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So erklären Sie den Unterschied zwischen Archivierung und Backup in Microsoft 365

von Team Ninja
How to Explain the Difference Between Archiving and Backup in Microsoft 365 blog banner image

Kurzüberblick

Dieser NinjaOne-Blogbeitrag bietet eine umfassende Liste grundlegender CMD-Befehle und einen tiefen Einblick in die Windows-Befehle mit über 70 wichtigen CMD-Befehlen für Anfänger:innen und Fortgeschrittene. Der Blogartikel erklärt praktische Befehle der Eingabeaufforderung für die Dateiverwaltung, die Navigation in Verzeichnissen, die Fehlersuche im Netzwerk, Festplattenoperationen und die Automatisierung mit echten Beispielen zur Steigerung der Produktivität. Egal, ob Sie grundlegende CMD-Befehle lernen oder fortgeschrittene Windows CLI-Tools beherrschen möchten, dieser Leitfaden hilft Ihnen, die Eingabeaufforderung effektiver zu verwenden.

Schlüsselpunkte

  • Backup oder Archivierung: Ein Backup stellt Microsoft-365-Daten nach Ransomware, Beschädigung oder Löschung wieder her, die Archivierung bewahrt sie für Compliance, Audits und Legal Holds auf.
  • Das native Backup hat Grenzen: Papierkörbe, Versionierung und Aufbewahrungsfenster von 30 bis 93 Tagen ergeben keine vollständige Wiederherstellung zu einem bestimmten Zeitpunkt.
  • Bei der Archivierung geht es um Aufbewahrung: Purview-Aufbewahrungsrichtlinien, eDiscovery und In-Place-Archiv halten Daten für Audits und juristische Anfragen auffindbar.
  • Archivierung stellt keine Daten wieder her: Aus archivierten Daten lässt sich nach einem Ransomware-Angriff oder einer versehentlichen Beschädigung keine saubere Kopie zurückspielen, sie ersetzt also kein Backup.
  • Kund:innen brauchen beides: Ein Backup allein erfüllt keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten, und eine Archivierung allein macht Daten nicht wiederherstellbar.
  • Erklären Sie es über Ergebnisse: Grafiken, Branchenszenarien und konkreter Geschäftsnutzen verankern den Unterschied und verhindern Streit über den Leistungsumfang.

Beim Schutz geschäftskritischer Daten hält sich ein hartnäckiger Irrtum: dass die Archivierungsfunktionen von Microsoft 365 dasselbe seien wie ein Backup. Dieses Missverständnis führt zu Compliance-Risiken, Datenverlust und einem falschen Vertrauen in die eigene Wiederherstellungsfähigkeit, und damit direkt in die Hauptrolle Ihrer ganz persönlichen IT Horror Story.

Für MSPs ist es deshalb entscheidend, diese Verwirrung rund um Backup und Archivierung in Microsoft 365 (oder dem früheren Office 365) auszuräumen. Kurz zusammengefasst:

  • Bei der Archivierung geht es um langfristige Aufbewahrung und Compliance.
  • Beim Backup geht es um Notfallwiederherstellung, Schutz vor Ransomware und schnelle Wiederherstellung.

Wenn Sie diesen Unterschied in klarer Sprache erklären, vermeiden Sie Streit über den Leistungsumfang und Missverständnisse, richten Ihre Services an Compliance- und Kontinuitätsanforderungen aus und positionieren sich als vertrauenswürdige Berater:innen, die die nativen Funktionen von Microsoft 365 verständlich machen.

Voraussetzungen:

Bevor Sie dieses Thema gegenüber Kund:innen erklären, sollten Sie Folgendes mitbringen:

  • Ein praxistaugliches Verständnis der integrierten Archivierungsfunktionen von Microsoft 365 (In-Place-Archiv, Purview-Aufbewahrung, eDiscovery)
  • Kenntnis der Backup-Grenzen von Microsoft 365 (Papierkorb, Wiederherstellung zu einem bestimmten Zeitpunkt, kurze Wiederherstellungsfenster)
  • Ein klares Bild davon, welche Zeitvorgabe für Wiederherstellungszeit (RTO) und welches Ziel des Wiederherstellungspunktes (RPO) Kund:innen erwarten (mehr dazu unter RTO vs. RPO)
  • Ein Überblick über die für KMU relevanten Compliance-Rahmenwerke (HIPAA, SOX, Datenschutz-Grundverordnung, CCPA und neue bundesstaatliche Datenschutzgesetze; CMMC 2.0 bei Kund:innen im Verteidigungsumfeld)
  • Ein einfaches Template für die Berichterstattung an Kund:innen (etwa eine einseitige Vergleichstabelle)

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Schritt 1: Die Archivierungsfunktionen von Microsoft 365 verstehen

Sie können nichts abgrenzen, was Sie nicht verstehen. Der erste Schritt zur Unterscheidung von Backup und Archiv besteht deshalb darin, zu wissen, was die Archivierung in Microsoft 365 leistet.

Am einfachsten lässt sie sich als „Aktenschrank“ für die langfristige Aufbewahrung begreifen. Die Archivierung stellt sicher, dass wichtige Daten nicht versehentlich (oder absichtlich durch Angreifer:innen) gelöscht werden und sich für Audits oder juristische Anforderungen leicht wiederfinden lassen.

Diese drei Funktionen begegnen Ihnen am häufigsten:

  • Purview-Aufbewahrungsrichtlinien: Purview ist Microsofts einheitliche Plattform für Data Governance und Compliance und in verschiedenen M365-Lizenzstufen enthalten.
  • eDiscovery: Damit durchsuchen und exportieren Sie Daten, wenn es eine Untersuchung oder eine juristische Anfrage gibt.
  • In-Place-Archiv (Exchange Online): Es bietet zusätzlichen Speicherplatz für ältere E-Mails, damit der Haupt-Posteingang nicht überquillt.

Darum ist das wichtig

Die Archivierung sorgt dafür, dass Informationen für die Compliance erhalten bleiben. Sie hilft aber nicht, wenn Dateien beschädigt, von Ransomware verschlüsselt oder versehentlich gelöscht werden. Genau dafür ist das Backup da.

Ergebnis

Eine verständliche Erklärung für Kund:innen, zum Beispiel: „Die Archivierung bewahrt Daten für Audits und Compliance auf, sie ist aber kein Backup. Das Backup schützt Sie vor Ransomware oder versehentlichem Löschen.“

Schritt 2: Verstehen, was das Backup in Microsoft 365 wirklich leistet (und was nicht)

Wenn die Archivierung klar ist, geht es im nächsten Schritt darum, was das Backup in Microsoft 365 tatsächlich abdeckt. Viele Kund:innen gehen davon aus, dass Microsoft sich um alles kümmert, doch das stimmt nicht.

Microsoft stellt einige grundlegende Sicherheitsnetze bereit:

  • Papierkorb: Aus dem Papierkorb können Sie gelöschte Dateien oder E-Mails wiederherstellen, allerdings nur für eine begrenzte Zeit (30 bis 93 Tage, je nach Dienst). Der Papierkorb von SharePoint bewahrt gelöschte Elemente über zwei Stufen hinweg bis zu 93 Tage auf; Exchange Online hält gelöschte Elemente je nach Elementtyp und Admin-Konfiguration 14 bis 30 Tage vor.
  • Versionierung: Damit können Benutzer:innen zu früheren Versionen einer Datei zurückkehren, was bei ungewollten Änderungen oder beschädigten Daten hilft.
  • Daten gelöschter Benutzer:innen: Wird ein Konto gelöscht, bewahrt Microsoft 365 die Postfachdaten standardmäßig 30 Tage auf. OneDrive-Dateien lassen sich mit entsprechender Admin-Konfiguration bis zu 93 Tage aufbewahren. Für eine längere Aufbewahrung müssen Sie vor dem Löschen ein Beweissicherungsverfahren (Litigation Hold) oder eine Purview-Aufbewahrungsrichtlinie anwenden.

Darum ist das wichtig

Diese Funktionen sind nützlich, ergeben aber keine vollständige Backup-Strategie. Sie schützen weder vor Ransomware, die Tausende Dateien verschlüsselt, noch erlauben sie es, alle Daten auf einen bestimmten Zeitpunkt zurückzusetzen. Deshalb empfehlen MSPs häufig SaaS-Backup-Lösungen von Drittanbietern wie NinjaOne SaaS Backup, um diese Lücken zu schließen.

Ergebnis

Eine einfache Lückenanalyse, die Sie mit Kund:innen teilen können, zum Beispiel: „Die integrierten Backup-Funktionen von Microsoft 365 sind wie Sicherheitsgurte. Bei alltäglichen Missgeschicken schützen sie Sie, bei einem schweren Unfall retten sie Sie nicht. Deshalb brauchen Unternehmen weiterhin eine vollwertige Backup-Lösung.“

Schritt 3: Archivierung und Backup direkt gegenüberstellen

Nachdem Sie Backup und Archivierung definiert haben, sollten Sie beides nebeneinanderstellen. Kund:innen verstehen Unterschiede oft schneller, wenn sie sie in einer einfachen Tabelle oder Grafik sehen. Ein Beispiel:

Merkmal Archivierung Backup
Zweck Compliance, Legal Hold Wiederherstellung, Geschäftskontinuität
Zugriff Durchsuchbares Archiv Wiederherstellbare Kopie
Aufbewahrung Langfristig (Jahre) Wiederherstellungspunkte (Snapshots)
Anwendungsfall Audits, Rechtsstreitigkeiten Ransomware, Benutzerfehler

Darum ist das wichtig

Ein visueller Vergleich sorgt dafür, dass der Unterschied zwischen Backup und Archiv hängen bleibt. Kund:innen erkennen auf einen Blick, dass beide unterschiedliche Zwecke erfüllen.

Ergebnis

Eine Tabelle wie die obige für Vierteljährliche Geschäftsüberprüfungen (QBRs), die Einarbeitung oder Kundenschulungen.

Schritt 4: Funktionen mit dem Geschäftsnutzen verknüpfen

An diesem Punkt wissen Kund:innen, was Backup und Archivierung sind. Technische Details allein reichen allerdings nicht aus. Sie müssen sie mit dem Geschäftsnutzen verknüpfen. Ein Beispiel:

  • Archivierung: „Damit sind Sie bei Audits oder Rechtsstreitigkeiten compliant.“
  • Backup: „Damit können Sie nach Ransomware oder versehentlichem Löschen wiederherstellen.“

Darum ist das wichtig

Kund:innen kaufen keine Technologie, sie kaufen Ergebnisse. Wenn Sie Funktionen mit konkretem Nutzen verbinden, wird der Wert deutlich und Missverständnisse bleiben aus.

Ergebnis

Eine kurze Nutzenübersicht, die IT-Funktionen in verständliche Geschäftsbegriffe übersetzt. Mehr dazu in unserem Leitfaden „Backup und Archivierung für eine rechtssichere Dokumentation“.

Schritt 5: Szenarien zeigen, in denen beides nötig ist

Im letzten Schritt zeigen Sie, wie Backup und Archivierung in Microsoft 365 im Geschäftsalltag zusammenspielen. Oft verstehen Kund:innen den Unterschied erst, wenn sie ihn auf ihre eigene Branche bezogen sehen. Nutzen Sie Geschichten oder Szenarien, die ihnen vertraut sind:

  • KMU im Gesundheitswesen: Archivierung für die HIPAA-Compliance, Backup für den Schutz vor Ransomware.
    • Eine Praxis muss Patientenakten nach den HIPAA-Anforderungen an das Daten-Backup jahrelang aufbewahren. Die Archivierung stellt sicher, dass keine E-Mail und keine Datei zu früh gelöscht wird und bei einem Audit alles auffindbar bleibt.
    • Schlägt jedoch Ransomware zu und verschlüsselt sämtliche SharePoint-Dokumente, lässt sich nur mit einem echten Backup auf eine saubere Kopie zurückgehen.
  • Steuerkanzlei: Archivierung für die 7-jährige Aufbewahrung, Backup für die Wiederherstellung nach Mitarbeiterfehlern.
    • Manche Steuerberater:innen setzen vorsorglich auf eine Aufbewahrung über 7 Jahre, da die Verjährungsfrist der IRS in bestimmten Fällen wie der Abschreibung uneinbringlicher Forderungen bis zu 7 Jahre beträgt. Der übliche Prüfzeitraum liegt bei 3 Jahren, viele Kanzleien bewahren aber sicherheitshalber länger auf.
    • Die Archivierung setzt diese Aufbewahrungsrichtlinie durch und sorgt dafür, dass keine Daten vorzeitig gelöscht werden.
    • Löscht gleichzeitig ein:e Junior-Mitarbeiter:in den falschen Mandantenordner, ermöglicht das Backup eine schnelle, vollständige Wiederherstellung.
  • Fertigungsunternehmen: Archivierung für Audits zu Branchenzertifizierungen, Backup für den laufenden Betrieb (etwa im Rahmen eines Business Continuity Plans).
    • Fertigungsunternehmen durchlaufen häufig ISO-Audits, die Nachweise über Dokumentation und Kommunikation verlangen. Die Archivierung stellt sicher, dass sie Unterlagen auf Anfrage vorlegen können. Eine ausführliche Darstellung finden Sie in unserem Leitfaden zur ISO-Zertifizierung.
    • Löscht ein:e verärgerte:r Beschäftigte:r Konstruktionsdateien, verhindert das Backup, dass die Produktion stillsteht.
  • Anwaltskanzlei: Archivierung für Legal Holds, Backup für die Kontinuität laufender Verfahren
    • Die Archivierung stellt sicher, dass Mandantenkommunikation und Fallakten während eines Rechtsstreits unangetastet bleiben.
    • Das Backup schützt vor Ausfallzeit, wenn die Kanzlei von einem Cyberangriff getroffen wird, damit Anwält:innen den Zugriff auf entscheidende Beweismittel nicht verlieren.

Darum ist das wichtig

Diese Beispiele machen deutlich, dass die Archivierung allein nicht genügt: Sie sichert die Compliance, nicht aber die Geschäftskontinuität. Kund:innen erkennen, dass beide Werkzeuge zusammenwirken, um sie geschützt, compliant und handlungsfähig zu halten.

Ergebnis

Szenariobasierte Gesprächsleitfäden, die Sie für jede Kundenbranche anpassen können. Setzen Sie sie in QBRs, in der Einarbeitung oder in Verkaufsgesprächen ein, damit der Unterschied praxisnah und einprägsam wird.

(Optional) Schritt 6: Lücken mit Automatisierung sichtbar machen

Eine der besten Methoden, den Unterschied zwischen Backup und Archivierung in Microsoft 365 zu erklären, besteht darin, Kund:innen ihre eigene Aufbewahrungskonfiguration zu zeigen. Mit Automatisierung geht dieser Schritt leichter von der Hand.

So lassen sich etwa die Aufbewahrungsrichtlinien von Microsoft 365 per PowerShell exportieren:

Get-RetentionCompliancePolicy | Export-Csv "M365_RetentionPolicies.csv" -NoTypeInformation

Dieses PowerShell-Cmdlet erzeugt einen CSV-Bericht über alle Aufbewahrungsrichtlinien von Microsoft 365, die über Purview verwaltet werden. Für die Ausführung müssen die passenden PowerShell-Module für Microsoft Purview/Compliance installiert und geladen sein, und Sie müssen mit dem Dienst verbunden sein.

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Best Practices für Backup- und Archivierungsstrategien in Microsoft 365 im Überblick

Komponente Was zu tun ist Darum ist das wichtig Beispiel aus der Praxis
Archivierung definieren Erklären Sie, dass die Archivierung in Microsoft 365 Daten aus Compliance- und rechtlichen Gründen aufbewahrt. Kund:innen verwechseln Archivierung häufig mit Backup. Wer früh Klarheit schafft, vermeidet späteren Streit über Leistungen. „Die Archivierung hält alte E-Mails und Dateien für Audits verfügbar, sie hilft aber nicht, wenn Ransomware Ihre SharePoint-Site sperrt.“
Backup definieren Beschreiben Sie das Backup als „Sicherheitsnetz“, mit dem sich Daten nach Verlust oder Beschädigung zurückspielen lassen. Benennen Sie die Grenzen der Microsoft-Bordmittel klar. KMU gehen davon aus, dass Microsoft alles sichert. Wer die Lücken aufzeigt, begründet, warum MSPs ein SaaS-Backup von Drittanbietern bereitstellen. „Microsoft 365 hat einen Papierkorb, der aber nur 30 bis 93 Tage reicht. Unsere Backup-Lösung stellt Dateien von jedem Zeitpunkt des letzten Jahres wieder her.“
Direkten Vergleich bereitstellen Stellen Sie eine einfache Tabelle bereit, die die unterschiedlichen Zwecke von Backup und Archivierung zeigt. Grafiken helfen Entscheider:innen (besonders technikfernen Inhaber:innen), den Unterschied schnell zu erfassen. Zeigen Sie in einer QBR eine Folie mit dem Vergleich, damit Kund:innen sofort sehen, warum es beide Services gibt.
Auf den Geschäftsnutzen übertragen Übersetzen Sie technische Funktionen in Ergebnisse, die Kund:innen wichtig sind: Compliance, Audits, Kontinuität und ein gutes Gefühl. Unternehmer:innen interessieren sich nicht für „RPO“ oder „Aufbewahrungstags“. Ihnen geht es darum, Audits zu bestehen, online zu bleiben und Bußgelder zu vermeiden. „Die Archivierung hält Sie HIPAA-konform, das Backup bringt Sie nach Ransomware schnell wieder online.“
Branchenszenarien nutzen Passen Sie Beispiele an die Branche der Kund:innen an, etwa Gesundheitswesen, Steuerberatung, Rechtsberatung oder Fertigung. Branchenspezifische Szenarien schaffen Glaubwürdigkeit und machen die Botschaft greifbar. Für eine Steuerkanzlei: „Die IRS-Vorgaben verlangen teils, Steuerunterlagen 7 Jahre aufzubewahren. Die Archivierung setzt das durch. Löscht das Team aber versehentlich QuickBooks-Dateien, rettet Sie das Backup.“

So unterstützt NinjaOne Sie dabei, den Unterschied zwischen Archivierung und Backup zu vermitteln

Backup und Archivierung in Microsoft 365 erklären Sie nicht in einem einmaligen Gespräch, sondern sollten die Botschaft in laufender Berichterstattung und Kundenreviews immer wieder aufgreifen. NinjaOne gibt MSPs die Werkzeuge an die Hand, das konsequent zu tun.

Templates in NinjaOne Documentation hinterlegen

NinjaOne Documentation ist zwar nicht als allgemeines Dateiablage-System gedacht, kann Ihre Kundenbotschaft bei sinnvollem Einsatz aber stützen. So können Sie in der Dokumentation zur verwalteten Umgebung der Kund:innen Links oder Verweise auf Ihre Vergleichstabelle zu Backup und Archivierung hinterlegen. So greifen Techniker:innen und Kundenbetreuer:innen bei Gesprächen über Backup- und Archivierungspraktiken während der Service-Erbringung oder in Reviews auf einheitliche, kontextbezogene Erklärungen zu, ohne die Dokumentation für fremde Zwecke zu missbrauchen.

Compliance-Anforderungen nachverfolgen

Mit der automatisierten Backup-Berichterstattung und den Audit-Trails von NinjaOne lassen sich Wiederherstellbarkeit und Testhäufigkeit leicht nachweisen. So können MSPs Kund:innen konkret zeigen, wie ihre Backup-Richtlinien die gesamte Sicherheitslage im Bereich Compliance stärken und die Archivierungskonfiguration in Microsoft 365 ergänzen, statt sie zu doppeln.

QBR-Dashboards aufbauen

Nutzen Sie die Dashboards und die Berichterstattung von NinjaOne, um sichtbar zu machen, wie die Daten Ihrer Kund:innen geschützt sind. Sie können Kennzahlen zur Backup-Abdeckung darstellen, etwa geschützte Workloads und Erfolgsquoten der Backups. Für den vollen Kontext ergänzen Sie diese Berichte um eine Zusammenfassung der Archivierungsrichtlinien aus Microsoft 365 (die sich dort verwalten und exportieren lassen). Zusammen helfen diese Einblicke Kund:innen zu verstehen, dass Backups die Wiederherstellbarkeit sicherstellen, während die Archivierung der langfristigen Datenaufbewahrung dient.

Automatisierte Alarmierungen und Aufgaben

NinjaOne SaaS Backup kann fehlgeschlagene Backup-Jobs automatisiert markieren und hilft MSPs so, einen der wichtigsten Unterschiede zwischen Archivierung und Backup zu belegen: die Wiederherstellbarkeit.

Während die Archivierung in Microsoft 365 dafür sorgt, dass Daten langfristig aufbewahrt werden, zeigen die Alarmierungen, Aufgabenzuweisungen und Berichts-Workflows von NinjaOne, wie ein Backup die Verfügbarkeit der Daten aktiv schützt und eine schnelle Wiederherstellung ermöglicht.

Den Unterschied zwischen Backup und Archiv erklären

Den Unterschied zwischen Backup und Archiv zu erklären, ist entscheidend, um das Vertrauen der Kund:innen zu erhalten und Missverständnisse zu verringern. Im Kundengespräch lautet die wichtigste Botschaft ganz einfach: Backup und Archivierung in Microsoft 365 sind nicht dasselbe, und das eine ersetzt das andere nicht. Die Archivierung ist für Compliance und Audits gemacht, das Backup für Wiederherstellung und Geschäftskontinuität. Microsoft 365 bringt einige grundlegende Werkzeuge mit, die aber Grenzen haben.

Ohne ein geeignetes Backup riskieren Kund:innen, kritische Daten durch Ransomware, Beschädigung oder menschliche Fehler zu verlieren. Ohne Archivierung riskieren sie, rechtliche oder regulatorische Anforderungen zu verfehlen.

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FAQs

Microsoft 365 Backup ist seit 2024 allgemein verfügbar und bietet gegenüber den älteren Bordmitteln schnellere Wiederherstellungen zu einem bestimmten Zeitpunkt für SharePoint, OneDrive und Exchange Online.

Es hat jedoch Einschränkungen, die MSPs sorgfältig prüfen sollten:

  • Es deckt nicht alle M365-Workloads ab (bei Teams-Daten und Daten aus Drittanbieter-Apps bestehen Lücken),
  • die Preisgestaltung ist verbrauchsabhängig und kann unvorhersehbar skalieren, und
  • es fehlt die zentrale Mehrmandantenfähigkeit, die die meisten MSPs brauchen, um mehrere KMU-Kund:innen effizient zu betreuen.

Für viele MSPs bietet eine dedizierte SaaS-Backup-Lösung eines Drittanbieters weiterhin die bessere Abdeckung, planbarere Kosten und mehr operative Kontrolle.

Standardmäßig bewahrt Microsoft 365 die Postfachdaten gelöschter Benutzer:innen 30 Tage und OneDrive-Dateien 93 Tage auf (bei entsprechender Admin-Konfiguration). Nach Ablauf dieses Fensters werden die Daten endgültig gelöscht, sofern nicht vor dem Entfernen des Kontos ein Beweissicherungsverfahren (Litigation Hold) oder eine Purview-Aufbewahrungsrichtlinie angewendet wurde.

Das ist eines der häufigsten Datenverlustszenarien, denen MSPs begegnen: Kund:innen melden eine:n ausscheidende:n Mitarbeiter:in ab, ohne Bescheid zu geben, die Frist läuft ab, und kritische Dateien oder E-Mails sind weg. Eine geeignete Backup-Lösung sichert diese Daten unabhängig vom Kontostatus, während Archivierungsrichtlinien vorausschauend konfiguriert werden sollten, um ein vorzeitiges Löschen zu verhindern.

Nein, und das ist eines der gefährlichsten Missverständnisse, die MSPs ausräumen müssen.

Purview-Aufbewahrungsrichtlinien und das In-Place-Archiv bewahren Daten für Compliance-Zwecke auf, sie erzeugen aber keine isolierten, unveränderlichen Wiederherstellungspunkte wie ein echtes Backup. Verschlüsselt Ransomware Dateien in SharePoint oder OneDrive, können diese verschlüsselten Versionen archivierte Daten überschreiben oder neben ihnen bestehen, und Aufbewahrungsrichtlinien stellen keine saubere Kopie automatisiert wieder her. Eine Backup-Lösung mit Wiederherstellung zu einem bestimmten Zeitpunkt und unveränderlicher Speicherung liefert Ihnen nach einem Ransomware-Angriff einen sauberen Wiederherstellungspunkt.

Das hängt von der Branche und der Art der Daten ab:

  • Allgemeine Geschäfts-E-Mails werden üblicherweise 3 bis 7 Jahre aufbewahrt.
  • Unternehmen im Gesundheitswesen müssen Patientenakten unter HIPAA mindestens 6 Jahre ab Erstellung oder letzter Verwendung aufbewahren.
  • Finanzunternehmen müssen bestimmte Unterlagen unter SOX 7 Jahre aufbewahren.
  • Anwaltskanzleien sollten die geltenden Vorgaben der jeweiligen Anwaltskammer sowie mandatsspezifische Aufbewahrungsregeln beachten.

Die Datenschutz-Grundverordnung bringt einen gegenläufigen Aspekt ins Spiel: Personenbezogene Daten von EU-Bürger:innen dürfen nicht länger als nötig gespeichert werden. Daraus entsteht ein Spannungsfeld zwischen „alles aufbewahren“ und „löschen, sobald nicht mehr erforderlich“. Kund:innen, die in mehreren regulierten Branchen tätig sind, brauchen möglicherweise gestufte Aufbewahrungsrichtlinien statt einer einzigen pauschalen Regel.

Beides wird oft verwechselt, erfüllt aber unterschiedliche Zwecke.

Eine Aufbewahrungsrichtlinie (über Microsoft Purview) bewahrt Inhalte nach selbst definierten Regeln automatisiert auf oder löscht sie. Sie gilt breit über Benutzer:innen oder Speicherorte hinweg und ist in erster Linie ein Compliance-Tool.

Ein Beweissicherungsverfahren (Litigation Hold), das pro Postfach über Exchange Online angewendet wird, bewahrt sämtliche Inhalte einer bestimmten Person unbefristet auf, unabhängig von deren Aktionen, und wird als Reaktion auf ein laufendes oder absehbares Rechtsverfahren aktiviert.

Ja, und dieser Unterschied ist entscheidend.

Aufbewahrungsrichtlinien stellen sicher, dass Daten nicht vorzeitig gelöscht werden und für Compliance-Zwecke durchsuchbar bleiben. Sie erzeugen aber keine separate, wiederherstellbare Kopie der Daten in sauberem Zustand. Überschreibt jemand versehentlich eine kritische Datei, beschädigt Ransomware SharePoint-Bibliotheken oder löscht ein Synchronisierungsfehler einen Ordner, stellen Aufbewahrungsrichtlinien keine nutzbaren, betriebsbereiten Daten wieder her. Ein Backup erzeugt unabhängige, wiederherstellbare Kopien, mit denen Ihre Kund:innen den normalen Geschäftsbetrieb tatsächlich wieder aufnehmen können.

Am einfachsten lässt es sich Kund:innen so erklären: Die Archivierung beantwortet die Frage „Können wir belegen, was passiert ist?“, das Backup die Frage „Können wir weiterarbeiten?“

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