Schlüsselpunkte
- Der Windows-Symbolcache speichert Symbole in Miniaturgröße, um die Anzeige zu beschleunigen. Ist er beschädigt, erscheinen Symbole leer oder falsch oder fehlen ganz.
- Es gibt vier Wege, den Symbolcache neu aufzubauen: über die Eingabeaufforderung, den Datei-Explorer (grafische Oberfläche), PowerShell oder als schnelle Lösung mit einem einzigen Befehl über ie4uinit.exe.
- Die schnelle Lösung über ie4uinit.exe ist die zügigste Methode und erfordert keinen Neustart. Sie eignet sich daher gut als erster Schritt, bevor Sie aufwendigere Ansätze ausprobieren.
- Beim Neuaufbau des Symbolcache werden ausschließlich Cache-Dateien entfernt. Ihre persönlichen Daten, installierten Apps und Systemeinstellungen bleiben unberührt.
- Sind die Symbole nach dem Neuaufbau des Cache weiterhin fehlerhaft, können zusätzliche Schritte nötig sein, etwa das Zurücksetzen der Dateizuordnungen oder das Ausführen der Systemdateiprüfung (SFC).
Diese Anleitung zeigt, wie Sie den Symbolcache in Windows 10 und Windows 11 neu aufbauen. Sie finden hier eine Anleitung für die Eingabeaufforderung sowie ein Batch-Skript, mit dem sich der Vorgang automatisieren lässt.
Das Zwischenspeichern von Symbolen verbessert zwar die Performance in Windows, doch ein beschädigter Cache kann dazu führen, dass Symbole falsch, beschädigt oder verzerrt angezeigt werden, fehlen oder gar nicht erst erscheinen. Wenn Sie den Symbolcache löschen und damit neu aufbauen (er wird anschließend automatisiert neu erzeugt), lassen sich diese Probleme beheben.
Sie suchen eine Video-Anleitung? Sehen Sie sich unseren Leitfaden an: So bauen Sie den Symbolcache in Windows 10 und Windows 11 neu auf.
Lösen Sie Probleme an Windows-Endpunkten mit NinjaOne ohne großen Aufwand.
Auf einen Blick
Wenig Zeit? Kein Problem! Hier ein kurzer Spickzettel:
| Methode | Technisches Niveau | Neustart nötig? | Am besten geeignet für |
| Schnelle Lösung mit ie4uinit.exe | Einsteiger:innen | Nein | Schneller erster Versuch |
| Datei-Explorer (grafische Oberfläche) | Einsteiger:innen | Ja | Benutzer:innen ohne technisches Vorwissen |
| Eingabeaufforderung | Fortgeschritten | Ja | Standardlösung |
| Batch-Datei | Fortgeschritten | Empfohlen | Wiederholbare/automatisierte Abläufe |
| PowerShell | Expert:innen | Ja | IT-Profis/Systemadministrator:innen |
So bauen Sie den Symbolcache in Windows 10 und Windows 11 über die Eingabeaufforderung neu auf
Beachten Sie vorab Folgendes:
- Speichern Sie alle geöffneten Dateien und schließen Sie laufende Anwendungen, bevor Sie fortfahren.
- Sie müssen als Administrator:in angemeldet sein, um diese Schritte auszuführen.
- Es empfiehlt sich, ein vollständiges System-Backup zu erstellen, bevor Sie Befehle aus dem Internet ausführen.
- Diese Schritte gelten für alle Editionen von Windows 10 und Windows 11, einschließlich Home, Pro, Enterprise und Education.
Methode 1: Schnelle Lösung mit einem einzigen Befehl (ie4uninit.exe)
Der Befehl ie4uinit.exe -show zwingt Windows dazu, die Symbolzuordnungen zu aktualisieren, und behebt kleinere Anzeigeprobleme bei Symbolen ohne Neustart. Er gilt allgemein als erster Ansatz zur Fehlerbehebung, besonders wenn Sie nur ein einzelnes Gerät reparieren.
- Öffnen Sie die Eingabeaufforderung.
- Geben Sie den folgenden Befehl ein und drücken Sie die Eingabetaste.
ie4uinit.exe -show
- Warten Sie einige Sekunden und prüfen Sie, ob Ihre Symbole wieder normal angezeigt werden.
Hinweis: Besteht das Problem weiterhin, fahren Sie mit einer der folgenden Methoden fort.
Methode 2: Über den Datei-Explorer (grafische Oberfläche)
- Öffnen Sie den Datei-Explorer und wechseln Sie zur Registerkarte „Ansicht“.
- Klicken Sie auf Optionen > Ordner- und Suchoptionen ändern
- Wählen Sie auf der Registerkarte Ansicht > Ausgeblendete Dateien, Ordner und Laufwerke anzeigen > OK
- Navigieren Sie im Datei-Explorer zu folgendem Pfad: (Ersetzen Sie YourUsername durch Ihren tatsächlichen Windows-Benutzernamen)
C:\Users\YourUsername\AppData\Local
💡 Alternativ können Sie %localappdata% direkt in die Adressleiste des Datei-Explorers einfügen und die Eingabetaste drücken, um sofort zu diesem Ordner zu gelangen.
- Suchen Sie die Datei IconCache.db und löschen Sie sie.
C:\Users\YourUsername\AppData\Local\Microsoft\Windows\Explorer
- Löschen Sie in diesem Ordner alle Dateien, die mit iconcache beginnen.
- Starten Sie Ihren Computer neu. Windows erzeugt den Symbolcache automatisiert neu.
- Anschließend können Sie Systemdateien wieder ausblenden, indem Sie zu den Ordneroptionen zurückkehren und erneut Ausgeblendete Dateien, Ordner und Laufwerke nicht anzeigen auswählen.
Methode 3: Über die Eingabeaufforderung
Gehen Sie dann wie folgt vor:
- Öffnen Sie die Eingabeaufforderung über das Startmenü, oder klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Schaltfläche „Start“ und wählen Sie Ausführen.
- Geben Sie den Befehl cmd.exe im Dialogfeld „Ausführen“ ein und klicken Sie auf OK.
- Geben Sie die folgenden Befehle in der angezeigten Reihenfolge in die Eingabeaufforderung ein (jede Zeile als eigenen Befehl):
taskkill /IM explorer.exe /F
DEL /A /F /Q “%localappdata%\IconCache.db”
DEL /A /F /Q “%localappdata%\Microsoft\Windows\Explorer\iconcache*”
DEL /F /S /Q “%localappdata%\Packages\Microsoft.Windows.Search_cw5n1h2txyewy\localstate\AppIconCache*.*”
Diese Befehle beenden den Prozess explore.exe zwangsweise und löschen anschließend die Dateien des Symbolcache. Nach einem Neustart Ihres Geräts wird der Cache neu erzeugt.
- Führen Sie den folgenden Befehl aus, sobald Sie bereit sind, Ihren PC neu zu starten:
shutdown /R /F /T 00
Alternativ können Sie so vorgehen:
- Starten Sie den Windows-Explorer neu, indem Sie Strg + Umschalt + Esc drücken, um den Task-Manager zu öffnen
- Wählen Sie Datei > Neue Aufgabe ausführen, geben Sie explorer.exe ein und klicken Sie auf OK
Ein Neustart ist jedoch meist der einfachere Weg.
Methode 4: Über eine Batch-Datei
- Kopieren Sie das folgende Skript und fügen Sie es in eine neue Notepad-Datei ein:
@echo off
echo.
echo Killing the Windows Explorer process
taskkill /IM explorer.exe /F
echo.
echo Deleting the Icon Cache
DEL /A /F /Q “%localappdata%\IconCache.db”
DEL /A /F /Q “%localappdata%\Microsoft\Windows\Explorer\iconcache*”
DEL /F /S /Q “%localappdata%\Packages\Microsoft.Windows.Search_cw5n1h2txyewy\localstate\AppIconCache*.*”
echo.
echo Restarting the Windows Explorer process
start explorer.exe
echo.
echo The icon cache has been deleted and will be regenerated. It is recommended to reboot your device.
pause
- Speichern Sie diese Datei mit der Erweiterung .bat (zum Beispiel clear_icon_cache.bat), um eine Batch-Datei zu erstellen.
Sie können dieses Skript dann jedes Mal ausführen, wenn Sie den Windows-Symbolcache neu aufbauen möchten.
Methode 5: Über PowerShell
- Öffnen Sie PowerShell als Administrator:in.
- Führen Sie das folgende Skript aus:
# Stop Windows Explorer
Stop-Process -Name explorer -Force
# Delete icon cache files
Remove-Item "$env:LOCALAPPDATA\IconCache.db" -Force -ErrorAction SilentlyContinue
Remove-Item "$env:LOCALAPPDATA\Microsoft\Windows\Explorer\iconcache*" -Force -ErrorAction SilentlyContinue
Remove-Item "$env:LOCALAPPDATA\Packages\Microsoft.Windows.Search_cw5n1h2txyewy\LocalState\AppIconCache*" -Recurse -Force -ErrorAction SilentlyContinue
# Restart Windows Explorer
Start-Process explorer
Write-Host "Icon cache cleared. Please reboot your device to complete the process." -ForegroundColor Green
```
- Starten Sie Ihr Gerät nach dem Durchlauf des Skripts neu, damit der Symbolcache vollständig neu erzeugt werden kann. Der Parameter `-ErrorAction SilentlyContinue` sorgt dafür, dass das Skript auch dann sauber durchläuft, wenn einzelne Cache-Dateien auf dem Zielrechner nicht vorhanden sind.
Häufige Probleme beheben
Werden Ihre Symbole nach dem Neuaufbau des Symbolcache weiterhin falsch angezeigt, versuchen Sie Folgendes:
1. Dateizuordnungen zurücksetzen
Falsche Dateizuordnungen können dazu führen, dass für bestimmte Dateitypen das falsche Symbol angezeigt wird. Setzen Sie die Dateizuordnungen auf die Standardwerte zurück, damit jedem Dateityp wieder die richtige Anwendung und das zugehörige Symbol zugewiesen wird. Das gelingt über Einstellungen > Apps > Standard-Apps.
2. Systemdateiprüfung ausführen (SFC)
Beschädigte Systemdateien können hartnäckige Symbolprobleme verursachen. Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator:in und führen Sie Folgendes aus:
sfc /scannow
Damit werden beschädigte Windows-Systemdateien gesucht und nach Möglichkeit repariert.
3. Nach Windows-Updates suchen
Ausstehende Windows-Updates können gelegentlich Anzeigeprobleme verursachen, auch beschädigte Symbole. Gehen Sie zu Einstellungen > Windows Update und stellen Sie sicher, dass Ihr System vollständig aktuell ist.
4. Miniaturansichts-Cache leeren
Wenn im Datei-Explorer zusätzlich zu den Symbolproblemen auch die Miniaturansichten fehlerhaft sind, müssen Sie möglicherweise auch den Miniaturansichts-Cache leeren. Das ist ein eigener Vorgang, unabhängig vom Neuaufbau des Symbolcache.
5. Systemwiederherstellung durchführen
Trat das Problem nach einer kürzlichen Änderung auf, etwa nach der Installation einer Software oder einem Windows-Update, kann eine Systemwiederherstellung auf einen Zeitpunkt vor dieser Änderung Abhilfe schaffen.
Windows-Probleme in Unternehmensumgebungen und bei Remote-Mitarbeiter:innen diagnostizieren und beheben
Ärgerliche Windows-Probleme zu diagnostizieren und zu lösen, etwa beschädigte oder fehlende Symbole durch den Neuaufbau des Symbolcache, gehört für IT-Support-Teams zum Alltag. Fernzugriff von NinjaOne vereinfacht diesen Prozess, da Sie Fernzugriffsverbindungen direkt aus Support-Tickets heraus starten können. So sinkt die Zeit bis zur Lösung kleinerer Support-Fälle, und Sie können sich auf die Zuverlässigkeit und Sicherheit Ihrer gesamten IT-Infrastruktur konzentrieren.
Mit NinjaOne greifen Sie sowohl von Ihrem eigenen Desktop als auch von Mobilgeräten auf verwaltete und nicht verwaltete Geräte zu und unterstützen Benutzer:innen von überall aus. Außerdem können Sie Dateiübertragungen starten, Remote-Terminalfenster öffnen und mit Benutzer:innen chatten, damit Support-Tickets immer so schnell wie möglich gelöst werden.
Beheben Sie Probleme von Endbenutzer:innen mit den Tools von NinjaOne für MSPs.