Die Seite „Geräteleistung und -integrität“ in der Windows-Sicherheit liefert Benutzer:innen einen schnellen Überblick über den Systemzustand. Sie informiert über zentrale Bereiche wie Akkustatus, Speicherkapazität, Treiber und den Windows-Zeitdienst. In manchen Windows-Versionen enthält sie zusätzlich die Funktion „Neustart“ (Fresh Start).
Unternehmen blenden diese Seite mitunter aus, um die Benutzeroberfläche zu vereinfachen, den Einblick der Endbenutzer:innen zu begrenzen oder Compliance-Vorgaben zu erfüllen. Dieser Leitfaden zeigt mehrere Wege, die Sichtbarkeit des Bereichs Geräteleistung und -integrität zu steuern, mit Werkzeugen für einzelne Rechner ebenso wie für Unternehmensumgebungen.
Einen kurzen visuellen Überblick bietet unser Video-Leitfaden So blenden Sie die Seite „Geräteleistung und -integrität“ in der Windows-Sicherheit ein oder aus
📌 Empfohlene Bereitstellungsstrategien:
Klicken Sie, um eine Methode zu wählen | 💻 Am besten für Einzelanwender:innen | 💻💻💻 Am besten für Unternehmen |
| Methode 1: Über Gruppenrichtlinien (pro Gerät) | ✓ | |
| Methode 2: Über die Registry (pro Rechner) | ✓ | ✓ |
| Methode 3: Über die Eingabeaufforderung (pro Rechner) | ✓ | |
| Methode 4: Über PowerShell (pro Rechner) | ✓ | ✓ |
| Methode 5: Über Gruppenrichtlinieneinstellungen (Unternehmen) | ✓ |
Methoden, um die Seite „Geräteleistung und -integrität“ in Windows 11 aus- oder einzublenden
Bevor Sie eine der folgenden Methoden anwenden, stellen Sie sicher, dass diese Voraussetzungen erfüllt sind:
📌 Allgemeine Voraussetzungen:
- Windows 10 ab Version 1709 oder Windows 11
- Administratorrechte zum Anpassen von Registry- und Richtlinieneinstellungen
- Erfahrung mit Kommandozeilen-Tools, PowerShell-Skripten oder der Gruppenrichtlinienverwaltung
Methode 1: Über Gruppenrichtlinien (pro Gerät)
Bei dieser Methode blenden Sie die Seite Geräteleistung und -integrität über den Editor für lokale Gruppenrichtlinien gerätebezogen aus oder ein.
📌 Anwendungsfälle:
- Ideal für die Verwaltung lokaler Rechner in einer professionellen Umgebung.
- Geeignet, um den Zugriff auf Daten zum Gerätezustand auf gemeinsam genutzten oder eingeschränkten Systemen zu unterbinden.
📌 Voraussetzungen:
- Nur in den Editionen Windows 10/11 Pro, Enterprise und Education verfügbar.
Schritt für Schritt:
- Drücken Sie Win + R, geben Sie gpedit.msc ein und drücken Sie die Eingabetaste, um den Editor für lokale Gruppenrichtlinien zu öffnen.
- Navigieren Sie zu: Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Windows-Komponenten > Windows-Sicherheit > Geräteleistung und -integrität
- Doppelklicken Sie auf die Richtlinie „Bereich Geräteleistung und -integrität ausblenden“.
- Stellen Sie sie ein auf:
- Aktiviert – blendet die Seite „Geräteleistung und -integrität“ aus.
- Deaktiviert oder Nicht konfiguriert – die Seite wird angezeigt.
- Klicken Sie auf Übernehmen und dann auf OK.
- Schließen Sie den Editor für lokale Gruppenrichtlinien und starten Sie die Windows-Sicherheit oder das System neu, damit die Änderungen wirksam werden. (Siehe Punkt 4 unter ⚠️ Worauf Sie achten sollten.)
Methode 2: Über die Registry (pro Rechner)
Auf Systemen ohne Gruppenrichtlinien-Editor (z. B. Windows Home) lässt sich die Einstellung direkt in der Registry setzen.
📌 Anwendungsfälle:
- Geeignet für einmalige manuelle Änderungen an Einzelrechnern.
- Wird häufig von erfahrenen Benutzer:innen oder Support-Teams eingesetzt.
📌 Voraussetzungen:
- Sie müssen mit einem Administratorkonto angemeldet sein.
⚠️ Warnung: Änderungen an der Registry können Systemprobleme verursachen. Erstellen Sie ein Backup, bevor Sie fortfahren. (Siehe Punkt 2 unter ⚠️ Worauf Sie achten sollten.)
Schritt für Schritt:
- Drücken Sie Win + R, geben Sie regedit ein und drücken Sie die Eingabetaste, um den Registrierungs-Editor zu öffnen.
- Navigieren Sie zu: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender Security Center\Device performance and health
- Falls der Schlüssel Device performance and health nicht existiert:
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Windows Defender Security Center oder Windows Security
- Wählen Sie Neu > Schlüssel
- Benennen Sie ihn: Device performance and health
- Falls der Schlüssel Device performance and health nicht existiert:
- Klicken Sie im rechten Bereich mit der rechten Maustaste und wählen Sie > Neu > DWORD-Wert (32-Bit).
- Benennen Sie ihn: UILockdown
- Setzen Sie den Wert auf:
- 1 – blendet die Seite „Geräteleistung und -integrität“ aus
- 0 oder Wert löschen – die Seite wird angezeigt.
- Schließen Sie den Registrierungs-Editor und starten Sie die Windows-Sicherheit oder Ihren PC neu, damit die Änderungen wirksam werden. (Siehe Punkt 4 unter ⚠️ Worauf Sie achten sollten.)
💡 Hinweis: In neueren Windows-Builds kann der Pfad lauten: Windows Security\Device performance and health (Siehe Punkt 1 unter ⚠️ Worauf Sie achten sollten.)
Methode 3: Über die Eingabeaufforderung (pro Rechner)
Bei diesem Ansatz setzen oder entfernen Sie den benötigten Registry-Schlüssel über die Eingabeaufforderung. Das geht schnell und lässt sich beliebig wiederholen.
📌 Anwendungsfälle:
- Ideal, wenn Sie die Einstellung in Batch-Skripte oder Automatisierungs-Tools einbinden.
📌 Voraussetzungen:
- Sie müssen die Eingabeaufforderung als Administrator ausführen. (Siehe Punkt 3 unter ⚠️ Worauf Sie achten sollten.)
Schritt für Schritt:
- Drücken Sie Win + X und wählen Sie Eingabeaufforderung (Administrator) oder Windows Terminal (Administrator).
- Führen Sie einen der folgenden Befehle aus:
- Seite ausblenden:
reg add "HKLM\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender Security Center\Device performance and health"/v UILockdown /t REG_DWORD /d 1 /f - Seite anzeigen:
reg delete "HKLM\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender Security Center\Device performance and health"/v UILockdown /f
- Seite ausblenden:
- Starten Sie anschließend die Windows-Sicherheit oder Ihren PC neu, damit die Änderungen wirksam werden. (Siehe Punkt 4 unter ⚠️ Worauf Sie achten sollten.)
Methode 4: Über PowerShell (pro Rechner)
PowerShell bietet eine leistungsfähige und wiederholbare Möglichkeit, die Einstellung zu setzen. Besonders nützlich ist das bei skriptgesteuerten Bereitstellungen oder bei der Arbeit mit Remote-Geräten.
📌 Anwendungsfälle:
- Ideal für Provisioning-Skripte, System-Images oder die Remote-Konfiguration über Windows-Verwaltungswerkzeuge.
📌 Voraussetzungen:
- Sie müssen PowerShell als Administrator ausführen. (Siehe Punkt 3 unter ⚠️ Worauf Sie achten sollten.)
Schritt für Schritt:
- Drücken Sie Win + S und suchen Sie nach PowerShell.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Windows PowerShell und wählen Sie Als Administrator ausführen.
- Führen Sie einen der folgenden Befehle aus:
- Seite ausblenden:
New-Item -Path "HKLM:\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender Security Center\Device performance and health"-Force | Out-Null
Set-ItemProperty -Path"HKLM:\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender Security Center\Device performance and health"-Name „UILockdown“ -Value 1 -Type DWord - Seite anzeigen:
Remove-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender Security Center\Device performance and health" -Name "UILockdown"
- Seite ausblenden:
- Starten Sie anschließend die Windows-Sicherheit oder Ihren PC neu, damit die Änderungen wirksam werden. (Siehe Punkt 4 unter ⚠️ Worauf Sie achten sollten.)
Methode 5: Über Gruppenrichtlinieneinstellungen (Unternehmen)
Diese Methode für Unternehmen verteilt die erforderliche Registry-Einstellung über Gruppenrichtlinieneinstellungen. Sie ist für Umgebungen mit Active Directory und zentraler Verwaltung gedacht.
📌 Anwendungsfälle:
- Ideal für Unternehmen, die die Einstellung auf vielen Rechnern ausrollen.
- Geeignet, um Sicherheitskonfigurationen über Organisationseinheiten hinweg zu vereinheitlichen.
📌 Voraussetzungen:
- Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (GPMC) auf dem Administrationssystem installiert
- Berechtigung, GPOs zu bearbeiten und mit Organisationseinheiten (OUs) zu verknüpfen
Schritt für Schritt:
- Öffnen Sie die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (GPMC).
- Navigieren Sie zu: Computerkonfiguration > Einstellungen > Windows-Einstellungen > Registrierung
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Registrierung > Neu > Registrierungselement.
- Zum Ausblenden:
- Aktion: Aktualisieren
- Struktur: HKEY_LOCAL_MACHINE
- Schlüsselpfad: SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender Security Center\Device performance and health
- Wertname: UILockdown
- Werttyp: REG_DWORD
- Wertdaten: 1
- Zum Wiederherstellen:
- Aktion: Löschen
- Verwenden Sie denselben Schlüsselpfad und Wertnamen
- Verknüpfen Sie das GPO mit der Ziel-OU und führen Sie gpupdate /force aus. (Siehe Punkt 5 unter ⚠️ Worauf Sie achten sollten.)
- Starten Sie anschließend die Windows-Sicherheit oder Ihren PC neu, damit die Änderungen wirksam werden. (Siehe Punkt 4 unter ⚠️ Worauf Sie achten sollten.)
⚠️ Worauf Sie achten sollten
| Risiken | Mögliche Folgen | Behebung |
| 1. Falschen Registry-Pfad oder -Schlüssel bearbeitet | Kann andere Einstellungen beeinflussen oder Darstellungsprobleme in der Windows-Sicherheit verursachen. | Löschen oder korrigieren Sie den betroffenen Registry-Schlüssel und starten Sie das System neu. Prüfen Sie außerdem den Registry-Pfad passend zu Ihrem Betriebssystem-Build und passen Sie den Speicherort des Schlüssels bei Bedarf an. |
| 2. Registry ohne Backup bearbeitet | Falsche Änderungen können das System instabil machen oder zugehörige Funktionen beschädigen. | Sichern Sie die Registry vor Änderungen; löschen Sie den Eintrag UILockdown, um die Einstellung rückgängig zu machen. |
| 3. PowerShell oder die Eingabeaufforderung ohne Administratorrechte ausgeführt. | Befehle schlagen unbemerkt fehl oder geben Fehler wegen verweigertem Zugriff zurück. | Starten Sie das Terminal erneut als Administrator und führen Sie den Befehl noch einmal aus. |
| 4. Neustart der Windows-Sicherheit oder des Systems vergessen. | Die Änderungen werden nicht wirksam. | Starten Sie die Windows-Sicherheit oder den PC neu. |
| 5. Gruppenrichtlinieneinstellungen genutzt, ohne das GPO mit einer OU zu verknüpfen. | Die Einstellung greift auf keinem Gerät. | Stellen Sie sicher, dass das GPO mit der Ziel-OU verknüpft ist, und führen Sie gpupdate /force auf den Clientrechnern aus. |
Weitere Punkte, die Sie beachten sollten
Behalten Sie diese Aspekte im Blick, wenn Sie die Sichtbarkeit der Seite „Geräteleistung und -integrität“ in der Windows-Sicherheit steuern:
Die Richtlinie gilt für alle Benutzer:innen
Die Einstellung wirkt auf Rechnerebene. Ist die Seite „Geräteleistung und -integrität“ ausgeblendet, verschwindet sie für jedes Benutzerkonto auf diesem Gerät. Ausnahmen oder benutzerspezifische Einstellungen gibt es nicht.
Keine offizielle ADMX-Vorlage für diese Richtlinie
Microsoft stellt für diese spezielle Richtlinie keine eigene ADMX-Vorlage bereit. In Domänenumgebungen müssen IT-Administrator:innen daher die Gruppenrichtlinieneinstellungen (GPP) nutzen, um die erforderliche Registry-Einstellung auf mehreren Rechnern auszurollen.
Ausblenden deaktiviert die Funktion nicht
Wird die Seite „Geräteleistung und -integrität“ ausgeblendet, verschwindet sie lediglich aus der Oberfläche der Windows-Sicherheit. Die zugrunde liegende Überwachung des Gerätezustands läuft im Hintergrund wie gewohnt weiter.
Keine Neuinstallation des Betriebssystems nötig
Sie müssen Windows für diese Änderung weder zurücksetzen noch neu installieren. Ein einfacher Neustart des Geräts oder der App „Windows-Sicherheit“ genügt, damit die Einstellung greift.
Zugriff auf „Geräteleistung und -integrität“ in der Windows-Sicherheit steuern
Wenn Sie die Sichtbarkeit der Seite „Geräteleistung und -integrität“ steuern, passen Sie die Oberfläche der Windows-Sicherheit an individuelle Anforderungen oder an unternehmensweite Vorgaben an. Microsoft bietet dafür mehrere Wege: Gruppenrichtlinien, Registry-Änderungen, Eingabeaufforderung, PowerShell und Gruppenrichtlinieneinstellungen. Jeder davon passt zu anderen Umgebungen und Bereitstellungsarten.
Verwandte Themen:
- Kontoschutz in der Windows-Sicherheit unter Windows 10 und Windows 11 ausblenden
- Schutz der lokalen Sicherheitsautorität in Windows 11 konfigurieren
- So fügen Sie der Windows-Sicherheit unter Windows 10 Support-Kontaktdaten hinzu
- So erstellen Sie lokale Windows-Leistungsberichte
- NinjaOne Performance Monitoring Software sorgt für proaktive IT-Gesundheit
Quick-Start-Guide
Es gibt ein Skript namens „Set News and Interests“, mit dem sich der Tab „Neuigkeiten und interessante Themen“ in der Taskleiste ein- oder ausblenden lässt.
Unter Windows 11 blendet dieses Skript gezielt den Widgets-Tab ein oder aus. Sie können es über NinjaOne nutzen, um die Sichtbarkeit der Seite „Geräteleistung und -integrität“ in der Windows-Sicherheit anzupassen.
So gehen Sie dabei vor:
- Öffnen Sie in NinjaOne die Automation Library
- Suchen Sie das Skript „Set News and Interests“
- Stellen Sie es auf den gewünschten Geräten bereit
- Konfigurieren Sie das Skript so, dass die Seite nach Bedarf ein- oder ausgeblendet wird

