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So aktivieren oder deaktivieren Sie „Keine Treiber in Windows Updates einschließen“ in Windows 11

von Team Ninja
How to Enable or Disable “Include Drivers with Windows Updates” in Windows 11 blog banner image

Kurzüberblick

Dieser NinjaOne-Blogbeitrag bietet eine umfassende Liste grundlegender CMD-Befehle und einen tiefen Einblick in die Windows-Befehle mit über 70 wichtigen CMD-Befehlen für Anfänger:innen und Fortgeschrittene. Der Blogartikel erklärt praktische Befehle der Eingabeaufforderung für die Dateiverwaltung, die Navigation in Verzeichnissen, die Fehlersuche im Netzwerk, Festplattenoperationen und die Automatisierung mit echten Beispielen zur Steigerung der Produktivität. Egal, ob Sie grundlegende CMD-Befehle lernen oder fortgeschrittene Windows CLI-Tools beherrschen möchten, dieser Leitfaden hilft Ihnen, die Eingabeaufforderung effektiver zu verwenden.

Schlüsselpunkte

  • Die Installation von Hardware-Treibern über Windows Update lässt sich über die Einstellungen-App, Gruppenrichtlinien, die Registry oder PowerShell blockieren.
  • Prüfen Sie zuerst Ihre Windows-11-Edition: Gruppenrichtlinien stehen in den unterstützten Editionen Pro, Enterprise, Education und IoT Enterprise zur Verfügung, während andere Verwaltungsmethoden von Ihrer Windows-Edition und Ihrer Umgebung abhängen können.
  • Nutzen Sie die Registry-Methode, wenn Sie den zugrunde liegenden Richtlinienwert direkt konfigurieren möchten. Sie entspricht der Gruppenrichtlinien-Einstellung, auch wenn Microsoft die zugehörige Richtlinie für die unterstützten Editionen Pro, Enterprise und IoT Enterprise dokumentiert.
  • Schließen Sie Treiber-Updates aus dem regulären Qualitätsupdate-Zyklus von Windows aus, um validierte OEM-Konfigurationen zu schützen, ungewollte Treiberänderungen zu verhindern und getestete Treiberversionen in verwalteten Geräteflotten beizubehalten.
  • Prüfen Sie Ihre Richtlinien in WSUS, Intune oder Windows Autopatch, bevor Sie mit der Fehlersuche beginnen, denn die Treiberbereitstellung wird möglicherweise bereits über zentrale Update-Richtlinien gesteuert.

Zur Vereinfachung für Benutzer:innen kann Windows 11 passende Hardware-Treiber-Updates auch über Windows Update im Rahmen des regulären Update-Vorgangs ausliefern. Das dient vor allem der Bequemlichkeit und Effizienz, doch manche Systemadministrator:innen möchten die Treiberverwaltung stärker selbst steuern.

Besonders deutlich wird das in Unternehmensumgebungen. Wer Endpunkte in großem Umfang verwaltet oder lieber Treiber von Erstausrüstern (OEM) einsetzt, sollte deshalb wissen, wie sich „Keine Treiber in Windows Updates einschließen“ verwalten lässt. In diesem Leitfaden stellen wir mehrere Methoden vor, mit denen Sie die Einstellung „Keine Treiber in Windows Updates einschließen“ aktivieren oder deaktivieren.

Eine visuelle Anleitung finden Sie in unserem Video So aktivieren oder deaktivieren Sie „Keine Treiber in Windows Updates einschließen“ in Windows 11.

So verwalten Sie „Keine Treiber in Windows Updates einschließen“

Bevor Sie starten, sollte Ihr System diese Voraussetzungen erfüllen:

  • Administratorrechte. Für Änderungen an Gruppenrichtlinien oder der Registry sind Administratorrechte erforderlich.
  • Verfügbarkeit des Gruppenrichtlinien-Editors. Der Gruppenrichtlinien-Editor steht nur in den unterstützten Editionen Windows 11 Pro, Enterprise, Education und IoT zur Verfügung. Stellen Sie sicher, dass Sie eine unterstützte Edition verwenden, bevor Sie die Gruppenrichtlinien-Methode einsetzen.
  • Windows Update. Klären Sie, ob Treiber-Updates lokal oder über Windows-Update-Richtlinien, WSUS, Intune oder Windows Autopatch gesteuert werden, denn zentral verwaltete Richtlinien können das lokale Verhalten bei Treiber-Updates beeinflussen oder überschreiben.
  • Richtlinien aktualisieren. Nach den Änderungen können Sie das System neu starten oder gpupdate /force ausführen, um die Gruppenrichtlinien zu aktualisieren, bevor Sie die Konfiguration überprüfen.

Methode 1: Über die Einstellungen-App (eingeschränkt verfügbar)

Diese Option ist im Dialogfeld „Geräteinstallationseinstellungen“ nur in einigen Builds teilweise sichtbar.

  1. Drücken Sie die Windows-Taste + R und geben Sie Folgendes ein: control /name Microsoft.DeviceInstallation
  2. Wählen Sie im Fenster „Geräteinstallationseinstellungen“:
    • Ja (empfohlen), um Treiber-Downloads zusammen mit Updates zuzulassen
    • Nein – um die Einbindung von Treibern zu blockieren

Methode 2: Über Gruppenrichtlinien aktivieren oder deaktivieren (für Unternehmen empfohlen)

Diese Methode eignet sich am besten für in eine Domäne eingebundene oder verwaltete Geräte.

  1. Öffnen Sie den Gruppenrichtlinien-Editor mit der Tastenkombination Windows-Taste + R. Geben Sie gpedit.msc ein und drücken Sie die Eingabetaste.
  2. Navigieren Sie zu: Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Windows-Komponenten > Windows Update > Von Windows Update angebotene Updates verwalten
  3. Suchen Sie den Eintrag Keine Treiber in Windows Updates einschließen und doppelklicken Sie darauf.
  4. Setzen Sie die Richtlinie auf:
    • Aktiviert, verhindert, dass Windows Update Treiber einbindet.
    • Deaktiviert oder Nicht konfiguriert, erlaubt die Installation von Treibern über Windows Update.
  5. Klicken Sie auf Übernehmen und schließen Sie dann das Gruppenrichtlinien-Fenster.
  6. Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und führen Sie Folgendes aus: gpupdate /force

Hinweis: Diese Einstellung ist ausschließlich auf Windows 11 Enterprise-Editionen beschränkt.

Methode 3: Über den Registrierungs-Editor

Diese Methode entspricht der Gruppenrichtlinien-Einstellung und funktioniert in allen Windows-Editionen.

  1. Öffnen Sie den Registrierungs-Editor mit der Tastenkombination Windows-Taste + R. Geben Sie regedit ein und drücken Sie die Eingabetaste.
  2. Navigieren Sie zu:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\WindowsUpdate

    • Falls der Schlüssel WindowsUpdate nicht vorhanden ist, legen Sie ihn manuell an.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in den rechten Bereich und erstellen Sie einen neuen DWORD-Wert (32-Bit) mit dem Namen:
    ExcludeWUDriversInQualityUpdate
  4. Setzen Sie den Wert auf:
    • 1 = Treiber-Updates über Windows Update deaktivieren
    • 0 = Treiber-Updates aktivieren
  5. Schließen Sie den Registrierungs-Editor und starten Sie Ihren PC neu.

Methode 4: Überprüfung und Anwendung über PowerShell

Mit PowerShell lässt sich die Richtlinie prüfen und bereitstellen, was besonders bei Skripten oder automatisierten Systemkonfigurationen hilfreich ist.

  1. Drücken Sie die Windows-Taste und geben Sie PowerShell ein.
  2. Klicken Sie in den Suchergebnissen mit der rechten Maustaste auf PowerShell und wählen Sie im Kontextmenü Als Administrator ausführen.
  3. Führen Sie Folgendes aus:
    • So prüfen Sie die aktuelle Einstellung:
      Get-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\WindowsUpdate"
      -Name
      ExcludeWUDriversInQualityUpdate
    • So wenden Sie die Einstellung per Skript an:
      Set-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\WindowsUpdate" `
      -Name ExcludeWUDriversInQualityUpdate -Type DWord -Value 1

Dieser Ansatz eignet sich ideal für unternehmensweite Rollouts oder Konfigurationsaufgaben, die über Intune, SCCM oder Endpunkt-Skripte gesteuert werden.

Darum lohnt es sich, die Treiberbereitstellung über Windows Update zu steuern

Systemadministrator:innen möchten oft besser kontrollieren, wie Windows Hardware-Treiber-Updates einbindet, wenn Updates über die Windows-Update-Plattform verteilt werden. Darüber hinaus gibt es weitere häufige Gründe, die Treiberbereitstellung selbst zu steuern.

  • Systemadministrator:innen wollen verhindern, dass Windows einen herstellerspezifisch abgestimmten Treiber durch einen generischen ersetzt. Wer die Treiberbereitstellung über Windows Update steuert, verhindert das automatisierte Überschreiben eigener oder OEM-Treiber.
  • Generische Treiber-Updates sind unter Umständen nicht gründlich für bestimmte Hardware-Konfigurationen getestet worden. Das Deaktivieren automatisierter Treiber-Updates hilft, Instabilitäten durch generische Treiber-Updates zu vermeiden.
  • Unternehmen validieren häufig bestimmte Treiberversionen, bevor sie diese ausrollen. Durch die gesteuerte Bereitstellung können IT-Teams getestete Versionen geräteübergreifend festschreiben.
  • Die Kontrolle über Treiber-Updates reduziert treiberbedingte Probleme in Produktivumgebungen oder während Upgrade-Zyklen.

Weitere Aspekte bei der Änderung von Treiber-Updates in Windows Updates

Bei der Verwaltung der Einstellung „Keine Treiber in Windows Updates einschließen“ sollten Sie einige Faktoren vorab berücksichtigen:

  • Bei Einsatz von WSUS oder Intune: Auf Geräten, die ihre Updates von WSUS beziehen, ist die Treiberbereitstellung möglicherweise bereits unterdrückt und über zentrale Richtlinien gesteuert, wodurch die Registry- oder GPO-Einstellungen wirkungslos bleiben. Microsoft hat die geplante Abkündigung der WSUS-Treibersynchronisierung auf unbestimmte Zeit verschoben, sodass die Treiberbereitstellung über WSUS weiterhin unterstützt wird. Unternehmen, die sich von WSUS lösen, können stattdessen Intune oder den Bereitstellungsdienst von Windows Update for Business nutzen.
  • Bei OEM-Treibern: Validieren Sie OEM- oder kritische Treiberversionen immer, bevor Sie Windows erlauben, sie zu aktualisieren.
  • Umgebung prüfen: Nutzen Sie Get-WindowsUpdateLog oder die Ereignisanzeige, um zu kontrollieren, ob unerwünschte Treiber-Updates installiert wurden.
  • Treiberkontrolle: Kombinieren Sie die Einstellung „Keine Treiber in Windows Updates einschließen“ mit den Geräteinstallationseinschränkungen in der GPO, um Treiberrichtlinien maximal durchzusetzen.

Quick-Start-Guide

Das Patch-Management-Tool von NinjaOne enthält im Rahmen der Windows-Update-Verwaltung eine Option zum Treiber-Scan. Laut Dokumentation umfasst ein typischer Scan-Zyklus des Windows Patch Management (WPM) Folgendes:

  • einen Scan nach empfohlenen Updates
  • einen Scan nach optionalen Updates und Funktionsupdates (sofern aktiviert)
  • einen Scan nach Treibern (sofern aktiviert)

Das Wichtigste zu Treiber-Updates:

  • Sie können die Einstellungen für Treiber-Updates in NinjaOne auf Richtlinienebene konfigurieren.
  • Das Patch-Management-Tool nutzt die Windows Update Agent API, um Updates zu erkennen und zu verwalten.
  • Treiber können in den Richtlinieneinstellungen genehmigt, abgelehnt oder auf manuelle Genehmigung gesetzt werden.

Die Einstellung „Keine Treiber in Windows Updates einschließen“ verwalten

Treiber bleiben deutlich konsistenter, wenn Systemadministrator:innen angemessen steuern können, ob Windows Update Treiber ausliefert. Diese Richtlinie kann IT-Abläufe vereinfachen und lässt sich je nach Umgebung über Gruppenrichtlinien, die Registry oder eingeschränkt über die grafische Oberfläche konfigurieren.

Gruppenrichtlinien bleiben das Mittel der Wahl, um den Treiberausschluss in lokal oder per Domäne verwalteten Umgebungen durchzusetzen. Der Registrierungs-Editor eignet sich dagegen für die direkte oder skriptgesteuerte Konfiguration der Richtlinie. Zusätzlich können Systemadministrator:innen das Verhalten bei Treiberinstallationen über PowerShell oder die Windows-Protokolle überprüfen. Der Einsatz dieser Methoden in Kombination mit weiteren Treiberrichtlinien hilft, unautorisierte Treiberänderungen zu unterbinden.

FAQs

Nein. Wird diese Richtlinie aktiviert, werden als Treiber klassifizierte Updates aus dem regulären Qualitätsupdate-Zyklus von Windows ausgeschlossen. Sicherheits- und Qualitätsupdates von Windows werden weiterhin normal angeboten, denn sie bilden eine eigene Klassifizierung und sind von dieser Richtlinie nicht betroffen.

Microsoft dokumentiert diese Richtlinie für die unterstützten Editionen Windows 11 Pro, Enterprise, Education und IoT Enterprise. Windows 11 Home enthält den lokalen Gruppenrichtlinien-Editor nicht, und Microsoft führt Home nicht unter den unterstützten Editionen für diese Richtlinie auf.

Das hängt davon ab, wie Treiber-Updates zentral verwaltet werden. WSUS, Intune, Windows Autopatch, Gruppenrichtlinien und MDM-Einstellungen können das Verhalten bei Treiber-Updates beeinflussen. Prüfen Sie vorhandene oder widersprüchliche Update-Richtlinien, bevor Sie lokale Änderungen an der Registry oder an Gruppenrichtlinien vornehmen.

Nein. Die Richtlinie schließt Treiber-Update-Pakete aus dem regulären Qualitätsupdate-Zyklus von Windows aus, deckt aber nicht jeden Weg ab, über den ein Treiber auf das System gelangen kann. Windows installiert unter Umständen weiterhin Treiber, die für den Abschluss eines Funktionsupdates erforderlich sind. Außerdem wurde berichtet, dass einige Treibertypen diese Richtlinie bei großen Updates umgehen.

Ja. Microsoft Intune bietet eigene Richtlinien für Windows-Treiber-Updates, mit denen Administrator:innen passende Treiber- und Firmware-Updates zentral prüfen, genehmigen und bereitstellen können. Diese Richtlinien unterstützen automatisierte oder manuelle Genehmigungsworkflows und funktionieren mit Windows Autopatch und Windows Update.

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