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Anmeldung mit Bildkennwort in Windows 11 aktivieren oder deaktivieren

von Team Ninja
Enable or Disable Sign in with Picture Password in Windows 10 blog banner image

Kurzüberblick

Dieser NinjaOne-Blogbeitrag bietet eine umfassende Liste grundlegender CMD-Befehle und einen tiefen Einblick in die Windows-Befehle mit über 70 wichtigen CMD-Befehlen für Anfänger:innen und Fortgeschrittene. Der Blogartikel erklärt praktische Befehle der Eingabeaufforderung für die Dateiverwaltung, die Navigation in Verzeichnissen, die Fehlersuche im Netzwerk, Festplattenoperationen und die Automatisierung mit echten Beispielen zur Steigerung der Produktivität. Egal, ob Sie grundlegende CMD-Befehle lernen oder fortgeschrittene Windows CLI-Tools beherrschen möchten, dieser Leitfaden hilft Ihnen, die Eingabeaufforderung effektiver zu verwenden.

Schlüsselpunkte

  • Das Bildkennwort ist eine Windows-Anmeldeoption, bei der Benutzer:innen drei Gesten (Tippen, Linien, Kreise) auf einem selbst gewählten Bild zeichnen, statt ein Kennwort oder eine PIN einzugeben.
  • Gesteuert wird die Funktion auf Domänenebene über die Gruppenrichtlinie „Anmeldung mit Bildcode deaktivieren“ unter Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > System > Anmelden. Auf „Deaktiviert“ gesetzt, ist das Bildkennwort erlaubt; auf „Aktiviert“ gesetzt, wird es blockiert.
  • Richtlinienpfad und Verhalten sind seit Einführung der Funktion unverändert und funktionieren im aktuellen Windows-Release genauso, eine separate Konfiguration für verschiedene Windows-Versionen ist also nicht nötig.
  • Das Bildkennwort speichert das Domänenkennwort der Benutzer:innen im Systemtresor zwischen und lässt sich nicht mit MFA (Multi-Factor Authentication) kombinieren.
  • Empfohlene Alternativen für Umgebungen mit höheren Sicherheitsanforderungen: PIN, Windows Hello for Business (integriert mit Active Directory und Microsoft Entra ID, früher Azure AD) oder Smartcards bzw. virtuelle Smartcards.
  • Halten Sie Domänengeräte auf einem aktuell unterstützten Windows-Release, damit sie weiterhin Sicherheitspatches erhalten. Anmeldemethoden sind nur ein Baustein einer deutlich umfassenderen Authentifizierungssicherheit.

Wer weiß, wie die Anmeldung mit Bildkennwort in Windows 11 funktioniert, hat eine besondere Möglichkeit, sein Gerät abzusichern: Benutzer:innen zeichnen zur Authentifizierung Gesten auf einem Bild und verbinden so Sicherheit mit einer persönlichen Note.

Für Administrator:innen ist die Kontrolle über diese Einstellungen entscheidend, um die Sicherheit aufrechtzuerhalten und den Zugriff je nach Unternehmensrichtlinien und den konkreten Anforderungen der Domänenbenutzer:innen zu erlauben oder einzuschränken. Dieser Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, wie Sie das Bildkennwort aktivieren oder deaktivieren und so sichere, einheitliche Anmeldeoptionen in Ihrer Domäne durchsetzen.

Was ist ein Bildkennwort?

Das Bildkennwort ist eine Windows-Anmeldeoption mit visueller Authentifizierung: Man zeichnet Gesten auf einem ausgewählten Bild. Statt eine PIN oder ein Kennwort einzugeben oder biometrische Daten zu nutzen, legen Benutzer:innen drei bestimmte Gesten (Linien, Kreise oder Tippen) auf einem Bild fest, die als ihre individuelle Anmeldung dienen. Die Funktion soll das Anmelden persönlicher und einprägsamer machen.

Im Vergleich zu Methoden wie PINs oder klassischen alphanumerischen Kennwörtern sticht das Bildkennwort durch seinen visuellen Charakter hervor und bietet eine Balance aus Sicherheit und Komfort. Kennwörter muss man sich merken, PINs punkten mit numerischer Einfachheit, das Bildkennwort dagegen nutzt Bilder für eine einprägsame, gestenbasierte Authentifizierung. Besonders attraktiv ist das auf Geräten mit Touchbedienung, wo das Zeichnen von Gesten auf dem Bildschirm intuitiver und zugänglicher ist.

Typischerweise nutzen Menschen das Bildkennwort, die schnell und persönlich auf ihr Gerät zugreifen möchten, ohne sich komplexe Kennwörter merken zu müssen. Am besten eignet es sich allerdings für Geräte ohne sensible Daten oder für den privaten Gebrauch, da es nicht die Robustheit bietet, die in besonders kritischen Umgebungen gefordert ist. Wer eine unkomplizierte, visuelle Anmeldung sucht, findet im Bildkennwort eine praktische und angenehme Option.

Darum lohnt es sich, Bildkennwörter für Domänenbenutzer:innen zu aktivieren oder zu deaktivieren

Der Einsatz des Bildkennworts in einer Windows-11-Domänenumgebung hat Vorteile, vor allem in puncto Einfachheit und Personalisierung. Das Bildkennwort ermöglicht eine schnelle Anmeldung und ist damit ideal für Beschäftigte, die eine zügige, gut merkbare Anmeldeoption wünschen. Indem sie ein Bild wählen, das sie anspricht, und eine eigene Gestenfolge zeichnen, gestalten sie eine Anmeldung nach ihren Vorlieben, was Produktivität und Zufriedenheit gleichermaßen steigern kann.

Allerdings gibt es beim Einsatz des Bildkennworts in Domänenumgebungen auch Sicherheitsbedenken. Anders als klassische Kennwörter oder Biometrie beruht das Bildkennwort auf Gesten, die auf einem Bild gezeichnet werden, und die lassen sich leichter beobachten oder nachahmen, gerade auf Geräten in gemeinsam genutzten Arbeitsbereichen. Dieser visuelle Charakter kann Unternehmen Risiken aussetzen, da Unbefugte Gesten unter Umständen leichter erraten als PINs oder komplexe Kennwörter.

Manche Unternehmen deaktivieren das Bildkennwort deshalb, um die Authentifizierung strenger zu kontrollieren. In Umgebungen mit sensiblen Daten, regulatorischer Compliance oder stark frequentierten Arbeitsplätzen kann das Deaktivieren notwendig sein, um zuverlässig vor unbefugtem Zugriff zu schützen.

Wo geringere Sicherheitsanforderungen gelten, kann das Aktivieren des Bildkennworts eine gute Balance zwischen Zugänglichkeit und Sicherheit schaffen. So ist ein schneller Zugriff möglich, ohne sensible Daten zu gefährden.

Wenn Sie außerdem die PIN-Authentifizierung für Domänenbenutzer:innen konfigurieren möchten, sehen Sie sich die Videoanleitung an: So aktivieren oder deaktivieren Sie die Anmeldung mit PIN für Domänenbenutzer unter Windows.

Schritt für Schritt: Bildkennwort für Domänenbenutzer:innen aktivieren

Bevor Sie beginnen

Um das Bildkennwort für Domänenbenutzer:innen zu aktivieren, benötigen Sie Administratorrechte, um die Gruppenrichtlinieneinstellungen der Domäne zu öffnen und zu konfigurieren. Stellen Sie sicher, dass Sie an einem System angemeldet sind, das Zugriff auf die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (GPMC) hat, denn diese ist Voraussetzung, um das Bildkennwort domänenweit zu aktivieren.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (GPMC) öffnen

  • Drücken Sie Win + R, um den Ausführen-Dialog zu öffnen.
  • Geben Sie gpmc.msc ein und drücken Sie die Eingabetaste. Damit öffnet sich die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole, in der Sie die Einstellungen zum Bildkennwort finden.

2. Gruppenrichtlinienobjekt (GPO) erstellen oder bearbeiten

  • Suchen Sie in der GPMC links Ihre Domäne und klappen Sie die Struktur auf.
  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Gruppenrichtlinienobjekte und wählen Sie Neu, um ein neues GPO zu erstellen, oder wählen Sie ein vorhandenes GPO aus, wenn Sie ein bestehendes bearbeiten möchten.
  • Benennen Sie das neue GPO zum Beispiel „Bildkennwort aktivieren“ und klicken Sie auf OK.

3. Einstellungen für das Bildkennwort konfigurieren

  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das neu erstellte oder vorhandene GPO und wählen Sie Bearbeiten.
  • Navigieren Sie im Gruppenrichtlinienverwaltungs-Editor zu Computerkonfiguration > Richtlinien > Administrative Vorlagen > System > Anmelden.
  • Suchen Sie rechts in der Liste den Eintrag Anmeldung mit Bildcode deaktivieren.

4. Bildkennwort aktivieren

  • Doppelklicken Sie auf Anmeldung mit Bildcode deaktivieren, um die Einstellungen zu öffnen.
  • Um das Bildkennwort zu aktivieren, setzen Sie die Option auf Deaktiviert und klicken Sie auf Übernehmen und anschließend auf OK.
  • Indem Sie diese Einstellung deaktivieren, erlauben Sie den Benutzer:innen in der Domäne, das Bildkennwort als Anmeldeoption zu verwenden.

5. GPO mit der Domäne oder Organisationseinheit (OU) verknüpfen

  • Kehren Sie zum GPMC-Fenster zurück, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Domäne oder Organisationseinheit (OU), für die die Richtlinie gelten soll, und wählen Sie Vorhandenes GPO verknüpfen.
  • Wählen Sie das eben konfigurierte GPO aus und klicken Sie auf OK, um es zu verknüpfen.

6. Richtlinienaktualisierung erzwingen (optional)

Gruppenrichtlinien werden auf Clientcomputern etwa alle 90 bis 120 Minuten automatisiert aktualisiert. Damit die Änderung schneller greift, nutzen Sie eine der folgenden Möglichkeiten:

  • Einzelnes Gerät: Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und führen Sie gpupdate /force aus.
  • Ganze Organisationseinheit (OU) auf einmal: Klicken Sie in der GPMC mit der rechten Maustaste auf die gewünschte OU und wählen Sie Gruppenrichtlinienupdate.
  • Bestimmte Gruppe von Remotecomputern: Führen Sie Invoke-GPUpdate -Computer <ComputerName1,ComputerName2> -Force in PowerShell aus.

Schritt für Schritt: Bildkennwort für Domänenbenutzer:innen deaktivieren

Bildkennwort per Gruppenrichtlinie deaktivieren

Um das Bildkennwort für Domänenbenutzer:innen zu deaktivieren, ist eine Gruppenrichtlinienkonfiguration nötig. Mit den folgenden Schritten stellen Sie sicher, dass das Bildkennwort deaktiviert ist und Benutzer:innen auf alternative, sichere Anmeldemethoden gelenkt werden.

1. Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole (GPMC) öffnen

  • Drücken Sie Win + R, um den Ausführen-Dialog zu öffnen.
  • Geben Sie gpmc.msc ein und drücken Sie die Eingabetaste, um die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole zu öffnen.

2. Gruppenrichtlinienobjekt (GPO) erstellen oder bearbeiten

  • Klappen Sie in der GPMC links Ihre Domänenstruktur auf.
  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Gruppenrichtlinienobjekte und wählen Sie Neu, um ein neues GPO zu erstellen, oder wählen Sie ein vorhandenes GPO, wenn Sie eine bestehende Richtlinie ändern möchten.
  • Benennen Sie das GPO zum Beispiel „Bildkennwort deaktivieren“ und klicken Sie auf OK.

3. Einstellung für das Bildkennwort konfigurieren

  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das neu erstellte oder ausgewählte GPO und wählen Sie Bearbeiten.
  • Navigieren Sie im Gruppenrichtlinienverwaltungs-Editor zu Computerkonfiguration > Richtlinien > Administrative Vorlagen > System > Anmelden.
  • Suchen Sie rechts in der Liste den Eintrag Anmeldung mit Bildcode deaktivieren.

4. Bildkennwort deaktivieren

  • Doppelklicken Sie auf Anmeldung mit Bildcode deaktivieren, um die Einstellungen zu öffnen.
  • Setzen Sie diese Richtlinie auf Aktiviert, um das Bildkennwort für alle vom GPO betroffenen Benutzer:innen zu deaktivieren.
  • Klicken Sie auf Übernehmen und anschließend auf OK, um die Änderungen zu speichern.

5. GPO mit der Domäne oder einer bestimmten Organisationseinheit (OU) verknüpfen

  • Klicken Sie in der GPMC mit der rechten Maustaste auf die Domäne oder Organisationseinheit (OU), für die die Richtlinie gelten soll, und wählen Sie Vorhandenes GPO verknüpfen.
  • Wählen Sie das eben konfigurierte GPO aus (z. B. „Bildkennwort deaktivieren“) und klicken Sie auf OK.

6. Übernahme der Änderungen prüfen

Um zu prüfen, ob die Richtlinienänderung wirksam geworden ist, können Sie eine sofortige Aktualisierung erzwingen: Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und führen Sie Folgendes aus: gpupdate /force

Nach der Richtlinienaktualisierung sollte die Option Bildkennwort in den Anmeldeeinstellungen der Domänenbenutzer:innen nicht mehr erscheinen.

Sicherheitsaspekte des Bildkennworts in Domänenumgebungen

Das Bildkennwort ist zwar eine eigenständige, sichere Anmeldeoption für Windows 11, kann Geräte in einer Domänenumgebung aber bestimmten Schwachstellen aussetzen. Da Benutzer:innen Gesten auf einem Bild zeichnen, ist die Methode anfällig für Shoulder Surfing (das Beobachten der Gesten, um das Muster zu erraten) und für Schlieren auf dem Bildschirm, die den Gestenverlauf verraten können.

Hinzu kommt: Das Bildkennwort lässt sich nicht mit MFA (Multi-Factor Authentication) kombinieren, wodurch Geräte im Vergleich zu robusteren Authentifizierungsmethoden einem höheren Risiko unbefugten Zugriffs ausgesetzt sein können.

Best Practices zur Absicherung von Windows 11 in einer Domänenumgebung

  • Strenge Kennwortrichtlinien für Domänenbenutzer:innen durchsetzen: Verlangen Sie komplexe alphanumerische Kennwörter mit Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Fordern Sie regelmäßig zur Aktualisierung auf und verhindern Sie die Wiederverwendung alter Kennwörter.
  • MFA (Multi-Factor Authentication) einführen: MFA erhöht die Sicherheit, indem sie einen zweiten Nachweis verlangt, etwa einen Code an ein Mobilgerät oder eine Authenticator-App.
  • BitLocker zur Geräteverschlüsselung nutzen: Schützen Sie sensible Daten auf domänengebundenen Geräten, indem Sie mit BitLocker die Festplatte verschlüsseln. So bleiben die Daten auch bei Verlust oder Diebstahl geschützt.
  • Regelmäßige Sicherheitsaudits: Führen Sie turnusmäßige Audits durch, um die Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien sicherzustellen und unbefugte Zugriffsversuche zu erkennen.
  • Benutzer:innen schulen: Informieren Sie regelmäßig über Sicherheitsbedrohungen, den sicheren Umgang mit Anmeldeinformationen sowie die Risiken durch Shoulder Surfing und Phishing-Angriffe.

Empfohlene Authentifizierungsalternativen, wenn das Bildkennwort deaktiviert ist

Ist das Bildkennwort deaktiviert, kommen diese sichereren Authentifizierungsmethoden infrage:

  • Anmeldung per PIN: PINs sind einfach und dennoch sicher, besonders in Kombination mit Windows Hello, wodurch die PIN gerätespezifisch bleibt und nicht über vernetzte Geräte hinweg gespeichert wird.
  • Windows Hello for Business: Windows Hello ermöglicht biometrische Anmeldeoptionen wie Fingerabdruck und Gesichtserkennung und bietet Domänenbenutzer:innen damit eine sicherere und komfortablere Anmeldung. Außerdem ist es mit Active Directory und Microsoft Entra ID integriert, was es für Domänenumgebungen besonders praktikabel macht.
  • Smartcards oder virtuelle Smartcards: Diese Methoden bieten eine starke Zwei-Faktor-Authentifizierung und eignen sich besonders für Umgebungen mit hohen Sicherheitsanforderungen. Smartcards sind physische Token, auf denen Anmeldeinformationen gespeichert sind, während virtuelle Smartcards das Trusted Platform Module (TPM) des Geräts nutzen, um Anmeldeinformationen abzusichern.
  • MFA-Lösungen von Drittanbietern: Für Domänen, die zusätzliche Flexibilität oder bestimmte Compliance-Standards benötigen, lohnt sich ein Blick auf MFA-Anbieter von Drittanbietern, die mit Windows 11 kompatibel sind.

Indem Administrator:innen das Bildkennwort in einer Domänenumgebung deaktivieren und diese Best Practices befolgen, stärken sie die Sicherheit, reduzieren Schwachstellen und sorgen für eine einheitliche Authentifizierung auf allen Geräten der Domäne.

Anmeldemethoden für Domänenbenutzer:innen im Vergleich: Vor- und Nachteile des Bildkennworts

Bildkennwort

  • Vorteile: Leicht zu merken, personalisiert, schneller Zugriff.
  • Nachteile: Anfällig für Shoulder Surfing, begrenzte Sicherheit, keine Kombination mit mehreren Faktoren möglich.
  • Am besten geeignet für: Private Geräte oder Geräte mit geringen Sicherheitsanforderungen.

PIN

  • Vorteile: Gerätespezifisch, schnell, kompatibel mit Windows Hello.
  • Nachteile: Begrenzte Komplexität, nicht übertragbar.
  • Am besten geeignet für: Mobile Geräte mit Touchbedienung, Umgebungen mit geringem Risiko.

Kennwort

  • Vorteile: Komplexität frei anpassbar, weit verbreitet, MFA-kompatibel.
  • Nachteile: Kann vergessen werden, anfällig für Phishing.
  • Am besten geeignet für: Umgebungen mit hohen Sicherheitsanforderungen, gemeinsam genutzte Arbeitsplätze.

Biometrische Optionen (Fingerabdruck, Gesichtserkennung)

  • Vorteile: Sicher, komfortabel, in Windows Hello und MFA integriert.
  • Nachteile: Von der Hardware abhängig, kann durch Umgebungsbedingungen eingeschränkt sein.
  • Am besten geeignet für: Rollen mit hohen Sicherheitsanforderungen, sensible Arbeitsplätze.

Smartcard / virtuelle Smartcard

  • Vorteile: Starke Zwei-Faktor-Authentifizierung, physische Absicherung.
  • Nachteile: Zusätzliche Hardware nötig, weniger mobil einsetzbar.
  • Am besten geeignet für: Compliance-getriebene Umgebungen, Hochsicherheitsbereiche.

Sicherheitsempfehlungen

  • MFA nutzen: Ergänzen Sie wo immer möglich einen zweiten Authentifizierungsfaktor, besonders bei Kennwörtern und PINs.
  • Rollenbasierte Richtlinien anwenden: Passen Sie die Anmeldemethoden an die Rolle an, also Biometrie oder Smartcards für sicherheitskritische Rollen, Kennwörter für Standardbenutzer:innen und PINs für Benutzer:innen mit geringem Risiko.
  • Schulungen: Informieren Sie regelmäßig über Kennwortstärke, Sicherheits-Best-Practices und Phishing-Risiken.
  • Regelmäßige Audits: Führen Sie Audits durch, um die Anmeldesicherheit zu wahren und Richtlinien bei Bedarf anzupassen.

Mit diesen Maßnahmen halten Sie die Balance zwischen Sicherheit und Komfort für alle Benutzergruppen.

Einsatzszenarien für das Bildkennwort

  • Abteilungen mit Kundenkontakt: Das Bildkennwort beschleunigt den Zugriff für Beschäftigte im Kundenservice, an Kiosksystemen oder an der Rezeption, wo eine schnelle Anmeldung wichtig ist, hohe Sicherheitsmaßnahmen aber nicht entscheidend sind.
  • Schulungsumgebungen: Bei Schulungen oder in der Einarbeitung vereinfacht das Bildkennwort die Anmeldung für neue Benutzer:innen, die mit komplexen Authentifizierungsmethoden noch nicht vertraut sind, und erleichtert ihnen den schnellen Einstieg.
  • Führungskräfte und Vertriebsteams: Für viel reisende Führungskräfte oder Vertriebsmitarbeiter:innen bietet das Bildkennwort bequemen Zugriff auf persönliche oder weniger kritische Geräte, wo Tempo wichtiger sein kann als maximale Sicherheit.
  • Geräte mit Touchbedienung: Geräte mit Touchscreen, etwa Tablets für Präsentationen oder den Außeneinsatz, profitieren vom Bildkennwort, da es eine intuitive Anmeldung für den schnellen Zugriff unterwegs bietet.

Besondere Überlegungen

  • Kaum sensible Daten: Ideal für Benutzer:innen, die schnellen Zugriff brauchen, aber selten mit sensiblen Informationen arbeiten, etwa bestimmte Außendienstkräfte oder Beschäftigte außerhalb der IT.
  • Kompatibilität: Richten Sie das Bildkennwort dort ein, wo Komfort im Vordergrund steht, und ziehen Sie für sicherheitskritische Abteilungen alternative, sicherere Optionen in Betracht.
  • Bewusstsein schaffen: Klären Sie Benutzer:innen über die Sicherheitsgrenzen des Bildkennworts auf und ermutigen Sie sie, Best Practices zu befolgen, sobald sie mit sensiblen Daten arbeiten, auch auf Geräten mit geringen Sicherheitsanforderungen.

Sie möchten reibungslosere Anmeldeoptionen? Sehen Sie sich an, wie Sie die Anmeldung mit Bildkennwort in Windows aktivieren oder deaktivieren.

Fazit

Das Bildkennwort ist eine komfortable, personalisierte Anmeldeoption in Windows 11. Entscheidend ist jedoch, seine Vorteile gegen die Sicherheitsanforderungen in einer Domänenumgebung abzuwägen. Für bestimmte Benutzergruppen kann es die Zugänglichkeit verbessern, während strengere Authentifizierungsmethoden bei hohen Sicherheitsanforderungen für die nötige Ausgewogenheit sorgen.

Wer weiß, wann und wie sich das Bildkennwort aktivieren oder deaktivieren lässt, kann als Administrator:in sowohl den Komfort der Benutzer:innen als auch eine robuste Sicherheit im gesamten Unternehmen gewährleisten.

FAQs

Ja. Administrator:innen steuern die Verfügbarkeit des Bildkennworts über Gruppenrichtlinieneinstellungen für bestimmte Organisationseinheiten (OUs) oder einzelne Benutzer:innen und können den Zugriff so passgenau an die Sicherheitsanforderungen anpassen.

Die Anmeldung ist weiterhin mit dem primären Kennwort oder der PIN möglich. Bestehen die Probleme weiter, können Administrator:innen die Authentifizierungsmethode zurücksetzen oder ändern, um den Zugriff sicherzustellen.

Wird die Einstellung auf Domänen- oder OU-Ebene angewendet, betrifft das Deaktivieren des Bildkennworts alle Benutzer:innen bzw. Geräte in diesem Bereich. Administrator:innen können den Geltungsbereich der Richtlinie anpassen, um nur bestimmte Geräte oder Gruppen anzusprechen.

Ja. Die Richtlinie „Anmeldung mit Bildcode deaktivieren“ nutzt in allen unterstützten Windows-Versionen denselben Pfad und verhält sich identisch. Sie müssen also kein separates Vorgehen lernen, wenn in Ihrer Domäne Geräte mit unterschiedlichen Releases laufen.

Ja, und das ist einer der wichtigeren Sicherheitskompromisse. In der Dokumentation zur Richtlinie wird darauf hingewiesen, dass das Domänenkennwort der Benutzer:innen bei aktivem Bildkennwort im Systemtresor zwischengespeichert wird.

Zusammen mit der Anfälligkeit für Shoulder Surfing und der fehlenden MFA-Unterstützung ist das der Grund, warum viele Domänen die Funktion für alles jenseits privater Geräte mit geringem Risiko deaktivieren.

Ja. In gemeinsam genutzten Bereichen sind Bildkennwörter weniger sicher, da die Gestenmuster beobachtet werden können. In solchen Fällen empfiehlt es sich, die Funktion für bestimmte Benutzer:innen zu deaktivieren oder stärkere Authentifizierungsmethoden durchzusetzen.

Gute Alternativen sind PIN, Kennwort oder die biometrische Anmeldung über Windows Hello for Business, das sich mit Active Directory und Microsoft Entra ID (früher Azure AD) integriert. Bei höheren Sicherheitsanforderungen bieten sich Zwei-Faktor-Optionen wie Smartcards oder MFA an.

Tools für das IT-Asset-Management helfen dabei, Geräteinventar, Betriebssystemversion und Supportstatus in der gesamten Domäne nachzuverfolgen. So lassen sich Änderungen an Anmelderichtlinien und die allgemeine Sicherheitshygiene gemeinsam steuern, statt als getrennte, unverbundene Aufgaben.

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