Schlüsselpunkte
- Signale für risikoreiche Benutzer:innen sollten sofortige Maßnahmen auslösen: Erkennen Identitätssysteme verdächtiges Verhalten, müssen Kontrollen umgehend greifen, um Endpunkte, Anmeldeinformationen und Daten zu schützen.
- Automatisierte Durchsetzung verbindet Erkennung und Schutz: Stärkere Authentifizierung und Passwort-Resets lassen sich ohne manuelle Prüfung anwenden.
- Device Trust stärkt die Kontrollen für risikoreiche Benutzer:innen: Verwaltete und Compliance-konforme Geräte zur Pflicht zu machen, schafft eine zusätzliche Schutzebene, sobald das Benutzerrisiko steigt
- Automatisierung muss innerhalb definierter Richtliniengrenzen ablaufen: Klare Schwellenwerte, Reaktionsregeln und Kontrolle verhindern Aussperrungen und sorgen für eine konsistente Durchsetzung.
Unternehmensumgebungen mit Systemen zum Identitätsschutz sind sicherer, und dieser Schutz ist ein zentraler Baustein des Credential Managements. Denn so können IT-Teams Anmeldungen und Verhalten der Benutzer:innen überwachen und gleichzeitig in Echtzeit prüfen, ob Anmeldeinformationen offengelegt wurden. Wichtig ist dabei: Wird ein:e Benutzer:in wegen verdächtiger Aktivitäten oder Breach-Warnungen als risikoreich eingestuft, muss die IT sofort handeln, um Daten zu schützen und Missbrauch zu verhindern.
Eine manuelle Prüfung verlangsamt die Reaktion und verlängert das Zeitfenster für Angriffe, was Unternehmensumgebungen gefährdet. Abhilfe schaffen Kontrollen für risikoreiche Benutzer:innen: IT-Teams können damit automatisiert eine stärkere Authentifizierung, Prüfungen der Gerätekonformität oder Zugriffsbeschränkungen auslösen, sobald das Risiko steigt.
So verbessert eine automatisierte Reaktion auf Identitätsrisiken die Kontrollen für risikoreiche Benutzer:innen
Szenarien mit bedingtem Zugriff für risikoreiche Benutzer:innen erfordern sofortige Entscheidungen über Kontrollen. Wird ein Risiko erkannt, sorgt eine automatisierte Reaktion auf Identitätsrisiken dafür, dass stärkere Authentifizierung, Geräteprüfungen und Zugriffsbeschränkungen unmittelbar greifen, ohne dass IT-Teams manuell eingreifen oder prüfen müssen.
Signale für risikoreiche Benutzer:innen verstehen
Der Status „risikoreich“ wird vor allem durch Verhalten ausgelöst, das auf ein kompromittiertes Konto hindeutet. Diese Signale stammen aus Systemen zum Identitätsschutz, die Anmeldungen und Kontoaktivitäten überwachen. Dazu zählen:
- Verdächtiges Anmeldeverhalten, etwa Anmeldungen von unbekannten Standorten oder von Geräten, die der Person nicht zugeordnet sind
- Offengelegte Anmeldeinformationen auf Breach-Monitoring-Listen, wenn geleakte Passwörter oder Benutzernamen in einschlägigen Foren und bekannten Datenleaks auftauchen
- Unmögliche Reisemuster: Hier scheint sich eine Person innerhalb eines Zeitraums von zwei weit entfernten Orten anzumelden, der physisch nicht möglich ist.
- Wiederholt fehlgeschlagene Authentifizierungen, die auf Passwort-Raten und automatisierte Angriffsversuche hindeuten können
- Ungewöhnliche Zugriffsversuche, etwa der Versuch, auf Systeme oder Daten zuzugreifen, für die keine Berechtigung besteht oder die außerhalb der üblichen Rolle liegen
Diese Signale deuten darauf hin, dass das Konto möglicherweise kompromittiert wurde. Verzögert sich die Reaktion, bleibt Angreifern mehr Zeit, sich Zugang zu sensiblen Daten zu verschaffen.
Darum ist eine automatisierte Durchsetzung so wichtig
Eine risikobasierte Zugriffssteuerung verknüpft Risikosignale direkt mit Maßnahmen zur Durchsetzung von IT-Richtlinien. Werden Risikosignale erkannt, greift der Schutz sofort, statt erst eine manuelle Prüfung durch IT-Mitarbeiter:innen zu durchlaufen.
- Erneute Authentifizierung mit stärkeren Verfahren verlangen, etwa MFA (Multi-Factor Authentication) oder Passwort-Reset, bevor Zugriff gewährt wird.
- Prüfungen der Gerätekonformität erzwingen, sodass Endpunkte die Sicherheitsstandards erfüllen, bevor Zugriff erlaubt wird.
- Reset oder Neuregistrierung von Anmeldeinformationen auslösen, sodass Zugangsdaten ersetzt werden, wenn ein Datenleck vermutet wird.
- Passwort-Resets für offengelegte Anmeldeinformationen erzwingen und so Daten schützen, wenn Zugangsdaten kompromittiert wurden.
- Eine Überprüfung der Geräteregistrierung starten und bestätigen, dass das Gerät verwaltet wird, bevor der Zugriff erneut freigegeben wird.
Automatisierung verkürzt die Reaktionszeit und sorgt für eine konsistente Durchsetzung der Kontrollen, ohne dass Menschen eingreifen müssen.
Bedingte Registrierung und Device Trust für risikoreiche Benutzer:innen
Unternehmen können Identitätsrisiken mit Richtlinien zur Geräteregistrierung verknüpfen, sodass ein höheres Risiko automatisiert strengere Prüfungen auslöst. Richtlinien für bedingten Zugriff für risikoreiche Benutzer:innen schaffen dabei ein gewisses Maß an Flexibilität, wenn das Benutzerrisiko steigt.
Wird eine Person als risikoreich markiert, können Systeme:
- Die Registrierung eines verwalteten Geräts vor dem Zugriff verlangen, sodass die Anmeldung nur von Geräten unter IT-Kontrolle erfolgt.
- Den Zugriff auf Compliance-konforme Endpunkte beschränken und damit Geräte blockieren, die definierte Sicherheitsstandards nicht erfüllen.
- Zertifikatsbasierte Authentifizierung erzwingen und so die Geräteidentität stärker nachweisen.
- Eine strengere Sitzungsüberwachung anwenden und aktive Sitzungen enger kontrollieren.
Strengere Anforderungen an Geräte und Authentifizierung sind zwei Vorteile der bedingten Registrierung. Sie stellt sicher, dass Konten mit höherem Risiko strengere Kontrollen durchlaufen, bevor Zugriff gewährt wird.
Zertifikatsbasierte automatische Registrierung stärkt Device Trust
IT-Teams können mit zertifikatsbasierter automatischer Registrierung eine weitere Prüfebene einziehen, indem sie Zertifikate über eine vertrauenswürdige Zertifizierungsstelle an verwaltete Geräte ausstellen. Statt sich allein auf Passwörter zu verlassen, bestätigen Zertifikate, dass das Gerät selbst bekannt und freigegeben ist.
Die automatische Zertifikatsregistrierung stärkt die Identitätsprüfung, indem sie:
- Vertrauenswürdige Anmeldeinformationen an verwaltete Geräte ausgibt und die Authentifizierung an Systeme unter IT-Kontrolle bindet.
- Gegenseitige Authentifizierung unterstützt, sodass sowohl die Person als auch das Gerät ihre Identität nachweisen müssen.
- Die Abhängigkeit von reinen Passwörtern verringert und damit das Risiko durch gestohlene Anmeldeinformationen senkt.
In Verbindung mit Systemen zur Risikoerkennung lassen sich Zertifikate widerrufen, erneuern oder neu ausstellen, sobald ein erhöhtes Risiko erkannt wird. Das stärkt Device Trust genau dann, wenn es am wichtigsten ist.
Automatisierte Risikoreaktion im Einklang mit Governance-Richtlinien
Unternehmen sollten eine automatisierte Risikoreaktion einsetzen, die definierten Sicherheits- und Endpunkt-Governance-Regeln folgt. Entscheidend ist, dass die Automatisierung nicht ohne Richtlinie oder Kontrolle agiert. Sonst stört sie den Zugriff, sperrt legitime Benutzer:innen aus und erzeugt Support-Eskalationen.
Unternehmen müssen:
- Klare Schwellenwerte für die Einstufung als risikoreich definieren, damit automatisierte Maßnahmen auf einheitlichem und freigegebenem Niveau ausgelöst werden.
- Playbooks für automatisierte Reaktionen erstellen, die festlegen, welche Kontrollen bei steigendem Risiko greifen.
- Eskalationsprozesse dokumentieren, damit schwerwiegende Fälle von IT-Mitarbeiter:innen geprüft werden.
- Die Wirksamkeit der Durchsetzung überwachen und bestätigen, dass die Kontrollen wie vorgesehen greifen.
- Automatisierte Entscheidungen regelmäßig auditieren und sicherstellen, dass die Automatisierung Compliance und interne Richtlinien unterstützt.
IT-Teams müssen klar definierte Automatisierungsregeln festlegen, um inkonsistente Durchsetzung und ungewollte Aussperrungen zu vermeiden, die Arbeitsabläufe der Beschäftigten stören könnten.
Verbreitete Irrtümer über die automatisierte Durchsetzung bei risikoreichen Benutzer:innen
Automatisierte Kontrollen für risikoreiche Benutzer:innen verkürzen die Reaktionszeit, machen Kontrolle und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen aber nicht überflüssig.
- Automatische Registrierung macht Prüfungen überflüssig: Die automatisierte Durchsetzung senkt das Risiko schnell, dennoch sollte die IT die Maßnahmen prüfen und bestätigen, dass die Kontrollen wie erwartet gewirkt haben.
- Risikoreich-Einstufungen sind immer korrekt: Risikobewertung basiert auf Verhaltensmustern und Wahrscheinlichkeiten. Manche Fälle müssen validiert werden, um unnötige Störungen zu vermeiden.
- Geräteregistrierung allein löst kompromittierte Identitäten: Die Registrierung stärkt die Kontrolle, starke Authentifizierung, Überwachung und fortlaufende Untersuchung bleiben aber erforderlich.
Automatisierung hilft IT-Teams, schneller und konsistenter zu arbeiten. Am besten funktioniert sie jedoch zusammen mit einem klar definierten Prüf- und Überwachungsprozess.
Quick-Start-Guide
NinjaOne bietet richtlinienbasierte Durchsetzungsfunktionen, die sich auf Benutzer:innen und Geräte anwenden lassen:
Funktionen für Richtlinien und Durchsetzung:
- Geräterichtlinien, Richtlinien für verwaltete Geräte erstellen und durchsetzen
- Automatisierte Durchsetzung, Richtlinien lassen sich automatisiert auf Gerätegruppen anwenden
- Rollenbasierter Zugriff, Berechtigungen anhand von Geräte- und Benutzerrollen zuweisen
- Freigaben für die Geräteregistrierung, Steuern, welche Geräte verwaltet werden dürfen (manuell oder automatisiert)
- Automatisierte Statusaktualisierungen, Geräte können je nach Bedingungen automatisiert zwischen verwaltet und nicht verwaltet wechseln
Für Unternehmensumgebungen:
- Organisationsstruktur, Geräte nach Organisation und Standort gliedern
- Tagging und Gruppierung, Geräte taggen und gezielte Richtliniengruppen bilden
- Automatisierung im Patch-Management, Software-Updates und Sicherheitspatches automatisiert durchsetzen
- MDM-Funktionen, Mobile Device Management mit Zero-Touch-Registrierung für Android-Geräte
Mehr Sicherheit durch Kontrollen für risikoreiche Benutzer:innen
Kontrollen für risikoreiche Benutzer:innen verkürzen die Zeit zwischen dem Erkennen verdächtiger Aktivitäten und dem Anwenden von Schutzmaßnahmen. Wenn Risikosignale aus dem Identitätsschutz direkt mit Geräteregistrierung, Zertifikatsverwaltung und Regeln für bedingten Zugriff verknüpft sind, kann die IT sofort strengere Sicherheitsmaßnahmen anwenden. Damit entfällt die Verzögerung durch manuelle Prüfungen.
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