Schlüsselpunkte
- Eine Matrix, die SaaS-Workloads und Backup-Tools zuordnet, hilft MSPs und IT-Teams dabei, Lücken im Backup zu erkennen, die Abdeckung der Wiederherstellung zu überprüfen und die Governance des SaaS-Backups über Microsoft 365, Google Workspace, Salesforce, Slack und weitere Cloud-Plattformen hinweg zu verbessern.
- Ein vollständiges Inventar aller SaaS-Workloads, inklusive Schatten-IT-Anwendungen, Lizenzstufen und Aufbewahrungsrichtlinien, ist entscheidend, um ungeschützte Daten und Compliance-Risiken zu reduzieren.
- Ziele des Wiederherstellungspunktes (RPOs), Zeitvorgaben für Wiederherstellungszeiten (RTOs) und regulatorische Anforderungen sollten die Entscheidungen zum SaaS-Backup bestimmen, statt sich allein auf die nativen Aufbewahrungsrichtlinien der SaaS-Anbieter zu verlassen.
- Die Zuordnung von Workloads zu nativer Aufbewahrung, SaaS-Backup-Tools von Drittanbietern und Archivierungsmethoden deckt Wiederherstellungslücken, doppelte Tools und Workloads auf, die die betrieblichen Anforderungen an die Wiederherstellung nicht erfüllen können.
- Regelmäßige Wiederherstellungstests und eine kundenorientierte Backup-Berichterstattung helfen MSPs, die Wiederherstellungsbereitschaft nachzuweisen, Vierteljährliche Geschäftsüberprüfungen (QBRs) zu stärken und eine compliance-orientierte Reife im Datenschutz zu belegen.
Viele Unternehmen gehen beim Umstieg auf Software as a Service (SaaS) davon aus, dass ihre Daten sicher sind. Anwendungen wie Microsoft Teams und Google Drive haben jedoch unterschiedliche Wiederherstellungsmodelle und erfordern deshalb jeweils eigene Backup-Ansätze.
Blinde Flecken entstehen, wenn Managed Service Provider (MSPs) nicht klar zuordnen, welches Backup-Tool welchen Workload abdeckt. Eine Matrix, die Workloads und Backup-Tools zuordnet, macht aus dem Thema Backup eine strukturierte Governance-Aufgabe und zeigt Kund:innen, was geschützt ist und was nicht.
Das Shared-Responsibility-Modell bei SaaS verstehen
Die meisten SaaS-Anbieter arbeiten nach einem Shared-Responsibility-Modell: Der Anbieter sorgt für die Verfügbarkeit der Plattform, während die Kund:innen weiterhin selbst dafür verantwortlich sind, ihre eigenen Daten zu schützen und wiederherzustellen.
Diese Unterscheidung ist für MSPs und IT-Teams entscheidend, die eine Strategie für SaaS-Backups aufbauen. Anbieter wie Microsoft, Google und Salesforce stellen zwar die Verfügbarkeit der Infrastruktur und die Ausfallsicherheit des Dienstes sicher, garantieren aber in der Regel keine vollständige betriebliche Wiederherstellung nach versehentlichem Löschen, Insider-Bedrohungen, Ransomware oder falsch konfigurierten Aufbewahrungsrichtlinien.
Die folgende Tabelle zeigt, wie die Verantwortlichkeiten üblicherweise verteilt sind:
| Verantwortung des SaaS-Anbieters | Verantwortung von Kund:innen oder MSP |
| Verfügbarkeit der Infrastruktur | Planung von Backup und Wiederherstellung |
| Verfügbarkeit der Plattform | Verwaltung der Aufbewahrungsrichtlinien |
| Physische Sicherheit | Wiederherstellungstests |
| Ausfallsicherheit des Dienstes | Nachweis der Compliance |
| Wartung der Hardware | Abstimmung auf das Ziel des Wiederherstellungspunktes (RPO) |
| Betrieb der Rechenzentren | Planung der Zeitvorgabe für Wiederherstellungszeit (RTO) |
Anleitung: So ordnen Sie SaaS-Workloads und Backup-Tools in einer Matrix zu
Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung beschreibt, wie Sie Workloads erfassen, Anforderungen an die Wiederherstellung definieren, sie den verfügbaren Backup-Methoden gegenüberstellen und mögliche Risiken oder Redundanzen aufdecken. So lassen sich Backups überprüfen, testen und präsentieren.
📌 Voraussetzungen:
- Ein Inventar aller betrachteten SaaS-Workloads
- Zugriff auf Lizenzdetails und Aufbewahrungsrichtlinien jeder SaaS-Plattform
- Kenntnis der aktuell eingesetzten Backup-Tools
- Eine gemeinsame Dokumentationsplattform für die Matrix
Schritt 1: Genutzte SaaS-Workloads erfassen
Dieser Schritt sorgt für eine einheitliche Anwendung der Richtlinien und bildet die Grundlage für eine umfassende Strategie zu Datenaufbewahrung und Governance.
📌 Anwendungsfall: Ein mittelständisches Unternehmen muss in einem Compliance-Audit nachweisen, dass alle Geschäftssysteme die Aufbewahrungsvorgaben erfüllen. Lizenzierte Tools wie Salesforce und Microsoft Teams sind erfasst, doch das Audit bringt mehrere „Schatten-IT“-Tools ans Licht, die einzelne Teams eigenständig eingeführt haben.
(A) Alle aktiv genutzten Anwendungen aller Abteilungen katalogisieren
Dokumentieren Sie die offiziell lizenzierten Systeme und klären Sie mit Abteilungsleitungen und dem Einkauf, welche Tools geschäftskritisch sind.
(B) Schatten-IT und entdeckte Dienste einbeziehen
Nutzen Sie Umfragen bei der Einarbeitung, Single-Sign-On-Plattformen (SSO) oder Tools für das Identitätsmanagement, um nicht genehmigte oder nicht erfasste Anwendungen aufzudecken. Prüfen Sie, wie verbreitet die Nutzung ist, und bewerten Sie die Risiken dieser Workloads.
(C) Unterschiede bei den Aufbewahrungsrichtlinien prüfen
Stellen Sie fest, ob die Aufbewahrungsrichtlinien je nach Anwendung, Abteilung oder Lizenzstufe variieren. Dokumentieren Sie, wo Lücken zwischen geschäftlichen Anforderungen und der technischen Durchsetzbarkeit bestehen.
(D) Ergebnis: Basisinventar der Dienste
Erstellen Sie zum Abschluss ein zentrales Inventar, das alle SaaS-Workloads samt Verantwortlichen, Lizenzstufe, Aufbewahrungsrichtlinien und Compliance-Status aufführt. Dieses Inventar ist die Grundlage, um Datenschutz-Governance und Kostenoptimierung aufeinander abzustimmen.
⚠️ Achtung: Setzen Sie auf Identitätsmanagement, um Anwendungen sichtbar zu machen, da „Schatten-IT“-Tools sonst leicht übersehen werden. (Mehr dazu finden Sie unter: Worauf Sie achten sollten)
Schritt 2: Anforderungen an Backup und Wiederherstellung definieren
Dieser Schritt legt die Anforderungen fest, damit Wiederherstellungsstrategien zu den betrieblichen Bedürfnissen und regulatorischen Vorgaben passen.
📌 Anwendungsfall: Bei einem Finanzdienstleister fällt das Kundenbeziehungsmanagement aus. Während der E-Mail-Dienst einige Stunden Ausfallzeit verkraftet, legt der Ausfall des CRM-Systems den Vertrieb lahm und stört die Kundenbetreuung.
(A) Ein minimales Ziel des Wiederherstellungspunktes (RPO) festlegen
Bestimmen Sie, wie viel Datenverlust im Fehlerfall akzeptabel ist. Beispiel: „Bei Finanztransaktionen höchstens 15 Minuten Datenverlust.“
(B) Eine minimale Zeitvorgabe für die Wiederherstellungszeit (RTO) festlegen
Definieren Sie, wie schnell der Workload wieder auf ein akzeptables Niveau gebracht werden muss. Beispiel: „Das CRM muss innerhalb von zwei Stunden online sein, HR-Systeme innerhalb von 24 Stunden.“
(C) Compliance- und regulatorische Anforderungen bewerten
Prüfen Sie, ob HIPAA, die Datenschutz-Grundverordnung, SOX oder branchenspezifische Vorschriften strengere Vorgaben machen. Ordnen Sie die Wiederherstellungsstandards den vertraglichen Pflichten, Audits und rechtlichen Rahmenbedingungen zu.
(D) Geschäftliche Auswirkungen eines Ausfalls bewerten
Klassifizieren Sie Workloads danach, wie sie sich auf Umsatz, Betrieb, Kundenvertrauen oder Produktivität der Beschäftigten auswirken. Priorisieren Sie geschäftskritische Anwendungen mit geringer Toleranz für Ausfallzeiten.
Schritt 3: Workloads den verfügbaren Backup-Methoden zuordnen
Legen Sie für jeden Dienst die passende Backup-Methode fest und beurteilen Sie, ob das Unternehmen auf native Anbieter-Tools, SaaS-Backup-Lösungen von Drittanbietern oder exportbasierte Ansätze setzen sollte.
📌 Anwendungsfall: Eine Gesundheitseinrichtung speichert sensible Patientendaten in Microsoft 365. Litigation Hold sorgt zwar dafür, dass Daten aus Compliance-Gründen aufbewahrt werden, schützt aber nicht vor versehentlichem Löschen, Insider-Bedrohungen oder einer Beschädigung durch Ransomware.
Bestimmen Sie für jeden SaaS-Dienst die Backup-Methode:
- Native Aufbewahrung
- SaaS-Backup-Tools von Drittanbietern
- Export- oder Archivierungsmethoden
Zum Beispiel:
| SaaS-Workload | Aktuelle Methode | Genutztes Tool bzw. genutzte Funktion | RPO-Ziel | Lücken oder Anmerkungen |
| Microsoft Teams | SaaS-Backup eines Drittanbieters | Dropsuite M365 backup | Eine Stunde | Abdeckung wird vierteljährlich überprüft |
| Google Drive | Nur native Aufbewahrung | Google Vault | 24 Stunden | Kein vollständiges Zurücksetzen über Versionsstände |
| Salesforce | SaaS-Backup eines Drittanbieters | OwnBackup | 15 Minuten | Erfüllt die Compliance-Vorgaben |
| Slack | Kein Backup vorhanden | n. v. | n. v. | Lücke: Lösung eines Drittanbieters empfohlen |
💡 Hinweis: Die obige Tabelle dient nur als Referenz. Passen Sie sie an die Situation in Ihrem Unternehmen an.
⚠️ Achtung: Verlassen Sie sich nicht zu sehr auf die native Aufbewahrung, sonst bleiben die Wiederherstellungsmöglichkeiten begrenzt. (Mehr dazu finden Sie unter: Worauf Sie achten sollten)
Schritt 4: Lücken und Redundanzen sichtbar machen
Dieser Schritt deckt kritische Lücken und Redundanzen auf, die Kosten oder den operativen Aufwand in die Höhe treiben können.
📌 Anwendungsfall: Ein global tätiges Unternehmen stellt bei einer internen Prüfung fest, dass sein HR-System über kein unabhängiges Backup verfügt. Sensible Personaldaten sind damit von Verlust oder Bußgeldern wegen Verstößen bedroht.
(A) Workloads ohne Schutz identifizieren
Ermitteln Sie SaaS-Anwendungen, die weder über native Aufbewahrung noch über ein Backup eines Drittanbieters verfügen, und bewerten Sie das Risiko anhand der Sensibilität der Daten und der geschäftlichen Abhängigkeit.
(B) Redundanzen identifizieren
Finden Sie Fälle, in denen mehrere Backup-Tools oder Aufbewahrungsfunktionen denselben Workload schützen. Prüfen Sie, ob eine Konsolidierung Kosten senken kann, ohne die Wiederherstellungsziele zu gefährden.
(C) Compliance-relevante Workloads ohne eigenes Backup kennzeichnen
Sehen Sie sich HR-Systeme, Plattformen für Finanzunterlagen, Gesundheitsanwendungen und andere regulierte Workloads an. Markieren Sie außerdem Workloads, bei denen die native Aufbewahrung allein für die Compliance nicht ausreicht.
Schritt 5: Daten aus Wiederherstellungstests einbeziehen
Regelmäßige Wiederherstellungstests belegen, dass die Backup-Methoden funktionieren und zu den definierten RTO- und RPO-Werten passen.
📌 Anwendungsfall: Ein Team bei einem Finanzdienstleister geht davon aus, dass sein Backup-Tool eines Drittanbieters das CRM-System vollständig schützt. Im Audit zeigt ein Wiederherstellungstest jedoch: Die Daten lassen sich zwar wiederherstellen, der Vorgang dauert aber 12 Stunden statt der geschäftlich geforderten zwei Stunden.
(A) Ergebnisse des letzten Wiederherstellungstests protokollieren
Halten Sie fest, wann der letzte Test stattgefunden hat und wie er ausgegangen ist. Sorgen Sie dafür, dass Wiederherstellungstests nach einem festen Turnus laufen.
(B) Wiederherstellungszeiten erfassen
Messen Sie, wie lange eine Wiederherstellung dauert, und vergleichen Sie den Wert mit dem definierten RTO des Workloads, um die Übereinstimmung zu bestätigen.
(C) Erkenntnisse zur Datenintegrität erfassen
Prüfen Sie, ob die wiederhergestellten Daten vollständig, korrekt und nutzbar sind, und dokumentieren Sie auftretende Probleme.
(D) Kennzahlen zur Überprüfung von RTO und RPO nutzen
Vergleichen Sie die realen Testdaten mit den definierten Wiederherstellungszielen. Heben Sie Abweichungen hervor, bei denen Backup-Tools die geschäftlichen oder regulatorischen Erwartungen nicht erfüllen.
⚠️ Achtung: Planen Sie wiederkehrende Wiederherstellungstests ein, damit Fehler nicht erst im Ernstfall auffallen. (Mehr dazu finden Sie unter: Worauf Sie achten sollten)
Schritt 6: Die Matrix kundentauglich aufbereiten
So können IT-Dienstleister den Schutzstatus klar kommunizieren, Lücken aufzeigen und Maßnahmen oder Upselling-Chancen platzieren.
📌 Anwendungsfall: Ein MSP präsentiert in einer Vierteljährlichen Geschäftsüberprüfung (QBR) eine farblich markierte Matrix zur Backup-Abdeckung. Die Kundschaft erkennt sofort, dass HR- und Finanzsysteme nur durch native Aufbewahrung abgedeckt sind (gelb), während die CRM-Plattform über gar kein eigenes Backup verfügt (rot).
(A) Die Matrix bei wichtigen Kundenterminen präsentieren
Zeigen Sie die Matrix zur Backup-Abdeckung in QBRs, bei der Einarbeitung neuer Kund:innen und in Verlängerungsgesprächen. Nutzen Sie sie als Referenz, um den Wert Ihrer Services und die Reife des Datenschutzes zu belegen.
(B) Abdeckung farblich kennzeichnen
Vergeben Sie Farbcodes für mehr Übersicht. Zum Beispiel:
- Grün: Vollständig geschützt
- Gelb: Nur native Aufbewahrung
- Rot: Keine Backup-Abdeckung
(C) Als Ergebnisdokument beifügen
Exportieren Sie die Matrix als PDF, das die Kundschaft behalten kann. Alternativ binden Sie das PDF direkt in die QBR-Präsentation ein, um es einfacher vorzustellen.
(D) Geschäftlichen Nutzen und Upselling-Chancen aufzeigen
Erklären Sie Risiken mithilfe der Matrix in nicht-technischer Sprache. Nutzen Sie die erkannten Lücken, um Managed-Backup-Lösungen, eine bessere Lizenzierung oder erweiterte Services für Wiederherstellungstests zu empfehlen.
Überwinden Sie die Grenzen nativer Aufbewahrung mit granularer Wiederherstellung zu einem bestimmten Zeitpunkt für Ihre SaaS-Workloads.
Darum ist native SaaS-Aufbewahrung keine Backup-Strategie
Viele Unternehmen nehmen fälschlicherweise an, native Aufbewahrungsfunktionen von SaaS-Diensten böten einen vollständigen Backup-Schutz. Tatsächlich ist die native Aufbewahrung in erster Linie auf eine grundlegende Compliance-Sicherung und kurzfristige Wiederherstellung ausgelegt, nicht auf vollständige betriebliche Resilienz.
Plattformen wie Microsoft 365, Google Workspace und Salesforce bringen zwar eigene Aufbewahrungsfunktionen mit, doch diese haben oft Einschränkungen, die sich im Ernstfall auf das Ergebnis der Wiederherstellung auswirken.
Typische Einschränkungen nativer SaaS-Aufbewahrung sind:
- Begrenzte granulare Wiederherstellungsmöglichkeiten
- Kurze Aufbewahrungsfristen, die an die Lizenzstufe gekoppelt sind
- Keine Wiederherstellung von Daten, die durch Ransomware verschlüsselt wurden
- Kein Schutz vor böswilligen Handlungen von Insidern
- Eingeschränkte langfristige Versionshistorie
- Eingeschränkte Wiederherstellung über Benutzer:innen oder Workloads hinweg
- Langsame oder manuelle Wiederherstellungsprozesse
Umsatzkritische Systeme, Kollaborationsplattformen, HR-Systeme und Gesundheitsanwendungen brauchen häufig kürzere Wiederherstellungszeiten und flexiblere Wiederherstellungsoptionen, als die native Aufbewahrung bieten kann. Die folgende Tabelle zeigt den Unterschied zwischen nativer Aufbewahrung und dedizierten SaaS-Backup-Lösungen:
| Native SaaS-Aufbewahrung | SaaS-Backup eines Drittanbieters |
| Auf Compliance ausgerichtet | Auf Wiederherstellung ausgerichtet |
| Begrenzte Granularität bei der Wiederherstellung | Granulare Wiederherstellungsoptionen |
| Kürzere Aufbewahrungsfristen | Flexible, langfristige Aufbewahrung |
| Grundlegende Sicherungsfunktionen | Betriebliche Wiederherstellungs-Workflows |
| Eingeschränkte Ransomware-Wiederherstellung | Wiederherstellung zu einem bestimmten Zeitpunkt |
| Häufig lizenzabhängig | Zentrale Backup-Governance |
Best Practices
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Best Practices zusammen und zeigt, wie jeder Schritt die Strategie für SaaS-Backup und -Wiederherstellung stärkt.
| Baustein | Nutzen |
| Workload-Inventar | Stellt sicher, dass kein SaaS-Dienst übersehen wird |
| RTO- und/oder RPO-Anforderungen | Richtet Backups an den geschäftlichen Bedürfnissen aus |
| Tool-Zuordnung | Macht klar, welches Tool welchen Dienst schützt |
| Erkennung von Lücken | Zeigt Risiken auf und stößt Maßnahmen an |
| Daten aus Wiederherstellungstests | Bestätigt, dass Backups einsatzfähig sind |
| Kundentaugliche Matrix | Schafft Vertrauen und stärkt QBR-Gespräche |
Beispiel für einen Ansatzpunkt zur Automatisierung
Mit einem PowerShell-Skript lässt sich die Berichterstattung zum Backup-Status für Ihre Matrix automatisieren. Die folgenden Schritte dienen als Beispiel:
- Drücken Sie Win, geben Sie PowerShell ein und klicken Sie auf Als Administrator ausführen.
- Kopieren Sie das folgende Skript, fügen Sie es in die Eingabeaufforderung ein und drücken Sie die Eingabetaste:
| Connect-ExchangeOnline Get-Mailbox -ResultSize Unlimited | ForEach-Object { $mbx = $_.PrimarySmtpAddress $litHold = (Get-Mailbox $_.Identity).LitigationHoldEnabled [PSCustomObject]@{ Mailbox = $mbx LitigationHold = $litHold } } | Export-Csv "M365_BackupStatus.csv" -NoTypeInformation |
💡 Hinweis: Damit lässt sich prüfen, ob Litigation Hold (native Aufbewahrung) für Postfächer aktiv ist. Das Ergebnis können Sie in Ihre Matrix zur Zuordnung von Workloads und Tools übernehmen.
⚠️ Worauf Sie beim Aufbau der Matrix achten sollten
| Risiken | Mögliche Folgen | Gegenmaßnahmen |
| Übersehene „Schatten-IT“-Tools | Möglicher Datenverlust durch nicht überwachte Anwendungen | Identitätsmanagement nutzen, um Anwendungen sichtbar zu machen |
| Zu starkes Vertrauen in native Aufbewahrung | Begrenzte Wiederherstellungsmöglichkeiten | Tools an den RTO- und RPO-Anforderungen messen |
| Seltene oder fehlende Wiederherstellungstests | Fehler fallen erst im Ernstfall auf | Wiederkehrende Wiederherstellungstests einplanen |
NinjaOne-Services, die dieses Framework unterstützen
Mit der einheitlichen Plattform von NinjaOne verfolgen Sie die Abdeckung und machen aus Backup-Erkenntnissen konkrete Schritte in der Service-Erbringung.
Die Matrix zur Zuordnung von SaaS-Workloads und Tools in NinjaOne Docs ablegen
So entsteht eine einzige Quelle, in der Techniker:innen und Account-Manager:innen die Backup-Abdeckung nachschlagen können, einheitlich und jederzeit verfügbar.
Erinnerungen an geplante Wiederherstellungstests je Workload automatisieren
Mit der Automatisierungs-Engine von NinjaOne erinnern Sie Techniker:innen regelmäßig daran, Wiederherstellungsprozesse zu überprüfen, und belegen so, dass die Backups funktionieren.
Kund:innen mit „Backup-Abdeckung: vollständig/teilweise“ taggen, um QBRs vorzubereiten
Diese Funktion zeigt auf einen Blick, wie gut Kund:innen vorbereitet und geschützt sind. So lassen sich Nutzen und Risiken in QBRs leichter hervorheben.
Benutzerdefinierte Felder anlegen, die die Workload-Abdeckung mit Geräten und Endpunkten verknüpfen
Dieser Service verbindet SaaS-Workloads mit Daten aus On-Premises-Umgebungen und von Endpunkten und liefert so ein umfassendes Bild des Schutzniveaus bei Kund:innen.
QBR-Maßnahmen als Tickets/Aufgaben zu ungeschützten Workloads erfassen
Werden QBR-Maßnahmen als Tickets erfasst, werden aus erkannten Lücken konkrete Aufgaben.
Verfolgen Sie die Abdeckung, automatisieren Sie Erinnerungen an Wiederherstellungstests und machen Sie aus Backup-Lücken konkrete Aufgaben, alles aus einer Plattform.
Blinde Flecken vermeiden: eine Matrix für SaaS-Workloads und Tools aufbauen
Eine sauber aufgebaute Matrix, die SaaS-Workloads und Backup-Tools zuordnet, macht aus dem Backup-Schutz ein kundentaugliches Governance-Framework. Indem MSPs Workloads inventarisieren, sie Tools zuordnen und Wiederherstellungsergebnisse überprüfen, senken sie verborgene Risiken und stärken ihre Argumentation in QBRs. Mit den Services von NinjaOne verfolgen Sie außerdem die Abdeckung und machen aus Backups konkrete Schritte in der Service-Erbringung.
Verwandte Themen:
- SaaS-Backup: Umfassender Leitfaden und Best Practices
- Die fünf größten Vorteile von SaaS-Lösungen für das IT-Management
- So nutzen Sie RMM-Überwachung, um die SaaS-Lizenznutzung von Kund:innen langfristig zu verfolgen
- Was ist eine MSP-Plattform und welchen Nutzen bringt sie Managed Service Providern?
- Darum ist SaaS-Backup für MSPs so wichtig
