Schlüsselpunkte
- Mit einem Fernzugriffs-Tool (RAT) können IT-Expert:innen sichere Fernverbindungen herstellen, um Geräte, Server und Netzwerke von jedem beliebigen Standort aus zu verwalten.
- RAT bietet Funktionen zur Fehlerbehebung in Echtzeit, zur Endpunktverwaltung und zur Überwachung, um Ausfallzeiten zu reduzieren und die betriebliche Effizienz von IT-Teams zu steigern.
- Um ein Höchstmaß an Sicherheit und betrieblicher Unterstützung zu gewährleisten, sollten Sie neben MDM auch Fernzugriffs-Tools einsetzen, sei es als separate Lösungen oder als integrierte Funktionen auf einer einzigen Benutzeroberfläche.
Ein Fernzugriffs-Tool (RAT) ermöglicht es IT-Expert:innen, eine Verbindung zu Geräten, Servern und Netzwerken herzustellen, ohne vor Ort sein zu müssen. Da Remote- und Hybridarbeit in nahezu allen Branchen zugenommen haben, setzen IT-Teams auf diese Tools, um Endpunkte zu unterstützen, unabhängig davon, wo die Beschäftigten arbeiten. In diesem Leitfaden wird erläutert, was Fernzugriffs-Tools sind und wie sich die Verwaltung von Mobilgeräten (MDM) vom Fernzugriff unterscheidet.
Was ist ein Fernzugriffs-Tool (RAT)?
Eine Fernzugriffs-Software ermöglicht einem IT-Administrator den schnellen Zugriff auf ein Gerät, um Fehler zu beheben und andere IT-Aufgaben aus der Ferne zu erledigen. Mithilfe sicherer Fernzugriffslösungen können IT-Teams Support und Schutz für alle ihre Endpunkte standortunabhängig gewährleisten.
Dieses Video beantwortet die Frage Was ist ein Remote-Access-Tool (RAT)? und vermittelt einen Überblick über die Grundlagen von RATs.
Arten von Fernzugriffs-Tools
IT-Expert:innen können über drei Methoden remote auf Endpunkte zugreifen, wobei jede ihre eigenen Vor- und Nachteile hat.
1. Virtuelle private Netzwerke (VPNs)
Internetbenutzer:innen sind VPNs möglicherweise als Tools bekannt, mit denen sich Streaming-Apps im Ausland benutzen oder der eigene Standort in Echtzeit verschleiern lässt. Ein VPN-basiertes RAT gewährt Remote-Zugriff, indem es Endpunkte über einen Server mit dem Netzwerk eines Unternehmens verbindet und so den Zugriff auf Dateien und Systeme außerhalb des Büros ermöglicht.
2. Cloudbasierter Zugriff
Mit dieser Art von RAT-Verbindung können Endbenutzer:innen über ein mobiles Endpunkt, wie beispielsweise einen Laptop oder ein Smartphone, aus der Ferne auf Computer vor Ort zugreifen. Daher ist es besonders für Unternehmen mit dezentralisierten Endpunkten oder hybriden Infrastrukturen geeignet.
3. Software für direkten Fernzugriff
Spezielle Fernzugriffslösungen, die von IT-Expert:innen am häufigsten empfohlen werden, ermöglichen Endbenutzer:innen und IT-Teams den Fernzugriff, ohne dass eine Netzwerkverbindung oder eine Internetverbindung erforderlich ist. Fernzugriffssoftware bietet aufgrund ihrer zuverlässigen und sicheren Endpunktverbindungen, ihrer Kosteneffizienz und ihrer Kompatibilität mit verschiedenen Gerätetypen und Betriebssystemen zahlreiche Vorteile.
Was ist ein Fernzugriffs-Trojaner (RAT)?
Wird ein Fernzugriffs-Tool für böswillige Handlungen verwendet, spricht man von einem Fernzugriffs-Trojaner, der auch unter der Abkürzung RAT bekannt ist. Mit einem Fernzugriffs-Trojaner können Unbefugte Geräte ohne Zustimmung des Benutzers oder des IT-Teams kontrollieren. Unbefugte Benutzer:innen können Keylogging betreiben, auf Dateien zugreifen, Bildschirmaufnahmen erstellen und andere Maßnahmen ergreifen, die ihnen helfen, Zugriff auf vertrauliche Daten eines Unternehmens zu erlangen.
Sicherheitshinweis: Um zu verhindern, dass Ihr legitimes Verwaltungstool fälschlicherweise für einen Trojaner gehalten oder wie ein solcher ausgenutzt wird, stellen Sie sicher, dass Ihre Software bei jeder Anmeldung eine MFA (Multi-Faktor-Authentifizierung) verlangt. So wird verhindert, dass gestohlene Anmeldeinformationen dazu missbraucht werden, sich unbefugten Zugang zu Ihrem Netzwerk zu verschaffen.
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Vorteile von Fernzugriffs-Tools
Ohne Fernzugriff könnten IT-Expert:innen keinen schnellen, effizienten und zuverlässigen Support für entfernte Endpunkte leisten. Fernzugriffs-Tools bieten Unternehmen den Vorteil, dass IT-Teams damit folgende Aufgaben erledigen können:
IT-Support von jedem Standort aus bereitstellen
Laut einer aktuellen Remote-Work-Umfrage gaben 65 % der Befragten an, dauerhaft remote arbeiten zu wollen, während 32 % ein hybrides Arbeitsmodell bevorzugen. Das bedeutet, dass beeindruckende 97 % der Arbeitnehmer:innen irgendeine Form von Remote-Arbeit wünschen. Um diese Entwicklung hin zur Telearbeit zu unterstützen, setzen IT-Teams Fernzugriffs-Lösungen ein, um Geräte von jedem Standort und zu jeder Zeit zu verwalten und zu unterstützen.
Ressourcen einsparen
Ausfallzeiten stören Arbeitsabläufe, verzögern wichtige Projekte und wirken sich direkt auf den Gesamterfolg und das finanzielle Ergebnis eines Unternehmens aus. Die finanziellen Folgen von Ausfallzeiten variieren erheblich je nach Unternehmensgröße, Branche und Dauer des Ausfalls. Verwenden Sie den Rechner für Ausfallkosten, um eine individuelle Schätzung potenzieller Verluste zu erhalten, während Fernzugriffs-Lösungen dem Personal ermöglichen, Probleme schnell zu lösen und Störungen zu minimieren.
Schnelle Reaktionszeiten erreichen
Mit Fernzugriffs-Tools können IT-Administrator:innen Probleme so schnell wie möglich beheben. Die Zeiten des Vor-Ort-Supports gehören der Vergangenheit an. IT-Teams können heute jeden Endpunkt von jedem Standort aus schnell unterstützen. In der Regel dauert es nur wenige Minuten, bis sich ein IT-Administrator mit dem Gerät eines Benutzers verbindet, und er kann sofort mit der Lösung anstehender Probleme beginnen.
Häufige Anwendungsfälle für Fernzugriffs-Tools
Fernzugriffs-Tools lösen eine Vielzahl praxisnaher IT-Herausforderungen. Von der routinemäßigen Wartung bis zur Notfallreaktion – hier zeigen wir, wie diese Tools in einer modernen technischen Umgebung eingesetzt werden:
- Unbeaufsichtigte Serverwartung: Durchführung von Updates oder Neustarts an Servern außerhalb der Geschäftszeiten, ohne dass ein Techniker vor Ort sein muss.
- „Über die Schulter“-Fehlerbehebung: Anleitung eines Remote-Mitarbeiters durch eine komplexe Software-Einrichtung, indem dessen Bildschirm in Echtzeit eingesehen wird.
- Sicherer Zugriff für Drittanbieter: Gewährung eines temporären, überwachten Zugriffs für einen bestimmten Anbieter zur Behebung eines spezialisierten Anwendungsproblems.
Notfall-Patching: Schneller Zugriff auf einen infizierten Endpunkt, um ihn vom Netzwerk zu isolieren, bevor sich eine Bedrohung ausbreitet.
Verwaltung von Mobilgeräten vs. Fernzugriff
Obwohl sowohl Mobile Device Management (MDM) als auch Fernzugriffs-Softwarelösungen sind, die Remote- oder Hybrid-Arbeitskräfte unterstützen, haben sie unterschiedliche Funktionen und Zwecke. Remote-Access konzentriert sich hauptsächlich auf die Bereitstellung von Support und die Lösung von Helpdesk-Aufgaben, während MDM auf die Absicherung von Geräten, den Schutz von Daten und die Unterstützung von Compliance-Bemühungen ausgerichtet ist. Auch wenn die beiden Tools also ähnlich erscheinen, dienen sie sehr unterschiedlichen Zwecken. Werfen Sie einen Blick auf die nachstehende Tabelle, um die Vor- und Nachteile jeder Lösung zu sehen.
Vor- und Nachteile von MDM-Lösungen im Vergleich zu Fernzugriffs-Lösungen
| MDM-Vorteile | MDM-Nachteile |
| Verbessert die Geräte- und Datensicherheit | Kann Endpunkte nicht vollständig absichern |
| Unterstützt Compliance-Bemühungen | Kann Compliance nicht garantieren |
| Unterstützt Remote- und Hybridarbeit | Schränkt die Sichtbarkeit auf Endpunkte ein |
| Vorteile des Fernzugriffs | Nachteile des Fernzugriffs |
| Verbessert den IT-Support | Erhöht Sicherheitsrisiken |
| Reduziert Kosten | Kann Hardwarestörungen nicht beheben |
| Unterstützt Remote- und Hybridarbeit | Ist auf ein funktionierendes Netzwerk angewiesen |
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Warum Sie Mobile Device Management und Fernzugriff gemeinsam einsetzen sollten
Der beste Weg, eine erfolgreiche Remote- oder Hybrid-Arbeitsumgebung zu schaffen, ist die gemeinsame Nutzung von Fernzugriff und MDM.
Mithilfe einer Fernzugriffslösung erhalten IT-Mitarbeiter:innen wesentliche Einblicke in Remote-Geräte, um Probleme zu beheben und Lösungen bereitzustellen. Mit einem MDM-Tool können Administrator:innen Remote-Geräte und deren Daten absichern und verwalten sowie grundlegende Compliance-Anforderungen sicherstellen.
Die Kombination aus Mobile Device Management und Fernzugriffs-Funktionen verschafft IT-Teams Zugang zu den jeweiligen Vorteilen beider Tools. Anders ausgedrückt: Sie erhalten das Beste aus beiden Welten.
Um das Beste aus Ihrer Fernzugriffs-Strategie herauszuholen, werfen Sie einen Blick auf unser Video zu Fernzugriffs-Best Practices.
Beaufsichtigter vs. unbeaufsichtigter Zugriff: Was ist der Unterschied?
Um eine umfassende Remote-Support-Strategie zu entwickeln, müssen Sie diese beiden Modi verstehen:
- Beaufsichtigter Zugriff: Hierfür muss eine Person am Remote-Computer die Verbindung akzeptieren. Dies ist der Standard für den Helpdesk-Support, bei dem Datenschutz und Zustimmung im Vordergrund stehen.
- Unbeaufsichtigter Zugriff: Ermöglicht IT-Administrator:innen, sich mit einem Gerät zu verbinden, auch wenn niemand angemeldet ist. Dies ist entscheidend für das Patching, die Serververwaltung und Wartungsarbeiten außerhalb der Geschäftszeiten.
So wählen Sie das richtige Fernzugriffs-Tool
Angesichts der zahlreichen Fernzugriffs-Tools, die heute auf dem IT-Markt verfügbar sind, kann die Suche nach dem richtigen Tool für Ihr IT-Team und Ihr Unternehmen eine Herausforderung sein, wenn Sie nicht genau wissen, worauf Sie achten sollten.
Um Ihnen die Suche zu erleichtern, finden Sie hier drei unverzichtbare Merkmale eines Fernzugriffs-Tools.
1. Sicherheitsmaßnahmen
Der erste und wichtigste Aspekt eines guten Fernzugriffs-Tools sind seine Sicherheitsfunktionen (zum Beispiel Verschlüsselung und Multi-Faktor-Authentifizierung).
Damit können IT-Administrator:innen Endpunkte absichern und deren sichere und geschützte Verwendung gewährleisten.
2. Geschwindigkeit und Effizienz
IT-Management-Teams benötigen ein Remote-Tool, mit dem sie Probleme an Endpunkten schnell und ohne Ausfallzeiten erkennen und beheben können.
Idealerweise sollte es für IT-Administrator:innen einfach sein, das Tool zu erlernen, einzurichten und in die Systeme eines Unternehmens zu integrieren.
3. Geräte- und Systemkompatibilität
Manche Fernzugriffs-Tools sind für Geräte mit einem bestimmten Betriebssystem (zum Beispiel iOS, Windows, Android) konzipiert, während andere flexibel genug sind, um mehrere Plattformen zu unterstützen.
Erfassen Sie den Gerätebestand Ihres Unternehmens, um eine optimale Kompatibilität mit Ihrer bevorzugten Lösung sicherzustellen.
Kurze Checkliste für Käufer
Bevor Sie sich für ein Fernzugriffs-Tool entscheiden, sollten Sie sich diese drei Fragen stellen:
- Unterstützt es meinen Technologie-Stack? (Windows, macOS, Linux, iOS, Android).
- Bietet es detaillierte Berechtigungen? (Kann ich bestimmten Techniker:innen den „Nur Anzeige“-Modus zuweisen?).
- Ist es integriert? (Ist es in mein RMM/PSA integriert, um Zugriff mit einem Klick zu ermöglichen?)
Unterstützen Sie alle Ihre Geräte mit Fernzugriff und MDM
Fernzugriffstools sind für IT-Teams, die Remote- oder dezentralisierte Arbeitskräfte unterstützen, unverzichtbar. Die Zeiten des Vor-Ort-Supports sind längst vorbei. Mit den richtigen Fernzugriffs- und MDM-Lösungen verfügen IT-Abteilungen und MSPs über schnelle und sichere Möglichkeiten, Remote-Geräte zu verwalten.
Um zu sehen, wie Fernzugriff in der Praxis funktioniert und warum es für moderne IT-Teams unverzichtbar ist, sehen Sie sich unser Video an: Was ist Fernzugriff?
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