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Zwischengespeicherte Anmeldeinformationen löschen und erneute Nutzung verhindern

von Team Ninja
How to Delete Cached Credentials & Prevent Reuse in Windows blog banner image

Kurzüberblick

Dieser NinjaOne-Blogbeitrag bietet eine umfassende Liste grundlegender CMD-Befehle und einen tiefen Einblick in die Windows-Befehle mit über 70 wichtigen CMD-Befehlen für Anfänger:innen und Fortgeschrittene. Der Blogartikel erklärt praktische Befehle der Eingabeaufforderung für die Dateiverwaltung, die Navigation in Verzeichnissen, die Fehlersuche im Netzwerk, Festplattenoperationen und die Automatisierung mit echten Beispielen zur Steigerung der Produktivität. Egal, ob Sie grundlegende CMD-Befehle lernen oder fortgeschrittene Windows CLI-Tools beherrschen möchten, dieser Leitfaden hilft Ihnen, die Eingabeaufforderung effektiver zu verwenden.

Die wichtigsten Punkte

  • Unterscheiden Sie zwischen gespeicherten Anmeldeinformationen für Netzwerkressourcen und zwischengespeicherten Prüfwerten für die Offline-Anmeldung am Computer, denn beide erfordern unterschiedliche Methoden.
  • Automatisieren Sie die Bereinigung gespeicherter Anmeldeinformationen mit PowerShell-Skripten und cmdkey und steuern Sie zwischengespeicherte Anmeldungen über Gruppenrichtlinien- und Registry-Einstellungen.
  • Verhindern Sie das Zwischenspeichern von Anmeldeinformationen, indem Sie die Gruppenrichtlinie für die Anzahl zwischengespeicherter Anmeldungen auf null setzen und Credential Guard aktivieren.
  • Integrieren Sie die Bereinigung von Anmeldeinformationen in IT-Standardprozesse wie das Offboarding von Beschäftigten und Geräteaustauschzyklen.
  • Führen Sie detaillierte Protokolle aller Bereinigungsaktionen und Richtlinienzustände, um auditfähige Compliance-Berichte zu erstellen.

Anmeldedaten, die auf Laptops gespeichert sind, können zu einem ernsthaften Risiko werden, besonders wenn Geräte verloren gehen oder Beschäftigte das Unternehmen verlassen. Zu wissen, wie man zwischengespeicherte Anmeldeinformationen löschen kann, reicht dabei nicht aus. Sie brauchen eine skalierbare Strategie.

In diesem Leitfaden lernen Sie einen vollständigen Prozess kennen, mit dem Sie zwischengespeicherte Anmeldeinformationen in Ihrer gesamten Umgebung aufspüren, bereinigen und künftig verhindern, inklusive Automatisierung und auditsicherer Dokumentation.

Zwischengespeicherte Windows-Anmeldeinformationen Schritt für Schritt entfernen

Das Löschen zwischengespeicherter Anmeldeinformationen ist entscheidend für die Sicherheit und hilft bei der Behebung von Zugriffsproblemen.

📌Anwendungsfall: Sie sollten zwischengespeicherte Windows-Anmeldeinformationen nach einem Sicherheitsvorfall löschen, bei der Neubereitstellung eines Geräts oder wenn ein:e Mitarbeiter:in das Unternehmen verlässt. Außerdem ist es ein gängiger Schritt bei der Fehlerbehebung von Zugriffsproblemen auf Netzwerkressourcen.

📌Voraussetzungen: Ein erfolgreicher Prozess erfordert Vorbereitung. Stellen Sie Folgendes sicher:

  • Eine Inventarliste Ihrer Endpunkte (inklusive Betriebssystemversionen wie Windows 11) und der lokalen Admin-Konten.
  • Ihre Automatisierungstools (PowerShell, Intune, RMM) sind für die Remote-Ausführung bereit.
  • Prüfen Sie, ob grundlegende Sicherheitsrichtlinien wie Credential Guard aktiv sind, um Ihre Absicherung zu stärken, bevor Sie beginnen.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, folgen Sie den Schritten unten.

Schritt 1: Zwischengespeicherte Anmeldeinformationen finden und Risiko einordnen

Suchen Sie zunächst alle gespeicherten Anmeldedaten, um Ihr Sicherheitsrisiko einschätzen zu können. Außerdem müssen Sie zwischen gespeicherten Anmeldeinformationen für Ressourcen und zwischengespeicherten Anmeldeinformationen für die Offline-Anmeldung unterscheiden.

So finden Sie gespeicherte Anmeldeinformationen

Für gespeicherte Passwörter, die den Zugriff auf bestimmte Ressourcen wie Netzwerkfreigaben ermöglichen, nutzen Sie diese Methoden:

  • Grafische Ansicht:Öffnen Sie die Windows-Anmeldeinformationsverwaltung über die Suche im Startmenü.
  • Befehlszeile: Führen Sie cmdkey /list in der Eingabeaufforderung (Administrator) aus.
  • Browser-Speicher: Prüfen Sie die gespeicherten Passwörter in den Einstellungen von Chrome, Firefox usw.

Zwischengespeicherte Anmeldeinformationen verstehen

Zwischengespeicherte Anmeldeinformationen sind gehashte Prüfwerte, die bei der Domänenanmeldung für den Offline-Zugriff erzeugt werden. Sie werden nicht wie gespeicherte Passwörter verwaltet.

  • Zweck:Sie ermöglichen die Anmeldung an einem in die Domäne eingebundenen PC, wenn dieser den Server nicht erreichen kann.
  • Steuerung: Ausschließlich über die Gruppenrichtlinie Anzahl zwischenzuspeichernder vorheriger Anmeldungen.
  • Speicherort: Sicher in der System-Registry abgelegt, nicht in der Anmeldeinformationsverwaltung.

Das Risiko einordnen

Listen Sie alle gefundenen Anmeldeinformationen auf und notieren Sie die zugehörigen Geräte. Die wichtigsten Risiken sind:

  • Gespeicherte Anmeldeinformationen: Sie können ausgelesen und für laterale Bewegungen in Ihrem Netzwerk genutzt werden.
  • Zwischengespeicherte Anmeldungs-Prüfwerte: Sie erlauben den Offline-Zugriff auf ein Gerät mit einem alten Passwort und umgehen so kürzlich erfolgte Passwortänderungen.

Diese Inventarliste liefert die nötigen Belege, um Ihre gezielte Bereinigung zu planen.

Schritt 2: Bereinigung auf allen Endpunkten automatisieren

Stellen Sie Skripte bereit, um Anmeldeinformationen effizient von mehreren Computern zu entfernen. Die Automatisierung unterscheidet sich zwischen gespeicherten Anmeldeinformationen (für Ressourcen) und zwischengespeicherten Anmeldeinformationen (für die Offline-Anmeldung).

Bereinigung gespeicherter Anmeldeinformationen automatisieren

  1. Erstellen Sie Ihr Bereitstellungsskript:
    • Nutzen Sie ein PowerShell-Skript oder Ihr RMM-Tool, um die Bereinigung auszuführen. Hier ein einfaches PowerShell-Skript, das den Befehl cmdkey zum Auflisten und Löschen von Anmeldeinformationen verwendet:
    • Alle gespeicherten Anmeldeinformationen auflisten:

cmdkey /list

    • Eine bestimmte Anmeldeinformation anhand des Zielnamens löschen:

cmdkey /delete "TARGET_NAME"
Write-Output "Deleted credential for TARGET_NAME"

  1. Ausführung planen: Führen Sie dies über Ihr RMM oder Intune außerhalb der Geschäftszeiten aus. Stellen Sie sicher, dass die Ausführung mit Administratorrechten erfolgt und alle Aktionen für den Auditnachweis protokolliert werden.
  2. Prüfen und protokollieren: Konfigurieren Sie Ihr Skript so, dass es eine einfache Protokolldatei erzeugt, die die erfolgreiche Löschung auf jedem Gerät bestätigt. Damit haben Sie sofort einen Nachweis für Audits.

Bereinigung zwischengespeicherter Anmeldeinformationen automatisieren

Zwischengespeicherte Anmeldeinformationen lassen sich nicht nachträglich per Skript bereinigen. Stattdessen müssen Sie eine Gruppenrichtlinie konfigurieren, die ihre Erstellung von vornherein verhindert.

So deaktivieren Sie die Zwischenspeicherung:

  1. Öffnen Sie den Gruppenrichtlinienverwaltungs-Editor und navigieren Sie zu:
    • Computerkonfiguration > Richtlinien > Windows-Einstellungen > Sicherheitseinstellungen > Lokale Richtlinien > Sicherheitsoptionen
  2. Suchen Sie die Richtlinie Interaktive Anmeldung: Anzahl zwischenzuspeichernder vorheriger Anmeldungen (für den Fall, dass der Domänencontroller nicht verfügbar ist) und doppelklicken Sie darauf.
  3. Setzen Sie den Wert auf 0 und klicken Sie auf „OK“.

⚠️Wichtige Hinweise:

  • Auf bestehenden Geräten ist ein Neustart erforderlich, damit die Änderung wirksam wird.
  • Diese Einstellung verhindert nur, dass neue Anmeldeinformationen zwischengespeichert werden. Bereits vorhandene werden nicht gelöscht.
  • Für eine einheitliche, netzwerkweite Durchsetzung verteilen Sie diese Richtlinie über Active Directory-Gruppenrichtlinien oder ein MDM wie Microsoft Intune.

Nach Abschluss sind die gespeicherten Anmeldeinformationen für Ressourcen entfernt und Benutzer:innen müssen sich erneut authentifizieren. Die Registry-Änderung verhindert, dass Domänenpasswörter für künftige Offline-Anmeldungen lokal zwischengespeichert werden. Damit sind beide zentralen Risiken adressiert.

Schritt 3: Richtlinien härten, damit das Problem nicht wiederkehrt

Für dauerhafte Sicherheit konfigurieren Sie Richtlinien, die das Zwischenspeichern von Anmeldeinformationen von vornherein unterbinden.

Zentrale Sicherheitskontrollen umsetzen

Nutzen Sie Gruppenrichtlinien oder MDM-Tools wie Intune, um zwei wichtige Einstellungen bereitzustellen. Setzen Sie erstens „Interaktive Anmeldung: Anzahl zwischenzuspeichernder vorheriger Anmeldungen (für den Fall, dass der Domänencontroller nicht verfügbar ist)“ auf 0, um zwischengespeicherte Domänen-Anmeldedaten für die Offline-Anmeldung zu deaktivieren. Aktivieren Sie zweitens Credential Guard auf Windows-Geräten, um Hashes durch hardwarebasierte Isolation zu schützen.

Kontozugriff einschränken

Konfigurieren Sie Richtlinien, die Dienstkonten und hoch privilegierten Gruppen die lokale Anmeldung verweigern. Stellen Sie sicher, dass diese Konten ausschließlich für nicht-interaktive Anmeldungen zugelassen sind. So wird verhindert, dass ihre Anmeldeinformationen während interaktiver Sitzungen zwischengespeichert werden.

Sind diese Richtlinien angewendet, werden Domänen-Anmeldeinformationen nicht mehr lokal gespeichert. Damit entfällt der Angriffsvektor über zwischengespeicherte Anmeldeinformationen und Sie erhalten einen dauerhaften Schutz.

Schritt 4: Bereinigung in Lifecycle-Ereignisse integrieren

Verankern Sie die Pflege von Anmeldeinformationen fest in Ihren IT-Standardprozessen, um dauerhaft sicher zu bleiben. Integrieren Sie dazu an den entscheidenden Punkten gezielte automatisierte Aktionen für gespeicherte und für zwischengespeicherte Anmeldeinformationen.

Für gespeicherte Anmeldeinformationen (Ressourcen-Anmeldungen)

Automatisieren Sie das Entfernen gespeicherter Netzwerkpasswörter bei kritischen Ereignissen.

  • In Offboarding-Skripten verwenden: Binden Sie ein cmdkey-Bereinigungsskript ein, um die gespeicherten Anmeldeinformationen ausscheidender Mitarbeiter:innen vom Gerät zu entfernen.
  • In Checklisten aufnehmen: Ergänzen Sie Bereinigungsskript für gespeicherte Anmeldeinformationen ausführen in Ihren Offboarding- und Geräteaustausch-Checklisten.

Für zwischengespeicherte Anmeldeinformationen (Offline-Anmeldung)

Diese werden per Richtlinie gesteuert, nicht per Skript. Verankern Sie die Durchsetzung der Richtlinie in Ihrem Bereitstellungszyklus.

  • Richtlinie bei der Bereitstellung anwenden: Stellen Sie sicher, dass die Gruppenrichtlinie „Interaktive Anmeldung: Anzahl zwischenzuspeichernder vorheriger Anmeldungen“ auf neuen Geräten ausgerollt wird.
  • Richtlinie in Audits prüfen: Nehmen Sie eine Prüfung dieses Richtlinienstatus in Ihre quartalsweisen Sicherheitsreviews auf.

Regelmäßige Wartung einplanen

Konfigurieren Sie Ihr Skript für gespeicherte Anmeldeinformationen so, dass es monatlich über Ihr RMM läuft und angesammelte Anmeldedaten entfernt. Bei zwischengespeicherten Anmeldeinformationen ist die laufende Durchsetzung per Richtlinie die Wartung.

Schritt 5: Nachweise und Behebungsmaßnahmen dokumentieren

Führen Sie eine lückenlose Dokumentation, um Compliance nachzuweisen und Ihren Sicherheitsstatus nachzuverfolgen.

Einheitliche Protokollierung einführen

Halten Sie für jede Bereinigungsaktion diese zentralen Angaben in einem zentralen System fest:

  • Gerätename und Benutzer- bzw. Dienstkonto
  • Konkret entfernte Anmeldeinformationen
  • Datum und Uhrzeit der Aktion
  • Name der Techniker:in, die die Bereinigung durchgeführt hat
  • Ergebnisse der anschließenden Überprüfung

Monatliche Compliance-Berichte erstellen

Erstellen Sie regelmäßige Zusammenfassungen, die Folgendes enthalten:

  • Gesamtzahl der entfernten Anmeldeinformationen
  • Geräte, die die Richtlinien nicht einhalten
  • Verbleibende Hochrisiko-Konten, die Aufmerksamkeit erfordern
  • Trends bei der Ansammlung von Anmeldeinformationen in Ihrer Umgebung

Diese Dokumentation schafft einen prüffähigen Nachweis für proaktives Sicherheitsmanagement. Wenn Auditor:innen Ihre Prozesse prüfen, haben Sie klare Belege für eine konsistente Pflege der Anmeldeinformationen und die Einhaltung Ihrer Sicherheitsrichtlinien.

Verwaltung von Anmeldeinformationen mit NinjaOne vereinfachen

NinjaOne zentralisiert und automatisiert die Sicherheit von Anmeldeinformationen: Es verwaltet gespeicherte Anmeldeinformationen und setzt Richtlinien für zwischengespeicherte Anmeldungen durch.

  • Gespeicherte Anmeldeinformationen finden und bereinigen: Führen Sie Skripte aus, um gespeicherte Anmeldedaten in der Windows-Anmeldeinformationsverwaltung aufzuspüren und zu entfernen.
  • Richtlinien durchsetzen und überwachen: Rollen Sie kritische Gruppenrichtlinien aus und überprüfen Sie sie, etwa die Deaktivierung der Zwischenspeicherung von Anmeldeinformationen, und überwachen Sie Schutzmechanismen wie Credential Guard.
  • Zentraler Auditnachweis: Sammeln Sie Protokolle und Nachweise automatisiert ein, für eine sofort einsatzbereite Compliance-Berichterstattung.

So entsteht ein skalierbares, automatisiertes System für dauerhafte Sicherheit von Anmeldeinformationen und jederzeitige Auditbereitschaft.

Senken Sie das Risiko durch gespeicherte Anmeldedaten im großen Maßstab. Finden, bereinigen und dokumentieren Sie zwischengespeicherte Anmeldeinformationen mit richtliniengesteuerter Automatisierung.

→ Bereinigung zwischengespeicherter Anmeldeinformationen automatisieren mit NinjaOne

Sichern Sie Ihre Umgebung durch die Verwaltung zwischengespeicherter Anmeldeinformationen

Zwischengespeicherte Anmeldeinformationen manuell zu löschen ist eine reaktive Notlösung. Echte Sicherheit entsteht durch ein proaktives System. Mit automatisierter Bereinigung, präventiven Richtlinien, der Integration in IT-Lifecycles und einer detaillierten Protokollierung bauen Sie eine robuste Verteidigung gegen Angriffe auf Anmeldeinformationen auf.

Dieser durchgängige Prozess verwandelt eine verbreitete Schwachstelle in eine dokumentierte, kontrollierte Sicherheitspraxis, die technische wie regulatorische Anforderungen erfüllt.

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FAQs

Ihre Benutzer:innen können sich dann ohne aktive Netzwerkverbindung zu einem Domain-Controller nicht mehr an ihren in die Domäne eingebundenen Rechnern anmelden. Das ist die sicherste Konfiguration, empfiehlt sich aber nur für stationäre Desktops, die das Firmennetzwerk nie verlassen. Für mobile Laptops ist ein Wert von 1 ein guter Kompromiss.

Ja, allerdings müssen Sie zwei verschiedene Arten von Anmeldeinformationen mit jeweils eigenen Methoden behandeln.

  1. Für gespeicherte Anmeldeinformationen (gespeicherte Netzwerk- und Anwendungspasswörter):

Sie können ein PowerShell-Skript schreiben, das alle Einträge aus der Windows-Anmeldeinformationsverwaltung entfernt. Gehen Sie damit vorsichtig um, denn Benutzer:innen müssen danach Passwörter für verbundene Laufwerke und Anwendungen erneut eingeben.

cmdkey /list | ForEach-Object {
if ($_ -match "Target: (.*)") {
cmdkey /delete:$matches[1].Trim()
}
}
  1. Für zwischengespeicherte Anmeldeinformationen (Offline-Domänenanmeldung):

Diese lassen sich im klassischen Sinn nicht per Skript „löschen“. Sie werden über eine Systemrichtlinie gesteuert. Um sie zu entfernen, müssen Sie den Registry-Wert CachedLogonsCount über eine Gruppenrichtlinie oder ein Bereitstellungsskript auf 0 setzen. Anschließend ist ein Neustart erforderlich. Das ist eine Richtlinienänderung, die das Zwischenspeichern verhindert, und kein Befehl zum Massenlöschen.

Credential Guard nutzt virtualisierungsbasierte Sicherheit, um Anmeldegeheimnisse im Arbeitsspeicher zu isolieren und zu schützen. Für klassische Credential-Dumping-Tools wie Mimikatz sind sie damit nicht mehr zugänglich.

Selbst wenn Angreifer:innen lokale Administratorrechte erlangen, wird das Auslesen von NTLM-Hashes oder Kerberos-Geheimnissen aus dem geschützten LSASS-Prozess deutlich schwieriger. Das verringert die Wirksamkeit von Pass-the-Hash-Angriffen erheblich.

Neben dem Offboarding von Beschäftigten zählen dazu vor allem: Geräteaustauschzyklen (bevor ein Rechner gelöscht und neu ausgegeben wird), die Eindämmung von Sicherheitsvorfällen (als sofortige Reaktionsmaßnahme) und größere Netzwerkänderungen wie Domänenmigrationen, die veraltete oder widersprüchliche Einträge für Anmeldeinformationen hinterlassen können.

Auditor:innen wollen einen proaktiven Prozess belegt sehen, nicht nur einmalige Aktionen. Erwartet werden in der Regel:

  • Richtliniendokumentation: Kopien der aktiven GPOs, die das Zwischenspeichern von Anmeldeinformationen deaktivieren oder begrenzen.
  • Ausführungsprotokolle: Datierte Aufzeichnungen aus Ihrem RMM oder Ihrer Skripting-Plattform, die belegen, dass die Bereinigungsskripte gelaufen sind.
  • Compliance-Berichte: Regelmäßige Berichte (z. B. monatlich) mit der Zahl der bereinigten Anmeldeinformationen und der geprüften Geräte.
  • Vorfallsdokumentation: Unterlagen, die die Bereinigung von Anmeldeinformationen mit Ihren Offboarding- und Incident-Response-Prozessen verknüpfen.

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