Die nativen Energieeinstellungen von PCI Express sind eine praktische Möglichkeit, den Energieverbrauch im Akkubetrieb zu steuern. Allerdings ist bekannt, dass diese Konfiguration auf manchen Geräten gelegentlich zu Problemen führt. Hinzu kommt: Link State Power Management (LSPM) in PCI Express bringt bei Geräten, die dauerhaft am Stromnetz hängen, kaum spürbare Vorteile. Deshalb erklärt dieser Leitfaden, wie Sie LSPM in Windows 10 zu den Energieoptionen hinzufügen oder daraus entfernen.
Diese System- und Zugriffsvoraussetzungen brauchen Sie für Änderungen an den Energieoptionen
Bevor es losgeht, sollten Sie die folgenden Voraussetzungen für eine reibungslose Implementierung prüfen:
✔️ Windows 10 (Home, Pro, Enterprise, Education)
✔️ Administratorrechte
✔️ Grundkenntnisse in powercfg und/oder im Registrierungs-Editor
✔️ (Optional) Verteilung über Gruppenrichtlinien oder PowerShell-Skripte
⚠️ Warnung: Wenn Sie die Energieoptionen über den Registrierungs-Editor anpassen möchten, sollten Sie zuvor die Windows-Registrierung sichern und einen Wiederherstellungspunkt anlegen. Ungewollte Änderungen oder Fehler können die Stabilität und Leistung des Systems beeinträchtigen.
So fügen Sie „Link State Power Management“ zu den Energieoptionen hinzu (empfohlen)
Mit diesem Befehl wird die LSPM-Option in den erweiterten Energieeinstellungen sichtbar.
- Geben Sie cmd in die Windows-Suche ein und wählen Sie Eingabeaufforderung → Als Administrator ausführen.
- Verwenden Sie diesen Befehl:
REG ADD HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Power\PowerSettings\501a4d13-42af-4429-9fd1-a8218c268e20\ee12f906-d277-404b-b6da-e5fa1a576df5 /v Attributes /t REG_DWORD /d 2 /f
Hinweis: Denken Sie daran, diesen Befehl in einer Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten auszuführen.
Sichtbarkeit von PCI Link State Power Management prüfen
So prüfen Sie, ob LSPM sichtbar ist:
- Öffnen Sie Systemsteuerung → Energieoptionen → Energiesparplaneinstellungen ändern → Erweiterte Energieeinstellungen ändern.
- Klappen Sie anschließend PCI Express → Link State Power Management auf.
So entfernen Sie „Link State Power Management“ aus den Energieoptionen
Umgekehrt blenden Sie PCI Express und die LSPM-Option so aus:
- Geben Sie cmd in die Windows-Suche ein und wählen Sie Eingabeaufforderung → Als Administrator ausführen.
- Führen Sie powercfg -attributes SUB_PCIEXPRESS ee12f906-d277-404b-b6da-e5fa1a576df5 +ATTRIB_HIDE aus, damit LSPM ausgeblendet bleibt.
Verwenden Sie für den Befehl die unten aufgeführten GUID-Werte.
Diese Option wird meist in Unternehmens- oder Kiosk-Umgebungen deaktiviert, in denen es sinnvoll ist, die Konfigurationsmöglichkeiten für den Energieverbrauch einzuschränken. Dadurch werden sowohl PCI Express als auch LSPM ausgeblendet.
Alternative Methode: LSPM-Sichtbarkeit über die Registrierung konfigurieren
Erfahrene Anwender:innen können die Energieoptionen auch über die Windows-Registrierung anpassen.
- Drücken Sie Win + R, geben Sie regedit in das Dialogfeld ein und klicken Sie auf OK, um den Registrierungs-Editor zu öffnen.
- Navigieren Sie zu diesem Pfad oder kopieren Sie ihn in die Adressleiste der Registrierung.
- Computer\HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Power\PowerSettings\501a4d13-42af-4429-9fd1-a8218c268e20\ee12f906-d277-404b-b6da-e5fa1a576df5
- Ändern Sie im rechten Bereich den 32-Bit-DWORD-Wert Attributes oder legen Sie ihn neu an.
- Doppelklicken Sie darauf und setzen Sie den Wert auf 1, um PCI Express und LSPM aus den Energieoptionen zu entfernen, oder auf 2, um sie hinzuzufügen.
- Die Änderungen greifen, sobald das Dialogfeld der Energieoptionen das nächste Mal geöffnet wird.
GUID-Referenz für Link State Power Management
Diese GUIDs lassen sich in einem Skript, in einem GPO oder in der Registrierung verwenden, um bestimmte Einstellungen zu konfigurieren und Richtlinien systemübergreifend anzuwenden.
| Element | GUID |
| PCI-Express-Untergruppe | SUB_PCIE → 501a4d13-42af-4429-9fd1-a8218c268e20 |
| Link State Power Management | ASPM → ee12f906-d277-404b-b6da-e5fa1a576df5 |
Typische Anwendungsfälle für das Ausblenden von Link State Power Management
Sollten Sie Link State Power Management abschalten? In kontrollierten Umgebungen ist es durchaus üblich, Endbenutzer:innen den Zugriff auf die LSPM-Einstellungen zu verwehren, insbesondere in diesen Szenarien und Anwendungsfällen:
- Systembauer:innen oder OEMs, die die Benutzeroberfläche für ihre Anwender:innen vereinfachen möchten.
- Administrator:innen in Unternehmen, die Konfigurationsabweichungen begrenzen oder verhindern wollen.
- Power-User:innen, die die Leistungseinstellungen ihres Geräts feinjustieren.
Darüber hinaus gilt das Abschalten von Link State Power Management häufig als Mittel, um die Latenz zu senken, also die Zeit, die das System braucht, um aus dem Energiesparmodus zurückzukehren.
Quick-Start-Guide
NinjaOne bietet mehrere Skripte und Funktionen rund um das Energiemanagement. Dazu gehört das Skript:
„Energie- und Energiesparmodus-Einstellungen ändern“, mit dem Sie Folgendes tun können:
- Energie- und Energiesparmodus-Einstellungen anpassen
- Einstellungen sowohl für den Netz- als auch für den Akkubetrieb konfigurieren
- Energieoptionen für Windows-Geräte ändern
Fazit zur Option „Link State Power Management“
Ist Link State Power Management aktiviert, priorisiert das System die Energieeinsparung und drosselt dafür den kontinuierlichen Datenstrom zwischen den Hochgeschwindigkeitskomponenten eines PCs. Entsprechend länger dauert es, bis ein Gerät aus dem Energiesparmodus zurückkehrt.
Ist LSPM dagegen ausgeschaltet oder deaktiviert, bleibt der Energieverbrauch durchschnittlich oder höher. Dafür werden Daten schneller übertragen, was wiederum die Latenz verringert. Administrator:innen deaktivieren diese Einstellung mitunter, um die Leistung in den Vordergrund zu stellen und Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden.
Vor diesem Hintergrund lohnt sich ein Blick auf weitere Möglichkeiten, die Energieeinstellungen in Windows 10 zu ändern und so den Stromverbrauch des jeweiligen Geräts zu optimieren.