Schlüsselpunkte
- Containerisierung unterstützt Agilität und modulare Skalierung in hybriden oder Cloud-nativen Umgebungen.
- Die Bereitstellung über die Cloud bietet unübertroffene Skalierbarkeit und weltweiten Zugriff und verringert die Abhängigkeit von lokaler Infrastruktur.
- App-Virtualisierung sorgt für zentrale Kontrolle und Flexibilität, ideal für BYOD und gemischte Geräteumgebungen.
Beschäftigte erwarten in der Regel, dass ihre Geräte reibungslos funktionieren und alle benötigten Anwendungen aktuell verfügbar sind. Dieses Erlebnis im großen Maßstab über unterschiedliche Systeme, verteilte Teams und sich wandelnde Sicherheitsanforderungen hinweg zu liefern, bringt jedoch komplexe Herausforderungen bei der Bereitstellung mit sich. Dieser Leitfaden zeigt, wie IT-Teams Standards für das Application Packaging definieren und damit ihre Frameworks zur Anwendungssteuerung verschlanken.
Methoden für das Application Packaging im Überblick
Je nach Skalierbarkeit, Geschwindigkeit und Ressourcenverwaltung bieten die verschiedenen Packaging-Methoden jeweils eigene Vorteile. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die einzelnen Ansätze und ihre grundsätzliche Funktionsweise.
| Methode | Funktionsweise |
| Traditionell | Anwendungen und Abhängigkeiten werden in einer einzigen Installationsdatei gebündelt (MSI, EXE). |
| Virtualisierung | Anwendungen laufen in einer VM, die eine vollständige Betriebssystemumgebung emuliert. |
| Containerisierung | Anwendungen und ihre Abhängigkeiten werden in schlanke, portable Container verpackt. |
| App-Virtualisierung | Anwendungen werden auf die Endgeräte der Benutzer:innen gestreamt und ohne vollständige Installation in einer virtualisierten Umgebung ausgeführt. |
| Cloudbasiert | Anwendungen werden auf Cloud-Servern gehostet und über Webbrowser oder Thin Clients genutzt. |
| Skriptbasiert | Eigene Skripte (PowerShell, Bash) automatisieren den Installationsvorgang. |
Für Unternehmen, die ihre Bereitstellungen effizient skalieren wollen, ist es entscheidend, die Stärken jeder Packaging-Methode zu kennen. Alle Methoden haben ihre Berechtigung, einige spielen ihre Vorteile aber besonders in großen oder dynamischen Umgebungen aus. Genau darum geht es im nächsten Abschnitt.
Die besten Packaging-Methoden für skalierbare Software-Bereitstellung
Für Skalierbarkeit und eine einfache Integration sollten IT-Teams ihre Packaging-Methode an den Anforderungen ihrer Infrastruktur, ihrer Benutzerbasis und ihrer operativen Ziele ausrichten. Vor diesem Hintergrund sind dies die idealen Methoden und Tools für Unternehmensumgebungen:
1. Containerisierung
Containerisierung eignet sich ideal für Unternehmen, für die Agilität und Konsistenz über hybride oder Cloud-native Umgebungen hinweg Priorität haben. Einige Beispiele für die Funktionsweise:
- Anwendungen und Abhängigkeiten werden mit Tools wie Docker in Container verpackt.
- NinjaOne bietet mit MDM-Containerisierung zusätzliche Unterstützung für die Verwaltung von Bring Your Own Device (BYOD).
- Kubernetes automatisiert die Orchestrierung und ermöglicht so eine reibungslose Skalierung über Umgebungen hinweg.
Bei großflächigen Bereitstellungen sorgen private Container-Registries für ein sicheres Image-Management, während CI/CD-Pipelines Updates und Rollbacks verschlanken.
Insgesamt ist Containerisierung besonders wirkungsvoll bei Microservices-Architekturen, bei denen Anwendungen in der Regel in modulare Komponenten zerlegt sind, die sich unabhängig voneinander skalieren und aktualisieren lassen.
2. Bereitstellung über die Cloud
Die Cloud bietet unübertroffene Skalierbarkeit und Erreichbarkeit und passt damit perfekt zu Unternehmen mit verteilten Teams oder Remote-Belegschaften. Diese Plattformen können Sie für Cloud-basierte Bereitstellungen nutzen:
- Azure
- Google Cloud
- AWS
Bei diesem Ansatz werden Anwendungen auf sicheren Plattformen wie AWS, Azure oder Google Cloud gehostet und über Webbrowser oder Thin Clients genutzt. Dadurch sind IT-Teams deutlich weniger auf lokale Installationen angewiesen, der weltweite Zugriff wird einfacher und Ressourcen werden geschont.
Zusätzlich lassen sich Cloud-native Tools zur Überwachung schnell integrieren, um Leistung und Nutzung im Blick zu behalten und die Zuverlässigkeit sicherzustellen. Insgesamt eignet sich die Bereitstellung über die Cloud am besten für Unternehmen, die schnelle Bereitstellung und Skalierbarkeit ohne hohe Infrastrukturinvestitionen benötigen.
3. App-Virtualisierung
App-Virtualisierung schafft ein Gleichgewicht zwischen zentraler Kontrolle und Flexibilität für die Benutzer:innen und ist damit eine starke Option, um Bereitstellungen in Umgebungen mit unterschiedlichsten Gerätetypen zu skalieren. So funktioniert das in der Praxis:
- Anwendungen werden mit Tools wie Microsoft App-V (siehe Hinweis unten) oder Citrix Virtual Apps ohne vollständige lokale Installation auf die Geräte gestreamt.
- Updates und Patches werden zentral verwaltet, was den Wartungsaufwand und Unterbrechungen reduziert.
Hinweis: Die Funktion Microsoft Application Virtualization (App-V) wird nicht mehr weiterentwickelt und befindet sich inzwischen in einem festen erweiterten Supportzeitraum.
Besonders wertvoll ist diese Methode in Umgebungen mit einer Mischung aus privaten und geschäftlichen Geräten, etwa bei BYOD-Szenarien, in denen Konsistenz über private und unternehmenseigene Geräte hinweg entscheidend ist.
So gelingt eine zuverlässige und skalierbare Anwendungsbereitstellung
Ein sauber umgesetzter Prozess zur Softwareverteilung ist entscheidend für operative Effizienz und zufriedene Benutzer:innen. Um dauerhaft einen Schritt voraus zu sein, sollten Sie jedoch auf Automatisierung setzen, Rückmeldungen Ihrer Benutzer:innen einholen und Ihre Strategie an künftige Herausforderungen anpassen. Als nächsten Schritt empfehlen wir Ihnen den Leitfaden „Leitfaden zum Software-Bereitstellungsprozess“: Dort erfahren Sie, wie Sie IT-Automatisierung in Ihre Bereitstellungsstrategie integrieren.
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