Power Throttling in Windows ist eine intelligente Funktion zur Energieverwaltung, die die Akkulaufzeit verlängert und gleichzeitig die Reaktionsfähigkeit des Systems erhält. Ist sie aktiviert, erkennt das System, welche Anwendungen im Hintergrund laufen, und reduziert die CPU-Ressourcen, die ihnen zugewiesen werden. Diese selektive Ressourcenzuweisung schont den Akku, ohne Ihr Arbeiten am Rechner spürbar zu beeinträchtigen.
Was ist Power Throttling in Windows?
Power Throttling setzt beim Stromverbrauch an und zielt dabei auf Hintergrundprozesse statt auf die Anwendungen, mit denen Sie gerade aktiv arbeiten. Arbeiten Sie etwa an einem Dokument, während ein Webbrowser im Hintergrund läuft, können Sie Power Throttling aktivieren und so die Ressourcen für diese Hintergrundprozesse reduzieren. Die Energiesparpläne bieten voreingestellte Konfigurationen, die festlegen, wie stark Windows das Energiesparen gegenüber der Leistung priorisiert.
Mehr Leistung durch die gezielte Steuerung von Power Throttling in Windows. Sehen Sie sich So aktivieren oder deaktivieren Sie Power Throttling in Windows an, um Ihr System optimal einzustellen.
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Schnellzugriff auf die Einstellungen
Am einfachsten aktivieren oder deaktivieren Sie Power Throttling über die Energiesparpläne von Windows. Der Zugriff auf die Einstellungen für Power Throttling über die Windows-Einstellungen bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche zur Verwaltung dieser Funktion.
So rufen Sie diese Einstellungen schnell auf:
- Drücken Sie Win + I, um die App „Einstellungen“ zu öffnen.
- Wählen Sie im Hauptmenü der Einstellungen „System“ aus.
- Klicken Sie in der linken Seitenleiste auf „Netzbetrieb und Energiesparen“.
- Scrollen Sie nach unten zu „Energiemodus“ oder klicken Sie auf „Energiesparmodus-Einstellungen“, um weitere Optionen zu erhalten.
- Wählen Sie über das Dropdown-Menü den gewünschten Energiesparplan aus.
Die Oberfläche stellt die Optionen für Power Throttling übersichtlich dar, sodass Sie schnell umstellen können, wenn Sie zwischen Akkuschonung und hoher Leistung wechseln müssen.
Akkulaufzeit und Leistung abwägen
Das Verhältnis zwischen Akkuschonung und Systemleistung ist der grundlegende Kompromiss bei der Steuerung von Power Throttling. Aktivieren Sie Power Throttling, können Sie mit einer längeren Akkulaufzeit rechnen, oft 10 bis 15 % mehr, da Hintergrundprozesse weniger Ressourcen verbrauchen. Besonders wertvoll ist das bei langen Arbeitssitzungen ohne Steckdose oder auf Reisen.
Diese bessere Energieeffizienz kann sich allerdings auf die Leistung auswirken. Anwendungen, die wichtige Aufgaben im Hintergrund ausführen, arbeiten im gedrosselten Zustand unter Umständen verzögert. So brauchen Tools zur Dateisynchronisierung möglicherweise länger für ihre Aufgaben, oder die Datenverarbeitung im Hintergrund läuft langsamer ab.
Änderungen über die Registry
Änderungen in der Registry erlauben eine feingranulare Steuerung, erfordern aber eine sorgfältige Implementierung. Das ist vor allem bei spezialisierten Workstations nützlich, auf denen bestimmte Anwendungen dauerhaft zuverlässig im Hintergrund arbeiten müssen.
Bevor Sie Änderungen an der Registry vornehmen, sollten Sie ein Backup der Registry anlegen oder einen Wiederherstellungspunkt erstellen. Die wichtigsten Einstellungen für Power Throttling finden Sie in der Registry unter „HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Power“, wo sich mehrere drosselungsbezogene Werte anpassen lassen.
Den Throttling-Schlüssel direkt bearbeiten
Feinjustieren Sie die Leistung von Windows, indem Sie die Energieverwaltung auf Registry-Ebene selbst in die Hand nehmen. Mit diesen einfachen Registry-Änderungen umgehen Sie das standardmäßige Drosselungsverhalten und steigern so möglicherweise die Reaktionsfähigkeit auf Systemen, bei denen die Akkulaufzeit weniger wichtig ist als die Leistung.
So ändern Sie die Einstellungen für Power Throttling direkt in der Registry:
- Drücken Sie Win + R, um das Dialogfeld „Ausführen“ zu öffnen.
- Geben Sie „regedit“ ein und drücken Sie die Eingabetaste, um den Registrierungs-Editor zu starten.
- Navigieren Sie zu „HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Power“.
- Suchen Sie nach dem DWORD-Wert „PowerThrottlingOff“ (erstellen Sie ihn, falls er nicht vorhanden ist).
- Setzen Sie den Wert auf „1“, um Power Throttling systemweit zu deaktivieren, oder auf „0“, um es zu aktivieren.
Die Registry enthält außerdem weitere Schlüssel, die einzelne Aspekte des Drosselungsverhaltens steuern. Dazu zählen Einstellungen zur Drosselungsintensität, zu Ausnahmen für Anwendungen und zum Prozessorverhalten im gedrosselten Zustand.
Einzelne Prozesse ausnehmen
Windows bietet Mechanismen, um bestimmte Anwendungen von Power Throttling auszunehmen, ohne die Funktion systemweit zu deaktivieren. So bleiben die Vorteile für den Akku bei den meisten Prozessen erhalten, während kritische Anwendungen auch im Hintergrund die vollen CPU-Ressourcen erhalten.
Um Anwendungen über die Registry auszunehmen, müssen Sie bestimmte Schlüssel anlegen, die die Anwendungen anhand ihres Namens der ausführbaren Datei identifizieren. Windows greift auf diese Ausnahmelisten zurück, wenn es entscheidet, welche Prozesse die Einschränkungen durch Power Throttling umgehen dürfen.
PowerShell-Befehle für die Drosselung
Power Throttling in Windows wird deutlicher, wenn man es über PowerShell betrachtet: Die verfügbaren Befehle zeigen, wie die Funktion in das übergreifende Framework der Energieverwaltung eingebettet ist. Die PowerShell-Oberfläche gewährt Zugriff auf das zugrunde liegende Subsystem in Windows und legt Konfigurationsoptionen offen, die über grafische Oberflächen nicht ohne Weiteres verfügbar sind.
Mit PowerShell-Befehlen prüfen Sie schnell den aktuellen Status von Power Throttling, aktivieren Power Throttling für verschiedene Energieschemata oder deaktivieren Power Throttling anhand bestimmter Kriterien. Diese Befehle lassen sich einzeln für einmalige Änderungen ausführen oder in Startskripte einbinden, wenn die Konfiguration dauerhaft gelten soll.
Skripte zur Statusprüfung
PowerShell bietet einen Weg, die Einstellungen für Power Throttling über die Kommandozeile zu verwalten. Das ist besonders nützlich für Systemadministrator:innen, die mehrere Systeme betreuen, oder für Benutzer:innen, die lieber per Skript konfigurieren.
Mit PowerShell-Skripten lässt sich die aktuelle Konfiguration von Power Throttling effizient prüfen und ausgeben:
- Öffnen Sie PowerShell als Administrator, indem Sie mit der rechten Maustaste auf die Schaltfläche „Start“ klicken und „Windows PowerShell (Administrator)“ auswählen.
- Führen Sie Get-PowerPlan aus, um alle verfügbaren Energiesparpläne anzuzeigen.
- Verwenden Sie powercfg /QUERY gefolgt von der GUID des Energiesparplans, um die detaillierten Einstellungen zu prüfen.
- Prüfen Sie den Status von Power Throttling mit Get-ItemProperty -Path ‚HKLM:\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Power‘ -Name ‚PowerThrottlingOff‘.
- Sehen Sie sich die Ausgabe an, um Ihre aktuelle Drosselungskonfiguration zu bestätigen.
Systemweite Richtlinienänderungen
Mit PowerShell setzen Sie umfassende Richtlinien zur Energieverwaltung um, die das Verhalten von Power Throttling auf dem gesamten System beeinflussen. Durch diese systemweiten Anpassungen gelten Ihre bevorzugten Drosselungseinstellungen konsistent, unabhängig davon, welche Anwendungen laufen oder welche:r Benutzer:in angemeldet ist.
Über PowerShell können Sie Änderungen an Energieschemata erstellen und anwenden, die genau festlegen, wann und wie stark Windows Power Throttling einsetzt. Diese Schemata lassen sich auf unterschiedliche Nutzungsszenarien zuschneiden, etwa mit getrennten Konfigurationen für den Netzbetrieb und den Akkubetrieb.
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Ausnahmen für einzelne Apps
Windows bietet Mechanismen, um Ausnahmen für bestimmte Anwendungen zu definieren, die nicht gedrosselt werden sollen. Diese feingranulare Steuerung erhält die Energieeffizienz insgesamt und stellt zugleich sicher, dass kritische Anwendungen die benötigten Ressourcen bekommen. Besonders wertvoll sind app-spezifische Ausnahmen für Anwendungen, die wichtige Aufgaben im Hintergrund erledigen oder gleichbleibende Leistung brauchen.
Whitelisting von Anwendungen mit hohem Leistungsbedarf
Für Ausnahmen müssen Sie zunächst ermitteln, welche Anwendungen am meisten davon profitieren, wenn sie von Power Throttling ausgenommen sind. Typischerweise zählen dazu Tools zur Medienerstellung, Anwendungen für wissenschaftliche Berechnungen, Backup-Programme und andere Software, die prozessorintensive Aufgaben im Hintergrund ausführt.
Für Anwendungen, die durchgehend maximale Leistung benötigen, sorgt eine Whitelist dafür, dass sie stets mit voller Kapazität arbeiten:
- Öffnen Sie die Einstellungen und navigieren Sie zu System > Netzbetrieb und Energiesparen.
- Scrollen Sie nach unten und wählen Sie „Akkuverbrauch pro App“ aus.
- Suchen Sie Ihre Anwendung in der Liste und wählen Sie sie aus.
- Stellen Sie „Windows entscheiden lassen, wann diese App im Hintergrund ausgeführt werden kann“ auf Aus.
- Wählen Sie unter den Hintergrundberechtigungen „Immer“ aus.
Das funktioniert gut für eine kleine Zahl kritischer Anwendungen, die niemals gedrosselt werden sollten. Die Einstellungsoberfläche ist für Benutzer:innen aller Kenntnisstufen zugänglich.
Priorisierung von Hintergrundprozessen
Über einfaches Whitelisting hinaus bietet Windows ausgefeiltere Methoden, um Hintergrundprozesse nach ihrer Wichtigkeit zu priorisieren. Diese Priorisierung beeinflusst, wie Windows Power Throttling auf verschiedene Anwendungen anwendet, und schafft eine Hierarchie der Ressourcenzuweisung, die Leistungsbedarf und Energieeffizienz ausbalanciert.
Bei der Priorisierung erhalten Hintergrundaufgaben unterschiedliche Wichtigkeitsstufen, die beeinflussen, wie stark Windows sie drosselt. So kann etwa ein Prozess zur Dateiindizierung im Hintergrund eine niedrigere Priorität und eine stärkere Drosselung erhalten als ein Tool zur Cloud-Synchronisierung, das seine Aufgaben zeitnah abschließen muss.
Power Throttling in Windows mit fortschrittlichen Überwachungstools
Ein unverzichtbares Tool zur Diagnose und Behebung von Problemen mit Power Throttling in Windows ist ein hochwertiges RMM-Tool, das Energiezustände und die Auswirkungen auf die Anwendungsleistung im gesamten System überwachen kann.
Weitere praktische Tipps und eine visuelle Anleitung finden Sie im Video „So deaktivieren Sie die CPU-Drosselung in Windows“. Dort erfahren Sie, wie Sie die Leistungseinstellungen Ihres Systems erkennen, anpassen und für maximale Effizienz optimieren.
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