Die wichtigsten Punkte
Compact OS unter Windows aktivieren oder deaktivieren
- Status von Compact OS prüfen:
- Führen Sie exe /compactos:query in einer Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten aus.
- Zeigt an, ob Windows aktuell die Compact OS-Komprimierung verwendet.
- Compact OS aktivieren, um Speicherplatz zu sparen:
- Führen Sie exe /compactos:always aus.
- Ideal für Geräte mit begrenztem Speicherplatz, virtuelle Maschinen, Kiosk-Systeme oder Embedded-Systeme.
- Starten Sie das Gerät neu, damit die Änderungen wirksam werden.
- Compact OS für mehr Leistung deaktivieren:
- Führen Sie exe /compactos:never aus.
- Empfohlen, wenn ausreichend Festplattenspeicher vorhanden ist oder Leistung wichtiger ist als eingesparter Speicherplatz.
- Starten Sie das Gerät nach dem Deaktivieren neu.
- Vorteile und Risiken von Compact OS verstehen:
- Komprimiert die Windows-Systemdateien, um die Installationsgröße zu verringern.
- Kann die CPU-Auslastung erhöhen und Boot- oder App-Ladezeiten leicht verlängern, besonders bei älterer Hardware.
Windows Compact OS gehört zu den fortgeschrittenen Lösungen, auf die Power-User bei Speicherplatzproblemen zurückgreifen können. Auch IT-Administrator:innen nutzen die Funktion, um Endpunkte in Unternehmens- oder Kiosk-Umgebungen einzurichten. In manchen Szenarien kann die Komprimierung allerdings Leistung und Systemstabilität beeinträchtigen. In diesem Leitfaden sehen wir uns diese Fälle an und erklären, wie und wann Sie Compact OS aktivieren oder deaktivieren sollten.
Voraussetzungen und Methoden für die Verwaltung von Compact OS
Diese System- und Zugriffsvoraussetzungen sollten Sie im Blick behalten, um Hindernisse zu vermeiden.
✔️ Für die Einrichtung benötigen Sie Administratorrechte.
✔️ Compact OS muss aktiviert sein. Werfen Sie dazu einen Blick in diesen Leitfaden zur Bereitstellung von Microsoft.
✔️ Compact OS wird sowohl unter Windows 10 als auch unter Windows 11 unterstützt.
Wenn Sie nicht sicher sind, ob Compact OS bereits aktiv ist, gehen Sie so vor:
- Geben Sie cmd in die Windows-Suche ein und wählen Sie Eingabeaufforderung → Als Administrator ausführen.
- Führen Sie den Befehl compact.exe /compactos:query aus, um den Status von Compact OS anzuzeigen.
Wir empfehlen, vor allen Änderungen ein Backup Ihres Systems zu erstellen. Sehen Sie sich dazu diese beiden gängigen Backup-Lösungen an.
🥷 Tipp: Erstellen Sie außerdem eine Verknüpfung für eine Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten, die Sie später wiederverwenden können.
🎥 Schauen Sie sich das Video an und erfahren Sie mehr über Compact OS: So aktivieren oder deaktivieren Sie Compact OS unter Windows 11.
So aktivieren Sie Compact OS
Verwenden Sie den folgenden Befehl in einer Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten, um Compact OS zu aktivieren:
- Geben Sie cmd in die Windows-Suche ein und wählen Sie Eingabeaufforderung → Als Administrator ausführen.
- Führen Sie den Befehl compact.exe /compactos:always aus, um Compact OS zu aktivieren.
Es kann einige Minuten dauern, bis die Änderung übernommen wird. Nach Abschluss des Vorgangs empfiehlt sich außerdem ein Neustart des Systems.
Wann ist Compact OS sinnvoll?
Der Wechsel zu Compact OS eignet sich besonders für Systeme mit knappem Speicherplatz oder für die Vorbereitung schlanker Bereitstellungs-Images.
- Geräte mit begrenztem Speicherplatz.
- Windows-Installationen für Embedded-Systeme, VMs, das Internet der Dinge (IoT) oder Kiosk-Umgebungen.
- Szenarien, in denen Speicherplatz wichtiger ist als reine Leistung.
So deaktivieren Sie Compact OS
Um zum standardmäßigen (unkomprimierten) Betriebssystem zurückzukehren, verwenden Sie den folgenden Befehl:
- Geben Sie cmd in die Windows-Suche ein und wählen Sie Eingabeaufforderung → Als Administrator ausführen.
- Führen Sie den Befehl compact.exe /compactos:never aus, um Compact OS zu deaktivieren.
Damit wird das System auf seine volle Installationsgröße zurückgesetzt. Nach Abschluss des Vorgangs empfiehlt sich außerdem ein Neustart des Geräts.
Wann sollten Sie auf Compact OS verzichten?
Sie können zu den Standardeinstellungen zurückkehren, wenn Leistungsprobleme auftreten oder Speicherplatz kein Engpass mehr ist.
- Systeme mit reichlich Festplattenspeicher.
- Systeme oder Umgebungen, in denen Leistung Priorität hat.
- Szenarien mit häufigen Wartungsarbeiten oder umfangreicher Anpassung des Betriebssystems.
Tipps zur Nutzung von Compact OS und weitere Überlegungen
Auswirkungen auf die Leistung
Die Aktivierung von Compact OS geht zulasten der Leistung, da die CPU-Auslastung steigt (z. B. längerer Bootvorgang, langsamere Programmstarts).
Am deutlichsten macht sich das bei älterer oder leistungsschwacher Hardware bemerkbar.
Kompatibilität mit der Datenträgerbereinigung
Compact OS lässt sich mit Windows-Dienstprogrammen wie der Datenträgerbereinigung und Speicheroptimierung kombinieren.
Diese Programme versuchen nicht, von Compact OS verwendete Dateien zu dekomprimieren. Sie können temporäre Dateien also weiterhin entfernen. Dazu zählen alte Updates, der Inhalt des Papierkorbs und Dateien der Übermittlungsoptimierung, ohne dass das Kernsystem beeinträchtigt wird.
Image-Bereitstellung
Compact OS lässt sich mit Sysprep und DISM nutzen, um individuelle Windows-Images für verschiedene Umgebungen zu erstellen. Die Konfiguration bleibt auch nach Sysprep erhalten, denn die Komprimierung wird während der Generalisierung nicht verändert.
BitLocker
Compact OS und BitLocker sind miteinander kompatibel, die Komprimierung kann jedoch die Geschwindigkeit der Verschlüsselung bei der Ersteinrichtung beeinflussen.
Windows-Updates
Die Installation von Systemupdates dauert unter Compact OS in der Regel länger, da Dateien währenddessen dekomprimiert werden müssen. Prüfen Sie dieses Verhalten auf Testgeräten und bereiten Sie sich auf mögliche Kompatibilitätsprobleme vor.
So holen Sie das Beste aus Windows Compact OS heraus
Windows Compact OS ist eine weitere hervorragende integrierte Funktion, die Administrator:innen bereitstellen können. Sie hilft bei der Verwaltung von Endpunkten oder bei der Optimierung der Leistung. Allerdings sollte sie nur gezielt eingesetzt werden, denn manche Geräte und Szenarien profitieren nicht von einer Datenkomprimierung.
Wenn Sie vor diesem Hintergrund noch nach einer anderen Möglichkeit suchen, den Gerätespeicher zu verwalten, können Sie einige Dateien und Daten in einen Cloud-Speicher verschieben. So entlasten Sie den internen Speicher und halten wichtige Dateien dennoch jederzeit verfügbar.
Quick-Start-Guide
Dafür haben Sie folgende Möglichkeiten:
- Ein eigenes Skript: NinjaOne unterstützt die Ausführung von PowerShell-Skripten, mit denen sich die Compact OS-Einstellungen ändern lassen.
- Manuelle Konfiguration: Sie müssen die nativen Windows-Tools oder PowerShell-Befehle verwenden, um Compact OS zu aktivieren bzw. zu deaktivieren.