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So verwenden Sie DISM zum Klonen, Bereitstellen oder Wiederherstellen eines FFU-Images

von Team Ninja
How to Use DISM to Clone, Deploy, or Restore an FFU Image blog banner image

Kurzüberblick

Dieser NinjaOne-Blogbeitrag bietet eine umfassende Liste grundlegender CMD-Befehle und einen tiefen Einblick in die Windows-Befehle mit über 70 wichtigen CMD-Befehlen für Anfänger:innen und Fortgeschrittene. Der Blogartikel erklärt praktische Befehle der Eingabeaufforderung für die Dateiverwaltung, die Navigation in Verzeichnissen, die Fehlersuche im Netzwerk, Festplattenoperationen und die Automatisierung mit echten Beispielen zur Steigerung der Produktivität. Egal, ob Sie grundlegende CMD-Befehle lernen oder fortgeschrittene Windows CLI-Tools beherrschen möchten, dieser Leitfaden hilft Ihnen, die Eingabeaufforderung effektiver zu verwenden.

Mit dem Deployment Imaging Service and Management Tool (DISM) lassen sich Full-Flash-Update-Images (FFU) kopieren, anwenden und wiederherstellen, um das Laufwerk einer Workstation zu klonen. Diese Methode der Datenträgerduplizierung ist zwar sehr spezifisch, aber gerade deshalb ideal für die Notfallwiederherstellung und den Schutz Ihrer Unternehmensdaten. Dieser Artikel zeigt, wie Sie mit DISM ein FFU-Image erstellen unter Windows 10, welche Schritte dafür nötig sind, welche typischen Anwendungsfälle es gibt und welche Best Practices gelten.

So erstellen Sie mit DISM ein FFU-Image

Mit diesen einfachen Schritten gelingt die Bereitstellung auch in großem Umfang mühelos. Die einzelnen Schritte sehen Sie im Video „So verwenden Sie DISM zum Klonen, Bereitstellen oder Wiederherstellen eines FFU-Images“.

WinPE-Boot-Medium erstellen

⚠️Bei diesem Vorgang wird Ihr USB-Laufwerk neu formatiert.

Mit WinPE starten Sie eine minimale Windows-Umgebung. Dadurch entfallen unnötige Hintergrundprozesse und die Image-Erfassung läuft reibungsloser ab.

  1. Installieren Sie das aktuelle Windows 10 Assessment and Deployment Kit.
  2. Aktivieren Sie bei der Auswahl der gewünschten Funktionen die Kontrollkästchen Bereitstellungstools und Windows-Vorinstallationsumgebung (Windows PE).
  3. Drücken Sie Win + S und suchen Sie nach Deployment and Imaging Tools.
  4. Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie Mehr > Als Administrator ausführen.
  5. Kürzen Sie die Eingabeaufforderung mit dem Befehl cd \ .
  6. Erstellen Sie die WinPE-Boot-Dateien mit den folgenden Befehlen:
    Für 64-Bit-Rechner: copype amd64 D:\WPEx64
    Für 32-Bit-Rechner:copype x86 D:\WPEx86
    • Ersetzen Sie D:\WPEx64 bzw. D:\WPEx86 durch den gewünschten Laufwerksbuchstaben und den Zielordner (z. B. C:\USBBootFolder).
  7. Schließen Sie das USB-Flash-Laufwerk an, auf dem Sie das FFU-Image speichern möchten. Notieren Sie sich den Laufwerksbuchstaben.
  8. Führen Sie den folgenden Befehl aus, um den WinPE-USB-Stick zu erstellen:
    MakeWinPEMedia /UFD <USBFolderPath> <USBDriveLetter>:
    • Ersetzen Sie <USBFolderPath> durch das Verzeichnis, in dem Sie die Boot-Dateien in Schritt 6 abgelegt haben.
    • Ersetzen Sie <USBDriveLetter> durch den Buchstaben Ihres USB-Laufwerks (z. B. C, D, E).
  9. Drücken Sie Y, wenn Sie zur Neuformatierung des USB-Laufwerks aufgefordert werden.

FFU-Image erfassen

Bei diesem Vorgang erstellen Sie das FFU-Image mit DISM.

Über eine Netzwerkfreigabe

  1. Stecken Sie den WinPE-Boot-USB-Stick bei ausgeschalteter Workstation ein.
  2. Schalten Sie die Workstation ein und drücken Sie sofort F12/Esc/F10/Entf, um das Bootmenü zu öffnen (je nach Computer sind dafür unterschiedliche Tasten zuständig).
  3. Wählen Sie das USB-Laufwerk aus der Liste der Boot-Optionen aus und starten Sie den Computer davon, um das Eingabeaufforderungsfenster zu öffnen.
  4. Nachdem wpeinit automatisiert ausgeführt wurde, geben Sie den folgenden Befehl ein, um ein freigegebenes Netzlaufwerk zu verbinden:
    net use <FreeLetter>: \\<PCIdentity>\<SharedFolder>
    • Ersetzen Sie <FreeLetter> durch den Laufwerksbuchstaben der Netzwerkfreigabe.
    • Ersetzen Sie <PCIdentity> durch den Namen oder die IP-Adresse des Computers.
    • Ersetzen Sie <SharedFolder> durch den Namen des freigegebenen Ordners.
      ⚠️ Das .FFU-Image ist sehr groß, deshalb empfiehlt sich der Einsatz von Netzlaufwerken. USB-Laufwerke mit mindestens 16 Gigabyte Speicherplatz reichen ebenfalls aus.
  5. Geben Sie Benutzernamen und Passwort des Computers ein.
  6. Führen Sie den folgenden Befehl aus, um eine Kopie des PC-Images im Format .FFU zu erstellen:
    dism /capture-ffu /imagefile=<FreeLetter>:\<CloneName>.ffu /capturedrive=\\.\PhysicalDrive0 /name:<CloneName>
    • Ersetzen Sie <CloneName> durch den gewünschten Namen für das FFU-Image.
    • Ersetzen Sie <FreeLetter> durch den Laufwerksbuchstaben der Netzwerkfreigabe.

Über ein USB-Laufwerk

  1. Stecken Sie den WinPE-Boot-USB-Stick bei ausgeschalteter Workstation ein.
  2. Schalten Sie die Workstation ein und drücken Sie sofort F12/Esc/F10/Entf, um das Bootmenü zu öffnen (je nach Computer sind dafür unterschiedliche Tasten zuständig).
  3. Wählen Sie das USB-Laufwerk aus der Liste der Boot-Optionen aus und starten Sie den Computer davon, um das Eingabeaufforderungsfenster zu öffnen.
  4. Nachdem wpeinit automatisiert ausgeführt wurde, öffnen Sie die Eingabeaufforderung und führen Sie aus:
    • diskpart
    • list disk
  5. Notieren Sie sich die Nummer des Laufwerks, das Sie erfassen möchten (z. B. Datenträger 0).
  6. Führen Sie den folgenden Befehl aus, um eine Kopie des PC-Images im Format .FFU zu erstellen:
    dism /capture-ffu /imagefile=<FreeLetter>:\<CloneName>.ffu /capturedrive=\\.\PhysicalDrive0 /name:<CloneName>
    • Ersetzen Sie <CloneName> durch den gewünschten Namen für das FFU-Image.
    • Ersetzen Sie <FreeLetter> durch den Laufwerksbuchstaben.
  7. Führen Sie den folgenden Befehl aus und notieren Sie sich den Laufwerksbuchstaben Ihres USB-Sticks (z. B. F:):
    • diskpart
    • list volume
  8. Kopieren Sie die neu erstellte .FFU-Datei mit folgendem Befehl (z. B. copy.FFU).
    xcopy X:\Images\copy.FFU F:\ /h /r /y

  9. Wenn die Übertragung abgeschlossen ist, entfernen Sie den USB-Stick mit diesem Befehl sicher:
    wpeutil eject E:

FFU-Image bereitstellen

So wenden Sie eine FFU-Kopie auf den Zieldatenträger an.

  1. Starten Sie den zweiten PC über WinPE.
  2. Führen Sie den Befehl DISKPART aus, um die Nummer des Datenträgers zu prüfen, auf den Sie das FFU-Image anwenden möchten.
  3. Verbinden Sie das freigegebene Netzlaufwerk mit dem folgenden Befehl:
    net use <FreeLetter>: \\<PCIdentity>\<SharedFolder>
    • Ersetzen Sie <FreeLetter> durch den Laufwerksbuchstaben der Netzwerkfreigabe.
    • Ersetzen Sie <PCIdentity> durch den Namen oder die IP-Adresse des Computers.
    • Ersetzen Sie <SharedFolder> durch den Namen des freigegebenen Ordners.
  4. Geben Sie Benutzernamen und Passwort des Computers ein.
  5. Wenden Sie das FFU-Image aus der verbundenen Netzwerkfreigabe mit folgendem Befehl auf den gewünschten Datenträger an:
    dism /capture-ffu /imagefile=<FreeLetter>:\<CloneName>.ffu /capturedrive=\\.\PhysicalDrive0 /name:<CloneName>
    • Ersetzen Sie <CloneName> durch den gewünschten Namen für das FFU-Image.
    • Ersetzen Sie <FreeLetter> durch den Laufwerksbuchstaben der Netzwerkfreigabe.

Voraussetzungen für DISM und die Erstellung von FFU-Images

Windows 10 Version 1709

FFU-Images werden erst ab Windows 10 Version 1709 unterstützt. Zentrale Befehle für diesen Vorgang (/Capture-FFU, /Apply-FFU usw.) funktionieren in früheren Builds nicht.

GPT-Datenträger

FFU-Images sind ausschließlich mit Datenträgern kompatibel, die eine GUID-Partitionstabelle (GPT) verwenden. Anders als beim Master-Boot-Record (MBR) setzt dieses Format größere Datenträger und mehr Partitionen voraus. Außerdem kann es zu Boot-Fehlern kommen, wenn Sie ein für GPT erstelltes FFU-Image auf einen MBR-Datenträger anwenden.

WinPE

Sie können DISM zunächst über die Windows-Vorinstallationsumgebung (WinPE) ausführen, um ein System-Image offline reibungslos zu kopieren. Wenn Sie lieber ein Live-Image erfassen möchten, nutzen Sie das vollständige Windows-Betriebssystem, das sich auf mehrere Arten installieren lässt.

Speichermedien

Für das eigentliche Image eignet sich jedes NTFS-formatierte Flash-Laufwerk. Für bessere Performance empfiehlt sich jedoch ein externes USB-3.0-Laufwerk (oder höher) mit NTFS-Dateisystem und mindestens 16 Gigabyte freiem Speicherplatz. Alternativ können Sie eine Netzwerkfreigabe mit ausreichend Speicherplatz verwenden, insbesondere bei einer Erfassung aus WinPE.

Angepasstes FFU-Image für abweichende Zielrechner

Wenn Sie ein FFU-Image auf abweichender Hardware bereitstellen, führen Sie abschließend ein Sysprep auf dem Referenzrechner aus. Vor der Image-Erfassung ausgeführt, entsteht so ein sauberes, generisches Abbild für unterschiedliche Geräte.

Typische Anwendungsfälle

FFU-Image-Kopien mit DISM zu erstellen, ist in bestimmten Szenarien weit verbreitet und empfehlenswert.

  • Massenbereitstellung: DISM kommt häufig zum Einsatz, weil sich damit eine bitgenaue FFU-Kopie des Computerlaufwerks übertragen lässt.
  • Hardware-Austausch: FFU-Images lassen sich per Sysprep auch für andere Geräte konfigurieren.
  • Notfallwiederherstellung: Diese Methode eignet sich hervorragend für die vollständige Wiederherstellung eines Datenträgers im Katastrophenfall und sorgt für eine komplette Wiederherstellung bei minimaler Ausfallzeit.

Hinweise und Best Practices

Berücksichtigen Sie diese Punkte, wenn Sie FFU-Images mit DISM erstellen.

Verfügbaren Speicherplatz prüfen

Stellen Sie sicher, dass auf dem Zieldatenträger genügend Platz für das FFU-Image vorhanden ist. FFU erfasst den gesamten Datenträger (Boot-Sektoren, Partitionen usw.) und benötigt entsprechend viel Speicherplatz.

Das Anwenden eines FFU-Images überschreibt Ihren Datenträger

Denken Sie daran: Das eingespielte Klon-Image ersetzt das alte vollständig. Dieser Vorgang auf Dateiebene ist ein komplettes Überschreiben des Datenträgers, alle vorhandenen Daten auf dem Zielrechner gehen also verloren.

Backups vorbereiten

Erstellen Sie vor der Übertragung des FFU-Images Kopien aller wichtigen Daten auf dem Ziellaufwerk. Speicherdienste von Drittanbietern wie OneDrive sind äußerst praktisch, um sensible Daten wie Arbeitsdateien und Fotos zu sichern.

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Wichtige Laufwerke im Unternehmen punktgenau klonen

FFU-Image-Kopien mit DISM zu erstellen, ist eine bewährte Methode, um wichtige Geschäftsdaten zu sichern. Pannen passieren, und auf den schlimmsten Fall vorbereitet zu sein, ist gleichbedeutend mit operativer Resilienz. Mit den richtigen Notfallplänen schließt Ihre IT-Abteilung zudem das Risiko von Datenverlusten aus.

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