Schlüsselpunkte
- Um die Hardwarebeschleunigung in Microsoft Edge zu aktivieren oder zu deaktivieren, öffnen Sie die Einstellungen, klicken Sie auf „System und Leistung“ und wählen Sie anschließend „Grafikbeschleunigung verwenden, falls verfügbar“.
- Für skriptgesteuerte oder benutzerspezifische Änderungen bearbeiten Sie den DWORD-Wert HardwareAccelerationModeEnabled unter HKEY_CURRENT_USER\Software\Policies\Microsoft\Edge.
- Mit dem ADMX-Template von Microsoft Edge unter „Administrative Vorlagen“ konfigurieren Sie die Grafik-Hardwarebeschleunigung auf verwalteten Geräten und in VDI-Umgebungen.
- Öffnen Sie edge://gpu und prüfen Sie den Abschnitt „Graphics Feature Status“, um festzustellen, ob Edge die Hardwarebeschleunigung nutzt.
- Deaktivieren Sie die Hardwarebeschleunigung, wenn Benutzer:innen Verzögerungen, Einfrieren oder treiberbedingte Abstürze bemerken oder wenn der GPU-Zugriff in VDI- oder Kiosk-Umgebungen eingeschränkt ist.
Ruckelt Microsoft Edge oder leidet die Bildrate? Dann kann die Hardwarebeschleunigung von Edge helfen. Diese Einstellung steigert die Browser-Leistung, sorgt für schnellere Verarbeitung und eine bessere Benutzererfahrung. Dabei übernimmt der Grafikprozessor (GPU) des Computers bestimmte Aufgaben, statt sie der CPU zu überlassen.
Die Grafik-Hardwarebeschleunigung ist praktisch und schnell aktiviert. Außerdem gibt es gleich mehrere Wege, die Einstellung einzuschalten. Lesen Sie weiter und erfahren Sie, wie Sie die Hardwarebeschleunigung in Microsoft Edge nutzen.
Diese Wege führen zur Grafik-Hardwarebeschleunigung in Microsoft Edge
Einige Voraussetzungen sollten Sie beachten, bevor Sie die Hardwarebeschleunigung umschalten:
- Prüfen Sie, ob Microsoft Edge installiert ist.
- Für die Verwaltung per Gruppenrichtlinie benötigen Sie die ADMX-Templates (administrative Vorlagen) von Microsoft Edge.
- Für Änderungen auf Systemebene brauchen Sie Administratorrechte.
- Stellen Sie sicher, dass das Gerät über eine unterstützte GPU verfügt (falls Sie die Beschleunigung aktivieren möchten).
Sehen Sie sich das Video an: So aktivieren oder deaktivieren Sie die Grafik-Hardwarebeschleunigung in Microsoft Edge.
Methode 1: Über die Edge-Einstellungen für das aktuelle Benutzerkonto aktivieren oder deaktivieren
Das ist der einfachste Weg, die Grafik-Hardwarebeschleunigung in Microsoft Edge ein- oder auszuschalten. Er eignet sich auch für die Fehlersuche im Einzelfall oder für Konfigurationen durch Benutzer:innen. Gehen Sie dazu wie folgt vor:
- Öffnen Sie Microsoft Edge.
- Klicken Sie oben rechts auf das Drei-Punkte-Menü und dann auf Einstellungen.
- Tippen Sie auf „System und Leistung“ und anschließend auf „Grafikbeschleunigung“.
- Klicken Sie auf „Grafikbeschleunigung verwenden, falls verfügbar“, um die Grafik-Hardwarebeschleunigung ein- oder auszuschalten.
- Starten Sie Ihr Gerät neu, damit die Änderung wirksam wird.
Methode 2: Änderung über den Registrierungs-Editor (benutzerbezogen oder per Skript)
Diese Methode eignet sich für skriptgesteuerte Änderungen oder benutzerbezogene Richtlinien außerhalb einer Domäne. Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie die Hardwarebeschleunigung über den Registrierungs-Editor aktivieren:
- Klicken Sie auf die Start-/Suchschaltfläche und geben Sie „Registrierungs-Editor“ oder „regedit“ ein.
- Wechseln Sie zu HKEY_CURRENT_USER und klicken Sie auf den Pfeil neben dem Ordner.
- Klicken Sie in der aufgeklappten Liste auf Software.
- Klicken Sie auf Policies > Microsoft > Edge.
- Doppelklicken Sie auf HardwareAccelerationModeEnabled
- Setzen Sie den Wert auf 1 zum Aktivieren oder auf 0 zum Deaktivieren.
- Starten Sie Edge neu, um die Änderungen zu übernehmen.
Falls Sie HardwareAccelerationModeEnabled nicht finden, können Sie mit den folgenden Schritten einen DWORD-Wert (32-Bit) erstellen oder anpassen:
- Öffnen Sie den Registrierungs-Editor.
- Navigieren Sie zu HKEY_CURRENT_USER\Software\Policies\Microsoft\Edge.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste in den rechten Bereich.
- Fahren Sie über „Neu“ und wählen Sie „DWORD-Wert“.
- Benennen Sie den DWORD-Wert HardwareAccelerationModeEnabled.
- Setzen Sie den Wert auf 1 zum Aktivieren oder auf 0 zum Deaktivieren.
- Starten Sie Edge neu, um die Änderungen zu übernehmen.
Methode 3: Gruppenrichtlinie verwenden (Steuerung im Unternehmen)
Die Gruppenrichtlinie eignet sich zum Aktivieren oder Deaktivieren der Hardwarebeschleunigung in Microsoft Edge besonders in IT-verwalteten Umgebungen und auf VDI-Plattformen (Virtual Desktop Infrastructure). Beachten Sie, dass Sie dafür die ADMX-Templates von Microsoft Edge benötigen. Sind diese installiert, gehen Sie wie folgt vor:
- Klicken Sie auf Start, geben Sie gpedit.msc oder Gruppenrichtlinien-Editor ein und drücken Sie die Eingabetaste.
- Navigieren Sie zu:
- Benutzerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Microsoft Edge > Leistung.
- Doppelklicken Sie auf „Hardwarebeschleunigung verwenden, falls verfügbar“.
- Setzen Sie die Richtlinie auf:
- Aktiviert, um die Beschleunigung zu erzwingen
- Deaktiviert, um die Beschleunigung zu unterbinden
- Nicht konfiguriert, um die Entscheidung den Benutzer:innen zu überlassen
- Klicken Sie auf „Übernehmen“ und führen Sie anschließend gpupdate /force aus oder starten Sie neu, damit die Änderungen greifen.
Methode 4: Hardwarebeschleunigung in Edge überprüfen
In Microsoft Edge können Sie direkt prüfen, ob die Änderung an der Hardwarebeschleunigung aktiv ist oder überschrieben wurde:
- Öffnen Sie Microsoft Edge.
- Geben Sie edge://gpu in die Adressleiste ein.
- Oben sollte „Graphics Feature Status“ erscheinen.
- Die Liste zeigt die Programmierschnittstellen (APIs):
„Hardware accelerated“ bedeutet, dass die API die GPU nutzt. „Disabled“ oder „Software only“ zeigt dagegen an, dass die Hardwarebeschleunigung nicht aktiv ist.
Wichtige Hinweise zur Hardwarebeschleunigung in Microsoft Edge
- Verwenden Sie sowohl Gruppenrichtlinie als auch Registrierung, haben die Einstellungen der Gruppenrichtlinie Vorrang.
- Nutzen Sie OMA-URI (Open Mobile Alliance Uniform Resource Identifier) oder administrative Vorlagen, um die Beschleunigung in cloudverwalteten Umgebungen zu erzwingen.
- In VDI- und Kiosk-Umgebungen wird die Hardwarebeschleunigung aus Stabilitätsgründen häufig deaktiviert.
- Deaktivieren Sie die Beschleunigung, sinkt zwar die GPU-Last, die CPU-Auslastung steigt jedoch leicht an.
Bessere Benutzererfahrung dank Hardwarebeschleunigung in Microsoft Edge
Die Hardwarebeschleunigung von Microsoft Edge verlagert die Rendering-Arbeit von der CPU auf die GPU. Deshalb lohnt es sich meist, zuerst an dieser Einstellung zu drehen, wenn Ihnen Verzögerungen, Ruckler oder langsame Seitenaufbauten auffallen. In den meisten Fällen sorgt sie eingeschaltet genau für das flüssigere, schnellere Surferlebnis, für das sie gedacht ist.
Allerdings unterstützt nicht jeder Laptop und nicht jeder Computer die Hardwarebeschleunigung. Das Einschalten kann zu noch mehr Verzögerungen und Einfrieren führen. In diesem Fall fahren Sie mit der deaktivierten Funktion besser. Es schadet also nie zu wissen, wie und wann Sie die Hardwarebeschleunigung in Edge aktivieren oder deaktivieren.
