Schlüsselpunkte
- Mit kurzen PowerShell-/WMI-Abfragen lassen sich Monitore und Dockingstationen erkennen.
- Erfassen Sie Seriennummern, Benutzer:innen, Host-Geräte und das Datum der letzten Erkennung in einem zentralen Register.
- Aktualisieren Sie die Einträge bei der Bereitstellung und bei der Außerbetriebnahme.
- Quartalsweise Prüfungen halten Ihre Daten aktuell und verhindern Verluste.
- Tools wie NinjaOne vereinfachen Erkennung und Berichterstattung.
Dieser Leitfaden zeigt einen wiederholbaren Prozess für die Bestandsverfolgung von Peripheriegeräten, mit dem Sie Hardware erkennen, dokumentieren und prüfen, und zwar über gemeinsam genutzte Register, Erkennung per PowerShell/WMI und die Einbindung in den Lebenszyklus Ihres Gerätemanagements. So verbessern kleinere MSPs und IT-Abteilungen die Genauigkeit ihrer Bestände, ohne eine vollwertige ITAM-Plattform zu benötigen.
Sie möchten lieber eine visuelle Anleitung? Dann sehen Sie sich „Bestandsverfolgung von Peripheriegeräten (Monitore, Docks) ohne ITAM-Software“ an.
Voraussetzungen:
Bevor wir loslegen, sollten Sie Folgendes bereithalten:
- Zugriff auf ein gemeinsam genutztes Asset-Register (Google Sheets, SharePoint usw.)
- Grundkenntnisse im Scripting mit PowerShell
- Die Möglichkeit, Bestandsdaten auf Geräteebene aus RMM-Tools zu exportieren (etwa aus NinjaOne)
Mit diesen Grundlagen können Sie Daten sammeln, zentral festhalten und mit den Geräten verknüpfen, die Sie ohnehin schon verwalten.
Schritt 1: Peripheriegeräte mit PowerShell und WMI erkennen
Sie können nichts verfolgen, wovon Sie nichts wissen. In diesem ersten Schritt erkennen Sie Peripheriegeräte über WMI (Windows Management Instrumentation). PowerShell macht die Abfrage dabei deutlich einfacher.
Monitore
- Öffnen Sie PowerShell.
- Führen Sie den folgenden Befehl aus, um Details zu angeschlossenen Monitoren abzurufen:
Get-CimInstance -Namespace root\wmi -ClassName WmiMonitorBasicDisplayParams
Warum Sie das brauchen: Der Befehl zeigt Hersteller, Größe und Anzeigeparameter.
- Wenn Sie Seriennummern erfassen möchten, führen Sie diesen Befehl aus:
Get-CimInstance -Namespace root\wmi -ClassName WmiMonitorID
Warum Sie das brauchen: Seriennummern identifizieren Monitore eindeutig und helfen Ihnen, doppelte Einträge zu vermeiden.
Dockingstationen
- Öffnen Sie PowerShell.
- Führen Sie je nach Bedarf diese Befehle aus:
Surface Docks
Get-CimInstance -Namespace root\wmi -ClassName SurfaceDock_Info
Warum Sie das brauchen: Das liefert DockSerialNumber, DeviceName und FirmwareVersion.
Dell Docks
Nutzen Sie den VMI-Provider von Dell oder die Tools von Dell Command | Monitor.
- Öffnen Sie PowerShell.
- Führen Sie diesen Befehl aus:
Get-CimInstance -Namespace root\dcim -ClassName DCIM_DockingStation
Warum Sie das brauchen: Jeder Hersteller stellt Dock-Informationen anders bereit. Der richtige WMI-Namespace sorgt für korrekte Ergebnisse.
Vollständiges Monitor-Skript
Community-Skripte (etwa Get-Monitor.ps1 auf GitHub) können die Erkennung automatisieren.
- Öffnen Sie PowerShell.
- Führen Sie diesen Befehl aus:
.\Get-Monitor.ps1 -ComputerName <Target>
Warum Sie das brauchen: Solche Community-Skripte (verfügbar auf GitHub) sparen Zeit, weil sie alle WMI-Abfragen in einem wiederverwendbaren Befehl bündeln. Besonders praktisch ist das, wenn Sie mehrere Geräte gleichzeitig scannen.
Schritt 2: Peripheriegeräte in einem zentralen Register dokumentieren
Mit der Erkennung ist erst die halbe Arbeit getan. Damit die Informationen nutzbar werden, brauchen Sie einen Ort, an dem Ihr Team sie speichern und über die Zeit nachverfolgen kann. Genau dafür gibt es das zentrale Register. Betrachten Sie es als Ihre „Masterliste“ aller Monitore, Dockingstationen und sonstigen Zusatzgeräte, die mit Kundengeräten verbunden sind.
Entscheidend ist, das Register einfach und einheitlich zu halten, damit jede Person im Team es ohne zusätzliche Schulung schnell aktualisieren kann. Für die meisten MSPs eignet sich ein Tabellenformat am besten: Es ist schlank, leicht zu teilen und für alle verständlich.
Hier ein Beispielschema, das Sie verwenden können:
| Art des Peripheriegeräts | Seriennummer | Zugewiesen an | Host-Gerät | Zuletzt erkannt | Notizen |
| Monitor | XYZ123XYZ | Benutzer:in A | Laptop-01 | 2025-08-01 | <1 Woche alt |
| Dockingstation | DOCK456DOCK | Gemeinsam genutzter Raum | Dock-Ständer | 2025-07-15 | Wird im Büro gemeinsam genutzt |
Dieses zentrale Register gibt Ihrem Team eine einheitliche Datenquelle für Zuweisung, Lebenszyklus und Audit-Nachverfolgung. Häufig genutzte Tools sind Google Sheets und SharePoint, die Aktualisierungen in Echtzeit erlauben, sodass alle im Team die Tabelle problemlos pflegen und prüfen können.
Tipp: Damit nur autorisierte Benutzer:innen diese Tabelle ändern können, sollten Sie einen Standard für die Verwaltung privilegierter Zugriffe einhalten oder eine belastbare Strategie für das Anmeldedaten-Management aufbauen.
Schritt 3: Peripherie-Tracking in die Lebenszyklusprozesse einbinden
Sind Ihre Peripheriegeräte erst einmal erfasst, besteht die nächste Herausforderung darin, diese Informationen aktuell zu halten. Am besten gelingt das, indem Sie die Nachverfolgung direkt mit Ihren gewohnten Geräte-Lebenszyklusprozessen verknüpfen. So wird die Erfassung nicht zur lästigen Nebensache, sondern Teil Ihres Asset-Lifecycle-Managements.
So gehen Sie vor
- Bereitstellung: Wenn Sie ein Notebook oder eine Workstation zuweisen, erfassen Sie alle angeschlossenen Peripheriegeräte (Monitor-Seriennummern, Dock-IDs) und tragen sie in das zentrale Register ein.
- Außerbetriebnahme: Bevor Sie ein Notebook ausmustern oder recyceln, gleichen Sie den zugehörigen Eintrag im Register ab. Aktualisieren Sie den Status der Peripheriegeräte und weisen Sie sie neu zu oder ziehen Sie sie ein.
Tipp: Wenn die Nachverfolgung fest in den Lebenszyklus eingebettet ist, müssen Techniker:innen sich keine „zusätzlichen Schritte“ merken. Außerdem sind Peripheriegeräte so immer erfasst, selbst bei umfangreicher Einarbeitung oder Offboarding.
Schritt 4: Regelmäßige Audits durchführen
Denken Sie daran: Die Bestandsverfolgung von Peripheriegeräten ist kein einmaliger Vorgang. Sie erfordert regelmäßige Audits, damit die Daten korrekt bleiben. Audits bestätigen Ihnen, dass das, was Sie zu haben glauben, auch tatsächlich im Einsatz ist.
Für die meisten MSPs sind quartalsweise Prüfungen die richtige Balance: oft genug, um Probleme früh zu erkennen, aber nicht so oft, dass sie zur Belastung werden. Wenn Sie gerade erst anfangen, kann auch ein halbjährliches Audit genügen.
Bei einem Audit gleichen Sie nicht nur das Register mit der Realität ab. Sie entdecken auch Möglichkeiten, ungenutzte Geräte einzuziehen, neu zuzuweisen oder auszumustern. Das senkt Kosten und zeigt Ihren Kund:innen, dass Sie Verantwortung übernehmen.
So gehen Sie vor
- Prüfen Sie das Register quartalsweise oder halbjährlich.
- Identifizieren Sie nicht zugewiesene oder fehlende Assets (Peripheriegeräte ohne Verknüpfung zu einem Gerät oder einer Person).
- Markieren Sie inaktive Peripheriegeräte (Geräte, die seit Monaten nicht mehr erkannt wurden).
- Stoßen Sie Nachfassaktionen bei Benutzer:innen oder Teams vor Ort an, um Assets zurückzuholen, neu zu verteilen oder auszumustern.
Tipp: Behandeln Sie Ihre Audits als Teil der Serviceleistung gegenüber Kund:innen. Wenn Sie die Ergebnisse in Quartalsgesprächen (QBRs) teilen, belegen Sie, dass Sie deren Investitionen aktiv schützen und Verschwendung minimieren.
Best Practices für die Bestandsverfolgung von Peripheriegeräten
Hier finden Sie eine kompakte Übersichtstabelle, die Sie bei Schulungen oder zur Prüfung Ihres Workflows nutzen können. Ergänzen Sie gerne weitere Zeilen.
| Komponente | Zweck und Nutzen |
| Skriptbasierte Erkennung | Erfasst Peripheriedaten präzise und wiederholbar, ganz ohne manuellen Aufwand. |
| Zentrales Register | Sorgt für gemeinsame Transparenz und liefert einen Audit-Trail, auf den sich alle verlassen können |
| Einbindung in den Lebenszyklus | Verknüpft Peripheriegeräte mit den Workflows für Bereitstellung und Außerbetriebnahme von Geräten. |
| Quartalsweiser Abgleich | Hält Ihre Daten korrekt und hilft Ihnen, fehlende oder verwaiste Assets früh zu erkennen. |
| Gemeinsamer Teamzugriff | Fördert Transparenz und verringert das Risiko, dass Assets „irgendwo verloren gehen“. |
Tipp: Halten Sie diese Tabelle sichtbar. Heften Sie sie in Ihrer Dokumentation an oder hängen Sie sie im Arbeitsbereich Ihres IT-Teams aus. Eine kurze Erinnerung hilft allen, den Sinn dieser Arbeit im Blick zu behalten.
Beispiel für einen Automatisierungs-Touchpoint
Automatisierung bedeutet nicht zwangsläufig, ein vollwertiges ITAM-Tool zu kaufen, auch wenn es sinnvoll ist, die Grundlagen des IT-Asset-Managements zu kennen. Sie kann auch heißen, mit Skripten und geplanten Aufgaben Wiederholungen aus Ihrem Arbeitsalltag zu nehmen.
Sie können beispielsweise PowerShell-Skripte so planen, dass sie auf allen Endpunkten laufen, Monitor- und Dockingstationsdaten sammeln und direkt in Ihr Register einspeisen. Von dort aus gleichen Sie Zuweisungen ab und markieren alles, was ungewöhnlich wirkt. Mit der Zeit entsteht so ein aussagekräftiges Bild davon, wie Peripheriegeräte genutzt werden, und das alles läuft im Hintergrund.
So könnte ein einfacher automatisierter Workflow aussehen:
- Führen Sie PowerShell-Erkennungsskripte auf allen Endpunkten aus, um Metadaten zu Monitoren und Docks zu sammeln.
- Fassen Sie die Ergebnisse im gemeinsam genutzten Peripherie-Register zusammen.
- Gleichen Sie sie mit den Benutzer- und Gerätezuweisungen ab und markieren Sie verwaiste oder nicht zugewiesene Hardware.
- Erstellen Sie quartalsweise Auswertungen zu nicht zugewiesenen Einheiten, alternden Assets und Ersatzbedarf.
- Nutzen Sie die Erkenntnisse in QBRs oder operativen Audits, um Verantwortungsbewusstsein zu belegen und Kosteneinsparungen aufzuzeigen.
So unterstützt NinjaOne Sie beim Management von Peripheriegeräten
NinjaOne, die Plattform für automatisiertes Endpunkt-Management, hilft Ihnen dabei, eine belastbarere Strategie für das Management von Peripheriegeräten aufzubauen. Die Exporte des Hardware-Bestands, die benutzerdefinierten Felder und die Funktionen zur Berichterstattung erweitern den in diesem Leitfaden beschriebenen Prozess, ohne dass Sie zusätzliche Tools benötigen.
Die Hardware-Bestandsexporte von NinjaOne vereinfachen es beispielsweise, die Host-Geräte zu ermitteln, mit denen Peripheriegeräte verbunden sind. Statt Seriennummern manuell abzugleichen, verknüpfen Sie Monitor- oder Dock-Einträge direkt mit den Notebooks und Desktops, die NinjaOne ohnehin schon erfasst.
In NinjaOne können Sie eigene Tags oder Notizen hinzufügen, etwa „Peripheral-Tracked“. So gruppieren Sie Geräte bei Audits oder Reviews im Handumdrehen und sehen sofort, welche Endpunkte Teil Ihres Tracking-Programms sind.
Schließlich können Sie die IT-Automatisierung von NinjaOne nutzen. Lassen Sie Ihre PowerShell-/WMI-Erkennungsskripte über NinjaOne laufen, rufen Sie Details zu Monitoren und Dockingstationen von allen verwalteten Geräten ab und führen Sie die Ergebnisse automatisiert in Ihrem zentralen Register zusammen. So bleibt Ihr Bestand aktuell und der manuelle Aufwand sinkt.
Tipp: Wenn Sie in NinjaOne bereits geplante Skripte einsetzen, können Sie Ihre Erkennungsskripte direkt auf die Endpunkte ausspielen. Die Ergebnisse fließen zurück nach NinjaOne und liefern Ihnen ein laufend aktualisiertes Bild der Peripheriegeräte in Ihrer gesamten Umgebung.
Quick-Start-Guide
NinjaOne bietet mehrere Funktionen, die Sie bei der Bestandsverfolgung von Peripheriegeräten unterstützen:
1. Nachverfolgung nicht verwalteter Geräte:
- Die App NinjaOne IT Asset Management (ITAM) ermöglicht es Ihnen, Geräte nachzuverfolgen, die nicht nativ unterstützt werden, etwa Monitore, Docks und andere Peripheriegeräte.
- Sie können eigene Gerätetypen anlegen und benutzerdefinierte Felder hinzufügen, um spezifische Informationen zu diesen Peripheriegeräten zu erfassen.
2. Geräte-Tags:
- Nutzen Sie Geräte-Tags, um bestimmte Arten von Peripheriegeräten zu klassifizieren und leicht zu finden.
- Sie können Geräte nach Tags filtern, Tag-Informationen exportieren und Benachrichtigungen zu Tag-Aktivitäten einrichten.
3. Benutzerdefinierte Felder:
- Fügen Sie benutzerdefinierte Felder hinzu, um zusätzliche Informationen zu Peripheriegeräten zu erfassen, etwa Seriennummern, Kaufdaten oder Garantien.
4. Garantieverfolgung:
- Die Funktion zur Garantieverfolgung von NinjaOne (für unterstützte Hersteller wie Dell, Lenovo, HP und Microsoft) hilft Ihnen, Garantieinformationen für Hardware nachzuverfolgen.
Eine Liste der IT-Peripheriegeräte führen und pflegen
Die Bestandsverfolgung von Peripheriegeräten erfordert keine komplexen Tools. Mit ein paar PowerShell-Abfragen, einem gemeinsam genutzten Register und regelmäßigen Audits behalten Sie Monitore und Docks lückenlos im Blick. Dieser einfache Prozess senkt Kosten, stärkt die Nachvollziehbarkeit und gibt Kund:innen die Gewissheit, dass jedes Gerät erfasst ist.
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