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So schalten Sie den USB-Energiesparmodus in Windows 11 ein oder aus

von Team Ninja
How to Turn On or Off USB Battery Saver in Windows 11 blog banner image

Kurzüberblick

Dieser NinjaOne-Blogbeitrag bietet eine umfassende Liste grundlegender CMD-Befehle und einen tiefen Einblick in die Windows-Befehle mit über 70 wichtigen CMD-Befehlen für Anfänger:innen und Fortgeschrittene. Der Blogartikel erklärt praktische Befehle der Eingabeaufforderung für die Dateiverwaltung, die Navigation in Verzeichnissen, die Fehlersuche im Netzwerk, Festplattenoperationen und die Automatisierung mit echten Beispielen zur Steigerung der Produktivität. Egal, ob Sie grundlegende CMD-Befehle lernen oder fortgeschrittene Windows CLI-Tools beherrschen möchten, dieser Leitfaden hilft Ihnen, die Eingabeaufforderung effektiver zu verwenden.

USB-Energiesparmodus ist eine Funktion zur Energieoptimierung in Windows 11, die ausgewählte USB-Anschlüsse im Akkubetrieb deaktiviert oder in den Ruhezustand versetzt. Besonders nützlich ist diese Funktion auf mobilen Geräten wie Laptops und Tablets, denn sie verlängert die Nutzungsdauer im Leerlauf, ohne die Systemleistung spürbar zu beeinträchtigen. In bestimmten Anwendungsfällen kann es jedoch sinnvoll sein, die Funktion zu deaktivieren.

In unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung erfahren Sie, wie Sie diese Energiesparfunktion in Windows 11 ein- oder ausschalten.

Lieber ein Video? Sehen Sie sich unsere einfache Anleitung an: So schalten Sie den USB-Energiesparmodus in Windows 11 ein oder aus.

USB-Energiesparmodus in Windows 11 aktivieren oder deaktivieren

Je nach technischen Kenntnissen, Gerätetyp und Anforderungen im Unternehmen stehen IT-Administrator:innen und erfahrenen Benutzer:innen mehrere Methoden zur Verfügung, um diese Funktion zur Energieoptimierung zu verwalten.

📌 Voraussetzung: Windows 11 (Version 22H2 und höher)

💡 Hinweis: Die Energieoptimierung über diese Funktion wird nur auf mobilen Geräten aktiv, die gerade im Akkubetrieb laufen, und betrifft ausschließlich bestimmte USB-Anschlüsse, die von Systemfirmware und Treibern festgelegt werden. Wir empfehlen, vorab den Abschnitt Worauf Sie achten sollten zu lesen.

📌 Empfohlene Vorgehensweisen für die Umsetzung:

Klicken Sie, um eine Methode zu wählen

💻

Am besten für Einzelanwender:innen

💻💻💻

Am besten für Unternehmen

Methode 1: Einstellungen-App (GUI) ✓
Methode 2: Registrierungs-Editor ✓ ✓
Methode 3: PowerShell-Skripte ✓
Methode 4: .reg-Datei ✓ ✓

Methode 1: Aktivieren oder deaktivieren über die Einstellungen-App (GUI)

Diese Methode ist der schnellste und benutzerfreundlichste Weg, die Funktion ein- oder auszuschalten. Die Änderung gilt profilspezifisch und erfordert keinen Neustart.

📌 Anwendungsfälle: Einmalige Änderungen ohne Skripte oder Registry-Eingriffe, Fehlerbehebung bei Geräteabbrüchen und schnelles Testen, wie sich die USB-Energieoptimierung auf Peripheriegeräte auswirkt

📌 Voraussetzung: Standardbenutzerrechte

  1. Öffnen Sie die Einstellungen-App. Drücken Sie Win + I oder suchen Sie sie manuell über das Suchfeld im Startmenü.
  2. Wählen Sie im linken Bereich Bluetooth & Geräte.
  3. Klicken Sie im rechten Bereich auf USB.
  4. Suchen Sie den Eintrag USB-Energiesparmodus und stellen Sie den Schalter auf:
    • Ein = Funktion aktivieren (Standard).
    • Aus = Funktion deaktivieren.

Methode 2: Aktivieren oder deaktivieren über den Registrierungs-Editor

Diese Methode sorgt über direkte Registry-Eingriffe für dauerhafte Änderungen und systemweite Kontrolle über die Funktion.

📌 Anwendungsfälle: Durchsetzen einer Richtlinie für die USB-Energieverwaltung im Unternehmensumfeld und Sicherstellen der Kompatibilität von USB-Geräten bei kritischen Vorgängen

📌 Voraussetzung: Administratorrechte

⚠️ Warnung: Fehlerhafte Änderungen an der Registry können zu schwerwiegenden Systemproblemen führen. Sichern Sie die Registry, bevor Sie fortfahren.

  1. Öffnen Sie den Registrierungs-Editor als Administrator.
  2. Folgen Sie im linken Bereich diesem Pfad: HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\USB\AutomaticSurpriseRemoval
    ⚠️ Wichtig:
    Falls einer der Schlüssel in diesem Pfad nicht existiert, legen Sie ihn an. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den letzten vorhandenen Schlüssel, fahren Sie über Neu, wählen Sie Schlüssel und vergeben Sie einen passenden Namen. Wiederholen Sie das, bis AutomaticSurpriseRemoval angelegt ist.
  3. Doppelklicken Sie auf den DWORD-Wert AttemptRecoveryFromUsbPowerDrain und ändern Sie die Wertdaten auf:
    ⚠️ Wichtig: Falls AttemptRecoveryFromUsbPowerDrain nicht existiert, legen Sie den Wert an. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Schlüssel AutomaticSurpriseRemoval, fahren Sie über Neu, wählen Sie DWORD-Wert (32-Bit) und nennen Sie ihn „AttemptRecoveryFromUsbPowerDrain“.

    • 1 = Funktion aktivieren (Standard).
    • 0 = Funktion deaktivieren.
  4. Klicken Sie auf OK.
  5. Starten Sie Ihren Computer neu, um die Änderungen zu übernehmen.

Methode 3: Aktivieren oder deaktivieren über die Windows-Registry mit PowerShell-Skripten

Diese Methode verwaltet die Funktion per Skript. Administrator:innen können sie in Plattformen für das Konfigurationsmanagement wie Intune, Microsoft Endpoint Configuration Manager (MECM) oder in eigene Skripte einbinden.

📌 Anwendungsfälle: Massenkonfiguration von Firmen-Laptops, Remote-Skripte zur Fehlerbehebung für den Support und programmgesteuertes Testen des Energieverhaltens

📌 Voraussetzung: Administratorrechte

  1. Öffnen Sie PowerShell als Administrator. Drücken Sie Win + R, geben Sie „powershell“ ein und drücken Sie Strg + Umschalt + Eingabetaste.
  2. Kopieren Sie den passenden Befehl für die gewünschte Aktion, fügen Sie ihn ein und drücken Sie die Eingabetaste:
    • So aktivieren Sie die Funktion (Standard):
      New-Item -Path "HKLM:\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\USB\AutomaticSurpriseRemoval" -Force | Out-Null
      Set-ItemProperty -Path "HKLM:\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\USB\AutomaticSurpriseRemoval" -Name "AttemptRecoveryFromUsbPowerDrain" -Value 1
    • So deaktivieren Sie die Funktion:
      Set-ItemProperty -Path "HKLM:\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\USB\AutomaticSurpriseRemoval" -Name "AttemptRecoveryFromUsbPowerDrain" -Value 0
  3. Starten Sie Ihren Computer neu, um die Änderungen zu übernehmen.

Methode 4: Aktivieren oder deaktivieren über die Windows-Registry mit einer .reg-Datei

Diese Methode übernimmt die Registry-Änderungen, ohne dass manuelle Eingriffe oder Skripte nötig sind.

📌 Anwendungsfälle: Schnelle Korrekturen, Anwenden der Einstellung auf nicht verwaltete Geräte und Weitergabe von Anleitungen an Endbenutzer:innen

📌 Voraussetzung: Administratorrechte

So aktivieren Sie die Funktion (Standard):

  1. Öffnen Sie Notepad und kopieren Sie den folgenden Code:
    Windows Registry Editor Version 5.00
    [HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\USB\AutomaticSurpriseRemoval]
    "AttemptRecoveryFromUsbPowerDrain"=dword:00000001
  2. Speichern Sie die Datei mit der Endung .reg.
  3. Suchen Sie die .reg-Datei und doppelklicken Sie darauf, um sie in die Registry zu übernehmen.
  4. Bestätigen Sie die Abfrage der Benutzerkontensteuerung (UAC).
  5. Starten Sie Ihren Computer neu, um die Änderungen zu übernehmen.

So deaktivieren Sie die Funktion:

  1. Öffnen Sie Notepad und kopieren Sie den folgenden Code:
    Windows Registry Editor Version 5.00
    [HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\USB\AutomaticSurpriseRemoval]
    "AttemptRecoveryFromUsbPowerDrain"=dword:00000000
  2. Speichern Sie sie als „restore_pin_to_start.reg“.
  3. Suchen Sie die .reg-Datei und doppelklicken Sie darauf, um sie in die Registry zu übernehmen.
  4. Bestätigen Sie die UAC-Abfrage.
  5. Starten Sie Ihren Computer neu, um die Änderungen zu übernehmen.

⚠️ Worauf Sie achten sollten

Risiken

Mögliche Folgen

Rückgängig machen

Fehlerhaftes Bearbeiten von Registry-Schlüsseln
  • Einstellungen greifen möglicherweise nicht wie vorgesehen
  • Instabiles System
  • Erstellen Sie vor Änderungen immer einen Wiederherstellungspunkt mit dem Dienstprogramm Systemwiederherstellung oder exportieren Sie den betreffenden Schlüssel
  • Nutzen Sie die ursprüngliche Standard-.reg-Datei oder PowerShell-Befehle zum Zurücksetzen (Wert auf 0 setzen), um Änderungen rückgängig zu machen
Bei aktivierter Funktion werden Geräte mit geringer Aktivität selektiv in den Ruhezustand versetzt Geräte funktionieren zeitweise nicht mehr, reagieren verzögert auf Eingaben oder wachen nicht wieder auf
  • Deaktivieren Sie die Funktion
  • Aktualisieren Sie die USB-Gerätetreiber oder setzen Sie sie zurück, wenn das Verhalten anhält
Bei aktivierter Funktion werden externe Festplatten oder USB-Sticks bei längerem Leerlauf in den Ruhezustand versetzt Unerwartete Verbindungsabbrüche mit beschädigten Dateien, unvollständigen Backups oder fehlgeschlagener Synchronisierung
  • Deaktivieren Sie die Funktion
  • Passen Sie die Energieoptionen in der Systemsteuerung an (Systemsteuerung > Energieoptionen > Erweiterte Einstellungen > USB-Einstellungen > Einstellung für selektives USB-Energiesparen)
Keine sichtbare Wirkung oder Funktion nicht vorhanden (von der Hardware nicht unterstützt oder durch OEM-Einschränkungen ausgeblendet) Zeitverlust durch unnötige Fehlersuche in den Einstellungen
  • Prüfen Sie auf Firmware-/BIOS-Updates und sehen Sie in der Herstellerdokumentation nach, ob USB-Energieverwaltung unterstützt wird.
  • Stellen Sie die Standardeinstellungen wieder her
  • Erwägen Sie, das selektive USB-Energiesparen auf Treiberebene zu deaktivieren (Geräte-Manager > Eigenschaften des USB-Root-Hubs > Energieverwaltung)

Darum lohnt sich die Verwaltung des USB-Energiesparmodus

Die Funktion kann Akkuleistung sparen, indem sie den Stromfluss zu ausgewählten USB-Anschlüssen automatisiert steuert. IT-Administrator:innen und erfahrene Benutzer:innen haben jedoch mehrere Gründe, sie genauer zu verwalten.

  • Längere Akkulaufzeit auf mobilen Systemen: Die Funktion hilft allen, die die Laufzeit von Laptops oder Tablets ohne Stromanschluss maximieren müssen.
  • Probleme mit externen USB-Geräten vermeiden: Wer die Funktion bei bestimmten Peripheriegeräten (z. B. externen Festplatten, Gaming-Mäusen) deaktiviert, verhindert unvorhersehbares Verhalten wie Eingabeverzögerungen oder plötzliche Verbindungsabbrüche, wenn das System die Stromzufuhr kappt.
  • Stromversorgung bestimmter Peripheriegeräte bei kritischen Aufgaben sicherstellen: Wenn die Funktion ausgeschaltet ist, bleiben wichtige USB-Geräte während Präsentationen, Softwareentwicklung, Geräte-Debugging oder geschäftskritischen Abläufen durchgehend mit Strom versorgt und reaktionsfähig.
  • Einheitliche Richtlinie für die Energieverwaltung auf allen Geräten durchsetzen: Einheitliche Leistung und Kontrolle reduzieren Helpdesk-Tickets, sorgen für eine konsistente Benutzererfahrung und bringen Systemkonfigurationen mit den Standards des Unternehmens in Einklang.

Weitere Punkte bei der Verwaltung des USB-Energiesparmodus

Einige technische und praktische Faktoren sind wichtig, damit Änderungen an den Einstellungen der USB-Energieverwaltung zu den Fähigkeiten Ihrer Hardware und zu den betrieblichen Anforderungen Ihrer Umgebung passen.

  • Verhalten hängt von der Hardware ab: Nicht jedes System zeigt diese Funktion in der grafischen Oberfläche an oder reagiert auf Registry-Konfigurationen, da die Unterstützung je nach Erstausrüster (OEM) unterschiedlich ausfällt.
  • Mögliche Auswirkungen auf die Leistung von Peripheriegeräten: Die Funktion versetzt wenig genutzte USB-Anschlüsse oder Geräte selektiv in den Ruhezustand, um Strom zu sparen. Dadurch kann es bei manchen Peripheriegeräten vorübergehend zu Problemen kommen, etwa Eingabeverzögerungen bei kabelgebundenen Mäusen und Tastaturen oder unterbrochenen Verbindungen zu USB-Speichergeräten und Audio-Hardware.
  • Kein vollständiges Abschalten der Anschlüsse: Die Funktion schaltet USB-Anschlüsse nicht komplett ab. Stattdessen nutzt sie das selektive Energiesparen, mit dem das Betriebssystem die Stromzufuhr zu ungenutzten Geräten pausieren kann, ohne den gesamten Anschluss oder Controller zu beeinflussen.
  • Energiesparpläne: Der USB-Energiesparmodus lässt sich mit erweiterten Einstellungen von Energiesparplänen kombinieren, kann je nach Durchsetzung von Richtlinien aber auch überschrieben werden.

Einstellungen der USB-Energieverwaltung mit Bedacht optimieren

Wer den USB-Energiesparmodus in Windows 11 verwaltet, kann als IT-Administrator:in oder erfahrene:r Benutzer:in das Systemverhalten gezielt auf Akkuschonung oder Gerätezuverlässigkeit abstimmen. Dafür gibt es mehrere flexible Methoden, doch erst die passende sorgt für eine konsistente und wirksame Konfiguration. Verstehen und nutzen Sie diese Einstellungen daher bewusst, damit Benutzer:innen die Akkulaufzeit verlängern, ohne die Zuverlässigkeit wichtiger USB-Geräte aufs Spiel zu setzen.

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