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Vorgängerversionen in Windows 11 zum Kontextmenü und zu den Eigenschaften hinzufügen oder entfernen

von Team Ninja
How to Add or Remove Previous Versions from the Context Menu and Properties in Windows 11 blog banner image

Kurzüberblick

Dieser NinjaOne-Blogbeitrag bietet eine umfassende Liste grundlegender CMD-Befehle und einen tiefen Einblick in die Windows-Befehle mit über 70 wichtigen CMD-Befehlen für Anfänger:innen und Fortgeschrittene. Der Blogartikel erklärt praktische Befehle der Eingabeaufforderung für die Dateiverwaltung, die Navigation in Verzeichnissen, die Fehlersuche im Netzwerk, Festplattenoperationen und die Automatisierung mit echten Beispielen zur Steigerung der Produktivität. Egal, ob Sie grundlegende CMD-Befehle lernen oder fortgeschrittene Windows CLI-Tools beherrschen möchten, dieser Leitfaden hilft Ihnen, die Eingabeaufforderung effektiver zu verwenden.

✅ Die wichtigsten Punkte

  • Mit Vorgängerversionen in Windows 11 stellen Benutzer:innen Dateien wieder her, die über den Dateiversionsverlauf, die Systemwiederherstellung oder Windows-Backup mit aktiviertem Computerschutz gesichert wurden.
  • Sie können Vorgängerversionen über die Windows-Registry oder den lokalen Gruppenrichtlinien-Editor aus dem Kontextmenü oder dem Eigenschaftenfenster hinzufügen oder entfernen.
  • Registry-Skripte mit der CLSID {596AB062-B4D2-4215-9F74-E9109B0A8153} aktivieren oder deaktivieren die Funktion auf Shell- und Eigenschaftenseiten-Ebene.
  • Damit Vorgängerversionen erscheinen, müssen Dateiversionsverlauf und Computerschutz aktiviert sein. Standardmäßig sind nur bestimmte Ordner abgedeckt.
  • In Windows 11 erscheinen Vorgängerversionen in der Regel nur unter „Weitere Optionen anzeigen“.

Diese Anleitung zeigt, wie Sie Vorgängerversionen in Windows 11 zum Kontextmenü und zum Eigenschaften-Dialog einer Datei hinzufügen oder daraus entfernen. Beschrieben werden beide Wege: über die Windows-Registry und über die Gruppenrichtlinien.

Eine visuelle Anleitung finden Sie in unserem Video So fügen Sie Vorgängerversionen in Windows 11 zum Kontextmenü und zu den Eigenschaften hinzu oder entfernen sie.

Was sind Vorgängerversionen in Windows 11?

Vorgängerversionen sind ältere Fassungen Ihrer Dateien, die Windows 11 über den Dateiversionsverlauf gespeichert hat (dieser sichert die Dateien in Ihren persönlichen Bibliotheken wie Dokumente und Bilder automatisiert), oder die durch einen Wiederherstellungspunkt der Systemwiederherstellung bzw. durch Windows Backup auf Laufwerken mit aktiviertem Computerschutz entstanden sind.

Beachten Sie: Der Computerschutz speichert Vorgängerversionen nur für Systemdateien und schützt nicht zwangsläufig alle Benutzerdateien. Auch der Dateiversionsverlauf hat Grenzen und sichert standardmäßig nur bestimmte Ordner, nicht Ihr komplettes Benutzerverzeichnis. Wird eine Datei weder vom Dateiversionsverlauf noch von einem Wiederherstellungspunkt erfasst, erscheinen für sie keine Einträge unter „Vorgängerversionen“.

Vorgängerversionen sind praktisch, um versehentlich gelöschte oder geänderte Dateien wiederherzustellen, und können bei Privatanwender:innen Teil eines einfachen Backup-Plans sein. Der Funktionsumfang ist jedoch begrenzt. Unternehmen und alle, die mit wichtigen Daten arbeiten, sollten deshalb auf eine belastbare Backup-Strategie setzen, die professionelle Backup-Software mit Offsite- und Cloud-Backups kombiniert.

Vorgängerversionen zum Kontextmenü und zu den Dateieigenschaften hinzufügen

Warnung: Sichern Sie Ihre Windows-Registry und Ihr System, bevor Sie Änderungen mit dem Registrierungs-Editor vornehmen! Fehler passieren schnell. Prüfen Sie außerdem jedes Skript und jeden Code aus dem Internet genau, damit Sie vollständig verstehen, was damit auf Ihrem System geschieht.

Das Kontextmenü von Windows 11 lässt sich über die Windows-Registry um die Option „Vorgängerversionen“ erweitern.

Kopieren Sie dazu zunächst den folgenden Code in eine leere Textdatei und speichern Sie diese als enable_previous_versions_menu.reg:

Windows Registry Editor Version 5.00
; Enable context menu
[HKEY_CLASSES_ROOT\AllFilesystemObjects\shellex\ContextMenuHandlers\{596AB062-B4D2-4215-9F74-E9109B0A8153}]
[HKEY_CLASSES_ROOT\CLSID\{450D8FBA-AD25-11D0-98A8-0800361B1103}\shellex\ContextMenuHandlers\{596AB062-B4D2-4215-9F74-E9109B0A8153}]
[HKEY_CLASSES_ROOT\Directory\shellex\ContextMenuHandlers\{596AB062-B4D2-4215-9F74-E9109B0A8153}]
[HKEY_CLASSES_ROOT\Drive\shellex\ContextMenuHandlers\{596AB062-B4D2-4215-9F74-E9109B0A8153}]
; Enable Properties window
[HKEY_CLASSES_ROOT\AllFilesystemObjects\shellex\PropertySheetHandlers\{596AB062-B4D2-4215-9F74-E9109B0A8153}]
[HKEY_CLASSES_ROOT\CLSID\{450D8FBA-AD25-11D0-98A8-0800361B1103}\shellex\PropertySheetHandlers\{596AB062-B4D2-4215-9F74-E9109B0A8153}]
[HKEY_CLASSES_ROOT\Directory\shellex\PropertySheetHandlers\{596AB062-B4D2-4215-9F74-E9109B0A8153}]
[HKEY_CLASSES_ROOT\Drive\shellex\PropertySheetHandlers\{596AB062-B4D2-4215-9F74-E9109B0A8153}]
; Clear policies
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer]
"NoPreviousVersionsPage"=-
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer]
"NoPreviousVersionsPage"=-
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\PreviousVersions]
"DisableLocalPage"=-
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer]
"NoPreviousVersionsPage"=-

Öffnen Sie anschließend die Datei und klicken Sie auf „Ausführen“, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Starten Sie den Windows-Explorer neu (taskkill /f /im explorer.exe) oder booten Sie das Gerät neu, damit die Änderung wirksam wird.

Der Weg über den lokalen Gruppenrichtlinien-Editor

Diese Methode nutzt den lokalen Gruppenrichtlinien-Editor (gpedit.msc) und steht in Windows 10/11 Pro, Enterprise und Education zur Verfügung.

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Start > Ausführen
  2. Geben Sie gpedit.msc ein und klicken Sie auf „OK“
  3. Navigieren Sie zu: Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > System > Systemwiederherstellung
  4. Suchen Sie im rechten Bereich den Eintrag Vorgängerversionen deaktivieren
  5. Um Vorgängerversionen zu aktivieren, setzen Sie die Einstellung auf Deaktiviert oder Nicht konfiguriert
  6. Klicken Sie auf Übernehmen > OK
  7. Starten Sie den Explorer oder das Gerät neu

Hinweis: Dies ist die einzige Richtlinie, die die Sichtbarkeit von Vorgängerversionen steuert.

Vorgängerversionen aus dem Kontextmenü und den Dateieigenschaften entfernen

Um die Registerkarte „Vorgängerversionen“ im Eigenschaften-Fenster einer Datei über die Windows-Registry auszublenden, erstellen Sie eine Textdatei mit dem Namen disable_previous_versions_menu.reg und fügen Sie folgenden Code ein:

Windows Registry Editor Version 5.00
; Disable context menu
[-HKEY_CLASSES_ROOT\AllFilesystemObjects\shellex\ContextMenuHandlers\{596AB062-B4D2-4215-9F74-E9109B0A8153}]
[-HKEY_CLASSES_ROOT\CLSID\{450D8FBA-AD25-11D0-98A8-0800361B1103}\shellex\ContextMenuHandlers\{596AB062-B4D2-4215-9F74-E9109B0A8153}]
[-HKEY_CLASSES_ROOT\Directory\shellex\ContextMenuHandlers\{596AB062-B4D2-4215-9F74-E9109B0A8153}]
[-HKEY_CLASSES_ROOT\Drive\shellex\ContextMenuHandlers\{596AB062-B4D2-4215-9F74-E9109B0A8153}]
; Disable Properties window
[-HKEY_CLASSES_ROOT\AllFilesystemObjects\shellex\PropertySheetHandlers\{596AB062-B4D2-4215-9F74-E9109B0A8153}]
[-HKEY_CLASSES_ROOT\CLSID\{450D8FBA-AD25-11D0-98A8-0800361B1103}\shellex\PropertySheetHandlers\{596AB062-B4D2-4215-9F74-E9109B0A8153}]
[-HKEY_CLASSES_ROOT\Directory\shellex\PropertySheetHandlers\{596AB062-B4D2-4215-9F74-E9109B0A8153}]
[-HKEY_CLASSES_ROOT\Drive\shellex\PropertySheetHandlers\{596AB062-B4D2-4215-9F74-E9109B0A8153}]
; Clear policies
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer]
"NoPreviousVersionsPage"=-
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer]
"NoPreviousVersionsPage"=-
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\PreviousVersions]
"DisableLocalPage"=-
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer]
"NoPreviousVersionsPage"=-
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Policies\Microsoft\PreviousVersions]
"DisableLocalPage"=-

Führen Sie diese Datei aus und bestätigen Sie die Abfragen, um die Registry-Einträge hinzuzufügen. Starten Sie das Gerät neu, damit die Änderung wirksam wird.

Änderungen überprüfen

Um zu prüfen, ob die Änderungen übernommen wurden, starten Sie Ihr Windows-11-Gerät neu. Anschließend sollte die Option „Vorgängerversionen“ im Kontextmenü erscheinen, wenn Sie mit der rechten Maustaste auf eine Datei klicken. Ist das nicht der Fall, gehen Sie die obigen Schritte zum Aktivieren bzw. Deaktivieren des Kontextmenü-Eintrags erneut durch und kontrollieren Sie, ob Sie die Windows-Registry oder die Gruppenrichtlinie korrekt konfiguriert haben.

Ob die Registerkarte „Vorgängerversionen“ im Eigenschaften-Fenster einer Datei oder eines Ordners auftaucht, hängt davon ab, ob der Dateiversionsverlauf oder der Computerschutz aktiviert ist. Wird sie nicht angezeigt, müssen Sie eine dieser Windows-Funktionen aktivieren. Andernfalls werden keine älteren Dateiversionen aufbewahrt und es gibt folglich auch keine Vorgängerversionen zum Anzeigen.

Gründe für das Hinzufügen oder Entfernen von Vorgängerversionen im Kontextmenü von Windows 11

Der Hauptgrund, die Option „Vorgängerversionen“ ins Kontextmenü aufzunehmen, ist Bequemlichkeit: Man muss nicht erst das Eigenschaften-Fenster öffnen und dort zu den Vorgängerversionen navigieren.

Es gibt aber auch einige Gründe, Vorgängerversionen im Kontextmenü von Windows 11 zu deaktivieren:

  • Sie nutzen diese Funktion selbst nicht.
  • Sie möchten die Funktion vor anderen Benutzer:innen verbergen.
  • Das Laden des Kontextmenüs kann dauern, wenn viele Dateien mit Vorgängerversionen ausgewählt sind.

Vorteile und Risiken bei der Verwaltung von Vorgängerversionen

In Unternehmensumgebungen ist es nicht immer sinnvoll, Benutzer:innen Zugriff auf Vorgängerversionen zu geben. Bei gemeinsam genutzten Dateien und Verzeichnissen kann jemand versehentlich eine Dateiversion überschreiben oder löschen, die eine andere Person noch braucht. Zudem kann ein falsches Vertrauen in Vorgängerversionen entstehen, das zu unvorsichtigem Verhalten verleitet. Wurde für eine Datei keine Vorgängerversion gespeichert, lässt sich das dann nicht mehr korrigieren.

Kontextmenüs, Backups und mehr zentral auf vielen Windows-Geräten verwalten

Die Konfiguration von Windows-Geräten im großen Maßstab zu verwalten, kann anspruchsvoll sein. Wer das Windows-Kontextmenü anpassen, Backup-Richtlinien durchsetzen und Dateien für Benutzer:innen wiederherstellen will, und das pro Benutzer:in oder pro Gerät, riskiert Fehlkonfigurationen und im Zweifel den Verlust wichtiger Dateien, wenn ein Backup nicht erfolgreich abgeschlossen wurde.

NinjaOne bietet eine Cloud-First-Backup-Lösung für Windows-Geräte, mit der Sie die Backups all Ihrer Endpunkte überwachen und verwalten, unabhängig von deren Standort. So geht Ihren Benutzer:innen keine wichtige Arbeit verloren.

FAQs

Vorgängerversionen sind ältere Kopien von Dateien, die der Dateiversionsverlauf, die Systemwiederherstellung oder Windows Backup automatisiert speichern. Damit lassen sich gelöschte oder geänderte Dateien ohne Drittanbieter-Software wiederherstellen.

Sie aktivieren die Option, indem Sie die Windows-Registry um eine bestimmte CLSID ergänzen oder die Gruppenrichtlinie „Vorgängerversionen deaktivieren“ auf Deaktiviert oder Nicht konfiguriert setzen.

Sind der Dateiversionsverlauf oder der Computerschutz nicht aktiviert oder liegen Ihre Dateien außerhalb der überwachten Ordner, speichert Windows keine älteren Versionen. Entsprechend erscheint unter „Vorgängerversionen“ auch nichts.

Ja. Nutzen Sie ein Registry-Skript, um die Einträge für Kontextmenü und PropertySheetHandler zu löschen, oder aktivieren Sie die Richtlinie „Vorgängerversionen deaktivieren“ in den Gruppenrichtlinien, um sie auszublenden.

Nein. Deaktiviert wird nur die Anzeige, also der Eintrag in Kontextmenüs und Eigenschaften. Der Dateiversionsverlauf und das Erstellen von Wiederherstellungspunkten bleiben unberührt.

Nein. Sie ermöglichen eine einfache Dateiwiederherstellung, bieten aber keine fortgeschrittenen Backup-Funktionen. Unternehmen sollten auf dedizierte Lösungen wie NinjaOne für Endpunkt-Backup und Notfallwiederherstellung setzen.

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