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Diagnosedatenanzeige in Windows 10/11 aktivieren oder deaktivieren

von Team Ninja
How to Enable or Disable Diagnostic Data Viewer in Windows 10/11

Kurzüberblick

Dieser NinjaOne-Blogbeitrag bietet eine umfassende Liste grundlegender CMD-Befehle und einen tiefen Einblick in die Windows-Befehle mit über 70 wichtigen CMD-Befehlen für Anfänger:innen und Fortgeschrittene. Der Blogartikel erklärt praktische Befehle der Eingabeaufforderung für die Dateiverwaltung, die Navigation in Verzeichnissen, die Fehlersuche im Netzwerk, Festplattenoperationen und die Automatisierung mit echten Beispielen zur Steigerung der Produktivität. Egal, ob Sie grundlegende CMD-Befehle lernen oder fortgeschrittene Windows CLI-Tools beherrschen möchten, dieser Leitfaden hilft Ihnen, die Eingabeaufforderung effektiver zu verwenden.

Schlüsselpunkte

  • Mit der Windows-Diagnosedatenanzeige können Benutzer:innen unter Windows 10 und Windows 11 einsehen, welche Telemetriedaten an Microsoft gesendet werden.
  • Ob die Diagnosedatenanzeige aktiviert oder deaktiviert ist, ändert nichts daran, dass Windows weiterhin Diagnosedaten erfasst.
  • Die Einstellungen der Diagnosedatenanzeige lassen sich über die Windows-Einstellungen, Gruppenrichtlinien oder die Registry verwalten.
  • Die Diagnosedatenanzeige unterstützt bei der Fehlerbehebung, bei Audits und beim Datenschutzbewusstsein.
  • Windows erlaubt es, bereits erfasste Diagnosedaten zu löschen, in den Consumer-Editionen lässt sich die Telemetrie jedoch nicht dauerhaft abschalten.
  • In Unternehmens- und Bildungsumgebungen sind zusätzliche Kontrollmechanismen für die Telemetrieverwaltung erforderlich.

In dieser Anleitung erfahren Sie, wie Sie die Diagnosedatenanzeige auf PCs mit Windows 10 und Windows 11 aktivieren oder deaktivieren. Die Diagnosedatenanzeige hilft Ihnen bei der Fehlerbehebung an Ihrem PC und dabei, die Diagnoseberichte besser zu verstehen, die Ihr Gerät automatisiert an Microsoft sendet.

💡Wer lieber visuell lernt: Wir haben das Thema in unserem Video Diagnosedatenanzeige in Windows aktivieren oder deaktivieren ausführlich erklärt.

Die Diagnosedatenanzeige und ihre Inhalte im Überblick

Die Windows-Diagnosedatenanzeige ist eine Oberfläche, über die Sie die Diagnosedaten einsehen können, die Microsoft von Ihrem Gerät erfasst und zur Produktverbesserung sowie zur Fehlersuche verwendet. Ziel ist es, Informationen von Millionen von Windows-Geräten im Consumer-Bereich zu sammeln und sie auf mögliche Probleme oder Kompatibilitätsprobleme hin auszuwerten, die sich über Windows-Updates beheben lassen.

Sie haben nur begrenzten Einfluss darauf, wie viele Diagnosedaten Ihr Windows-Gerät an Microsoft übermittelt:

  • Erforderlich: Diese verpflichtenden Berichtsdaten beschränken sich auf das, was Microsoft für den Betrieb und die Sicherheit Ihres Geräts als notwendig erachtet
  • Optional: Umfasst zusätzliche Daten zu den von Ihnen genutzten Apps, den besuchten Websites und weitere Fehlerdetails

Ob nur die erforderlichen oder auch die optionalen Daten gesendet werden, legen Sie bei der Ersteinrichtung Ihres Windows-Geräts fest. Sie können es außerdem in der Einstellungen-App unter Datenschutz & Sicherheit > Diagnose und Feedback konfigurieren.

Gründe für das Aktivieren oder Deaktivieren der Diagnosedatenanzeige

Wenn Sie die Diagnosedatenanzeige aktivieren, sehen Sie Informationen, die Ihnen bei der Behebung von Problemen an Ihrem PC helfen. Ein Blick auf die Telemetriedaten, die an Microsoft gehen, hilft außerdem dabei, den eigenen Datenschutz im Netz besser zu verstehen und zu verbessern.

Die Erfassung von Diagnosedaten lässt sich unter Windows 10 und Windows 11 nicht vollständig unterbinden. Deaktivieren Sie die Diagnosedatenanzeige, werden die Informationen lediglich ausgeblendet, erfasst werden sie von Microsoft trotzdem. Sie können jedoch Firewall-Richtlinien konfigurieren oder Tools von Drittanbietern einsetzen, um zu verhindern, dass Ihr PC zum Hochladen der Daten eine Verbindung zu den Servern aufbaut.

Sie möchten die Diagnosedatenanzeige vielleicht deaktivieren, wenn Sie Ihren PC mit anderen teilen und nicht möchten, dass die enthaltenen Informationen (darunter möglicherweise Daten zu Ihrer Website- oder App-Nutzung) für andere Benutzer:innen sichtbar sind, oder aus Compliance-Gründen.

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So aktivieren Sie die Diagnosedatenanzeige (Windows 11)

Gehen Sie wie folgt vor, um die Diagnosedatenanzeige unter Windows 11 zu aktivieren:

  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Schaltfläche „Start“ und wählen Sie Einstellungen
  • Wählen Sie in der Seitenleiste links Datenschutz & Sicherheit
  • Wählen Sie rechts in der Liste der Windows-Berechtigungen den Eintrag Diagnose und Feedback
  • Scrollen Sie nach unten zur Option Diagnosedaten anzeigen und klappen Sie sie auf
  • Aktivieren Sie den Schalter Diagnosedatenanzeige aktivieren
    Einstellungen für Diagnose und Feedback
  • Klicken Sie auf die Schaltfläche Diagnosedatenanzeige öffnen
  • Ist die Diagnosedatenanzeige nicht installiert, öffnet sich die Windows-Store-Seite des Tools, sodass Sie es herunterladen können
  • Nach der Installation lässt sich die Windows-Diagnosedatenanzeige über die oben beschriebene Schaltfläche in der Einstellungen-App oder direkt über das Startmenü öffnen

So aktivieren Sie die Diagnosedatenanzeige unter Windows 10

Auf Geräten mit Windows 10 unterscheiden sich die Schritte zum Aktivieren der Diagnosedatenanzeige leicht:

  • Öffnen Sie die App Einstellungen über das Startmenü
  • Wählen Sie Datenschutz und anschließend in der linken Seitenleiste Diagnose und Feedback
  • Scrollen Sie zu Diagnosedaten anzeigen und schalten Sie die Option ein
    Diagnose und Feedback sowie Diagnosedaten anzeigen
  • Klicken Sie auf Diagnosedatenanzeige öffnen (ist sie nicht installiert, öffnet sich die zugehörige Windows-Store-Seite)
  • Nach der Installation öffnen Sie die Diagnosedatenanzeige über das Startmenü oder über den Bereich Diagnose und Feedback der App Einstellungen

So deaktivieren Sie die Diagnosedatenanzeige unter Windows 10 und Windows 11

Um die Diagnosedatenanzeige unter Windows 10 oder Windows 11 zu deaktivieren, folgen Sie der jeweils passenden Anleitung oben, schalten Sie die Option Diagnosedaten anzeigen jedoch aus. Anschließend können Sie die App „Diagnosedatenanzeige“ auch deinstallieren.

Diagnosedatenanzeige über den lokalen Gruppenrichtlinien-Editor aktivieren oder deaktivieren

Beachten Sie: Die Einstellungen-App ist der bevorzugte Weg, um die Diagnosedatenanzeige zu aktivieren, da sie weniger fehleranfällig ist als lokale Gruppenrichtlinien oder die Registry. Nutzen Sie eine dieser beiden Methoden, lassen sich die Diagnosedaten-Optionen in der Einstellungen-App unter Umständen nicht mehr ändern. Sie müssen dann erst die lokalen Gruppenrichtlinien- und Registry-Einstellungen auf ihre Standardwerte zurücksetzen.

So aktivieren Sie Diagnosedaten über den lokalen Gruppenrichtlinien-Editor:

  • Öffnen Sie den lokalen Gruppenrichtlinien-Editor
  • Navigieren Sie zu Richtlinien für Lokaler Computer\Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Windows-Komponenten\Datensammlung und VorabversionenMenü des lokalen Gruppenrichtlinien-Editors
  • Scrollen Sie in der Liste der Einstellungen zu Diagnosedatenanzeige deaktivieren und klicken Sie darauf
  • Um den Zugriff auf die Windows-Diagnosedaten zu erlauben, setzen Sie den Status der Einstellung Diagnosedatenanzeige deaktivieren auf Deaktiviert oder Nicht konfiguriert (Standard ist deaktiviert)
    Einstellung „Diagnosedatenanzeige deaktivieren“

Zusätzlich müssen Sie die Diagnosedatenanzeige aus dem Windows Store installieren.

So deaktivieren Sie die Diagnosedatenanzeige über lokale Gruppenrichtlinien:

  • Folgen Sie den unmittelbar zuvor beschriebenen Schritten
  • Setzen Sie den Status der Einstellung Diagnosedatenanzeige deaktivieren auf Aktiviert

So aktivieren oder deaktivieren Sie die Diagnosedatenanzeige über den Windows-Registrierungs-Editor

Sie können das Anzeigen von Diagnosedaten auch über den Windows-Registrierungs-Editor aktivieren oder deaktivieren:

  • Öffnen Sie den Registrierungs-Editor
  • Navigieren Sie zu HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\DataCollection
  • Existiert der DWORD-Wert DisableDiagnosticDataViewer noch nicht, legen Sie ihn über Bearbeiten > Neu > DWORD-Wert (32-Bit) in der Symbolleiste an
  • Benennen Sie den neuen DWORD-Wert in DisableDiagnosticDataViewer
    Einstellungen im Registrierungs-Editor
    um
  • Um die Diagnosedatenanzeige zu deaktivieren, klicken Sie auf den Wert DisableDiagnosticDataViewer, setzen Sie die Wertdaten auf 1 und klicken Sie auf OK
  • Um die Diagnosedatenanzeige zu aktivieren, setzen Sie den Wert auf 0

So sehen Sie die Windows-Diagnosedatenprotokolle ein

Einstellungen der Diagnosedatenanzeige

So sehen Sie die erfassten Diagnosedaten ein:

  • Öffnen Sie die Windows-Diagnosedatenanzeige über den Bereich „Datenschutz & Sicherheit“ der Einstellungen-App oder über das Startmenü
  • Ist das Anzeigen von Diagnosedaten deaktiviert, erhalten Sie den Hinweis, dass Sie es aktivieren müssen, um die Telemetriedaten zu sehen
    Hinweis auf die Datenschutzeinstellungen bei deaktivierten Diagnosedaten
  • Ist es aktiviert, sehen Sie die erfassten Diagnosedaten, darunter Diagnosedaten, Problemberichte und eine Zusammenfassung Ihrer Daten.

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So löschen Sie Windows-Diagnosedaten

Sie können zwar nicht verhindern, dass Consumer-Versionen von Windows (einschließlich der Pro- und Home-Editionen) Diagnosedaten erfassen, und dies nur mit externen Tools blockieren. Sie können die Daten jedoch von Ihrem Gerät löschen und Microsoft auffordern, sie aus den eigenen Systemen zu entfernen.

Diagnosedaten löschen Öffnen Sie dazu die Einstellungen-App, navigieren Sie zu Datenschutz & Sicherheit (unter Windows 10 nur Datenschutz) und anschließend zu Diagnose und Feedback. Dort finden Sie unter Diagnosedaten löschen die Option, die von Microsoft über Ihr Gerät erfassten Diagnosedaten zu löschen. Ein Klick auf die Schaltfläche Löschen entfernt die Daten von Ihrem Gerät und signalisiert Microsoft, Kopien dieser Daten aus den eigenen Systemen zu entfernen (was nicht zwingend sofort geschieht). Das gilt nur für die bis zu diesem Zeitpunkt erfassten Daten, weshalb es sinnvoll sein kann, den Vorgang regelmäßig zu wiederholen.

Datenschutz für Benutzer:innen und Kund:innen in Unternehmen und Bildungseinrichtungen

Ob die Windows-Diagnosedatenanzeige aktiviert oder deaktiviert ist, hat keinen Einfluss auf die Erfassung der erforderlichen Telemetriedaten, die in den Consumer-Versionen von Windows verpflichtend ist. Die Enterprise- und Education-Versionen von Windows bieten zwar die Möglichkeit, Diagnosedaten vollständig zu deaktivieren, viele Unternehmen setzen jedoch zusätzliche Tools ein, um die Erfassung und Übermittlung potenziell sensibler Informationen zu überwachen und zu blockieren.

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FAQs

Nein. Die Diagnosedatenanzeige selbst wirkt sich kaum auf die Leistung aus, da sie lediglich Daten darstellt, die Windows ohnehin erfasst. Leistungsfragen hängen eher mit den allgemeinen Telemetrieeinstellungen zusammen als mit der Anzeige selbst.

Nein. Die Diagnosedatenanzeige ist nicht vorinstalliert und muss beim ersten Aktivieren in den Einstellungen separat aus dem Microsoft Store heruntergeladen werden.

Ja. Sie können die Diagnosedatenanzeige auch mit einem lokalen Windows-Konto aktivieren und verwenden, da sie unabhängig vom Kontotyp die auf dem Gerät gespeicherten Diagnosedaten anzeigt.

Die Diagnosedatenanzeige zeigt keine personenbezogenen Rohdaten wie Passwörter, Nachrichteninhalte oder vollständige Browserverläufe. Die Daten liegen als Diagnoseereignisse, Fehlerberichte und Systemmetadaten vor, nicht als lesbare persönliche Dateien.

Ja. In Unternehmensumgebungen können IT-Administrator:innen den Zugriff auf die Diagnosedatenanzeige über Gruppenrichtlinien, MDM-Lösungen oder Tools für das Endpunkt-Management steuern und so geräteübergreifend einheitliche Telemetrie-Richtlinien durchsetzen.

Nein. Das Deaktivieren der Diagnosedatenanzeige verhindert lediglich, dass Benutzer:innen die Telemetriedaten lokal einsehen können. Die Menge der Diagnosedaten, die Windows an Microsoft sendet, verringert sich dadurch nicht.

Nein. Windows-Updates und Sicherheitspatches funktionieren ganz normal. Die erforderliche Diagnosetelemetrie läuft unabhängig davon, ob die Diagnosedatenanzeige aktiviert oder deaktiviert ist.

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