Die wichtigsten Punkte
Die Seite „Familienoptionen“ in der Windows-Sicherheit konfigurieren
- Die Seite „Familienoptionen“ in der Windows-Sicherheit ist die Anlaufstelle für Eltern und Erziehungsberechtigte, um Einstellungen zur Familiensicherheit zu verwalten.
- Das Ausblenden der Funktion bietet sich für Arbeitsplätze oder Umgebungen ohne Familienbezug an, in denen sie überflüssig ist.
- Methoden zur Verwaltung der Seite „Familienoptionen“ im Windows Defender Security Center:
- Über lokale Gruppenrichtlinien (pro Gerät)
- Über den Registrierungs-Editor (pro Rechner)
- Über die Eingabeaufforderung
- Über PowerShell
- Über Gruppenrichtlinieneinstellungen
- Voraussetzungen für diese Aufgabe sind Windows 10 Version 1709 oder neuer bzw. Windows 11, Administratorrechte zum Anpassen von Registrierungs- und Richtlinieneinstellungen sowie Vertrautheit mit Kommandozeilen-Tools, PowerShell-Skripting oder der Gruppenrichtlinienverwaltung.
- Achten Sie auf Stolperfallen wie:
- Falschen Registrierungspfad oder Schlüssel bearbeiten
- Neustart der Windows-Sicherheit oder des Systems vergessen
- PowerShell oder die Eingabeaufforderung ohne Administratorrechte ausführen
- Gruppenrichtlinieneinstellungen nutzen, ohne das GPO mit einer OU zu verknüpfen
- Bedenken Sie bei dieser Einstellung: Die Änderungen gelten systemweit, es gibt keine offizielle ADMX-Vorlage, das Ausblenden der Seite „Familienoptionen“ beschränkt nur den Zugriff und deaktiviert die Funktionen nicht, und ein Systemneustart ist erforderlich, damit die Änderungen wirksam werden.
Die Seite „Familienoptionen“ in der Windows-Sicherheit soll Eltern dabei helfen, Sicherheitseinstellungen zu verwalten und die Geräte der Familie im Blick zu behalten. In Unternehmensumgebungen oder anderen Szenarien ohne Familienbezug ist diese Seite jedoch oft überflüssig.
Dieser Leitfaden zeigt Ihnen mehrere Wege, wie Sie die Seite Familienoptionen im Windows Defender Security Center ein- oder ausblenden, je nachdem, was zu Ihrer Umgebung passt.
📌 Empfohlene Bereitstellungsstrategien:
Klicken Sie, um eine Methode zu wählen | 💻 Am besten für Einzelanwender:innen | 💻💻💻 Am besten für Unternehmen |
| Methode 1: Über lokale Gruppenrichtlinien (pro Gerät) | ✓ | |
| Methode 2: Über den Registrierungs-Editor (pro Rechner) | ✓ | ✓ |
| Methode 3: Über die Eingabeaufforderung | ✓ | |
| Methode 4: Über PowerShell | ✓ | ✓ |
| Methode 5: Über Gruppenrichtlinieneinstellungen | ✓ |
Methoden, um die Familienoptionen in der Windows-Sicherheit aus- oder einzublenden
Bevor Sie eine der folgenden Methoden anwenden, stellen Sie sicher, dass diese Voraussetzungen erfüllt sind:
📌 Allgemeine Voraussetzungen:
- Windows 10 Version 1709 oder neuer oder Windows 11
- Administratorrechte, um Registrierungs- und Richtlinieneinstellungen anzupassen
- Vertrautheit mit Kommandozeilen-Tools, PowerShell-Skripting oder der Gruppenrichtlinienverwaltung
Methode 1: Über lokale Gruppenrichtlinien (pro Gerät)
Das ist ein direkter und einfach zu handhabender Weg, die Sichtbarkeit der Seite „Familienoptionen“ für einzelne Geräte zu steuern.
📌 Anwendungsfälle: Am besten geeignet für Einzelplatzsysteme, auf denen die Family-Safety-Funktionen nicht genutzt oder benötigt werden, etwa in Büros oder bei Kiosk-Systemen.
📌 Voraussetzungen:
- Nur in den Windows 11 Editionen Pro, Enterprise und Education verfügbar.
Schritt für Schritt:
- Drücken Sie Win + R, geben Sie gpedit.msc ein und drücken Sie die Eingabetaste, um den Editor für lokale Gruppenrichtlinien zu öffnen.
- Navigieren Sie zu: Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Windows-Komponenten > Windows-Sicherheit > Familienoptionen
- Doppelklicken Sie auf „Bereich Familienoptionen ausblenden“.
- Wählen Sie:
- Aktiviert – blendet die Seite „Familienoptionen“ aus.
- Deaktiviert oder Nicht konfiguriert – zeigt die Seite „Familienoptionen“ an.
- Klicken Sie auf „OK“.
- Starten Sie die Windows-Sicherheit oder Ihren PC neu, damit die Änderungen wirksam werden. (Lesen Sie Punkt 2 unter ⚠️ Worauf Sie achten sollten.)
Methode 2: Über den Registrierungs-Editor (pro Rechner)
Bei dieser Methode bearbeiten Sie die Windows-Registrierung direkt. Das funktioniert in allen Windows-Editionen, auch in Home.
📌 Anwendungsfälle:
- Ideal für Systeme, auf denen der Gruppenrichtlinien-Editor nicht verfügbar ist (z. B. Windows Home).
📌 Voraussetzungen:
- Sie müssen mit einem Administratorkonto angemeldet sein.
⚠️ Warnung: Änderungen an der Registrierung können Systemprobleme verursachen. Erstellen Sie ein Backup, bevor Sie fortfahren.
Schritt für Schritt:
- Drücken Sie Win + R, geben Sie regedit ein und drücken Sie die Eingabetaste, um den Registrierungs-Editor zu öffnen.
- Navigieren Sie zu: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender Security Center\Family options
- Falls der Schlüssel Family options nicht existiert:
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Windows Defender Security Center
- Wählen Sie Neu > Schlüssel
- Benennen Sie ihn Family options
- Falls der Schlüssel Family options nicht existiert:
- Klicken Sie im rechten Bereich mit der rechten Maustaste auf > Neu > DWORD-Wert (32-Bit).
- Benennen Sie ihn: UILockdown
- Setzen Sie den Wert auf:
- 1 – blendet die Seite „Familienoptionen“ aus
- 0 oder Wert löschen – zeigt die Seite „Familienoptionen“ an
(Lesen Sie Punkt 1 unter ⚠️ Worauf Sie achten sollten.)
- Schließen Sie den Registrierungs-Editor und starten Sie die Windows-Sicherheit oder Ihren PC neu. (Lesen Sie Punkt 2 unter ⚠️ Worauf Sie achten sollten.)
Methode 3: Über die Eingabeaufforderung
Das ist die schnelle Kommandozeilen-Variante der Registrierungsänderung aus Methode 2. Sie eignet sich ideal für Automatisierung, Skripting oder schnelle Anpassungen aus der Ferne.
📌 Anwendungsfälle:
- Nützlich für Massenbereitstellungen, Anmeldeskripte oder die Fernverwaltung von Geräten über Administrationstools.
📌 Voraussetzungen:
- Sie müssen die Eingabeaufforderung als Administrator ausführen.
Schritt für Schritt:
- Drücken Sie Win + X und wählen Sie Eingabeaufforderung (Administrator) oder Windows Terminal (Administrator). (Lesen Sie Punkt 3 unter ⚠️ Worauf Sie achten sollten.)
- Führen Sie einen der folgenden Befehle aus:
- Seite ausblenden:
reg add "HKLM\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender Security Center\Family options"/v UILockdown /t REG_DWORD /d 1 /f - Seite anzeigen:
reg delete „HKLM\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender Security Center\Family options“ /v UILockdown /f
- Seite ausblenden:
- Starten Sie anschließend die Windows-Sicherheit oder Ihren PC neu, um die Änderungen zu bestätigen. (Lesen Sie Punkt 2 unter ⚠️ Worauf Sie achten sollten.)
Methode 4: Über PowerShell
PowerShell bietet eine flexible Option für die manuelle Steuerung und für automatisierte Bereitstellungen in Umgebungen, die mit Skripten oder Tools zur Fernverwaltung arbeiten.
📌 Anwendungsfälle:
- Am besten geeignet für Provisionierungsskripte, System-Images oder die Remote-Konfiguration über Windows-Verwaltungstools.
📌 Voraussetzungen:
- Sie müssen PowerShell als Administrator ausführen.
Schritt für Schritt:
- Drücken Sie Win + S und suchen Sie nach PowerShell.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Windows PowerShell und wählen Sie Als Administrator ausführen. (Lesen Sie Punkt 3 unter ⚠️ Worauf Sie achten sollten.)
- Führen Sie einen der folgenden Befehle aus:
- Seite ausblenden:
New-Item -Path "HKLM:\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender Security Center\Family Options" -Force | Out-NullSet-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender Security Center\Family Options" -Name „UILockdown“ -Value 1 -Type DWord |
- Seite anzeigen:
Remove-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender Security Center\Family Options" -Name "UILockdown" |
- Starten Sie anschließend die Windows-Sicherheit oder Ihren PC neu, damit die Änderungen wirksam werden. (Lesen Sie Punkt 2 unter ⚠️ Worauf Sie achten sollten.)
Methode 5: Über Gruppenrichtlinieneinstellungen (unternehmensweite Bereitstellung)
Dieser Ansatz richtet sich an Active Directory (AD)-Umgebungen, in denen Administrator:innen Einstellungen per Gruppenrichtlinie auf mehreren Systemen bereitstellen müssen.
📌 Anwendungsfälle:
- Ideal für die zentrale Steuerung in domänenbasierten Umgebungen.
📌 Voraussetzungen:
- Gruppenrichtlinienverwaltungskonsole (GPMC) auf dem Administrationssystem installiert
- Berechtigung, GPOs zu bearbeiten und mit Organisationseinheiten (OUs) zu verknüpfen
Schritt für Schritt:
- Öffnen Sie die Gruppenrichtlinienverwaltungskonsole (GPMC).
- Navigieren Sie zu: Computerkonfiguration > Einstellungen > Windows-Einstellungen > Registrierung
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Registrierung > Neu > DWORD-Wert.
- Zum Ausblenden:
- Aktion: Aktualisieren
- Hive: HKEY_LOCAL_MACHINE
- Schlüsselpfad: SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows Defender Security Center\Family Options
- Wertname: UILockdown
- Werttyp: REG_DWORD
- Wertdaten: 1
- Zum Anzeigen:
- Aktion: Löschen
- Verwenden Sie denselben Schlüsselpfad und Wertnamen
(Lesen Sie Punkt 1 unter ⚠️ Worauf Sie achten sollten.)
- Verknüpfen Sie das GPO mit der Ziel-OU und führen Sie gpupdate /force aus. (Lesen Sie Punkt 4 unter ⚠️ Worauf Sie achten sollten.)
- Starten Sie anschließend die Windows-Sicherheit oder Ihren PC neu, damit die Änderungen wirksam werden. (Lesen Sie Punkt 2 unter ⚠️ Worauf Sie achten sollten.)
⚠️ Worauf Sie achten sollten
| Risiken | Mögliche Folgen | Gegenmaßnahmen |
| 1. Falschen Registrierungspfad oder Schlüssel bearbeiten | Kann andere Einstellungen beeinflussen oder Darstellungsprobleme in der Windows-Sicherheit verursachen. | Betroffenen Registrierungsschlüssel löschen oder korrigieren und das System neu starten. |
| 2. Neustart der Windows-Sicherheit oder des Systems vergessen | Die Änderungen werden nicht wirksam. | Starten Sie die Windows-Sicherheit oder den PC neu. |
| 3. PowerShell oder die Eingabeaufforderung ohne Administratorrechte ausführen | Befehle schlagen möglicherweise unbemerkt fehl oder geben Zugriffsverweigerungsfehler zurück. | Terminal erneut als Administrator starten und den Befehl wiederholen. |
| 4. Gruppenrichtlinieneinstellungen nutzen, ohne das GPO mit einer OU zu verknüpfen | Die Einstellung wird auf keinem Gerät angewendet. | Stellen Sie sicher, dass das GPO mit der Ziel-OU verknüpft ist, und führen Sie gpupdate /force auf den Clients aus. |
Weitere Punkte bei der Konfiguration der Sichtbarkeit der Seite „Familienoptionen“ in Windows
Diese technischen Hinweise sollten Sie bei der Verwaltung der Seite „Familienoptionen“ in der Windows-Sicherheit im Hinterkopf behalten:
Änderungen gelten systemweit
Diese Richtlinie wird im Registrierungs-Hive HKEY_LOCAL_MACHINE gespeichert. Änderungen wirken sich daher auf alle Benutzer:innen des Geräts aus. Eine benutzerspezifische Anwendung dieser Einstellung ist nicht möglich.
Keine offizielle ADMX-Vorlage
Microsoft stellt derzeit keine eigene ADMX-Vorlage bereit, um die Sichtbarkeit der Seite „Familienoptionen“ zu verwalten. Die Richtlinie muss deshalb über Gruppenrichtlinieneinstellungen (GPP) oder direkt in der Registrierung bereitgestellt werden.
Ausblenden sperrt nur den Zugriff
Wenn Sie die Seite „Familienoptionen“ ausblenden, entfernen Sie lediglich den Zugriff darüber in der App „Windows-Sicherheit“. Die Funktionen von Microsoft Family Safety werden dadurch nicht deaktiviert. Auch bei ausgeblendeter Seite laufen die Family-Safety-Dienste im Hintergrund weiter.
Neustart erforderlich
Sie müssen die Windows-Sicherheit oder das gesamte System neu starten, damit Änderungen wirksam werden. Die Richtlinie oder die Registrierungsänderung allein genügt nicht, um den Sichtbarkeitsstatus durchzusetzen.
Die Sichtbarkeit der Seite „Familienoptionen“ im Windows Defender Security Center verwalten
Die Seite „Familienoptionen“ bietet leistungsfähige Funktionen zur Kindersicherung, in Umgebungen ohne Familienbezug wie Unternehmen oder Bildungseinrichtungen ist sie jedoch oft überflüssig. Wer ihre Sichtbarkeit steuert, kann die Benutzeroberfläche an die eigenen betrieblichen Anforderungen anpassen.
Das Gute daran: Windows bietet flexible Bereitstellungsoptionen für die Verwaltung der Seite „Familienoptionen“. Diese reichen von der Konfiguration einzelner Geräte bis zur unternehmensweiten Durchsetzung per Richtlinie, mit Werkzeugen wie lokalen Gruppenrichtlinien, dem Registrierungs-Editor, der Eingabeaufforderung, PowerShell und den Gruppenrichtlinieneinstellungen.
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