideal für schnelle Änderungen auf privaten Geräten.
- Rufen Sie die Website auf, für die Sie das Mini-Menü deaktivieren möchten.
- Markieren Sie einen beliebigen Text auf der Seite.
- Sobald das Mini-Menü erscheint, fahren Sie mit der Maus über „Menü ausblenden“ am oberen Rand des Menüs und wählen Sie:
- „Menü für diese Website ausblenden“, um das Mini-Menü für diese Website zu deaktivieren
- „Menü immer ausblenden“, um es für alle Websites zu deaktivieren.
Methode 2: Mit PowerShell
📌 Anwendungsfall: Bei dieser Methode werden die Edge-Einstellungen per PowerShell-Skript auf mehreren Geräten bereitgestellt und verwaltet. Sie ist ideal, um Richtlinien in verwalteten Umgebungen durchzusetzen.
Führen Sie die folgenden Befehle aus, um die Liste „Deaktivierte Websites“ zu konfigurieren:
$path = "HKCU:\Software\Policies\Microsoft\Edge\MiniMenuDisabledSites"
New-Item -Path $path -Force | Out-Null
Set-ItemProperty -Path $path -Name "SitesList" -Value @("https://intranet.local", "https://app.corporate.com")
Starten Sie Edge nach der Ausführung des Befehls neu, damit die neue Richtlinie greift.
Methode 3: Über Gruppenrichtlinieneinstellungen
📌 Anwendungsfall: Diese Methode lässt sich je nach Gruppenrichtlinienkonfiguration so einrichten, dass die neue Einstellung für einzelne Benutzer:innen oder für alle gilt.
⚠️Wichtig: Diese Methode eignet sich nur für Computer, die in eine Domäne eingebunden sind, und muss von einer Domänenadministration durchgeführt werden.
- Öffnen Sie die Gruppenrichtlinienverwaltungskonsole (GPMC).
- Navigieren Sie zu Benutzerkonfiguration > Einstellungen > Windows-Einstellungen > Registrierung.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie Neu > Registrierungselement.
- Konfigurieren Sie Folgendes:
- Aktion: Aktualisieren
- Hive: HKEY_CURRENT_USER (oder HKEY_LOCAL_MACHINE für alle Benutzer:innen).
- Schlüsselpfad: Software\Policies\Microsoft\Edge\MiniMenuDisabledSites
- Wertname: SitesList
- Werttyp: REG_MULTI_SZ
- Wertdaten: jede URL in einer eigenen Zeile.
- Klicken Sie auf OK, verknüpfen Sie das GPO mit der gewünschten Organisationseinheit (OU) und führen Sie auf den Clients gpupdate /force aus.
- Starten Sie Edge neu, damit die Änderungen wirksam werden.
Methode 4: Mit dem Registrierungs-Editor
📌 Anwendungsfall: Diese Methode ist ideal, wenn Sie das Mini-Menü von Edge ein- oder ausblenden möchten, ohne den Editor für lokale Gruppenrichtlinien oder eine Active-Directory-Infrastruktur zu nutzen.
⚠️Wichtig: Das Ändern von Registrierungsschlüsseln kann zu ungewollten Änderungen an Ihrem System führen. Erstellen Sie ein Backup, bevor Sie den Registrierungs-Editor verwenden.
- Um den Registrierungs-Editor zu öffnen, drücken Sie Win + R, geben Sie regedit ein und drücken Sie die Eingabetaste.
- Navigieren Sie zu HKEY_LOCAL_MACHINE (oder HKEY_CURRENT_USER)\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Edge
- Suchen Sie den DWORD-Wert (32-Bit) mit dem Namen QuickSearchShowMiniMenu.
- Falls dieser Schlüssel noch nicht existiert, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle im rechten Bereich, wählen Sie Neu > DWORD-Wert (32-Bit) und benennen Sie den neuen Wert QuickSearchShowMiniMenu.
- Setzen Sie den Wert auf 0, um das Mini-Menü zu deaktivieren, oder auf 1, um es zu aktivieren
Methode 5: Mit .REG-Dateien
📌 Anwendungsfall: Diese Methode ist eine sicherere und automatisierte Alternative dazu, Schlüssel direkt im Registrierungs-Editor zu ändern.
- Öffnen Sie den Editor und kopieren Sie einen der folgenden Inhalte hinein:
- Um das Mini-Menü zu deaktivieren:
Windows Registry Editor Version 5.00
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Edge]
"QuickSearchShowMiniMenu"=dword:00000000
-
- Um das Mini-Menü zu aktivieren:
Windows Registry Editor Version 5.00
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Edge]
"QuickSearchShowMiniMenu"=dword:00000001
- Speichern Sie die .reg-Datei und führen Sie einen Doppelklick darauf aus, um sie zusammenzuführen. Klicken Sie auf Nachfrage auf Ausführen, Ja (UAC), Ja und OK.
- Starten Sie Microsoft Edge neu, damit die Änderungen wirksam werden.
Weitere Hinweise zum Anpassen des Mini-Menüs von Microsoft Edge
Diese zusätzlichen Punkte sollten Sie beim Anpassen des Mini-Menüs von Microsoft Edge beachten:
- Sie müssen Ihren Browser neu starten, damit die Richtlinienänderungen wirksam werden.
- Der Richtlinienpfad HKLM wirkt sich auf alle Benutzer:innen aus, der Pfad HKCU dagegen nur auf die aktuellen Benutzer:innen.
- Achten Sie darauf, dass Ihre URLs korrekt formatiert sind, inklusive Protokoll und Domain.
- Damit die Einstellungen funktionieren, muss Ihre Microsoft Edge-Version richtlinienbasierte Konfigurationen unterstützen. Versionen vor 84 unterstützen diese Möglichkeit unter Umständen nicht.
⚠️ Darauf sollten Sie achten
Behalten Sie diese Stolperfallen im Blick, wenn Sie unserer Anleitung folgen.
| Risiken | Mögliche Folgen | Rückgängig machen |
| Fehlkonfigurationen in der Registrierung | Falsche Schlüssel in der Registrierung können zu Systeminstabilität oder unerwünschtem Verhalten führen. | Spielen Sie das letzte Backup der Registrierung zurück, bevor Sie Änderungen vornehmen. |
| Falsche URLs in der SitesList | Das Mini-Menü bleibt auf den angegebenen Websites aktiv. | Prüfen Sie Ihre URLs in der Registrierung oder im Skript, bevor Sie sie anwenden. |
| Falscher Richtlinienpfad | Die Einstellung gilt möglicherweise nur für die aktuellen Benutzer:innen statt für alle, oder umgekehrt. | Prüfen Sie vor der Ausführung, ob Ihr Skript den richtigen Richtlinienpfad verwendet. |
| Überschreibendes Verhalten | Unternehmensrichtlinien können manuelle Konfigurationen in den Edge-Einstellungen überschreiben. | Prüfen Sie Ihre bestehenden Gruppenrichtlinien auf widersprüchliche Einträge, die Ihre Änderungen überschreiben könnten. |
Störungen vermeiden: Steuern Sie, wann und wo das Mini-Menü von Edge erscheint
Wer steuert, wann und wo das Mini-Menü von Microsoft Edge erscheint, verbessert das Surferlebnis deutlich. Das Menü bietet zwar bequemen Zugriff auf nützliche Werkzeuge, passt aber nicht immer zu bestimmten Arbeitsabläufen und Oberflächen.
Die gute Nachricht: Sie können diese Einstellung direkt in Edge konfigurieren oder mit Werkzeugen wie dem Registrierungs-Editor gezielt in das Verhalten eingreifen.
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- Push-Benachrichtigungen von Microsoft Edge deaktivieren