Schlüsselpunkte
- Windows verfügt über die Funktion „Windows-Blickpunkt“, die kuratierte Fotos anzeigt, die Benutzer:innen als Sperrbildschirm und Desktop-Hintergrund verwenden können.
- Diese Bilder lassen sich auf dem Computer speichern, allerdings ohne Dateiendung. Deshalb erkennt Windows sie zunächst nicht als Bilddateien.
- Wer diese Bilder speichern und nutzen möchte, muss die Dateien kopieren und mit der Endung .jpg umbenennen.
- Blickpunkt-Bilder lassen sich manuell suchen und kopieren, was sich vor allem für einzelne Benutzer:innen eignet, oder per PowerShell-Skript extrahieren und umbenennen, was im Unternehmensbetrieb sinnvoll ist.
- Beim Extrahieren dieser Dateien kann es zu Problemen kommen. Umbenannte Windows-Blickpunkt-Bilder sind manchmal unbrauchbar oder werden wegen des Bildwechsels verpasst. Sie können den Blickpunkt jedoch zurücksetzen, um die Dateien zu aktualisieren, oder ein PowerShell-Skript zeitgesteuert ausführen, um die Bilder zuverlässig zu erfassen.
Der Windows-Blickpunkt ist eine Funktion, die sich aktivieren lässt, um kuratierte Bilder für Sperrbildschirm und Desktop-Hintergrund automatisiert über die Standardsuchmaschine von Microsoft (Bing) herunterzuladen. Diese Windows-Blickpunkt-Bilder werden allerdings ohne Dateiendung gespeichert, sodass Windows sie nicht als Bilddateien erkennt. Benutzer:innen müssen die Bilddateien daher manuell aus einem lokalen Ordner extrahieren, um sie nach Belieben verwenden zu können.
In dieser Anleitung finden Sie zwei Wege, um dieses Ziel zu erreichen.
Methoden zum Speichern von Windows-Blickpunkt-Bildern
Nutzen Sie die Tabelle, um die passende Methode auszuwählen und direkt zu den jeweiligen Schritten zu springen.
Methoden | 💻Am besten für einzelne Benutzer:innen | 💻💻💻Am besten für Unternehmen |
| Methode 1: Manuelle Suche | ✓ | |
| Methode 2: PowerShell-Skript | ✓ |
💡 Tipp: Im Abschnitt Darauf sollten Sie achten finden Sie Hinweise, um Ihren Plan zu optimieren und Risiken zu steuern.
🎥 Das Video So finden und speichern Sie Windows-Blickpunkt-Bilder führt durch den gesamten Ablauf, sodass Sie wissen, was Sie bei jedem Schritt erwartet.
Methode 1: Blickpunkt-Bilder manuell suchen und kopieren
Diese Methode eignet sich am besten für die Selbsthilfe oder die Konfiguration per Remote Desktop Protocol.
📌 Anwendungsfälle: Aktivierung per Fernzugriff und private Geräte.
📌 Voraussetzungen: Netzwerk- und Systemzugriff.
- Drücken Sie Win + R, um das Dialogfeld Ausführen zu öffnen.
- Geben Sie den folgenden Pfad ein und drücken Sie die Eingabetaste: %LocalAppData%\Packages\Microsoft.Windows.ContentDeliveryManager_cw5n1h2txyewy\LocalState\Assets
- Daraufhin öffnet sich ein Ordner mit den Blickpunkt-Bilddateien ohne Dateiendung.
- Kopieren Sie alle Dateien in einen neuen Ordner (z. B. C:\Users\<YourName>\Pictures\Spotlight).
- Um diese Dateien zu verwenden, müssen Sie sie umbenennen und die Endung .jpg ergänzen. Wählen Sie dazu eine Datei aus, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie Umbenennen. Alternativ können Sie ein Drittanbieter-Tool nutzen, um die Dateinamen stapelweise zu ändern.
Um die Dateien zu filtern, können Sie nach Größe sortieren und so die Bilder in Hintergrundqualität erkennen. Diese sind in der Regel größer als 300 KB. Zur Einordnung: Der Ordner „Assets“ kann neben den Blickpunkt-Bildern auch gewöhnliche App-Symbole enthalten.
Ist die Funktion aktiviert, können Sie außerdem auf das Symbol Weitere Informationen zu diesem Bild klicken, um das aktuelle Hintergrundbild in Bing anzusehen.
Methode 2: Dateien per PowerShell-Skript extrahieren und umbenennen
PowerShell-Skripte werden häufig für die Aufgabenautomatisierung und die Softwareverteilung eingesetzt.
📌 Anwendungsfall: Automatisierung und RMM-Skripting.
📌 Voraussetzung: Netzwerk- und Systemzugriff.
- Öffnen Sie PowerShell über die Suche 🔎 und wählen Sie Als Administrator ausführen (optional).
- Kopieren Sie das folgende Skript und fügen Sie es ein:
Get-ChildItem -Path $env:localappdata\Packages\Microsoft.Windows.ContentDeliveryManager_cw5n1h2txyewy\LocalState\Assets | Copy-Item -dest {„$home\desktop\Spotlight\“ + $_.BaseName + ($i++) +“.jpg“ } - Drücken Sie die Eingabetaste, um den Code auszuführen.
Kehren Sie zu dem von Ihnen erstellten Spotlight-Ordner zurück. Er sollte eine Kopie der Dateien aus dem Ordner LocalState/Assets enthalten, darunter auch einige kleinere Dateien. Elemente, die keine Blickpunkt-Hintergrundbilder sind, können Sie löschen.
Darauf sollten Sie beim Extrahieren von Blickpunkt-Bildern achten
Fehlt etwas? Die folgenden Szenarien und Tipps helfen Ihnen, Fehler zu beheben, Systemprobleme zu vermeiden und Richtlinien durchzusetzen.
Risiken | Mögliche Folgen | Gegenmaßnahmen/Tipps |
| Heruntergeladene Datei ist unbrauchbar | Nach dem Umbenennen liegen die Blickpunkt-Bilddateien im Format .jpg vor. Einige dieser Dateien können jedoch unbrauchbar sein. | Sie können versuchen, die Blickpunkt-Funktion zurückzusetzen, um die zwischengespeicherten Dateien zu aktualisieren. Ist die Funktion aktiviert, können Sie außerdem auf das Symbol Weitere Informationen zu diesem Bild klicken, um das aktuelle Hintergrundbild in Bing anzusehen. |
| Slideshow-Bild wird nicht erfasst | Blickpunkt-Bilder wechseln nach einem festen Zeitplan. Manche Bilder sind daher möglicherweise nicht mehr vorhanden, wenn Sie eine Kopie anlegen möchten. | Führen Sie das PowerShell-Skript am besten zeitgesteuert aus. |
Nach dem Herunterladen werden die Blickpunkt-Bilder lokal gespeichert und können beliebig verwendet werden.
Best Practices für das Extrahieren von Windows-Blickpunkt-Bildern
Grundsätzlich ist das Herunterladen einer Kopie der Windows-Blickpunkt-Bilder eine Aufgabe für Endbenutzer:innen, für die es auch eine Methode über die grafische Oberfläche gibt. Benutzer:innen wenden sich jedoch mitunter an die IT, wenn die Funktion nicht aktiviert oder ihr Zugriff eingeschränkt ist. In solchen Fällen können Sie mit dieser Anleitung die Aufgabe per Fernzugriff über Remotedesktop oder mit einem PowerShell-Skript ausführen.
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Quick-Start-Guide
So finden und speichern Sie Windows-Blickpunkt-Bilder in Windows 11:
1. Blickpunkt-Bilder finden:
, Öffnen Sie den Datei-Explorer
, Navigieren Sie zu: %LocalAppData%\Packages\Microsoft.Windows.ContentDeliveryManager_cw5n1h2txyewy\LocalState\Assets
2. Bilder speichern:
, Die Dateien in diesem Ordner haben keine Dateiendung
, Sie müssen diese Dateien in einen anderen Ordner kopieren
, Benennen Sie die Dateien mit der Endung .jpg um, damit sie sich anzeigen lassen
3. Alternative Methode:
, Drücken Sie Win + R
, Geben Sie %LocalAppData%\Packages\Microsoft.Windows.Client.CBS_cw5n1h2txyewy\LocalCache ein
, Suchen Sie in den Unterordnern nach Bilddateien
Profi-Tipps:
, Einige Bilder befinden sich möglicherweise im Unterordner IrisService
, Nicht alle Dateien sind Bilder, Sie müssen sie also eventuell aussortieren
, Der genaue Speicherort kann je nach Windows-Version leicht abweichen
NinjaOne bietet zwar kein spezielles Tool für diese Aufgabe, der Vorgang lässt sich aber unkompliziert manuell erledigen. Die Bilder sind in der Regel hochwertig und eignen sich nach dem Speichern hervorragend als Hintergrundbilder.
