Wer an einem Windows-Computer mit einem Stift arbeitet, kann sich zusätzlich gedrückte Tasten bei der Stiftnutzung anzeigen lassen oder eben nicht, ganz nach eigenem Bedarf und Vorliebe.
Für manche Benutzer:innen verbessert diese Funktion die Barrierefreiheit. Eine visuelle Bestätigung der gerade gedrückten Taste erleichtert ihnen die Arbeit. Andere empfinden das als störend und schalten die Funktion lieber ab.
Einen schnellen visuellen Überblick gibt unsere Videoanleitung So verwalten Sie die Anzeige zusätzlich gedrückter Tasten bei der Stiftnutzung in Windows 11.
4 Methoden zur Verwaltung der Anzeige zusätzlicher Stifttasten
Die Einstellungen bieten eine grafische Oberfläche, über die sich diese Funktion besonders einfach verwalten lässt. Fortgeschrittene Benutzer:innen oder IT-Administrator:innen können die Einstellung auch über den Registrierungs-Editor aktivieren oder deaktivieren.
In Unternehmensumgebungen lässt sich ein Windows-PowerShell-Skript bereitstellen oder eine .reg-Datei über das bevorzugte Tool für Endpunkt-Management ausführen.
📌 Voraussetzungen:
- Diese Anleitung gilt für alle Windows-11-Computer.
- Kenntnisse im Umgang mit dem Registrierungs-Editor oder PowerShell sind von Vorteil, besonders in Unternehmensszenarien.
📌 Empfohlene Bereitstellungsstrategien:
| Klicken Sie, um eine Methode auszuwählen | 💻 Am besten für Einzelanwender:innen | 💻💻💻 Am besten für Unternehmen |
| Methode 1: Konfiguration über die Einstellungen | ✓ | |
| Methode 2: Änderung über den Registrierungs-Editor | ✓ | ✓ |
| Methode 3: Änderung über Windows PowerShell | ✓ | |
| Methode 4: Eine .reg-Datei erstellen | ✓ |
Methode 1: Konfiguration über die Einstellungen
📌 Anwendungsfall: Diese Methode eignet sich ideal für Einzelanwender:innen, die eine benutzerfreundliche grafische Oberfläche bevorzugen.
📌 Voraussetzung: Für diese Methode muss Ihr Stift-Eingabegerät mit dem Computer verbunden sein. Andernfalls haben Sie keinen Zugriff auf die nötigen Einstellungen.
- Öffnen Sie das Startmenü > Einstellungen.
- Gehen Sie zu Bluetooth & Geräte > Stift & Windows Ink.
- Klicken Sie auf Zusätzliche Stifteinstellungen, um die Optionen aufzuklappen.
- Aktivieren oder deaktivieren Sie je nach Bedarf das Kontrollkästchen neben Zusätzlich gedrückte Tasten bei Verwendung meines Stifts anzeigen. Ist das Kästchen aktiviert, wird angezeigt, wenn Sie folgende Tasten drücken:
- Umschalt
- Strg
- Alt
- Win
Deaktivieren Sie das Kästchen, wird dieses Verhalten beendet.
- Sie können die Einstellungen nun schließen. Die Änderungen werden sofort wirksam.
Methode 2: Änderung über den Registrierungs-Editor
📌 Anwendungsfall: Diese Methode richtet sich an fortgeschrittene Benutzer:innen oder IT-Administrator:innen in verwalteten Umgebungen.
📌 Voraussetzung: Für diese Methode benötigen Sie Administratorrechte. Um Ihre Berechtigungen zu prüfen, öffnen Sie das Startmenü > Einstellungen > Konten. Unter dem Benutzernamen sollte das Wort „Administrator“ stehen.
- Öffnen Sie das Startmenü und suchen Sie nach Registrierungs-Editor, um das Programm zu öffnen.
- Navigieren Sie zu folgendem Pfad: HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Windows\Pen
- Suchen Sie den Wert PenKeySuppress und doppelklicken Sie darauf. Falls er nicht vorhanden ist, erstellen Sie ihn so:
- Rechtsklick auf Pen > Neu > DWORD-Wert (32-Bit).
- Benennen Sie ihn PenKeySuppress.
- Setzen Sie den Wert auf 1, damit zusätzlich gedrückte Tasten angezeigt werden. Um die Funktion zu deaktivieren, setzen Sie den Wert auf 0.
- Klicken Sie auf OK.
- Sie können den Registrierungs-Editor nun schließen. Starten Sie den Computer neu, um die Änderungen zu übernehmen.
Methode 3: Änderung über Windows PowerShell
📌 Anwendungsfall: Diese Methode eignet sich ideal für Unternehmensumgebungen. Sie können das Skript mit einem Tool für entfernte PowerShell auf allen verwalteten Geräten bereitstellen.
📌 Voraussetzung: Für diese Methode benötigen Sie Administratorrechte. Um Ihre Berechtigungen zu prüfen, öffnen Sie das Startmenü > Einstellungen > Konten. Unter dem Benutzernamen sollte das Wort „Administrator“ stehen.
- Öffnen Sie das Startmenü und suchen Sie nach Windows PowerShell.
- Rechtsklick auf Windows PowerShell > Als Administrator ausführen.
- Geben Sie Folgendes ein und drücken Sie die Eingabetaste, um die Funktion zu aktivieren:
Set-ItemProperty -Path “HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Windows\Pen” -Name “PenKeySuppress” -Value 1 -Type DWord
Zum Deaktivieren geben Sie Folgendes ein und drücken die Eingabetaste:
Set-ItemProperty -Path “HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Windows\Pen” -Name “PenKeySuppress” -Value 0 -Type DWord
- Sie können Windows PowerShell nun schließen. Starten Sie den Computer neu, um die Änderungen zu übernehmen.
Methode 4: Eine .reg-Datei erstellen
📌 Anwendungsfall: Diese Methode lässt sich in Unternehmensumgebungen einsetzen. Sie können die .reg-Datei über Ihr bevorzugtes Tool für Endpunkt-Management ausführen.
📌 Voraussetzung: Für diese Methode benötigen Sie Administratorrechte. Um Ihre Berechtigungen zu prüfen, öffnen Sie das Startmenü > Einstellungen > Konten. Unter dem Benutzernamen sollte das Wort „Administrator“ stehen.
- Öffnen Sie das Startmenü und suchen Sie nach Editor, um das Programm zu öffnen.
- Geben Sie Folgendes ein, um die Funktion zu aktivieren:
Windows Registry Editor Version 5.00
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Windows\Pen]
"PenKeySuppress"=dword:00000001
Zum Deaktivieren geben Sie Folgendes ein:
Windows Registry Editor Version 5.00
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\Windows\Pen]
"PenKeySuppress"=dword:00000000
- Klicken Sie auf Datei > Speichern unter.
- Benennen Sie die Datei AdditionalKeys_Display.reg.
- Klicken Sie auf das Dropdown-Menü neben Dateityp > Alle Dateien.
- Klicken Sie auf Speichern. Sie können den Editor nun schließen.
- Wechseln Sie zum Speicherort der .reg-Datei und doppelklicken Sie darauf. Damit wird die Datei ausgeführt und die Windows-Registrierung automatisiert bearbeitet.
- Starten Sie den Computer neu, um die Änderungen zu übernehmen.
⚠️ Darauf sollten Sie achten
| Risiken | Mögliche Folgen | Rückgängig machen |
| Benutzer:innen nehmen fehlerhafte Änderungen an der Windows-Registrierung vor. | Fehlerhafte Änderungen an der Windows-Registrierung können zu falschen Einstellungen oder zu Systeminstabilität führen. | Erstellen Sie ein Backup der Windows-Registrierung, bevor Sie etwas ändern. Mit dem Backup stellen Sie den vorherigen Zustand der Registrierung wieder her, falls ungewollte Änderungen passieren. |
Weitere Überlegungen zur Funktion „Zusätzlich gedrückte Tasten bei Verwendung meines Stifts anzeigen“
- Ist die Funktion aktiviert, erhalten Benutzer:innen während der Arbeit eine visuelle Bestätigung der gedrückten Modifikatortaste. Das kann hilfreich sein, besonders im Hinblick auf Barrierefreiheit.
- Ist die Funktion deaktiviert, verbessert das die Benutzererfahrung, weil weniger visuelle Ablenkung beim Arbeiten entsteht.
Was sind Windows Stift und Ink?
Windows Ink ermöglicht die Nutzung eines Tablet-Stifts am Windows-Computer, sofern die Hardware das unterstützt. Einstellungen, Empfindlichkeit und Funktionen lassen sich nach Bedarf und Vorliebe anpassen. Besonders nützlich ist das für digitale Künstler:innen, Architekt:innen oder alle, die eine feinere und präzisere Steuerung am Computer brauchen.
Mehr Barrierefreiheit: zusätzlich gedrückte Tasten bei der Stiftnutzung in Windows 11 anzeigen
Einzelanwender:innen können sich zusätzlich gedrückte Tasten bei der Stiftnutzung in Windows 11 über die Einstellungen oder den Registrierungs-Editor anzeigen lassen. In Unternehmensumgebungen bieten sich PowerShell-Skripte zur Bereitstellung oder das Ausführen einer .reg-Datei an.
Aktiviert sorgt die Funktion für mehr Barrierefreiheit und visuelle Klarheit beim Arbeiten. Manche Benutzer:innen lassen sie dagegen lieber deaktiviert, weil sie die visuellen Hinweise als störend empfinden. Das hängt ganz von den persönlichen Vorlieben ab. IT-Administrator:innen können diese Funktion für ihre verwalteten Geräte steuern und so sicherstellen, dass die von ihnen betreuten Laptops den Richtlinien des Unternehmens entsprechen.
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