Die wichtigsten Punkte
- Ein zentraler Skript-Hub steigert Effizienz und Zusammenarbeit in MSP-Teams.
- Automatisierungsbibliotheken reduzieren wiederkehrende Arbeit und beschleunigen die Service-Erbringung, besonders bei der Betreuung mehrerer Kundenumgebungen.
- Richten Sie Versionskontrolle und Zugriffssteuerung ein und führen Sie regelmäßige Reviews durch, um Integrität und Qualität des Repositorys zu sichern.
- Mit Cloud- oder RMM-basierten Repositorys vereinfachen Sie Verwaltung und Teilen von Skripten zusätzlich.
Managed Service Provider (MSPs) brauchen Skripte für Automatisierung, Fehlerbehebung und Konsistenz. Um doppelte Arbeit, Inkonsistenzen und Sicherheitsrisiken zu vermeiden, benötigen sie eine zentrale, standardisierte Skript-Bibliothek. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie mit Tools wie PowerShell, Eingabeaufforderung, Git, GPO und NinjaOne ein sicheres, skalierbares und rollenbasiertes Skript-Repository aufbauen und pflegen.
So bauen und pflegen Sie eine gemeinsame Skript-Bibliothek
Beim Aufbau einer Skript-Bibliothek sollten Struktur, Sicherheit und Pflege des Repositorys im Mittelpunkt stehen. So stehen die richtigen Tools zum richtigen Zeitpunkt bereit, ohne Sicherheit oder Konsistenz zu gefährden. Die folgenden Schritte helfen IT-Teams in MSPs dabei, eine effiziente Skript-Bibliothek zu gestalten.
📌 Voraussetzungen:
- Ein zentraler Speicherort (interner Dateiserver, Git-Repository oder RMM-Skript-Bibliothek)
- Klar definierte Rollen und Techniker:innen-Level (zum Beispiel Level 1, 2, 3)
- Administrativer Zugriff, um Berechtigungen zu vergeben und Registry-Schlüssel, GPOs oder RMM-Richtlinien bereitzustellen
- Gängige Skripting-Plattformen: PowerShell, Eingabeaufforderung, Batch, Python (optional)
- Abgestimmte Namens- und Dokumentationsstandards
- Ein vorab definierter Freigabeprozess
💡 Tipp: Werfen Sie vorab einen Blick auf Worauf Sie achten sollten.
📌 Empfohlene Bereitstellungsstrategien:
| Klicken Sie auf einen Schritt | 💻 Am besten für Einzelanwender:innen |
💻💻💻 Am besten für Unternehmen |
| Schritt 1: Ordner- und Tagging-Struktur für die Bibliothek entwerfen | ✓ | |
| Schritt 2: Skript-Zugriff über NTFS, Registry oder NinjaOne-Rollen steuern | ✓ | |
| Schritt 3: Skripte mit Git oder lokalen Versions-Tags versionieren und freigeben | ✓ | ✓ |
| Schritt 4: Skript-Bereitstellung mit RMM oder geplanten Aufgaben automatisieren | ✓ | ✓ |
| Schritt 5: Ausführungsverlauf und Nutzung über Audit-Tags überprüfen | ✓ | |
| Schritt 6: Lokale Ausführung und Richtlinien-Compliance per GPO erzwingen | ✓ |
Reduzieren Sie Doppelarbeit und erbringen Sie Services schneller und verlässlicher.
Schritt 1: Ordner- und Tagging-Struktur für die Bibliothek entwerfen
Dieser Schritt ordnet Skripte klar und logisch, damit Techniker:innen freigegebene Skripte schnell finden, ohne sich durch unnötigen Ballast zu wühlen. Das verbessert die Auffindbarkeit und spart Zeit bei der Suche nach dem passenden Skript. Unten finden Sie einen empfohlenen Organisations- und Dokumentationsstandard, den Sie nutzen können.
📌 Anwendungsfälle:
- MSPs mit mehreren Kund:innen und gemischten Windows-Umgebungen
- Unternehmen, die neue Techniker:innen einarbeiten müssen
📌 Voraussetzung: Eine klar definierte Ordnerhierarchie mit Namenskonventionen und Metadaten-Templates
- Legen Sie ein Stammverzeichnis mit dem Namen \ScriptLibrary an.
- Ergänzen Sie Unterordner:
- \Approved (für vollständig getestete, sicher einsetzbare Skripte)
- \Tier1 (für einfache Helpdesk-Skripte, etwa den Neustart eines Dienstes)
- \Tier2 (Skripte zur Fehlerbehebung mittlerer Komplexität)
- \Tier3 (fortgeschrittene oder komplexe Skripte für erfahrene Engineers)
- \In Review (für Skripte, die noch auf Freigabe warten)
- \Deprecated (für veraltete Skripte)
- \Documentation (für Anwendungsleitfäden und Referenzen)
- \Approved (für vollständig getestete, sicher einsetzbare Skripte)
- Legen Sie eine Namenskonvention fest.
Format: Action_Target_Tier_Version.ps1
Beispiel: Restart_PrintSpooler_T1_v1.1.ps1
-
- Action (was das Skript tut) (z. B. Restart)
- Target (worauf das Skript wirkt) (z. B. PrintSpooler)
- Tier (welches Techniker:innen-Level es verwenden darf) (T1, T2, T3)
- Version (Skriptversion) (z. B. v1.1)
- Fügen Sie am Anfang jedes Skripts Metadaten ein, zum Beispiel:
<#
Author: mbrown
Date: 2025-07-01
Tier: Tier 1
Tested On: Windows 10, Server 2022
Description: Restarts the Print Spooler service
#>
Schritt 2: Skript-Zugriff über NTFS, Registry oder NinjaOne-Rollen steuern
Techniker:innen sollten nur auf die Skripte zugreifen können, die zu ihrer Rolle passen. Dieser Schritt begrenzt die Verfügbarkeit sensibler Tools, verhindert Missbrauch und verkleinert die Angriffsfläche.
📌 Anwendungsfälle:
- Umgebungen mit Einsteiger:innen und erfahrenen Engineers
- MSPs, die Hochrisikobranchen wie das Gesundheitswesen oder den Finanzsektor betreuen
📌 Voraussetzungen:
- NTFS-Berechtigungen (New Technology File System) auf freigegebenen Ordnern / rollenbasierte Zugriffssteuerung in NinjaOne
- Optional: Berechtigungen zum Bearbeiten der Registry
NTFS-ACLs auf freigegebenen Laufwerken nutzen
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den gewünschten Ordner und wählen Sie Eigenschaften > Sicherheit.
- Vergeben Sie folgende Rechte:
- Level 1: Nur-Lese-Zugriff auf \Tier1
- Level 2: Lese- und Schreibzugriff auf \Tier1 und \Tier2
- Administrator:innen: Vollzugriff auf alle Level
Registry-Tagging für die lokale Nutzung der Skript-Bibliothek
- Legen Sie auf den Workstations der Techniker:innen oder auf Management-Servern mit diesem PowerShell-Befehl einen Registry-Pfad an:
New-Item -Path "HKLM:\SOFTWARE\Org\ScriptLibrary" -Force
- Weisen Sie das Level der Techniker:in zu:
Set-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\Org\ScriptLibrary" -Name "Role" -Value "Tier1"
- Nutzen Sie diesen Wert, um die Sichtbarkeit von Skripten in der Automatisierungslogik oder über RMM-Trigger zu steuern.
Angenommen, Sie haben ein Skript namens Restart_PrintSpooler_T1_v1.1.ps1. Sie möchten verhindern, dass Workstations von Level 2 oder Level 3 die Versionskontrolle umgehen oder das Skript auf unvorhergesehene Weise einsetzen.
- Führen Sie dieses Skript manuell auf einzelnen Workstations aus oder verteilen Sie es per GPO, um das Level festzulegen:
New-Item -Path "HKLM:\SOFTWARE\Org\ScriptLibrary" -Force
Set-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\Org\ScriptLibrary" -Name "Role" -Value "Tier1"
- Fügen Sie am Anfang von Restart_PrintSpooler_T1_v1.1.ps1 diesen Code-Abschnitt zur Durchsetzung ein:
$role = (Get-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\Org\ScriptLibrary").Role
if ($role -ne "Tier1") {
Write-Error "This script is restricted to Tier 1 technicians. Current role: $role"
exit 1
}
- Ergebnis: Auf einer Workstation von Level 1 läuft das Skript normal durch. Versucht eine Workstation von Level 2 oder Level 3, es auszuführen, wird die Ausführung gestoppt und ein Fehler protokolliert.
NinjaOne-Rollen nutzen
Konfigurieren Sie die Techniker:innen-Rollen in NinjaOne und weisen Sie Skripte nur den passenden Rollen-Leveln zu.
Schritt 3: Skripte mit Git oder lokalen Versions-Tags versionieren und freigeben
Dieser Schritt hilft Techniker:innen dabei, eine klare Versionshistorie zu führen, nur freigegebene Skripte einzusetzen und Änderungen nachzuvollziehen. Außerdem verhindert er versehentliches Überschreiben, weil ein Audit-Trail für Compliance und Fehlerbehebung entsteht.
📌 Anwendungsfälle:
- Umgebungen, in denen häufige Änderungen nötig sind
- Stark regulierte Branchen, die Änderungsprotokolle verlangen
📌 Voraussetzungen:
- Git-Repository (GitHub, GitLab, Azure DevOps) / ein freigegebener Ordner mit manueller Versionsverfolgung
- Workflow für Peer-Review und Freigabe
Mit Git arbeiten
- Legen Sie ein eigenes Repository für Skripte an.
- Nutzen Sie Feature-Branches für Skriptänderungen.
- Reichen Sie Pull Requests für das Peer-Review ein.
- Führen Sie erst nach Freigabe und Test zusammen.
- Versehen Sie Releases mit Versionsnummern als Tags.
Mit freigegebenen Ordnern arbeiten
- Hängen Sie Versionsnummern an die Dateinamen an (zum Beispiel „_v1.1“).
- Verwenden Sie changelog.md oder eine CSV-Datei:
Format: ScriptName, Version, Date, Author, Notes
Beispiel: Restart_PrintSpooler_T1, v1.1, 2025-07-01, mbrown, Added error handling
Schritt 4: Skript-Bereitstellung mit RMM oder geplanten Aufgaben automatisieren
Dieser Schritt verteilt freigegebene Skripte automatisiert an die richtigen Endpunkte und hält sie aktuell. So arbeiten Techniker:innen immer mit den neuesten freigegebenen Versionen.
📌 Anwendungsfälle:
- Regelmäßig aktualisierte Skript-Bibliotheken
- Stark standardisierte MSP-Umgebungen
📌 Voraussetzungen:
- RMM-Tool (z. B. NinjaOne) / Windows-Aufgabenplanung
- Skript zur Dateisynchronisation für die Replikation
Mit NinjaOne arbeiten
- Weisen Sie Skripte den Techniker:innen-Rollen oder Geräte-Tags zu.
- Setzen Sie den Freigabestatus (zum Beispiel Approved, Restricted, Legacy).
- Konfigurieren Sie Trigger auf Basis von Geräte-Tags, Richtlinien oder manuellen Aktionen der Techniker:innen.
Windows-Aufgabenplanung für manuell gepflegte Bibliotheken nutzen
- Erstellen Sie eine geplante Aufgabe:
schtasks /create /tn "WeeklyScriptSync" /tr "powershell.exe -File \\share\sync-library.ps1" /sc weekly /ru SYSTEM
💡 Hinweis: sync-library.ps1 ist ein eigenes PowerShell-Skript, das festlegt, wie Skripte aus dem zentralen Repository auf die lokale Workstation jeder Technikerin und jedes Technikers kopiert werden. Es ist kein mitgeliefertes Skript, Ihr IT-Team muss es also selbst schreiben.
- Schreiben Sie ein Sync-Skript, das ausschließlich freigegebene Skripte in lokale Ordner kopiert.
Schritt 5: Ausführungsverlauf und Nutzung über Audit-Tags überprüfen
Dieser Schritt zeigt, welche Skripte genutzt wurden, wer darauf zugegriffen hat und wann. Das stärkt Nachvollziehbarkeit und Compliance und liefert zugleich Dokumentation für QBRs oder Compliance-Nachweise.
📌 Anwendungsfälle:
- Betrieb nach HIPAA, PCI-DSS oder ISO-Vorgaben
- MSPs, die regelmäßige Reviews mit Kund:innen durchführen
📌 Voraussetzungen:
- Registry-Befehle zur Protokollierung
- Benutzerdefinierte Felder oder Reporting-Tools in NinjaOne
- Öffnen Sie PowerShell als Administrator.
- Protokollieren Sie mit diesem Skript den letzten Skriptlauf samt ausführender Person und Zeitpunkt:
Set-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\Org\ScriptAudit" -Name "LastUsedScript" -Value "Restart_PrintSpooler_T1_v1.1"
Set-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\Org\ScriptAudit" -Name "LastRunBy" -Value "$env:USERNAME - $(Get-Date -Format u)"
💡 Hinweis: Dadurch wird der Registry-Schlüssel auf der Workstation angelegt, auf der das Skript läuft. Führt eine Technikerin oder ein Techniker es auf mehreren Computern aus, entsteht auf jedem System ein eigener lokaler Eintrag. In der ersten Zeile ist der Wert „Restart_PrintSpooler_T1_v1.1“ nur ein Platzhalter. Ersetzen Sie ihn durch den tatsächlichen Namen des ausgeführten Skripts.
- Rufen Sie die Protokolle über NinjaOne-Berichte ab oder exportieren Sie sie als CSV-Datei.
Schritt 6: Lokale Ausführung und Richtlinien-Compliance per GPO erzwingen
Mit GPOs steuern Sie Skripte besser und setzen Sicherheitseinstellungen für Ausführungsrichtlinien durch. So wird verhindert, dass Skripte außerhalb freigegebener Verzeichnisse laufen, und auf allen Endpunkten gelten einheitliche Ausführungsrichtlinien.
📌 Anwendungsfälle:
- Stark regulierte Umgebungen.
- Netzwerke, in denen Benutzer:innen an Endpunkten versuchen könnten, nicht autorisierte Skripte auszuführen
📌 Voraussetzungen:
- Zugriff auf die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (GPMC)
- Definierte Ausführungsrichtlinie
- Verwaltete Computer müssen in der Domäne eingebunden sein
- Öffnen Sie die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (GPMC).
- Navigieren Sie im linken Bereich zu:
Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Windows-Komponenten > Windows PowerShell
- Setzen Sie Skriptausführung aktivieren auf Nur signierte Skripts zulassen oder Lokale Skripts und remote signierte Skripts zulassen.
💡 Hinweis: Die Option Nur signierte Skripts zulassen setzt voraus, dass Sie alle Skripte signieren, die Sie einsetzen möchten.
- Leiten Sie die Pfade der Skriptordner um:
Benutzerkonfiguration > Einstellungen > Windows-Einstellungen > Laufwerkszuordnungen
Map \\mspshare\ScriptLibrary\Tier1 as S:
💡 Hinweis: Diese Option liegt unter Einstellungen, nicht unter Richtlinien. Laufwerkszuordnungen stehen nur zur Verfügung, wenn die Gruppenrichtlinieneinstellungen installiert sind, was ab Windows Server 2008 unterstützt wird.
⚠️ Worauf Sie achten sollten
| Risiken | Mögliche Folgen | Gegenmaßnahmen |
| Fehlendes Lifecycle-Management für Skripte |
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| Zu breiter Zugriff auf risikoreiche Skripte |
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| Fehlende Transparenz bei Audit und Nutzung |
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Darum ist die Standardisierung der Skript-Bibliothek so wichtig
Eine gemeinsame Skript-Bibliothek ist nicht nur praktisch, sondern auch effizient und sicher. Ohne Skript-Bibliotheken verlieren IT-Teams in MSP-Umgebungen Zeit und Energie durch doppelte Arbeit und uneinheitliche Vorgehensweisen. Eine durchgesetzte Standardisierung bringt zahlreiche Vorteile:
- Techniker:innen bauen keine Skripte nach, die bereits existieren, das spart Zeit und Aufwand
- Alle Techniker:innen nutzen dieselben getesteten und freigegebenen Automatisierungsmethoden, was Fehler und Abweichungen reduziert
- Der Zugriff auf sensible Skripte lässt sich nach Techniker:innen-Rolle begrenzen, wodurch das Risiko von Missbrauch oder versehentlichen Schäden sinkt
- Techniker:innen niedrigerer Level erhalten nur die Tools, die sie benötigen, während erfahrene Kolleg:innen sicher auf fortgeschrittene Skripte zugreifen können
- Probleme lassen sich an einer zentralen Stelle leichter erkennen, prüfen und beheben, statt mehrere Versionen zu verfolgen
- Neue Techniker:innen kommen mit bewährten, dokumentierten Tools schnell in Fahrt, ohne viel nachjustieren zu müssen
- Freigegebene Skripte, ihre Versionen und ihre Nutzung sind für Audits oder regulatorische Prüfungen klar dokumentiert
- Der Wissensaustausch zwischen Techniker:innen wird gefördert, während die Inhalte den Unternehmensstandards entsprechen
- Änderungen lassen sich kontrolliert ausrollen, sodass alle mit den neuesten freigegebenen Skriptversionen arbeiten
Lassen Sie Ihre Techniker:innen Skripte an einem Ort verfeinern und pflegen.
Weitere Aspekte beim Betrieb einer gemeinsamen Skript-Bibliothek
Neben Ordnerstrukturen, Zugriffssteuerung und Automatisierungs-Workflows sollten MSPs auch weitere Faktoren im Blick behalten, die den Nutzen der Skript-Bibliothek beeinflussen. Diese Punkte lohnen sich:
- Außerbetriebnahme von Skripten: Techniker:innen sollen nicht versehentlich veraltete oder unsichere Skripte ausführen. Verschieben Sie alte Skripte dazu in einen Ordner \Deprecated oder setzen Sie einen deutlichen Warnhinweis an den Anfang von Legacy-Skripten.
- Dokumentation: Neue Techniker:innen lassen sich schneller einarbeiten und die Fehlerbehebung wird einfacher, wenn Sie Ihren Bibliotheken eine Textdatei beilegen, die Zweck, erforderliche Parameter, getestete Plattformen, bekannte Einschränkungen und Anleitungen zum Zurückrollen enthält
- Änderungskontrolle: Legen Sie intern fest, wer Skripte veröffentlichen oder freigeben darf. Am besten verlangen Sie für alle neuen Skripte und größeren Aktualisierungen ein Peer-Review und dokumentieren sämtliche Änderungen in Git oder in einer Changelog-Datei.
- Kompatibilität über Kund:innen hinweg: Damit ein Skript in unterschiedlichen Kundenumgebungen zuverlässig läuft, testen Sie es in Sandbox-Umgebungen für jedes unterstützte Betriebssystem und jede Konfiguration. Ergänzen Sie außerdem Labels oder Metadaten, die umgebungsspezifische Anforderungen kennzeichnen, etwa für Intune oder Defender.
Häufige Probleme beheben
Berechtigungsfehler
Prüfen Sie zuerst die NTFS-Berechtigungen und stellen Sie sicher, dass Level 1 nur lesen darf, Level 2 lesen und schreiben und Administrator:innen Vollzugriff haben. Sehen Sie sich in NinjaOne die Einstellungen der Techniker:innen-Rollen und die Richtlinien zur Skriptzuweisung an. Wenn Sie Registry-Tagging nutzen, prüfen Sie, ob auf dem Rechner der Technikerin oder des Technikers der richtige Level-Wert gesetzt ist.
Techniker:innen arbeiten mit veralteten Versionen
Erzwingen Sie wöchentliche oder tägliche Synchronisierungen über die Aufgabenplanung oder die RMM-Automatisierung. Hilfreich ist außerdem, Versions-Tags in den Skript-Metadaten und in den Dateinamen zu pflegen.
Skripte schlagen bei der Ausführung fehl
Damit Skripte nicht unerwartet abbrechen, sollten Sie immer try/catch-Blöcke und eine ausführliche Protokollierung einbauen, um Details zu Fehlern zu erfassen. Anschließend können Sie das Skript manuell im Debug-Modus ausführen, um Fehler vor einer erneuten Bereitstellung einzugrenzen.
GPO-Einschränkungen blockieren die Ausführung
Möglicherweise blockiert eine Gruppenrichtlinie die Skriptausführung, oder Tools für Endpunkt-Sicherheit setzen restriktive Ausführungsrichtlinien durch. Stellen Sie in der Gruppenrichtlinien-Verwaltung die Skriptausführung so ein, dass nur signierte oder lokale Skripte zulässig sind. Sorgen Sie anschließend dafür, dass Skripte signiert sind, wenn Sie in einer Umgebung ausschließlich mit signierten Skripten arbeiten.
Lassen Sie Ihre Techniker:innen Skripte an einem Ort verfeinern und pflegen.
NinjaOne-Funktionen für Skript-Bibliotheken von MSP-Techniker:innen
Klassische Methoden wie NTFS-Berechtigungen, Git und GPO legen ein solides Fundament für Ihre Skript-Bibliothek. Wenn Sie das Management Ihrer Skript-Bibliothek jedoch auf das nächste Level heben möchten, bietet NinjaOne verschiedene Funktionen, mit denen Sie Ihr System standardisieren, automatisieren und auditieren können.
| NinjaOne-Funktion | Was sie leistet | Vorteile für MSPs und IT-Teams |
| Zentrale Skript-Ablage | Speichert alle Skripte in einer einzigen, per RMM verwalteten Bibliothek, organisiert nach Tags oder Ordnern | Verhindert Dubletten und stellt sicher, dass Techniker:innen jederzeit auf die neuesten freigegebenen Skripte zugreifen können |
| Rollenbasierte Zugriffssteuerung | Beschränkt Sichtbarkeit und Ausführung von Skripten je nach Techniker:innen-Level oder zugewiesener Rolle | Schützt risikoreiche Skripte vor Einsteiger:innen und reduziert Fehler sowie Sicherheitsrisiken |
| Automatisierte Skript-Verteilung | Stellt Skripte anhand von Geräte-Tags, Richtlinien oder von Techniker:innen ausgelösten Aktionen bereit | Spart Zeit und sorgt für Konsistenz auf allen Kunden-Endpunkten |
| Freigabe- und Statusverfolgung | Unterstützt Freigabe-Workflows mit benutzerdefinierten Feldern (zum Beispiel Approved, Restricted und Legacy) | Setzt Governance durch, indem nur gründlich geprüfte Skripte in der Produktion laufen |
| Protokollierung und Auditierung der Ausführung | Erfasst Skriptnutzung, Fehler und Erfolgsquoten pro Endpunkt | Schafft Nachvollziehbarkeit und Berichterstattung für Compliance, QBRs und interne Reviews |
| Integration von Version und Metadaten | Ermöglicht es, Skripte mit Versionsnummern, Beschreibungen und Angaben zur Autorin oder zum Autor zu versehen | Vereinfacht die Fehlerbehebung und macht Skriptänderungen nachvollziehbar |
Ein skalierbares Skript-Framework mit Bedacht aufbauen
Beim Aufbau einer gemeinsamen Skript-Bibliothek sollten Sie stets Effizienz, Sicherheit und Konsistenz in allen verwalteten Umgebungen im Blick behalten. Standardisieren Sie Ordnerstrukturen, steuern Sie den Zugriff nach Rolle, verwalten Sie Versionen und automatisieren Sie einzelne Schritte. So senken Sie Fehler und Sicherheitsrisiken deutlich, während Ihr Unternehmen wächst.
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- NinjaOne Script Library
- Skripte für die IT-Automatisierung: Definition und Übersicht
- Was ist eine Wissensdatenbank?
Quick-Start-Guide
NinjaOne bietet leistungsstarke Funktionen, um eine gemeinsame Skript-Bibliothek für mehrere MSP-Techniker:innen aufzubauen und zu pflegen. Das sind die wichtigsten Funktionen:
- Automation Library
- NinjaOne stellt eine umfassende Automation Library bereit, in der Techniker:innen folgende Möglichkeiten haben:
- Zugriff auf native Skripte von NinjaOne
- Import eigener Skripte
- Teilen von Skripten über die Seite „Community Script Share“
- NinjaOne stellt eine umfassende Automation Library bereit, in der Techniker:innen folgende Möglichkeiten haben:
- Optionen zum Teilen von Skripten
- Auf der Seite „Community Script Share“ können Techniker:innen:
- selbst erstellte Skripte teilen
- Skripte durchsuchen, die andere NinjaOne-Kund:innen geteilt haben
- Die Skripte durchlaufen einen standardisierten Entwicklungszyklus und werden zur Qualitätssicherung getestet
- Auf der Seite „Community Script Share“ können Techniker:innen:
- Funktionen für das Skript-Management
- Skript-Template-Bibliothek mit anklickbaren Zeilen
- Möglichkeit, Skript-Templates zu importieren
- Unterstützung mehrerer Skripttypen (Windows, macOS, Linux)
- Option, Skriptvariablen hinzuzufügen
- Unterstützung verschiedener Skriptsprachen
- Zusammenarbeit und Standardisierung
- Techniker:innen können zu einem zentralen Skript-Repository beitragen
- Ermöglicht ein einheitliches Skript-Management im gesamten MSP
- Skripte lassen sich kategorisieren und leicht durchsuchen
- Anpassung von Skripten
- Parameter zu Skripten hinzufügen
- Standardparameter festlegen
- Maximal 50 Parameter pro Skript
- Unterstützt bis zu 30.000 Zeichen pro Parameter
Mit diesen Funktionen können MSP-Techniker:innen innerhalb der NinjaOne-Plattform effizient eine umfassende Skript-Bibliothek aufbauen, teilen und pflegen.