Die wichtigsten Punkte
- Klassifizieren Sie Anwendungen vor der Containerisierung, um zustandslose, zustandsbehaftete und Legacy-Workloads korrekt zu behandeln.
- Planen Sie persistenten Speicher und Datensicherung so, dass die definierten Anforderungen an RPO und RTO erfüllt werden.
- Standardisieren Sie die Orchestrierung, damit Konfiguration und Bereitstellung über alle Umgebungen hinweg einheitlich sind.
- Bauen Sie Portabilität mit Image-Signierung, SBOM-Prüfungen und zentralen Registries direkt in Ihre Pipelines ein.
- Setzen Sie Ressourcenlimits und Netzwerkrichtlinien als Code durch, um die Hybrid Cloud einheitlich zu steuern.
- Richten Sie eine einheitliche Überwachung und Alarmierung ein, um Cloud-übergreifend den Überblick zu behalten.
- Validieren Sie die Notfallwiederherstellung durch regelmäßige Snapshot- und Wiederherstellungstests.
Hybrid-Cloud-Bereitstellungen für containerbasierte Anwendungen und Services stellen IT-Administrator:innen und Managed Service Provider (MSPs), die sie bereitstellen, pflegen und verwalten, vor ganz eigene Herausforderungen. Die Kombination aus privater On-Premises-Infrastruktur und öffentlichen Cloud-Ressourcen kann zu Lücken bei Beobachtbarkeit, Sicherheit und Absicherung führen: Container werden unter Umständen nicht überwacht, nutzen ungeprüfte Abhängigkeiten oder sind nicht von der Notfallwiederherstellung abgedeckt.
Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie Container in einer Hybrid Cloud betreiben und diese entscheidenden Maßnahmen dabei durchgängig aufrechterhalten.
Schritt 1: Anwendungen klassifizieren, bevor Sie sie containerisieren
Behandeln Sie Daten getrennt von Rechenressourcen. Erstellen Sie vor der Containerisierung eine vollständige Inventarisierung und gruppieren Sie die Anwendungen danach, ob sie zustandslos oder zustandsbehaftet sind (also über angebundenen Speicher verfügen) oder sich aufgrund von Hardware- bzw. Software-Anforderungen gar nicht containerisieren lassen. Dokumentieren Sie jede Gruppe, einschließlich einer Zusammenfassung der Service Level Objectives (SLOs) und etwaiger Einschränkungen.
Schritt 2: Persistenz und Absicherung planen
Legen Sie die Speicherklassen für zustandsbehaftete Container fest und richten Sie Snapshots und Backups an den Anforderungen für Ziel des Wiederherstellungspunktes (RPO) und Zeitvorgabe für Wiederherstellungszeit (RTO) aus.
Schritt 3: Einheitlich orchestrieren
Wenn Sie sich auf Kubernetes, Docker Swarm oder eine andere Orchestrierungsplattform bzw. einen Managed Container Service festlegen, reduzieren Sie die Zahl der zu pflegenden Konfigurationen und sorgen für mehr Einheitlichkeit. Das hilft Ihnen, zuverlässige Bereitstellungskonfigurationen zu erstellen, ermöglicht Skalierung und vereinfacht laufende Aufgaben wie Health Checks und rollierende Updates, sodass Sie den Überblick behalten.
Diese lassen sich als Kubernetes-Manifeste und Helm-Charts unter Versionskontrolle ablegen. So werden Bereitstellungen wiederholbar, und die Konfigurationen können sich mit Ihren Anwendungen weiterentwickeln, ohne die Kompatibilität zwischen Cloud- und On-Premises-Umgebungen zu verlieren.
Schritt 4: Portabilität und Richtlinien in Ihre Pipelines einbauen
Nutzen Sie eine einheitliche Datenquelle: eine zentrale Registry für Container-Images, die Image-Signierung, Software Bill of Materials (SBOMs) und Richtlinienprüfungen abdeckt. Jede Anwendung sollte ein einziges Image haben, das per Tagging durch die Umgebungen befördert wird. So vermeiden Sie, dass Images nur noch in einer einzigen Cloud-Umgebung funktionieren.
Setzen Sie Ressourcenlimits und Netzwerkrichtlinien als Code durch, damit auch diese über alle Umgebungen hinweg portabel und einheitlich bleiben.
Schritt 5: Gleichwertiger Betrieb und gleichwertige Überwachung
Erstellen Sie Cloud-übergreifende Dashboards und richten Sie Alarmierungs-Benachrichtigungen ein, die zentrale Container-Metriken wie Pod-Zustand, Anzahl der Neustarts, Auslastung und Latenz abdecken. Legen Sie Schwellenwerte für Alarmierungen fest, die zu Ihren Verfügbarkeitsanforderungen passen, damit bei einem Failover keine blinden Flecken entstehen.
Schritt 6: Kosten und Kapazität im Griff behalten
Verhindern Sie ausufernde Kosten, indem Sie Autoscaling-Regeln sorgfältig auf Ihre Anforderungen an Verfügbarkeit, Kapazität und Budget abstimmen. Nutzen Sie die nativen Kostenanalyse-Tools der Cloud-Plattformen und übernehmen Sie die Daten optional in Ihre eigenen Reporting-Tools, um regelmäßig automatisierte Kostenaufschlüsselungen zu erhalten.
Schritt 7: Compliance und Einsatzbereitschaft mit Nachweisen belegen
Validieren Sie die Wiederherstellung aus Snapshots sowohl in On-Premises- als auch in Cloud-Umgebungen. Halten Sie Zeiten und Ergebnisse (einschließlich Kapazität, Kosten und Risiko) in Ihrer Dokumentationsplattform fest, damit sie später überprüft werden können.
NinjaOne liefert Ihnen die Werkzeuge für vollständige Beobachtbarkeit und Automatisierung in der Hybrid Cloud
Der Erfolg von Hybrid-Cloud-Projekten hängt von Portabilität und Einheitlichkeit über alle Umgebungen hinweg ab, und davon, dass Sie den Überblick über den Betrieb behalten. NinjaOne bietet ein umfassendes IT-Management-Toolset, das von der privaten Infrastruktur bis in die öffentliche Cloud reicht. So sind alle Endpunkte und Workloads abgedeckt, ob physisch, in virtuellen Maschinen oder in kurzlebigen Containern.
Mit der Automatisierung von NinjaOne können Sie das Scannen und Signieren von Images skripten, die Bereitstellung in Staging-Clustern (lokal oder in der Cloud) steuern, Wiederherstellungstests durchführen und Berichte mit Zeitmessungen und Richtlinien-Audits für die spätere Prüfung erzeugen.