Die wichtigsten Punkte
Mit der Zuweisung von Benutzerrechten in Windows 10 steuern Administrator:innen Aktionen auf Systemebene für Benutzer:innen und Gruppen und verbessern so Sicherheit und Compliance.
- Öffnen Sie die lokale Sicherheitsrichtlinie mit der Eingabe von secpol.msc im Startmenü, um Benutzerrechte unter Windows 10 Pro oder Enterprise zu konfigurieren.
- Bearbeiten Sie einzelne Richtlinien wie „Lokal anmelden“ oder „Auf diesen Computer vom Netzwerk aus zugreifen“, um Berechtigungen von Benutzer:innen und Gruppen zu steuern.
- Testen Sie Konfigurationsänderungen immer in einer Nicht-Produktionsumgebung, damit Zugriff und Systemfunktionen nicht gestört werden.
- Halten Sie sich an Best Practices: Minimalprivilegien anwenden, alle Änderungen protokollieren und regulatorische Vorgaben einhalten.
Mit der Konfiguration der Zuweisung von Benutzerrechten in Windows 10 behalten IT-Administrator:innen die Kontrolle über Gerätezugriff und Sicherheit. Diese Richtlinie unterstützt außerdem sichere Netzwerkkonfigurationen und erlaubt delegierte administrative Zugriffe, etwa für den IT-Support aus der Ferne.
Dieser Leitfaden erklärt, welche Funktion die Zuweisung von Benutzerrechten in Windows 10 hat und wie Sie diese Einstellungen anpassen, um die Sicherheit zu erhöhen und eigene Zugriffsrechte festzulegen.
💡 Lieber visuell? Dann sehen Sie sich So ändern Sie die Sicherheitsrichtlinien zur Zuweisung von Benutzerrechten in Windows 10 an, dort finden Sie dieselben Kernaussagen.
Windows-Sicherheitsrichtlinien im Überblick
Windows-Sicherheitsrichtlinien sind eine Reihe von Betriebssystemkonfigurationen, die festlegen, wie Benutzer:innen mit Geräten und Unternehmensressourcen interagieren dürfen. Von der Zugriffssteuerung bis zur Durchsetzung komplexer Passwörter sorgen Sicherheitsrichtlinien dafür, dass ein System sicher läuft und gleichzeitig die Anforderungen des Unternehmens erfüllt.
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Die Rolle der Zuweisung von Benutzerrechten in der Windows-Sicherheit
Die Zuweisung von Benutzerrechten legt fest, wozu ein Benutzer- oder Systemkonto auf einem Rechner berechtigt ist, etwa sich lokal anzumelden, über das Netzwerk auf ein System zuzugreifen oder Dateien zu sichern. Konfigurationen, die auf die jeweiligen Benutzerrollen zugeschnitten sind, erhöhen die Sicherheit, ohne die Funktionalität einzuschränken. Außerdem stellen sie sicher, dass Gruppenmitgliedschaften und Zugriffsrechte den Unternehmensrichtlinien und betrieblichen Anforderungen entsprechen.
Gängige Sicherheitsrichtlinien, die über die Zuweisung von Benutzerrechten gesteuert werden
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„Lokal anmelden“
Diese Einstellung legt fest, wer sich direkt am Gerät anmelden darf.
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„Auf diesen Computer vom Netzwerk aus zugreifen“
Diese Einstellung bestimmt, wer einen PC aus der Ferne steuern darf. Mehrere Arten von Netzwerkprotokollen wie NetBIOS benötigen dieses Recht, um zu funktionieren. Das Recht „Zugriff vom Netzwerk auf diesen Computer verweigern“ setzt diese Einstellung außer Kraft.
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„Anmelden über Remotedesktopdienste zulassen“
Dieses Recht bestimmt, wer über das Fernzugriffs-Tool von Windows, die Remotedesktopdienste (früher Terminaldienste), auf den Anmeldebildschirm eines Geräts zugreifen darf.
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„System herunterfahren“
Diese Einstellung gibt an, welche Konten das Windows-Gerät ausschalten oder neu starten dürfen.
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„Sichern von Dateien und Verzeichnissen“
Mit diesem Recht können Benutzer:innen oder Gruppen fehlende Berechtigungen umgehen, um kritische Dateien zur Datensicherung zu sichern.
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„Übernehmen des Besitzes von Dateien und Objekten“
Diese Sicherheitsrichtlinie erlaubt es Benutzer:innen, unabhängig von bestehenden Berechtigungen den Besitz an Dateien und anderen Ressourcen zu übernehmen. IT-Administrator:innen können dieses Recht nutzen, um den Zugriff auf eine Datei auf einem gesperrten Gerät wiederherzustellen oder um nach dem Ausscheiden einer beschäftigten Person den Besitz an deren Dateien zu erhalten.
Schritt für Schritt: Einstellungen zur Zuweisung von Benutzerrechten ändern
Voraussetzungen für die Änderung der Zuweisung von Benutzerrechten in Windows 10
Für die Änderung dieser Richtlinien sind Administratorrechte erforderlich. Um ein Gruppenrichtlinienobjekt auf einem Domain-Controller zu aktualisieren, benötigen Sie zusätzlich die Berechtigung, die Microsoft Management Console (MMC) zu installieren. Unter Windows 10 ändern Sie die Einstellungen der Sicherheitsrichtlinien entweder im Editor für lokale Gruppenrichtlinien oder im Editor für lokale Sicherheitsrichtlinien.
Sie müssen jedoch auch sicherstellen, dass Sie eine kompatible Windows-Version einsetzen, denn manche Tools wie der Editor für lokale Gruppenrichtlinien stehen nur in den Editionen Windows 10 Pro und Enterprise zur Verfügung, nicht in der Home-Version.
So konfigurieren Sie eine Benutzerrechtszuweisung über die lokale Sicherheitsrichtlinie
- Öffnen Sie die lokale Sicherheitsrichtlinie, indem Sie „secpol.msc“ in die Suchleiste des Startmenüs eingeben.
- Gehen Sie zu den Sicherheitseinstellungen und wählen Sie dann Lokale Richtlinien. Von hier aus können Sie eine Benutzerrechtszuweisung bearbeiten.
- Doppelklicken Sie auf die Sicherheitsrichtlinie, die Sie ändern möchten.
- Passen Sie über die Schaltflächen „Benutzer oder Gruppe hinzufügen …“ beziehungsweise „Entfernen“ an, welche Benutzer:innen und Gruppen enthalten sind.
- Klicken Sie abschließend auf die Schaltfläche „OK“.
Falls Sie Ihre Änderungen einmal rückgängig machen müssen, finden Sie eine hilfreiche Anleitung in unserem Video So setzen Sie alle lokalen Sicherheitsrichtlinien auf die Standardwerte zurück.
So konfigurieren Sie eine Sicherheitsrichtlinie im Editor für lokale Gruppenrichtlinien
- Öffnen Sie den Editor für lokale Gruppenrichtlinien (gpedit.msc).
- Navigieren Sie zu Computerkonfiguration > Windows-Einstellungen > Sicherheitseinstellungen.
- Von hier aus klicken Sie auf Lokale Richtlinien und bearbeiten eine Benutzerrechtszuweisung per Doppelklick auf die jeweilige Sicherheitsrichtlinie.
- Über die Schaltflächen „Benutzer oder Gruppe hinzufügen …“ beziehungsweise „Entfernen“ legen Sie fest, welche Benutzer:innen oder Gruppen enthalten sind.
- Klicken Sie auf „OK“, um Ihre Änderungen zu speichern.
Benutzerrechte in Windows 10 verwalten: Best Practices für die Zuweisung von Benutzerrechten
1. Zu großzügige Konfigurationen vermeiden
Übermäßige Berechtigungen erhöhen das Risiko von Missbrauch, versehentlichen Änderungen, Fehlkonfigurationen und Cyberangriffen. Wenden Sie das Prinzip der Minimalprivilegien an, damit Benutzer:innen oder Gruppen nur die Rechte besitzen, die sie für ihre Aufgaben benötigen. Mit dem Editor für lokale Sicherheitsrichtlinien verwalten Sie diese Einstellungen präzise.
2. Änderungen protokollieren und dokumentieren
Verfolgen Sie sämtliche Änderungen an den Benutzerrechtszuweisungen, damit Techniker:innen Sicherheitskonfigurationen leichter analysieren können. Software für die IT-Dokumentation macht es schneller und effizienter, Informationen zu Standard- und aktuellen Konfigurationen sowie zur Historie früherer Änderungen festzuhalten und abzurufen.
3. Änderungen in einer Nicht-Produktionsumgebung testen, bevor sie flächendeckend ausgerollt werden
Änderungen an Richtlinien zur Zuweisung von Benutzerrechten können weitreichende Folgen haben, wenn sie nicht sorgfältig umgesetzt werden. Ändern Sie beispielsweise „Auf diesen Computer vom Netzwerk aus zugreifen“ falsch, kann der Fernzugriff verloren gehen. Mit einer VM (Virtual Machine) und Tools wie Hyper-V oder VMware erstellen Sie isolierte Testumgebungen.
Anwendungsfälle und Praxisbeispiele für die Konfiguration von Benutzerrechten unter Windows 10
1. Anmeldeberechtigungen steuern
Über Anmeldeberechtigungen legen Administrator:innen fest, wie Benutzer:innen auf ein System zugreifen dürfen. Bei Kiosk-Geräten oder gemeinsam genutzten Arbeitsplätzen ist es dringend zu empfehlen, Anmeldeberechtigungen einzuschränken. IT-Administrator:innen können etwa das Recht „Lokal anmelden“ den Benutzergruppen der Techniker:innen zuweisen, damit diese auf Geräte zugreifen und Probleme aus der Ferne analysieren und beheben können.
2. Windows-Geräte und -Server absichern
IT-Administrator:innen sollten die Einstellungen der Sicherheitsrichtlinien unter Windows 10 anpassen, um unbefugten Zugriff zu verhindern und sensible Daten zu schützen. Durch die Anpassung der Richtlinien für Benutzerrechte wird sichergestellt, dass nur autorisierte Benutzer:innen und Rollen Zugriff auf Windows-Geräte und -Server erhalten. So lässt sich unbefugter Zugriff verhindern, der zu Datenschutzverletzungen führen kann.
3. Compliance-Management
Die Anpassung der lokalen Sicherheitsrichtlinien hilft Unternehmen dabei, regulatorische Vorgaben in Branchen wie Finanzwesen und Gesundheitswesen zu erfüllen. Die PCI-Compliance verlangt beispielsweise einen eingeschränkten administrativen Zugriff auf Systeme, die Zahlungsdaten verarbeiten. Die Zuweisung von Benutzerrechten setzt strenge Kontrollen für Anmeldeberechtigungen und Administratorrechte durch und unterstützt damit diese Anforderungen.
Benutzerrechte in Windows 10 verwalten und die Sicherheit erhöhen
Die Zuweisung von Benutzerrechten hilft IT-Administrator:innen dabei, Windows-Systeme abzusichern und Benutzerzugriffe wirksam zu verwalten. Durch die Anpassung der lokalen Sicherheitsrichtlinien können Administrator:innen Endbenutzer:innen, Techniker:innen und weiteren Beteiligten passende Berechtigungen zuweisen.
NinjaOne Windows Endpoint Management vereinfacht die Verwaltung von Sicherheitseinstellungen. Die Lösung bietet Echtzeit-Transparenz über Endpunkte, ermöglicht die Verwaltung von Benutzerberechtigungen in großem Umfang und unterstützt Dateisicherungen über eine zentrale Oberfläche. Die Automatisierungs-Tools übernehmen wiederkehrende Aufgaben, sodass sich IT-Teams auf strategische Arbeit konzentrieren können. Sehen Sie sich eine Demo an oder starten Sie eine kostenlose Testversion, um NinjaOne zu testen.
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Quick-Start-Guide
NinjaOne bietet mehrere Möglichkeiten, Benutzerrechte und Einstellungen von Sicherheitsrichtlinien in Windows zu verwalten:
1. Richtlinienverwaltung:
, Sie können Richtlinien auf Unternehmensebene für verschiedene Geräterollen festlegen.
, Es stehen Skripte zur Verfügung, um Passwortrichtlinien festzulegen und Sicherheitseinstellungen zu verwalten, zum Beispiel:
, Set Password Policy: Legt Mindestanforderungen an Passwörter für lokale Konten fest
, Enable or Disable Cached Credentials
, Set Minimum Password Requirements
2. Spezifische Sicherheitsfunktionen:
, Über die Plattform können Sie verschiedene sicherheitsrelevante Einstellungen konfigurieren, darunter:
, Lokale Admin-Tools deaktivieren
, Mitgliedschaften in Benutzergruppen ändern
, Konfigurationen der Windows-Firewall festlegen
, Anmeldebeschränkungen für Benutzer:innen verwalten
3. Windows Update und Sicherheit:
, Patch Intelligence KI unterstützt Sie bei Patch-Genehmigungen und Sicherheitsupdates
, Skripte zur Verwaltung von Windows-Sicherheitseinstellungen, etwa:
, Schwache TLS-/SSL-Protokolle deaktivieren
, Steuerung von Funktionsupdates festlegen
, Windows-Blickpunkt und Startmenü-Vorschläge verwalten
NinjaOne stellt zwar leistungsfähige Tools für die Verwaltung von Benutzerrechten und Sicherheitsrichtlinien bereit, für sehr spezifische Einstellungen im Stil von Gruppenrichtlinien benötigen Sie jedoch unter Umständen zusätzliche Skripte oder native Windows-Tools in Kombination mit der Plattform von NinjaOne.