/
/

So etablieren Sie als MSP ein client-agnostisches Framework für Cybersecurity-Awareness-Schulungen

von Team Ninja
How to Establish a Client-Agnostic Cybersecurity Awareness Training Framework for MSP blog banner image

Kurzüberblick

Dieser NinjaOne-Blogbeitrag bietet eine umfassende Liste grundlegender CMD-Befehle und einen tiefen Einblick in die Windows-Befehle mit über 70 wichtigen CMD-Befehlen für Anfänger:innen und Fortgeschrittene. Der Blogartikel erklärt praktische Befehle der Eingabeaufforderung für die Dateiverwaltung, die Navigation in Verzeichnissen, die Fehlersuche im Netzwerk, Festplattenoperationen und die Automatisierung mit echten Beispielen zur Steigerung der Produktivität. Egal, ob Sie grundlegende CMD-Befehle lernen oder fortgeschrittene Windows CLI-Tools beherrschen möchten, dieser Leitfaden hilft Ihnen, die Eingabeaufforderung effektiver zu verwenden.

Schlüsselpunkte

  • Schulungen mit einem client-agnostischen Framework standardisieren: Etablieren Sie eine einheitliche Sicherheitsbasis über alle verwalteten Umgebungen hinweg. Das vereinfacht die Service-Erbringung, senkt den Verwaltungsaufwand und sorgt dafür, dass jeder Kunde ein hohes Schutzniveau erhält.
  • Universelle Kernmodule entwickeln: Erstellen Sie wiederverwendbare Inhalte zu grundlegenden Bedrohungen wie Phishing, Social Engineering und Passworthygiene, die für jedes Unternehmen gelten, unabhängig von Branche oder Größe.
  • Branchenspezifische Compliance-Ebenen ergänzen: Erweitern Sie das Kern-Framework um gezielte Module für besondere regulatorische Anforderungen wie HIPAA im Gesundheitswesen, PCI-DSS im Einzelhandel oder die Datenschutz-Grundverordnung beim Datenschutz.
  • Mit interaktiven Methoden Verhalten verändern: Setzen Sie auf ansprechende Formate wie spielerisches Lernen, automatisierte Phishing-Simulationen und häufige Micro-Learning-Einheiten, um das Gelernte zu festigen und das menschliche Risiko zu senken.
  • Den MSP-Mehrwert mit datengestützter Berichterstattung belegen: Nutzen Sie umfassende Analytics, um Abschlussquoten, Simulationsergebnisse und Risikoreduzierung zu verfolgen. So erhalten Ihre Kunden einen greifbaren Nachweis für ihr verbessertes Sicherheitsniveau.

Die meisten Unternehmen behandeln Cybersecurity-Schulungen als weiteren Punkt auf der To-do-Liste. Tatsächlich sind solche Workshops jedoch ein wirksames Mittel, um menschliche Fehler zu mindern.

Laut IBM gehören gestohlene oder kompromittierte Anmeldeinformationen weiterhin zu den häufigsten Ursachen dokumentierter Sicherheitsverletzungen. Dahinter stecken menschliche Fehler wie

  • das Anklicken von Phishing-Links,
  • die Verwendung schwacher Passwörter und
  • das Vernachlässigen grundlegender Sicherheitspraktiken.

Hinzu kommt: Laut dem Data Breach Investigations Report (DBIR) 2024 von Verizon war bei 68 % der Sicherheitsverletzungen ein „nicht böswilliger“ menschlicher Faktor im Spiel.

All diese Handlungen können Lücken in einer eigentlich sicheren IT-Infrastruktur öffnen. Genau deshalb gehören Security-Awareness-Schulungen zum Pflichtprogramm für MSPs.

In diesem Leitfaden zeigen wir Ihnen, wie Sie ein skalierbares Cybersecurity-Schulungsprogramm für Ihre Kunden aufbauen, das wirklich zu verändertem Verhalten führt.

Eine visuelle Aufbereitung des Themas finden Sie hier: So etablieren Sie als MSP ein client-agnostisches Framework für Cybersecurity-Awareness-Schulungen.

Der MSP-Leitfaden für ein client-agnostisches Cybersecurity-Schulungsprogramm

Klassische Schulungen stellen Wissen in den Mittelpunkt. Ein modernes Framework sollte dagegen in Richtung Human Risk Management (HRM) gehen. Das bedeutet: weg von einmal jährlichen Sitzungen, hin zu kontinuierlichen, datengestützten Maßnahmen auf Basis des tatsächlichen Benutzerverhaltens.

Schritt 1: Das Framework aufbauen

Der erste Schritt zu einem skalierbaren Security-Awareness-Programm ist ein gut strukturiertes Framework. Dazu gehören folgende Maßnahmen:

  • Wiederverwendbare Schulungsmodule zu Kernthemen wie Phishing, Passworthygiene und Umgang mit Daten entwickeln
  • Dafür sorgen, dass Ihre Module aktuelle und neu aufkommende Cyberbedrohungen abdecken, etwa Deepfake-Betrug per Stimme oder Video, Missbrauch von LLMs und Shadow AI
  • Interne Rollen festlegen:
    1. Eine Programmkoordination, die den Schulungsbetrieb überwacht
    2. Eine Kundenbetreuung, die kundenspezifische Anforderungen abdeckt
    3. Eine Compliance-Prüfung, die sicherstellt, dass Ihr Schulungsprogramm die regulatorischen Vorgaben erfüllt
  • Allgemeine und compliance-spezifische Varianten Ihres Schulungsprogramms erstellen (HIPAA, PCI-DSS, NIST und Datenschutz-Grundverordnung)
  • Ein Vermittlungsmodell passend zu den Kundenanforderungen wählen: Selbstlernkurs oder von Trainer:innen geleitet

Betrachten Sie diesen Schritt als Fundament Ihres Schulungsprogramms. Das Framework dient als Blaupause für alle Module und Workshops.

Schritt 2: Die Auslieferung der Schulungsmodule automatisieren und den Fortschritt verfolgen

Das Framework Ihres Schulungsprogramms steht. Jetzt geht es darum, es zu Ihren Kunden zu bringen.

Wenn Sie mit mehreren Mandanten arbeiten, können Sie die Auslieferung Ihrer Schulungsmodule über GPOs oder eine Plattform für Endpunkt-Management wie NinjaOne automatisieren.

Erstellen Sie anschließend Anmeldeskripte oder E-Mail-Trigger, um Erinnerungen zu automatisieren. Hier ein Beispielskript, das Sie verwenden können:

$last = Get-ItemPropertyValue -Path "HKLM:\SOFTWARE\Org\SecurityTraining" -Name "LastCompleted" -ErrorAction SilentlyContinue
if ($last) {
if ((Get-Date) – $last).Days -gt 90 {
msg * „Please complete your quarterly security awareness training. Check your email for details.“
}
} else {
msg * „Please complete your initial security awareness training. Check your email for details.“
}

Um den Fortschritt aller Beteiligten zu verfolgen, verwenden Sie ein PowerShell-Skript, das das Abschlussdatum einer Person in die Windows-Registry schreibt, zum Beispiel:

Set-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\Org\SecurityTraining" -Name "LastCompleted" -Value (Get-Date)

Sammeln Sie abschließend alle Protokolle in Ihrem Tool für Fernwartung und -Verwaltung (RMM) oder in Ihrem PSA-System (Professional Services Automation), damit Sie jederzeit auditbereit sind.

Schritt 3: Das Schulungsprogramm nach Risiko und Rollensensibilität zuschneiden

Nicht alle Benutzer:innen sind denselben Risiken ausgesetzt. Deshalb sollten Sie die Inhalte Ihrer Schulungsmodule an Risikostufen und Aufgabenbereiche anpassen. Zum Beispiel:

RolleGrößte Risiken
Finanzabteilung und FührungsebeneSpear-Phishing, Datenexfiltration
IT- und AdministrationsrollenRechteausweitung, Insider-Bedrohungen

Sinnvoll sind außerdem kundenspezifische Zusatzmodule für die regulatorische Compliance.

Jede Branche muss andere Sicherheits-Frameworks einhalten. Damit die Compliance gewährleistet ist, sollte Ihr Schulungsprogramm daher client-agnostisch aufgebaut sein und unterschiedliche Kundenanforderungen abdecken können.

Schritt 4: Die Schulung ansprechend gestalten

Ein Cybersecurity-Schulungsprogramm wirkt nur, wenn die Teilnehmenden das Gelernte im Alltag anwenden. Die meisten nehmen solche Workshops allerdings nicht ernst, weil sie sie langweilig finden.

Sie müssen die Erfahrung also interaktiver und lohnender gestalten, damit alle aufmerksam bleiben. Mit diesen Ansätzen machen Sie Ihr Schulungsprogramm unterhaltsamer:

  • Bestenlisten, Punktesysteme oder Fortschritts-Dashboards einbauen.
  • Phishing-Simulationen mit Echtzeit-Feedback durchführen.
  • Micro-Content bereitstellen, etwa Poster, Banner auf Endpunkten und Sicherheitsteams.
  • Besonders erfolgreiche Teilnehmende würdigen, zum Beispiel mit monatlichen Spotlights oder Zertifikaten.

Schritt 5: Die Ergebnisse gegenüber Ihren Kunden sichtbar machen

Um Ihren Kunden die Wirksamkeit Ihres Schulungsprogramms zu zeigen, können Sie:

  • Abschlussquoten und Simulationsergebnisse verfolgen.
  • Kohortenberichte erstellen, die den Lernfortschritt belegen.
  • Dashboards sowie monatliche oder vierteljährliche Zusammenfassungen passend zu jedem Kunden bereitstellen.
  • Riskantes Benutzerverhalten hervorheben, um gezielt nachzufassen.

Mit diesen Schritten machen Sie den Mehrwert Ihrer Cybersecurity-Schulungen deutlich.

Schritt 6: Das Schulungsprogramm laufend prüfen und verbessern

Sicherheitsbedrohungen entwickeln sich ständig weiter, und genau das sollte auch Ihr Schulungsprogramm tun. Prüfen Sie die Inhalte Ihrer Module vierteljährlich, damit sie zu den aktuellen Entwicklungen der Bedrohungslage passen.

Auch Feedback der Teilnehmenden hilft, Wissenslücken zu schließen. Lernende liefern wertvolle Hinweise darauf, wie sich Verständlichkeit und Wirkung Ihrer Inhalte verbessern lassen.

Sie können in Auffrischungsmodulen außerdem reale Beispiele für Sicherheitsverletzungen aufgreifen, um sie einprägsamer zu machen.

Verfolgen und vergleichen Sie schließlich die Ergebnisse der Phishing-Simulationen, um zu erkennen, wo die größten Schwierigkeiten liegen. Mit diesen Daten verfeinern Sie Ihren Schulungsansatz und priorisieren Bereiche mit hohem Risiko.

Darum sind Cybersecurity-Schulungen bei Managed Services so wichtig

Warum also sollten Sie Ihren Kunden Security-Awareness-Schulungen anbieten? Zum einen verdienen MSPs, die Cybersicherheit proaktiv angehen, mehr als jene, die das nicht tun.

Heute erwarten Unternehmen von ihrem MSP, dass er Sicherheitsverletzungen verhindert, statt sie erst im Ernstfall zu beheben. Sie zahlen gerne einen Aufpreis, wenn sie dadurch Schäden und Anwaltskosten in Milliardenhöhe vermeiden.

Sehen Sie es so: Brände zu verhindern ist besser, als sie zu löschen, weil der Schaden gar nicht erst entsteht.

Noch wichtiger: Solche Programme stärken die Kundenbeziehung. Wenn Sie Ihren Kunden zeigen, wie sie verdächtige Aktivitäten erkennen, bevor daraus echte Bedrohungen werden, beweisen Sie, wie ernst Sie den Schutz ihrer Daten nehmen.

Anbieter von Cyber-Versicherungen verlangen inzwischen häufig einen Nachweis über laufende Schulungen, bevor sie eine Police ausstellen oder verlängern. Wer diese Protokolle pflegt, schult also nicht nur, sondern sichert die Versicherbarkeit der Kunden und senkt deren Prämien.

NinjaOne-Services für die umfassende Bereitstellung und Nachverfolgung von Cybersecurity-Schulungen

NinjaOne bietet verschiedene Services, mit denen Sie die Bereitstellung und Nachverfolgung Ihres Cybersecurity-Schulungsprogramms automatisieren können. Dazu zählen:

NinjaOne-Service

Was es ist

Wie es hilft

Automation LibraryEine Sammlung von Skripting-Optionen für Windows, macOS und LinuxErmöglicht Skripte, die den Abschlussstatus von Schulungen erfassen und Zeitstempel an bestimmte Registry-Speicherorte schreiben
Scheduled AutomationsAutomatisierte Erinnerungen, die sich täglich, wöchentlich oder monatlich ausführen lassen.Versendet Erinnerungen an Schulungsfristen automatisiert
Device TaggingTagging-Funktion, mit der Systemadministrator:innen Tags nach eigenen Kriterien wie Schulungsstatus, Abteilung, Rolle und Standort anlegen können.Erleichtert es zu erkennen, wer eine Schulung versäumt oder Simulationen nicht bestanden hat
Custom ReportingEine Software-Lösung für Berichterstattung, die anpassbare Berichte automatisiert erstellt.Verwandelt Rohdaten in übersichtliche, umfassende Berichte, die Sie mit Stakeholdern teilen können

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie NinjaOne die Bereitstellung und Nachverfolgung von Schulungen unterstützt? Werfen Sie einen Blick in unsere RMM-FAQ mit den häufigsten Fragen.

Mehr MSP-Mehrwert durch umfassende Cybersecurity-Schulungen für Kunden

Wirksame Cybersecurity-Schulungen für Ihre Kunden steigern nicht nur den Umsatz, sie werten auch Ihre Rolle als MSP auf.

Indem Sie ein ansprechendes Schulungsprogramm in Ihr Kernangebot an Managed Services aufnehmen, positionieren Sie Ihr Unternehmen als proaktiven Sicherheitspartner, der seinen Kunden zu langfristigem Erfolg verhilft.

Ein standardisiertes, skalierbares Framework sorgt dafür, dass alle Ihre Kunden eine zentralisiertes Benutzererlebnis erhalten und messbare Verbesserungen im Verhalten der Beschäftigten sehen.

Unterm Strich gilt: Ein proaktiver Ansatz bei der Cybersicherheit ist der Schlüssel, um die Zukunft Ihres MSP in einem immer stärker umkämpften Markt zu sichern.

Quick-Start-Guide

NinjaOne bietet mehrere Tools und Integrationen, die einen Ansatz für Security-Awareness-Training unterstützen:

1. Vulnerability Management:

Der Vulnerability Importer von NinjaOne ermöglicht MSPs:

  • Daten zu Schwachstellen aus mehreren Sicherheitstools von Drittanbietern zu importieren
  • Die Nachverfolgung von Schwachstellen über verschiedene Geräte hinweg zu zentralisieren
  • Sicherheitsrisiken systematisch zu priorisieren und zu verwalten

2. Sicherheitsintegrationen:

NinjaOne unterstützt Integrationen mit mehreren Sicherheitstools, die ein Security-Awareness-Framework unterstützen können:

  • SentinelOne
  • Bitdefender GravityZone
  • CrowdStrike Spotlight
  • Tenable
  • Rapid7

3. Patch-Management:

  • Automatisiertes Patch-Management hilft dabei, bekannte Schwachstellen zu schließen
  • Ermöglicht Ring-Bereitstellungen für Tests und schrittweise Sicherheitsupdates
  • Liefert Benachrichtigungen und Statusinformationen zur Behebung von Schwachstellen

Verwandte Themen:

FAQs

Ein client-agnostisches Schulungsprogramm basiert auf einem standardisierten Framework, das in allen Kundenumgebungen funktioniert und sich trotzdem an branchenspezifische Compliance-Anforderungen, Benutzerrollen und Risikoprofile anpassen lässt.

Moderne Schulungen sollten diese Themen abdecken:

  • Betrug durch Deepfake-Identitätsnachahmung,
  • KI-gestütztes Phishing,
  • Abgreifen von Anmeldeinformationen über LLMs,
  • Risiken durch Prompt Injection und
  • Hinweise zum sicheren Einsatz von KI-Tools am Arbeitsplatz.

Die Schulung sollte sich auf einfache, besonders wirksame Verhaltensweisen konzentrieren, etwa das Erkennen von Phishing-Versuchen und den Umgang mit Passwörtern. Dafür eignen sich verständliche Erklärungen, Visualisierungen, Micro-Lessons und Beispiele aus dem Arbeitsalltag.

Diese Maßnahmen halten das Interesse wach und machen den Bezug zum Alltag das ganze Jahr über deutlich:

  • Wechselnde Inhaltsformate
  • Belohnungen oder Anerkennung
  • Monatliche Challenges
  • Berichte über reale Sicherheitsverletzungen

Schulungen lassen sich

  • in Managed-Security-Pakete bündeln,
  • in Workflows zur Einarbeitung aufnehmen,
  • innerhalb von Patching- oder Geräteprovisionierungsprozessen automatisieren und
  • als wiederkehrender Zusatzservice anbieten.

Das könnte Sie auch interessieren

Sind Sie bereit, die schwierigsten Aufgaben der IT zu vereinfachen?