Die meisten Aktivitäten auf Ihrem Windows-Computer lassen sich über die integrierte Protokollierungsfunktion des Systems nachvollziehen. Das passende Tool dafür ist die Ereignisanzeige, und sie erfasst weit mehr als nur Systemfehler. Die Druckerprotokolle in der Ereignisanzeige im Bereich PrintService liefern eine detaillierte Aufzeichnung Ihrer Druckaktivitäten. Dazu gehören Dokumentnamen, Druckernamen, Benutzerangaben und der Status der Druckaufträge.
So nützlich das auch ist: Manche Benutzer:innen möchten die Druckerprotokolle in der Ereignisanzeige lieber deaktivieren. In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie die Druckerprotokolle in der Ereignisanzeige konfigurieren, sowohl über die grafische Oberfläche als auch per PowerShell-Befehl.
Eine visuelle Variante dieser Anleitung finden Sie hier: So aktivieren oder deaktivieren Sie die Druckprotokollierung in der Ereignisanzeige unter Windows 11.
📌 Empfohlene Vorgehensweisen:
| Klicken Sie, um eine Methode zu wählen | 💻 Am besten für Einzelanwender:innen |
💻💻💻 Am besten für Unternehmen |
| Methode 1: Ereignisanzeige | ✓ | |
| Methode 2: PowerShell | ✓ | ✓ |
Methode 1: Druckprotokollierung über die Ereignisanzeige aktivieren oder deaktivieren
📌 Anwendungsfälle:
Diese Methode eignet sich ideal für Einzelanwender:innen, die sich problemlos in der grafischen Oberfläche der Ereignisanzeige zurechtfinden.
📌 Voraussetzungen:
- Gilt für alle Windows 11-Editionen: Diese Schritte funktionieren unter Windows 11 Home, Pro und Enterprise.
- Administratorrechte erforderlich: Für diese Methode benötigen Sie Administratorrechte.
- Speicherort des Protokolls: Das Protokoll finden Sie in der Ereignisanzeige unter Anwendungs- und Dienstprotokolle > Microsoft > Windows > PrintService > Operational.
- Öffnen Sie das Dialogfeld „Ausführen“ mit Win + R.
- Geben Sie eventvwr.msc ein und drücken Sie die Eingabetaste.
- Navigieren Sie im Fenster der Ereignisanzeige zu: Anwendungs- und Dienstprotokolle > Microsoft > Windows > PrintService.
- Klicken Sie unter PrintService auf Operational.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Operational und wählen Sie Protokoll aktivieren, um die Protokollierung zu starten.
- Um die Protokollierung zu beenden, klicken Sie erneut mit der rechten Maustaste und wählen Sie Protokoll deaktivieren.
Sobald die Protokollierung aktiv ist, zeichnet Windows Ereignisse zu Druckaufträgen auf, zum Beispiel:
- Ereignis-ID 307: Ein Dokument wurde erfolgreich gedruckt.
- Ereignis-ID 805: Es ist ein Druckerfehler aufgetreten.
- Weitere Einträge können Angaben zum Start, zum Abbruch oder zum Fehlschlagen eines Druckauftrags enthalten.
💡 HINWEIS: Die Protokolldatei wird lokal gespeichert unter: C:\Windows\System32\Winevt\Logs\Microsoft-Windows-PrintService%4Operational.evtx
Methode 2: Druckprotokollierung über PowerShell aktivieren oder deaktivieren
📌 Anwendungsfälle:
Diese Methode eignet sich ideal für alle, die lieber mit Kommandozeilen-Tools arbeiten, um mehrere Endpunkte per Skript zu konfigurieren, Startskripte per Gruppenrichtlinie auszurollen und Aufgaben zu automatisieren.
📌 Voraussetzungen:
- Gilt für alle Windows 11-Editionen: Diese Schritte funktionieren unter Windows 11 Home, Pro und Enterprise.
- Administratorrechte erforderlich: Für diese Methode benötigen Sie Administratorrechte.
- Speicherort des Protokolls: Das Protokoll finden Sie in der Ereignisanzeige unter Anwendungs- und Dienstprotokolle > Microsoft > Windows > PrintService > Operational
- Drücken Sie die Win-Taste, um das Startmenü zu öffnen. Geben Sie PowerShell ein. Klicken Sie im rechten Bereich der Suchergebnisse auf Als Administrator ausführen. Damit öffnen Sie PowerShell mit erhöhten Rechten.
- Führen Sie den folgenden Befehl aus:
- Protokollierung aktivieren:
wevtutil sl Microsoft-Windows-PrintService/Operational /e:true - Protokollierung deaktivieren:
wevtutil sl Microsoft-Windows-PrintService/Operational /e:false
- Protokollierung aktivieren:
⚠️ Darauf sollten Sie achten
| Risiken | Mögliche Folgen | Gegenmaßnahmen |
| Protokollierung auf privaten oder sensiblen Geräten aktivieren | Kann den Datenschutz gefährden, insbesondere auf gemeinsam genutzten Computern oder in Unternehmensumgebungen | Protokollierung in der Ereignisanzeige oder per PowerShell deaktivieren. |
| Unkontrolliertes Anwachsen der Protokolldatei | Die Protokolldatei kann mit der Zeit stark wachsen und den Speicherplatz auf der Festplatte belegen. | Begrenzen Sie das Wachstum der Protokolldatei in der Ereignisanzeige:
|
| Keine zentrale Protokollierung in Unternehmensumgebungen eingerichtet | Druckprotokolle liegen nur lokal vor und können bei Audits übersehen werden. | Richten Sie Windows-Ereignisweiterleitung (WEF) oder eine SIEM-Lösung ein, um Protokolle geräteübergreifend zu sammeln, für eine zentrale Überwachung und langfristige Aufbewahrung. |
Darum lohnt es sich, die Druckprotokollierung in der Ereignisanzeige zu steuern
Es gibt mehrere Gründe, warum Benutzer:innen die Druckerprotokolle in der Ereignisanzeige konfigurieren. Hier einige davon:
- Hilfe beim Nachverfolgen von Druckaufträgen: Mit aktivierter Druckprotokollierung liefert die Ereignisanzeige historische Daten zu Druckaktivitäten. Die Protokolldaten zeigen, wer was und wann gedruckt hat. Das ist besonders in gemeinsam genutzten Umgebungen oder Unternehmensnetzwerken entscheidend.
- Benutzerzugriffe prüfen: Anhand der Druckerprotokolle lassen sich unbefugte Zugriffe auf Drucker erkennen. Das ist vor allem bei sensiblen oder stark ausgelasteten Druckern in einem Unternehmen wichtig.
- Datenschutz wahren: Wer die Druckerprotokollierung deaktiviert, stärkt den Datenschutz auf privaten Geräten oder an sensiblen Standorten.
- Fehlerbehebung: Bei hängenden Druckwarteschlangen oder fehlgeschlagenen Druckaufträgen hilft ein Blick in die Druckerprotokolle. Sie grenzen die Ursache ein und erleichtern so die Fehlersuche.
Weitere Hinweise zu den Einstellungen der Druckprotokollierung in der Ereignisanzeige
Diese Faktoren sollten Sie beim Konfigurieren der Druckprotokollierung in der Ereignisanzeige berücksichtigen.
- Protokollgröße: Das Ereignisprotokoll kann mit der Zeit anwachsen, besonders wenn es unbeaufsichtigt bleibt. Die Aufbewahrungseinstellungen lassen sich konfigurieren, wie im Abschnitt Darauf sollten Sie achten beschrieben.
- Datenschutz: Eine aktivierte Druckprotokollierung in der Ereignisanzeige kann ein Risiko darstellen, da die Protokolle Dokumentnamen und Benutzeraktivitäten offenlegen. Für private oder sensible Einsatzbereiche lässt sich die Funktion deaktivieren.
- Zentrale Protokollierung: Nutzen Sie in Unternehmensnetzwerken die Windows-Ereignisweiterleitung (WEF) oder ein SIEM für die zentrale Erfassung.
- Kein Neustart nötig: Die Protokollierungseinstellungen greifen sofort, ein Neustart des Computers ist nicht erforderlich.
Die Druckprotokollierung in der Ereignisanzeige im Griff behalten
Die Druckprotokolle der Ereignisanzeige sind wertvoll und lassen sich für Drucker-Audits und die Fehlerbehebung nutzen. Manche Benutzer:innen deaktivieren die Druckprotokollierung jedoch lieber aus Datenschutzgründen. Glücklicherweise bietet Windows mehrere Wege, die Einstellungen der Druckprotokollierung anzupassen, über die Ereignisanzeige oder über PowerShell. Ob Sie Druckfehler beheben oder im Unternehmen die Sicherheit beim Drucken erhöhen möchten: Die passende Konfiguration der Druckerprotokolle in der Ereignisanzeige kann je nach Anforderungen Ihres Systems sehr hilfreich sein.
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