Recall in Windows 11 ist eine Funktion, die in regelmäßigen Abständen Snapshots der Benutzeraktivität aufnimmt. Sie soll es ermöglichen, frühere Interaktionen erneut aufzurufen und vergangene Aktionen bequem nachzuvollziehen. Recall steht nur auf Windows Copilot+ PCs zur Verfügung und hilft dabei, besuchte Websites, gespeicherte Dateien und vergessene Aufgaben wiederzufinden.
So nützlich die Funktion auch ist: IT-Administrator:innen sollten eine maximale Snapshot-Speichergröße festlegen. Das sorgt für eine optimale Systemleistung und verhindert, dass Recall übermäßig viel Speicherplatz belegt und Sie anschließend Speicherplatz freigeben müssen. Ist das Limit erreicht, werden ältere Snapshots gelöscht, um Platz für neue zu schaffen.
In dieser Anleitung finden Sie Methoden, um diese Einstellung über die Windows-Einstellungen und den Gruppenrichtlinien-Editor zu konfigurieren.
Einen kurzen visuellen Überblick erhalten Sie in unserem Video-Guide Maximale Speichergröße für Recall-Snapshots in Windows 11 ändern
Möglichkeiten, die Speichergröße für Windows Recall-Snapshots in Windows 11 festzulegen
📌 Voraussetzungen:
- Diese Methoden setzen Windows 11 Version 24H2 oder neuer voraus, mit aktiviertem Windows Recall.
- Für Recall benötigen Sie einen Windows Copilot+ PC.
- Für Gruppenrichtlinien und Registry sind Administratorrechte erforderlich.
- Es muss ausreichend Speicherplatz verfügbar sein. Der Speicherwert muss zur Gesamtkapazität Ihres Laufwerks passen. Weisen Sie beispielsweise keine 200 Gigabyte für ein Gerät mit einem 512-Gigabyte-Laufwerk zu.
📌 Empfohlene Bereitstellungsstrategien:
| Klicken Sie, um eine Methode zu wählen | 💻 Am besten für Einzelanwender:innen |
💻💻💻 Am besten für Unternehmen |
| Methode 1: Windows-Einstellungen | ✓ | |
| Methode 2: Editor für lokale Gruppenrichtlinien | ✓ |
Methode 1: Speichergröße für Windows Recall-Snapshots über die Einstellungen ändern
Der schnellste und einfachste Weg für Einzelanwender:innen, den Recall-Speicher zu steuern, führt über die Einstellungen.
📌 Anwendungsfälle:
- Diese Methode eignet sich ideal für private Geräte, auf denen Benutzer:innen ihre Speichereinstellungen schnell selbst anpassen können.
- Sie ist außerdem ideal, um das Verhalten von Recall zu testen, bevor Sie die Funktion in einer verwalteten Umgebung ausrollen.
📌 Voraussetzung:
- Auf Ihrem Gerät muss Windows 11 Version 24H2 oder neuer mit aktiviertem Recall laufen.
So ändern Sie die Snapshot-Speichergröße über die Windows-Einstellungen:
- Öffnen Sie die Einstellungen mit der Tastenkombination Win + I.
- Navigieren Sie anschließend zu Datenschutz & Sicherheit > Windows-KI Recall & Snapshots.
- Klicken Sie auf Speicher, um den Bereich aufzuklappen.
- Klappen Sie unter Speicher den Punkt Maximaler Speicher für Snapshots auf. Wählen Sie dann im Dropdown-Menü die gewünschte Speichergröße. Je nach Speicherkapazität Ihres Computers stehen folgende Optionen zur Verfügung:
- 256 Gigabyte: 10 Gigabyte, 25 Gigabyte (Standard)
- 512 Gigabyte: 25 Gigabyte, 50 Gigabyte, 75 Gigabyte (Standard)
- 1 Terabyte: 25 Gigabyte, 50 Gigabyte, 75 Gigabyte, 100 Gigabyte, 150 Gigabyte (Standard)
- Schließen Sie das Fenster Einstellungen, um die Änderungen zu übernehmen.
💡 Hinweis: Die Standardoption ist immer der höchstmögliche Wert. Wählen Sie eine der niedrigeren Optionen, damit Recall nicht zu viel Speicherplatz belegt.
Methode 2: Speicherplatz für Recall-Snapshots in Windows 11 über den Gruppenrichtlinien-Editor konfigurieren
Mit dem Gruppenrichtlinien-Editor können IT-Teams Speicherlimits für Recall in Unternehmen, Bildungseinrichtungen und verwalteten Umgebungen einheitlich durchsetzen.
📌 Anwendungsfälle:
- Diese Methode eignet sich am besten für Unternehmens- und Bildungsumgebungen mit in die Domäne eingebundenen Systemen.
- Sie können damit die Recall-Speichereinstellungen über mehrere Geräte hinweg vereinheitlichen und verhindern, dass Benutzer:innen das Verhalten der Recall-Snapshots manuell ändern.
📌 Voraussetzungen:
- Gilt für die Editionen Windows 11 Pro, Enterprise und Education. (Gruppenrichtlinien stehen unter Windows Home nicht zur Verfügung.)
- Administratorrechte sind erforderlich.
- Auf Ihrem System muss Windows 11 Version 24H2 oder neuer mit aktiviertem Recall laufen.
So passen Sie den Speicherplatz für Recall-Snapshots in Windows 11 über den Gruppenrichtlinien-Editor an:
- Öffnen Sie den Editor für lokale Gruppenrichtlinien.
- Drücken Sie Win + R, um den Dialog Ausführen zu öffnen.
- Geben Sie gpedit.msc ein und drücken Sie die Eingabetaste, um den Editor für lokale Gruppenrichtlinien zu öffnen.
- Navigieren Sie zu:
- Wenn die Einstellung für alle Benutzer:innen gelten soll, gehen Sie zu Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Windows-Komponenten > Windows-KI.
- Soll sie nur für bestimmte Benutzer:innen gelten, gehen Sie zu Benutzerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Windows-Komponenten > Windows-KI.
- Klicken Sie unter Windows-KI auf Maximalen Speicher für von Recall verwendete Snapshots festlegen.
- Wählen Sie unter Optionen im Dropdown-Menü die gewünschte Speichergröße aus.
- Klicken Sie auf Übernehmen und dann auf OK.
- Schließen Sie den Gruppenrichtlinien-Editor. Führen Sie zum Anwenden der Einstellung diesen Befehl in der Eingabeaufforderung aus: gpupdate /force.
⚠️ Darauf sollten Sie achten
| Risiken | Mögliche Folgen | Gegenmaßnahmen |
| Ein zu hohes Speicherlimit festlegen | Recall belegt unter Umständen zu viel Speicherplatz, was zu Leistungsproblemen führt. | Senken Sie das Limit über die Windows-Einstellungen oder die Gruppenrichtlinien. Starten Sie den Computer neu, um die Änderungen zu übernehmen. |
| Widersprüchliche Einstellungen und Richtlinien | Das kann zu einem inkonsistenten Verhalten von Windows Recall und des Systems führen. | Lösen Sie die Konflikte zwischen den Methoden sowie zwischen Gruppenrichtlinien, lokalen Richtlinien und den Einstellungen auf. |
Weitere Punkte beim Ändern der maximalen Speichergröße für Windows Recall-Snapshots
Ein realistisches Speicherlimit für Windows Recall festlegen
Wählen Sie ein Speicherlimit, das zur Gesamtkapazität des jeweiligen Systems passt. Recall beispielsweise 50 bis 100 Gigabyte zuzuweisen, wäre für Systeme mit kleineren Laufwerken (alles unter 512 Gigabyte) unrealistisch.
Windows Recall verwaltet Snapshots und Speicher automatisiert
Ist das konfigurierte Speicherlimit für Snapshots erreicht, löscht Windows die ältesten Recall-Snapshots. So bleibt die Speichernutzung unter Kontrolle. Beachten Sie jedoch, dass ältere Snapshots dabei verloren gehen.
Diese Einstellung regelmäßig prüfen und anpassen, vor allem in verwalteten Umgebungen
Arbeitsabläufe der Benutzer:innen, gerade in verwalteten Umgebungen, und Hardware-Spezifikationen entwickeln sich langfristig weiter. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig zu prüfen, ob die aktuellen Limits noch ausreichen. So halten Sie die Balance zwischen Benutzerfreundlichkeit und Leistung.
Speichergröße für Windows Recall-Snapshots anpassen und Komfort mit Systemleistung in Einklang bringen
Wie viel Speicher Recall nutzen darf, ist entscheidend für Benutzerfreundlichkeit und Leistung unter Windows 11. Indem Sie eine maximale Speichergröße für Recall-Snapshots festlegen, steuern Sie die Belegung des Systemlaufwerks und behalten gleichzeitig Zugriff auf hilfreiche Verlaufsdaten zu früheren Aktivitäten.
Die Windows-Einstellungen sind die beste Wahl für Einzelanwender:innen, während sich Gruppenrichtlinien hervorragend eignen, damit IT-Teams Einstellungen auf allen betreuten Geräten durchsetzen können. Mit diesen Methoden verwalten Sie den Speicher für Recall-Snapshots proaktiv und finden die richtige Balance zwischen Produktivität der Benutzer:innen und Systemleistung.
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