Schlüsselpunkte
- FileVault ist auf dem Systemlaufwerk aller modernen Apple-Mac-Geräte standardmäßig aktiviert, darunter MacBook, iMac, Mac Mini und Mac Pro.
- FileVault verschlüsselt mit AES-XTS das gesamte Startvolume. So erhalten nur autorisierte Benutzer:innen oder gültige Wiederherstellungsverfahren Zugriff auf die Daten.
- FileVault erhöht die Datensicherheit und verhindert unbefugten Zugriff. Damit unterstützt es Unternehmen dabei, Datenschutzvorschriften wie die Datenschutz-Grundverordnung und den CCPA einzuhalten.
- Durch die Verschlüsselung lassen sich Daten ohne den Entschlüsselungsschlüssel nicht lesen. Sensible Informationen wie Bankdaten und personenbezogene Daten (PII) bleiben dadurch geschützt.
- Wiederherstellungsschlüssel sind für den Datenzugriff entscheidend: Gehen sowohl die Anmeldeinformationen als auch der Wiederherstellungsschlüssel verloren, lassen sich verschlüsselte Daten nicht mehr retten. Eine sichere Schlüsselverwaltung ist deshalb unverzichtbar.
- FileVault erhöht die Datensicherheit und verhindert unbefugten Zugriff. Damit unterstützt es Unternehmen dabei, Datenschutzvorschriften wie die Datenschutz-Grundverordnung und den CCPA einzuhalten.
- Unternehmen, die mehrere Macs verwalten, profitieren von einer zentralen Verwaltung der FileVault-Wiederherstellungsschlüssel und des Verschlüsselungsstatus: Das vereinfacht die Administration, unterstützt die Compliance und senkt das Risiko eines dauerhaften Datenverlusts.
Die FileVault-Festplattenverschlüsselung ist die native macOS-Funktion, mit der Daten unter macOS verschlüsselt werden. Dieser Leitfaden erklärt, warum Festplattenverschlüsselung für die Datenverwaltung so wichtig ist und wie sich FileVault in einer Unternehmensumgebung oder einer verwalteten Umgebung konfigurieren lässt.
Einen zusätzlichen Überblick bietet das Video „Was ist die FileVault-Festplattenverschlüsselung und wie funktioniert sie?“.
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Was ist die FileVault-Festplattenverschlüsselung?
Verschlüsselung verwürfelt Daten so, dass sie ohne den passenden Entschlüsselungsschlüssel nicht lesbar sind. Benutzerdaten bleiben dadurch selbst auf verlorenen oder gestohlenen Geräten geschützt. FileVault funktioniert nach demselben Prinzip: Es verschlüsselt das gesamte Systemvolume und macht das Gerät unbrauchbar, bis es entsperrt wird.
Wer hat Zugriff auf FileVault?
FileVault ist inzwischen auf dem Systemlaufwerk aller Apple-macOS-Geräte standardmäßig aktiviert (MacBook, iMac, Mac Mini und Mac Pro). Auch Apples iOS- und iPadOS-Geräte sind standardmäßig vollständig verschlüsselt, und zwar über eine Funktion namens Datenschutz. Sie erfüllt dieselbe Aufgabe wie FileVault, verhält sich aber etwas anders, um dem mobilen und eingebetteten Charakter von iPhones und iPads Rechnung zu tragen.
Sobald Apple FileVault aktiviert ist, werden alle vorhandenen und alle neuen Daten auf Ihrem Gerät verschlüsselt. Weitere Schritte sind nicht nötig, Sie müssen lediglich sicherstellen, dass Ihr iCloud-Account oder Ihre Wiederherstellungsschlüssel sicher sind.
So funktioniert die FileVault-Verschlüsselung
FileVault nutzt den Verschlüsselungsstandard AES, konkret AES-XTS. Daten in einem verschlüsselten Volume durchlaufen mehrere Verschlüsselungsrunden. So ist sichergestellt, dass sie ohne den zur Verschlüsselung verwendeten Schlüssel (eine Folge aus Zahlen und Buchstaben) nicht lesbar sind.
Wenn FileVault das Systemlaufwerk verschlüsselt, ist der Schlüssel zum Ver- und Entschlüsseln der Daten nicht das Passwort, mit dem Sie sich anmelden. Wäre das so, könnten sich mehrere Benutzer:innen keinen Rechner teilen (oder sie müssten alle dasselbe Passwort verwenden).
Stattdessen wird der Verschlüsselungsschlüssel des Volumes selbst verschlüsselt, auf dem Gerät gespeichert und über die Benutzerpasswörter entsperrt, kombiniert mit einem gerätespezifischen Hardware-Schlüssel. Beim Start eines verschlüsselten Mac kann also jede autorisierte Person FileVault entsperren und vom verschlüsselten Volume booten.
Falls Sie Ihr Passwort vergessen, können Sie außerdem einen Wiederherstellungsschlüssel für ein verschlüsseltes Volume abrufen. Diesen sollten Sie getrennt vom Gerät (an einem sicheren Ort) oder in Ihrem iCloud-Schlüsselbund aufbewahren.
FileVault einrichten: Schritt für Schritt
Möglicherweise ist FileVault auf Ihrem Mac bereits aktiviert. Das prüfen Sie so:
- Öffnen Sie die Systemeinstellungen über das Apple-Menü oben links auf dem Bildschirm.
- Klicken Sie in der linken Spalte auf Datenschutz & Sicherheit.
- Scrollen Sie im rechten Bereich zu FileVault.
- Dort sehen Sie, ob FileVault aktiviert oder deaktiviert ist.
Ist FileVault deaktiviert und Sie möchten es einschalten, gehen Sie so vor:
- Klicken Sie im rechten Bereich auf FileVault.
- Klicken Sie auf Aktivieren und geben Sie dann den Benutzernamen und das Passwort einer Administrator:in Ihres Mac ein, um FileVault zu aktivieren.
- Anschließend können Sie wählen, ob Sie einen Wiederherstellungsschlüssel festlegen oder Ihren iCloud-Account zum Entsperren des Laufwerks verwenden möchten.
- Wenn Sie sich für einen Wiederherstellungsschlüssel entscheiden, notieren Sie ihn und bewahren Sie eine Kopie an einem sicheren Ort auf. Nutzen Sie einen iCloud-Account, stellen Sie sicher, dass für diesen Account Wiederherstellungsoptionen eingerichtet sind.
- Die FileVault-Verschlüsselung startet, und Sie können Ihren (nun besser geschützten) Mac wie gewohnt weiterverwenden. Der Vorgang läuft im Hintergrund weiter, bis er abgeschlossen ist.
Denken Sie daran: Verlieren Sie den Zugang zu den Benutzerkonten auf Ihrem Gerät (weil Sie Ihr Passwort vergessen haben) und zusätzlich Ihren Wiederherstellungsschlüssel oder den iCloud-Account für die Wiederherstellung, sind alle Ihre Daten verloren. Bewahren Sie Ihre Wiederherstellungsinformationen sicher auf, um Datenverlust zu vermeiden.
Auswirkungen der Datenverschlüsselung auf die Performance unter macOS
Verschlüsselung gibt es schon seit Längerem, sie war aber lange nicht weit verbreitet: Der zusätzliche Rechenaufwand bremste Geräte aus und verkürzte die Akkulaufzeit.
Das ist kein Thema mehr. Moderne Geräte haben leistungsstarke Prozessoren und viel Arbeitsspeicher, und auch der Speicher selbst ist schneller und effizienter geworden. Die meisten Geräte enthalten spezialisierte Hardware zur Unterstützung der Verschlüsselung, sodass die Auswirkungen auf Leistung und Akkulaufzeit vernachlässigbar sind.
FileVault-Daten wiederherstellen
Das größte Risiko bei der Verschlüsselung aller Geräte: Verlieren Sie den Zugriff auf Ihre Konten oder Wiederherstellungsschlüssel, sind sämtliche Daten weg. Verschlüsselte Daten lassen sich nicht wiederherstellen, wenn das Wiederherstellungsverfahren verloren geht.
Am wirksamsten schützen Sie sich davor, indem Sie ein unverschlüsseltes Backup Ihrer Dateien an einem physisch sicheren Ort aufbewahren (etwa in einem Tresor). So sind die Daten auf Ihren Geräten bei Verlust oder Diebstahl geschützt, und Sie haben trotzdem eine unverschlüsselte Kopie, die physisch sicher liegt und die Sie nicht mit sich herumtragen. Dieses unverschlüsselte Backup aktualisieren Sie dann in regelmäßigen Abständen, wenn sich wichtige Daten ändern.
Regelmäßige Backups gehören für Privatpersonen wie für Unternehmen zu den Best Practices der IT-Sicherheit.
Vorteile der Datenverschlüsselung mit FileVault unter macOS
Festplattenverschlüsselung für Computer und Mobilgeräte ist inzwischen Standard und bringt Anwender:innen folgende Vorteile:
Mehr Datensicherheit
Ist FileVault aktiv, werden die Gerätedaten mit branchenüblichen Verschlüsselungstechnologien geschützt. Dazu zählen sensible Bankdaten ebenso wie personenbezogene Daten, mit denen Sie im Fall eines Leaks betrogen, erpresst oder imitiert werden könnten, oder die Ihnen anderweitig schaden.
Schutz vor unbefugtem Zugriff
Auf Daten, die auf FileVault-geschützten Geräten liegen, lässt sich nicht zugreifen, selbst wenn Angreifer:innen das Gerät physisch in die Hände bekommen oder den Datenträger ausbauen.
Einhaltung von Datenschutzvorschriften
Für Unternehmen, die Kundendaten verarbeiten, die unter die Datenschutz-Grundverordnung, den CCPA und andere internationale Datenschutzvorschriften fallen, ist die Festplattenverschlüsselung eine zentrale Voraussetzung. Sie stellt sicher, dass sensible Benutzerdaten geschützt und für Unbefugte unzugänglich bleiben.
Neben Apple-Produkten werden auch Windows- und Android-Geräte überwiegend mit standardmäßig aktivierter Vollverschlüsselung ausgeliefert. Mehr dazu lesen Sie im Leitfaden „Was ist Dateiverschlüsselung?“.
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Verschlüsselung ist heute Pflicht für jede Unternehmensumgebung
Da die Datenverschlüsselung mit FileVault unter macOS standardmäßig aktiviert ist, gibt es für Privatanwender:innen keinen echten Grund, sie abzuschalten und auf diesen Schutz zu verzichten.
Unternehmen sollten sicherstellen, dass FileVault auf allen neuen und älteren macOS-Geräten aktiviert ist. Moderne Unternehmen leben von wertvollen Kundendaten, die durch Vorschriften wie die Datenschutz-Grundverordnung und den CCPA geschützt sind. Diese schreiben Verschlüsselung vor, und Verstöße ziehen Bußgelder sowie Reputationsschäden nach sich.
Verschlüsselte Geräte in großer Zahl zu verwalten, kann allerdings anspruchsvoll sein. Wiederherstellungsschlüssel müssen zentral verwaltet werden, damit Mitarbeiter:innen nicht selbst für deren sichere Aufbewahrung verantwortlich sind und wertvolle Unternehmensdaten nicht offengelegt oder komplett verloren gehen. NinjaOne bietet eine Lösung für das Endpunkt-Management, mit der Sie alle Ihre Geräte überwachen und absichern sowie FileVault- und BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel zentral erfassen und verwalten.
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