Schlüsselpunkte
- Windows 10 nach dem End-of-Support aktualisieren: Um einen Windows-10-Rechner nach dem End-of-Support auf Windows 11 zu aktualisieren, prüfen Sie zunächst die Hardware-Kompatibilität und sichern Sie Ihre Daten. Aktualisieren Sie anschließend auf die neueste Windows-10-Version, laden Sie dann das Upgrade-Tool von Microsoft herunter und führen Sie es aus. Wählen Sie dabei aus, welche Dateien und Apps erhalten bleiben sollen, konfigurieren Sie danach die Einstellungen, installieren Sie verbleibende Updates und stellen Sie bei Bedarf Ihre Daten wieder her.
- Die Entscheidung für ein Windows-11-Upgrade: Ein Upgrade auf Windows 11 ist die beste Lösung, für Unternehmen mit älterer Hardware oder speziellen Programmen, die auf Windows 10 angewiesen sind, aber nicht immer umsetzbar. Die Anmeldung Ihrer Windows-10-Geräte beim ESU-Programm von Microsoft ist eine gute Alternative, bis der Wechsel auf Windows 11 möglich ist.
- Lösungen zur Fehlerbehebung: Erfüllt Ihr PC die Anforderungen von Windows 11 nicht, müssen Sie die Hardware aufrüsten oder bei Windows 10 bleiben (das ESU-Programm liefert kritische Sicherheitsupdates bis Oktober 2027). Weitere häufige Probleme beim Upgrade sind inkompatible Software, veraltete Treiber und möglicher Datenverlust. All diese Punkte lassen sich in den Griff bekommen, indem Sie auf den Websites der Entwickler und Hersteller nach Updates suchen und aktuelle Backups bereithalten.
Da Windows 10 das End-of-Support erreicht hat, lohnt es sich für Benutzer:innen zu wissen, wie sich Windows-10-Versionen nach dem End-of-Support aktualisieren lassen. Dieser Leitfaden führt Sie Schritt für Schritt durch die Aktualisierung von Windows 10 und zeigt, welche weiteren Maßnahmen sinnvoll sind, wenn die Software das End-of-Support erreicht.
Lesen Sie weiter oder sehen Sie sich unser Video So aktualisieren Sie Windows-10-Versionen nach dem End-of-Support für eine Schritt-für-Schritt-Anleitung an.
Windows 10 nach dem End-of-Support aktualisieren
Achten Sie beim Aktualisieren von Windows 10 auf eine stabile Internetverbindung und planen Sie genügend Zeit ein, um die folgenden Schritte vollständig durchzuführen.
Schritt 1: Systemkompatibilität prüfen
Stellen Sie vor dem Upgrade sicher, dass Ihr System die Mindestanforderungen der gewünschten Windows-Version erfüllt. Auf der Website von Microsoft finden Sie die Systemanforderungen und können die Kompatibilität bestätigen.
Schritt 2: Daten sichern
Der Upgrade-Prozess ist zwar darauf ausgelegt, Ihre Dateien und Anwendungen zu erhalten. Trotzdem empfiehlt es sich immer, wichtige Daten zu sichern, bevor Sie größere Änderungen am Betriebssystem vornehmen. Treten beim Upgrade unvorhergesehene Probleme auf, können Sie dieses Backup ohne Datenverlust wiederherstellen.
Schritt 3: Auf die neueste Windows-10-Version aktualisieren
Wenn Sie noch nicht die neueste Windows-10-Version nutzen, sollten Sie Ihre aktuelle Version aktualisieren, bevor Sie das Upgrade auf Windows 11 starten. Öffnen Sie die Einstellungen von Windows Update und suchen Sie nach verfügbaren Updates. Installieren Sie alle ausstehenden Updates.
Schritt 4: Das Windows-Upgrade-Tool herunterladen und ausführen
Für das Upgrade auf Windows 11 müssen Sie das offizielle Windows-Upgrade-Tool von Microsoft herunterladen und ausführen. Das Tool begleitet Sie durch den Upgrade-Prozess und prüft Ihr System auf Kompatibilität. Laden Sie das Tool von der Website von Microsoft herunter und folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.
Schritt 5: Auswählen, welche Dateien und Apps erhalten bleiben
Während des Upgrades werden Sie gefragt, ob Sie Ihre persönlichen Dateien und Anwendungen behalten oder eine Neuinstallation durchführen möchten. Wählen Sie die Option, die den Präferenzen der Benutzer:innen entspricht. Entscheiden sie sich dafür, Dateien und Anwendungen zu behalten, werden diese in die neue Windows-Version übernommen.
Schritt 6: Upgrade durchführen
Sobald Sie Ihre Auswahl getroffen haben, setzen Sie den Upgrade-Prozess fort und folgen Sie den Anweisungen des Windows-Upgrade-Tools. Das Tool lädt die erforderlichen Dateien herunter und installiert sie, um Ihr Betriebssystem zu aktualisieren. Das kann einige Zeit dauern. Haben Sie Geduld und unterbrechen Sie den Vorgang nicht.
Schritt 7: Einstellungen konfigurieren
Nach Abschluss des Upgrades müssen Sie verschiedene Windows-Einstellungen konfigurieren, etwa Ihre Datenschutzeinstellungen und Benutzerkonten. Nehmen Sie sich Zeit, diese Einstellungen zu prüfen und an die Standards Ihres Unternehmens anzupassen.
Schritt 8: Nach weiteren Updates suchen
Sobald Sie auf die neueste Windows-Version aktualisiert haben, prüfen Sie, ob weitere Updates installiert werden können. Öffnen Sie die Einstellungen von Windows Update und installieren Sie alle ausstehenden Upgrades, damit Ihnen alle neuesten Funktionen zur Verfügung stehen.
Schritt 9: Daten wiederherstellen
Wenn Sie eine Neuinstallation durchgeführt oder Ihre Dateien und Anwendungen beim Upgrade nicht übernommen haben, stellen Sie jetzt Ihre Daten aus dem in Schritt 2 erstellten Backup wieder her. Kopieren Sie Ihre Dateien zurück und installieren Sie Ihre Anwendungen neu. Prüfen Sie anschließend, ob alles wie erwartet funktioniert.
Das bedeutet das End-of-Support von Windows 10
Der Support für Windows 10 endete am 14. Oktober 2025. Benutzer:innen erhalten somit keine Fehlerbehebungen und keinen technischen Support von Microsoft mehr. Das ist ein Problem für alle, die Windows 10 einsetzen, denn ohne regelmäßige Sicherheits-Patches werden Systeme anfälliger für Malware, Viren und Online-Bedrohungen.
Wenn ein Upgrade auf Windows 11 nicht möglich ist, empfiehlt sich dringend die Aktualisierung von Windows 10 nach dem End-of-Support. Wer Windows 10 in der Version 22H2 nutzt, kann sich außerdem für das Programm für erweiterte Sicherheitsupdates (ESU), registrieren, das Windows 10 bis zum 12. Oktober 2027 mit kritischen Sicherheitsupdates versorgt.
Gute Gründe für ein Software-Upgrade: Die Vorteile von Windows 11
Ein Upgrade von Windows-10-Versionen nach dem End-of-Support mag aufwendig wirken. Es gibt jedoch zahlreiche Best Practices für den Umgang mit Software nach dem End-of-Support, und der Wechsel zu Windows 11 bringt deutliche Vorteile mit sich. Das neueste Betriebssystem von Microsoft bietet zahlreiche Verbesserungen und neue Funktionen, die Produktivität und Sicherheit gleichermaßen stärken.
- Überarbeitete Benutzeroberfläche: Windows 11 bringt eine frische, moderne Benutzeroberfläche mit zentrierten Taskleisten-Symbolen, einem neu gestalteten Startmenü und verbessertem Fenstermanagement. Die optisch ansprechende Oberfläche sorgt für eine intuitivere und flüssigere Benutzererfahrung.
- Bessere Performance: Windows 11 ist auf Geschwindigkeit und Effizienz optimiert und bietet kürzere Startzeiten, eine längere Akkulaufzeit bei Laptops und insgesamt bessere Performance. Das Betriebssystem nutzt die neuesten Hardware-Entwicklungen und sorgt so für ein flüssigeres und reaktionsschnelleres Arbeiten.
- Höhere Sicherheit: Windows 11 bringt fortschrittliche Sicherheitsfunktionen mit, die die Geräte und Daten Ihres Unternehmens vor Bedrohungen schützen. Dazu zählen das integrierte Microsoft Defender Antivirus, Secure Boot und hardwarebasierte Isolierung für zusätzlichen Schutz vor Malware und anderen Angriffen.
Mit dem Upgrade auf Windows 11 stellen Sie sicher, dass die Rechner Ihrer Teams sicher und auf dem neuesten Stand sind. Gleichzeitig erhalten Sie Zugang zu zahlreichen neuen Funktionen und Verbesserungen, die die Arbeit am Rechner insgesamt angenehmer machen. Auf der Website von Microsoft finden Sie eine vollständige Übersicht über die Spezifikationen und Systemanforderungen von Windows 11.
Tipps zur Fehlerbehebung beim Upgrade von Windows 10 nach dem End-of-Support
Das Upgrade von Windows 10 nach dem End-of-Support verläuft meist reibungslos, dennoch kann es zu Problemen kommen. Hier finden Sie einige Tipps, mit denen Sie typische Schwierigkeiten beim Upgrade lösen:
Kompatibilitätsprobleme
Erfüllt Ihr System die Mindestanforderungen der gewünschten Windows-Version nicht, müssen Sie Ihre Hardware aufrüsten oder bei Windows 10 bleiben. Das ESU-Programm kann die damit verbundenen Sicherheitsrisiken abfedern, denn es versorgt Windows 10 bis Oktober 2027 mit kritischen Sicherheitsupdates.
Inkompatible Software.
Manche Anwendungen funktionieren nach dem Upgrade möglicherweise nicht wie erwartet. Prüfen Sie auf der Website des Software-Entwicklers, ob Updates oder Kompatibilitäts-Patches verfügbar sind. Ziehen Sie bei Bedarf alternative Software in Betracht.
Inkompatible Treiber
Veraltete oder inkompatible Treiber können nach dem Upgrade Probleme verursachen. Laden Sie auf der Website Ihres Hardware-Herstellers die neuesten Treiber für Ihre Geräte herunter und installieren Sie sie.
Datenverlust
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen besteht bei größeren Systemänderungen immer das Risiko eines Datenverlusts. Sorgen Sie für ein aktuelles Backup Ihrer wichtigen Dateien und nutzen Sie zusätzlich Cloud-Speicher oder externe Festplatten für mehr Redundanz.
Den Umstieg auf Windows 11 mit Updates nach dem Windows-10-End-of-Support steuern
Wie beschrieben ist es entscheidend, das Windows-Betriebssystem im gesamten Unternehmen aktuell zu halten. Das ist ein wesentlicher Bestandteil des Endpunkt-Managements in Ihrem Unternehmen und sorgt für Sicherheit, Performance und Kompatibilität mit aktueller Software und Hardware.
Wenn Sie jetzt handeln, die notwendigen Schritte einleiten und wissen, wie Sie Ihre Windows-10-Version nach dem End-of-Support aktualisieren, profitieren Ihre Mitarbeiter:innen von einem modernen und sicheren Arbeiten mit Windows 11.
