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So erstellen Sie unter Windows 11 eine Verknüpfung, die ein Programm mit bestimmten CPU-Affinitätseinstellungen startet

von Team Ninja
How to Create a Shortcut to Start a Program with Specific CPU Affinity Settings in Windows 11 blog banner image

Kurzüberblick

Dieser NinjaOne-Blogbeitrag bietet eine umfassende Liste grundlegender CMD-Befehle und einen tiefen Einblick in die Windows-Befehle mit über 70 wichtigen CMD-Befehlen für Anfänger:innen und Fortgeschrittene. Der Blogartikel erklärt praktische Befehle der Eingabeaufforderung für die Dateiverwaltung, die Navigation in Verzeichnissen, die Fehlersuche im Netzwerk, Festplattenoperationen und die Automatisierung mit echten Beispielen zur Steigerung der Produktivität. Egal, ob Sie grundlegende CMD-Befehle lernen oder fortgeschrittene Windows CLI-Tools beherrschen möchten, dieser Leitfaden hilft Ihnen, die Eingabeaufforderung effektiver zu verwenden.

Die CPU-Affinitätsmaske legt fest, welche CPU-Kerne für bestimmte Programme genutzt werden. Normalerweise verwaltet Ihr System das automatisiert, ohne Zutun der Benutzer:innen. Sie können die Einstellungen aber auch feinjustieren und so sicherstellen, dass Ihre Programme genau die Systemressourcen erhalten, die sie für den Betrieb brauchen.

Wenn Sie wissen, wie Sie die Programmaffinität in einer Verknüpfung festlegen, können Sie Ihre CPU-Auslastung gezielt steuern. Das hilft Ihnen, die Leistung zu optimieren, vor allem bei Anwendungen mit mehreren Instanzen und rechenintensiven Programmen, etwa für Gaming, Rendering und Simulationen. Außerdem ist es ein gutes Tool für Performance-Tuning und Fehlerbehebung. Auf Systemen mit vielen Kernen lassen sich damit zudem Benchmarks für Ihre Prozesse erstellen.

Eine visuelle Anleitung finden Sie in unserem Video: So erstellen Sie unter Windows 11 eine Verknüpfung, die ein Programm mit bestimmten CPU-Affinitätseinstellungen startet.

Anleitung: Ein Programm mit einer bestimmten CPU-Affinitätseinstellung starten

Sie können über die Eingabeaufforderung eine Verknüpfung zu einem Programm erstellen, die dieses automatisiert mit einer bestimmten CPU-Affinitätseinstellung startet. Alternativ können Sie Windows PowerShell nutzen, um diese Anwendungen über eine skriptbasierte Bereitstellung zu starten.

📌 Empfohlene Bereitstellungsstrategien:

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Am besten für Unternehmen

Methode 1: Verknüpfung mit Affinität über die Eingabeaufforderung erstellen✓✓
Methode 2: Affinität mit PowerShell festlegen (einmaliger oder skriptbasierter Start)✓✓

Das sollten Sie vorab bedenken

  • Für diese Anleitung benötigen Sie Windows 11 Pro, Enterprise oder Education. Diese Versionen werden auch für Mehrkern-CPUs empfohlen.
  • Sie müssen die gewünschte Bitmaske kennen. Diese ermitteln Sie mit diesem Tool.
  • Administratorrechte brauchen Sie für diese Anleitung nicht, es sei denn, Sie möchten das Programm ebenfalls mit Administratorrechten ausführen.

Methode 1: Verknüpfung mit Affinität über die Eingabeaufforderung erstellen

Dabei wird eine Verknüpfung auf Ihrem Desktop erstellt. Wenn Sie das Programm mit dieser bestimmten CPU-Affinitätseinstellung starten möchten, müssen Sie es über diese Verknüpfung öffnen.

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Desktop > Neu > Verknüpfung.
  2. Geben Sie als Speicherort Folgendes ein und klicken Sie auf Weiter:cmd.exe /c start /affinity 0xFFFFFFFF „“ "[C:\Path\To\YourApp.exe]"
    • Ersetzen Sie [C:\Path\To\YourApp.exe] durch den Pfad zur Anwendung, für die Sie bestimmte CPU-Affinitätseinstellungen festlegen möchten.
    • 0xFFFFFFFF ist die Bitmaske für alle 32 Kerne. Mit einem Rechner für CPU-Affinitätsmasken ermitteln Sie den benötigten Hexadezimalcode.
    • „“ ist ein Platzhalter für den Fenstertitel. Diese Syntax ist erforderlich. Sie können den Platzhalter leer lassen.
  1. Geben Sie einen Namen für die Verknüpfung ein und klicken Sie auf Fertig stellen.
  2. Die Verknüpfung erscheint nun mit einem cmd-Symbol auf dem Desktop.
    1. Wenn Sie das Symbol ändern möchten, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Verknüpfung > Eigenschaften.
    2. Wählen Sie auf der Registerkarte „Verknüpfung“ die Option Anderes Symbol.
    3. Legen Sie Ihr bevorzugtes Symbol fest.
    4. Klicken Sie auf OK.
    5. Wählen Sie Übernehmen > OK.

Methode 2: Affinität mit PowerShell festlegen (einmaliger oder skriptbasierter Start)

Diese Methode eignet sich ideal für skriptbasierte Bereitstellungen in Unternehmensumgebungen. Sie können dafür ein Remote-PowerShell-Tool verwenden. Beachten Sie allerdings, dass Windows diese Einstellungen nicht speichert. Sie müssen das Skript zu Beginn jeder Sitzung mit Ihrem bevorzugten Tool für Endpunkt-Management auf Ihren verwalteten Geräten bereitstellen.

  1. Öffnen Sie das Startmenü und suchen Sie nach Windows PowerShell, um das Programm zu öffnen.
  2. Geben Sie dieses Skript ein und drücken Sie die Eingabetaste:

Start-Process "[C:\Path\To\YourApp.exe]" -ArgumentList "" -WorkingDirectory "C:\Path\To" -NoNewWindow

Start-Sleep -Seconds 1

(Get-Process YourAppName).ProcessorAffinity = 0xFFFFFFFF

    • Ersetzen Sie [C:\Path\To\YourApp.exe] durch den Pfad zum Programm Ihrer Wahl.
    • 0xFFFFFFFF ist die Bitmaske für alle 32 Kerne. Wenn Sie bestimmte CPU-Kerne verwenden möchten, ermitteln Sie den Hexadezimalcode mit einem Rechner für CPU-Affinitätsmasken.
  1. Damit wird das gewählte Programm gestartet und die Affinitäts-Bitmaske beim Start angewendet.

Weitere Hinweise zum Ändern der CPU-Affinitätseinstellung eines Programms

  • Wenn ein Programm zusätzlich Administratorrechte benötigt, können Sie mit der Windows-Aufgabenplanung erhöhte Rechte und Affinität kombinieren. Gehen Sie dazu so vor:
    1. Öffnen Sie das Startmenü und suchen Sie nach Aufgabenplanung, um das Programm zu öffnen.
      Geben Sie cmd.exe /c start /affinity 0xFFFFFFFF „“ "[C:\Path\To\YourApp.exe]" als Speicherort ein und ersetzen Sie [C:\Path\To\YourApp.exe] durch das gewünschte Programm.
    2. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Mit höchsten Privilegien ausführen und passen Sie die Einstellungen an Ihre Anforderungen an.
  • Wenn Ihr System mehr als 64 logische Prozessoren hat, erfolgt die Affinitätsverwaltung über Prozessorgruppen. Für diesen Fall gilt die Anleitung nicht.
  • Sie müssen das ausgewählte Programm über die erstellte Verknüpfung starten, damit die Affinitäts-Bitmaske immer angewendet wird.
  • Bei Methode 2 wird die Einstellung nur beim Start des Programms angewendet. Windows merkt sich die Affinitätseinstellung nicht, sie muss für jede Sitzung erneut gesetzt werden.

Das steckt hinter einer Kern-Affinitätsmaske und so ermitteln Sie sie auf Ihrem Computer

Eine Computer-CPU hat mehrere Kerne, auf denen all Ihre Prozesse und Programme laufen. Normalerweise entscheidet das System selbst, welche Kerne genutzt werden, abhängig von Ihren Anforderungen und der Leistungsfähigkeit der Kerne.

Wenn Sie jedoch genauer steuern möchten, welcher Kern ein bestimmtes Programm ausführt, benötigen Sie eine Kern-Affinitätsmaske. Damit binden Sie die jeweilige Anwendung an den von Ihnen festgelegten Kern. Das gelingt über die Eingabeaufforderung oder Windows PowerShell.

Darum lohnt es sich, die CPU-Affinität festzulegen

Die CPU-Affinität für bestimmte Programme festzulegen, ist nützlich für das Performance-Tuning bei unterschiedlichen Aufgaben wie Gaming, Rendering und dem Ausführen von Simulationsanwendungen. So können Sie Ihre CPU-Auslastung feinjustieren und optimieren.

Außerdem vermeiden Sie damit Konflikte auf bestimmten Kernen und verwalten Anwendungen mit mehreren Instanzen besser. Auf Systemen mit hoher Kernanzahl hilft Ihnen die Steuerung der CPU-Affinität zudem dabei, Benchmarks zu erstellen und die Leistungsfähigkeit Ihres Systems zu testen.

⚠️ Darauf sollten Sie achten

RisikenMögliche FolgenRückgängig machen
Eine geänderte CPU-Affinität kann zu einer ineffizienten Kernauslastung führen und die Leistung beeinträchtigen.Das kann zu Systeminstabilität führen. Möglich sind eine geringere Leistung und Systemabstürze.Schließen Sie die Anwendung, für die Sie die abweichende CPU-Affinität festgelegt haben. Besteht das Problem weiterhin, starten Sie Ihren Computer neu.

CPU-Auslastung optimieren, indem Sie die CPU-Affinitätseinstellungen eines Programms ändern

Mit der CPU-Affinität steuern Sie, wie Programme Systemressourcen nutzen. Manche Anwendungen brauchen mehr, andere weniger. Für ein feineres Performance-Tuning weisen Sie jedem Programm bestimmte Kerne zu und optimieren so die Nutzung weiter.

Über die Eingabeaufforderung erstellen Sie eine Verknüpfung und haben damit einen bequemen Weg, ein Programm mit einer bestimmten CPU-Affinitätseinstellung zu starten. In Unternehmensumgebungen können Sie außerdem Windows PowerShell für skriptbasierte Bereitstellungen nutzen. Denken Sie aber daran, dass Windows sich diese Affinitätseinstellungen nicht merkt. Sie müssen bei jedem Start der Anwendung erneut gesetzt werden.

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