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ITAM-Kosten in Cloud vs. On-Premises: der Vergleich für Unternehmen

von Team Ninja
Comparing Cloud vs On-Prem ITAM Costs for Enterprises

Kurzüberblick

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Schlüsselpunkte

  • Preise pro Benutzer:in und pro Gerät steigen mit der Beschäftigtenzahl und der Zahl der Endpunkte. Viele Verträge enthalten zudem jährliche Preiserhöhungen von bis zu 10 Prozent.
  • Patching, Backups, Kapazitätsplanung und Hardware-Erneuerungszyklen liegen bei den internen IT-Abteilungen, also bei Kosten, die in Angeboten der Anbieter häufig fehlen.
  • Unternehmen überschreiten ihre Cloud-Budgets im Schnitt um 17 Prozent, und Unternehmen mit hohem Wartungsanteil geben 80 Prozent ihres Budgets allein für den Betrieb bestehender Systeme aus.

Laut einem Flexera-Bericht aus dem Jahr 2025 überschreiten Unternehmen ihre Cloud-Budgets im Schnitt um 17 %. On-Premises-Bereitstellungen halten eigene Überraschungen bereit: Hardware-Erneuerungszyklen, Personalaufwand und Upgrade-Fenster, die in Angeboten der Anbieter selten auftauchen.

Beim Vergleich von ITAM-Kosten in Cloud vs. On-Premises ist keine der beiden Optionen von Anfang an ehrlich kalkuliert.

Ein belastbarer Vergleich bedeutet, über die Preise des ersten Jahres hinauszuschauen: Wo konzentrieren sich die Kosten im jeweiligen Modell, wie wachsen die Ausgaben mit Ihrer Umgebung, und welche versteckten Faktoren verändern die langfristige Rechnung?

Die größten Kostentreiber im Asset-Management

Beide Bereitstellungsmodelle verursachen erhebliche Ausgaben. Der Unterschied liegt darin, wo diese Kosten anfallen und wer sie verwaltet.

So unterscheiden sich die ITAM-Kosten in Cloud vs. On-Premises in der Praxis

Die Wahl des Bereitstellungsmodells verändert, wofür und wie Sie Geld ausgeben:

  • Cloud-Abonnements verwandeln Infrastrukturinvestitionen in wiederkehrende Gebühren und verlagern die Verantwortung für die Wartung auf Ihren Anbieter.
  • Bei On-Premises-Plattformen bleibt die Verwaltung in der Verantwortung Ihres Teams. Ihre Beschäftigten kümmern sich um Patching, Backups, Kapazitätsplanung und Verfügbarkeit.

Dieser Unterschied ist in Angeboten der Anbieter schwerer zu erkennen, weil die Preisgestaltung für On-Premises die Personalkosten, die Ihr Team auffängt, selten einschließt. Eine McKinsey-Untersuchung aus dem Jahr 2025 zur Verteilung von IT-Budgets ergab, dass Unternehmen mit hohem Wartungsanteil (ein verbreitetes Enterprise-Profil) 80 % ihres IT-Budgets für den Betrieb bestehender Systeme ausgeben. Für Innovation bleiben nur 20 %.

Jede On-Premises-Plattform, die Sie selbst verwalten, zieht weiteres Budget in Richtung dieser 80 %. Cloud-Plattformen verlagern die Infrastrukturwartung dagegen auf den Anbieter, und Updates kommen über reguläre Releases statt über geplante Upgrade-Projekte.

Die Kosten für Asset-Management-Software reichen über die Lizenzierung hinaus

Die Lizenzierung ist nur einer von mehreren Kostenblöcken. Bevor eine Plattform für IT-Asset-Management in Betrieb geht, fallen Ausgaben an für:

  • Implementierung und Systemintegration
  • Datenmigration aus Tabellen oder Altsystemen
  • Anpassung von Workflows und Schulungen für Benutzer:innen
  • Laufende Plattform-Administration und Supportverträge mit Anbietern

Ist die Plattform im Einsatz, summieren sich außerdem die Kosten für Compliance: 44 % der Unternehmen haben in den vergangenen drei Jahren mehr als 1 Million US-Dollar für Software-Audits ausgegeben. Und in dieser Zahl sind die internen Personalstunden für das Zusammentragen von Nachweisen und den Lizenzabgleich noch gar nicht enthalten, die unabhängig vom Bereitstellungsmodell Budget verbrauchen.

Darum ist der Kostenvergleich zwischen Cloud-Computing und On-Premises komplexer als erwartet

Auf den ersten Blick wirkt der Vergleich dank der Erstangebote einfach. Sobald Ihre Umgebung wächst, ändert sich die Rechnung.

Laufende Cloud-Ausgaben prognostizieren

Cloud-Plattformen bieten planbare Gebühren je Abrechnungszeitraum, doch die Gesamtkosten wachsen mit Ihrer Umgebung. Die Preisgestaltung pro Benutzer:in steigt mit der Beschäftigtenzahl, Modelle pro Gerät skalieren mit Ihrem Endpunkt-Bestand, und Funktionsstufen, die heute passen, decken Ihre Anforderungen in zwei Jahren womöglich nicht mehr ab.

Ohne Transparenz darüber, was Sie tatsächlich nutzen, summieren sich ungenutzte Ausgaben schnell. Ein Zylo-Bericht aus dem Jahr 2026 ergab, dass 36 % der gekauften Lizenzen ungenutzt bleiben, was jährlich 19,8 Millionen US-Dollar an Verschwendung verursacht. Ohne genaue Nachverfolgung treiben diese brachliegenden Abonnements Ihre Cloud-ITAM-Ausgaben still und leise in die Höhe.

Wenn Sie Ihr Finanzmodell aufsetzen, planen Sie drei bis fünf Jahre im Voraus und berücksichtigen Sie dabei:

  • Das erwartete Wachstum bei Beschäftigtenzahl und Geräten
  • Neue Asset-Kategorien, die Sie erfassen müssen (Cloud-Ressourcen, Mobilgeräte, Internet der Dinge (IoT))
  • Funktionsstufen, die Ihr Team tatsächlich nutzt, im Vergleich zu dem, was in höheren Preisstufen mitgeliefert wird

Viele Verträge enthalten zudem automatische Preiserhöhungen von bis zu 10 % pro Jahr. Über eine Laufzeit von drei Jahren steigen die Kosten damit schneller, als die meisten Erstkalkulationen abbilden.

Langfristige Kosten der On-Premises-Infrastruktur bewerten

On-Premises-Bereitstellungen verlagern Kapital nach vorne, beseitigen laufende Ausgaben aber nicht. Hardware-Erneuerungen alle drei bis fünf Jahre sind kein einmaliges Ereignis. Sie erfordern Beschaffungsfreigaben, Migrationsplanung und Testfenster, und all das liegt komplett bei Ihrem Team.

Neben der Hardware gehören zu den On-Premises-Kostenblöcken, die in Erstangeboten der Anbieter nicht auftauchen:

  • Strom, Kühlung und physischer Rack-Platz im Rechenzentrum
  • Personalstunden der IT für Patching, Backups und Kapazitätsmanagement
  • Test- und Bereitstellungsfenster für Upgrades auf größere Plattformversionen

Im ersten Jahr fällt die Analyse manchmal zugunsten von On-Premises aus, wenn die vorhandene Infrastruktur die neue Last mit aufnehmen kann. Eine Fünfjahresprognose dreht sich in der Regel, sobald Sie die erste Hardware-Erneuerung, den kumulierten Personalaufwand und die Opportunitätskosten dafür einrechnen, größere Upgrades selbst zu planen, statt sie über reguläre Releases zu erhalten.

Beide Szenarien bis ins fünfte Jahr durchzurechnen, bevor Sie sich festlegen, liefert der Finanzabteilung ein genaueres Bild, als Angebote der Anbieter allein es können.

So beeinflussen Bereitstellungsmodelle die Preisgestaltung im Asset-Management

Über die Gesamtkosten hinaus kann die Struktur Ihrer Zahlungen die Budgetfreigaben beeinflussen, ebenso wie das Tempo, in dem Sie auf veränderte Anforderungen reagieren können.

Ausgabenmodelle an die Anforderungen des Unternehmens anpassen

Beim Vergleich der ITAM-Kosten in Cloud vs. On-Premises fallen bei Investitionsausgaben (CapEx) sämtliche Kosten vorab an. Sie kaufen die Hardware, implementieren die Software und schulen Ihr Team, bevor die Plattform überhaupt Nutzen stiftet. Große CapEx-Anträge konkurrieren außerdem mit anderen strategischen Prioritäten, was Freigaben verzögern und den Rollout ausbremsen kann.

Cloud-Abonnements verteilen die Kosten stattdessen über Abrechnungszeiträume. Finanzteams können wiederkehrende Betriebsausgaben (OpEx) meist schrittweise freigeben, und die IT kann ihre Ausgaben schneller anpassen, wenn sich Anforderungen ändern.

In vielen Unternehmen entfällt bei kleineren IT-Abonnements zudem die Rechtfertigung auf Vorstandsebene, die bei Kapitalanschaffungen nötig ist. Das kann Beschaffungszyklen verkürzen und Teams schneller handlungsfähig machen.

Die Wirtschaftlichkeit von On-Premises kann weiterhin aufgehen, wenn Ihre Asset-Zahlen stabil sind und Sie freie Infrastrukturkapazitäten haben. In stark wachsenden Umgebungen hat die Flexibilität der Cloud jedoch meist die Nase vorn.

Preisgestaltung im Asset-Management an die tatsächliche Nutzung anpassen

Die Preisgestaltung pro Gerät passt zu standardisierten Endpunkt-Beständen. Preise pro Benutzer:in funktionieren, wenn die Beschäftigtenzahl stabil ist, die Gerätezahl aber schwankt.

Passt das Preismodell nicht zu Ihrer tatsächlichen Umgebung, führt das zu Überprovisionierung (Sie zahlen für Kapazitäten, die Sie nicht nutzen) oder zu Unterprovisionierung, und damit zu Lücken bei der IT-Compliance, deren Behebung teurer ist als ihre Vermeidung.

Klären Sie vor Vertragsabschluss diese Fragen eindeutig:

  • Können Sie Lizenzen für Benutzer:innen und Geräte während der Laufzeit ohne Vertragsstrafen hinzufügen oder entfernen?
  • Enthält die Preisstufe die Funktionen für Erkennung, Berichterstattung und Compliance, die Sie brauchen, oder sind das kostenpflichtige Zusatzmodule?
  • Was passiert mit Ihren Asset-Daten, wenn Sie auf eine andere Plattform wechseln?

Cloud-Plattformen bieten bei Anpassungen in der Regel mehr Spielraum als On-Premises-Lizenzen. Lassen Sie sich das vor der Unterschrift schriftlich bestätigen.

Das sollten Finanzverantwortliche vor einer ITAM-Investition prüfen

Kostenvergleiche führen nur dann zu besseren Entscheidungen, wenn sie berücksichtigen, wie sich die Ausgaben im Lauf der Zeit verändern und welchen Wert die Plattform über ihren reinen Kostenposten hinaus schafft.

Erkennen, welche Kosten mit dem Wachstum steigen

Unterschiedliche Kostenblöcke skalieren unterschiedlich. Wer diese Muster kennt, kann künftige Kosten genauer modellieren:

  • Abonnementgebühren wachsen mit der Zahl der Assets. Wächst Ihr Gerätebestand, wächst die Rechnung mit.
  • On-Premises-Infrastruktur skaliert in Stufen: Vorhandene Kapazitäten fangen allmähliches Wachstum auf, bis eine Schwelle eine Hardware-Erneuerung auslöst.
  • Der Verwaltungsaufwand skaliert mit der Komplexität, nicht mit der Größe. Mehr Integrationen und Sonderfälle kosten mehr, unabhängig vom Bereitstellungsmodell.

Wenn sich Ihr Asset-Bestand verdoppelt, rechnen Sie Ihr Finanzmodell erneut durch. Die Option, die beim heutigen Umfang günstig aussah, kann nach einer Ausweitung des Betriebs deutlich schlechter dastehen.

Den Wert jenseits der Kosten für Asset-Management-Software messen

Die Plattformkosten sind nur eine Seite der Rechnung. Ein gut gepflegter IT-Asset-Bestand verhindert Doppelanschaffungen und reduziert die Stunden, die Ihr Team in den Lizenzabgleich steckt. Ein automatisiertes Asset-Lifecycle-Management senkt den Zeitaufwand der Beschäftigten, um Datensätze korrekt zu halten und zügig auf Audits zu reagieren.

Auch Sicherheitsergebnisse wirken sich finanziell aus, selbst wenn sie in einfachen Kostenvergleichen nicht auftauchen. Genaue Asset-Daten helfen Ihrem Team, Systeme schneller zu patchen, nicht verwaltete Geräte zu identifizieren und Lücken zu schließen, bevor sie zu Audit-Ergebnissen oder Angriffsvektoren werden.

Ein einziger Sicherheitsvorfall kann mehr kosten als jahrelange ITAM-Abonnements. Schauen Sie bei der Bewertung der Investition deshalb über die Plattformkosten hinaus und berücksichtigen Sie, was Sie dank genauer Transparenz verhindern können.

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FAQs

Das hängt von der Wachstumsrate ab. Cloud-ITAM bleibt pro Abrechnungszeitraum planbar, steigt aber mit Beschäftigtenzahl, Geräten und vertraglichen Erhöhungen von bis zu 10 Prozent pro Jahr. On-Premises verlagert die Kapitalkosten nach vorne, verursacht dafür aber laufende Personal- und Hardware-Ausgaben.

Neben Software und Hardware fallen bei On-Premises-ITAM Strom, Kühlung und Rack-Platz im Rechenzentrum sowie Personalstunden der IT für Patching und Kapazitätsmanagement an. Hardware-Erneuerungen alle drei bis fünf Jahre erfordern zudem Beschaffung und Migrationsarbeit.

Die Preisgestaltung skaliert pro Benutzer:in oder pro Gerät, daher steigen die Kosten mit der Beschäftigtenzahl und der Zahl der Endpunkte. Verträge enthalten häufig automatische Erhöhungen von bis zu 10 Prozent pro Jahr.

44 Prozent der Unternehmen haben in den vergangenen drei Jahren mehr als 1 Million US-Dollar für Audits ausgegeben, interne Personalstunden für das Zusammentragen von Nachweisen nicht eingerechnet. Diese Kosten fallen unabhängig vom Bereitstellungsmodell an.

On-Premises-ITAM läuft meist über CapEx: vorab bezahlt und oft mit einer Freigabe auf Vorstandsebene verbunden, die den Rollout verzögert. Cloud-ITAM läuft meist über OpEx: verteilt auf Abrechnungszeiträume und schrittweise freigegeben.

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