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So richten Sie Microsoft Defender for Business in MSP-Umgebungen ein

von Team Ninja
How to Set Up Microsoft Defender for Business in MSP Environments blog banner image

Kurzüberblick

Dieser NinjaOne-Blogbeitrag bietet eine umfassende Liste grundlegender CMD-Befehle und einen tiefen Einblick in die Windows-Befehle mit über 70 wichtigen CMD-Befehlen für Anfänger:innen und Fortgeschrittene. Der Blogartikel erklärt praktische Befehle der Eingabeaufforderung für die Dateiverwaltung, die Navigation in Verzeichnissen, die Fehlersuche im Netzwerk, Festplattenoperationen und die Automatisierung mit echten Beispielen zur Steigerung der Produktivität. Egal, ob Sie grundlegende CMD-Befehle lernen oder fortgeschrittene Windows CLI-Tools beherrschen möchten, dieser Leitfaden hilft Ihnen, die Eingabeaufforderung effektiver zu verwenden.

Schlüsselpunkte

  • Microsoft Defender for Business bringt Virenschutz, Endpunkt-Erkennung und Reaktion (EDR) sowie Werkzeuge zur automatisierten Behebung mit und eignet sich damit ideal für KMU und MSPs, die mehrmandantenfähige Umgebungen betreuen.
  • Binden Sie Windows-Geräte über PowerShell-Skripte, Gruppenrichtlinienobjekte (GPO) oder die RMM-Integration ein, um skalierbaren und einheitlichen Schutz zu erreichen.
  • Konfigurieren und überwachen Sie alle Kund:innen über das Microsoft 365 Defender-Portal oder Microsoft Lighthouse, inklusive Echtzeit-Transparenz und Reaktion auf Vorfälle.
  • Feinjustieren Sie ASR-Regeln, Firewall-Richtlinien, Ransomware-Schutz und Manipulationsschutz pro Kund:in oder Gerätegruppe.
  • Nutzen Sie Advanced Hunting mit KQL für Bedrohungsanalysen, aktivieren Sie Alarmierungen per Benachrichtigung und binden Sie SIEM-Werkzeuge wie Microsoft Sentinel an.
  • Kombinieren Sie Microsoft Defender mit der Plattform für Unified Endpoint Management von NinjaOne, um über mehrere Kund:innen hinweg vollständige Kontrolle, Patching und automatisierte Behebung zu erhalten.

Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie Microsoft Defender for Business in MSP-Umgebungen einrichten, von der Bereitstellung über die Konfiguration bis zum laufenden Betrieb. Enthalten sind Anleitungen zum Einbinden von Geräten per PowerShell oder Gruppenrichtlinienobjekte (GPO) sowie Hinweise dazu, wie Sie Sicherheitsrichtlinien konfigurieren und Ihre Endpunkte dauerhaft überwachen und auswerten.

Für interne IT-Administrator:innen und MSPs, die mehrere Kund:innen betreuen, ist ein gutes Verständnis von Microsoft Defender for Business entscheidend. Virenschutz, Endpunkt-Erkennung und Reaktion (EDR), Firewall-Verwaltung sowie automatisierte Untersuchung und Behebung bieten starken Schutz. Zusätzlich lässt sich die Lösung mit Ihrer MSP-Plattform oder Ihrer Lösung für Fernwartung und -Verwaltung (RMM) verbinden, was die Transparenz erhöht und Bearbeitungszeiten verkürzt.

Einen schnellen Überblick gibt unser Video-Leitfaden So richten Sie Microsoft Defender for Business in MSP-Umgebungen ein

Das sollten Sie über MS Defender for Business wissen

Microsoft Defender for Business schützt Ihre Geräte vor Bedrohungen wie Malware und Hackerangriffen und ist in Abonnements von Microsoft 365 Business Premium ohne Aufpreis enthalten. Für Kund:innen anderer Microsoft 365-Stufen gibt es die Lösung außerdem als eigenständiges Add-on.

Microsoft Defender kann von internen IT-Abteilungen oder von Managed Service Providern (MSPs) bereitgestellt werden. Die Verwaltung erfolgt entweder über den zugehörigen Microsoft 365-Mandanten (per PowerShell oder Weboberfläche) oder bei mehreren Kund:innen über Microsoft Lighthouse. Auch führende RMM-Plattformen lassen sich mit MS Defender for Business verbinden, um alles zentral im Blick zu behalten und zu steuern.

Wenn Sie Microsoft Defender for Business bereitstellen und Ihre Sicherheitsrichtlinien entwerfen und umsetzen, sollten Sie folgende Ziele verfolgen:

  • Skalierbares Einbinden von Kundengeräten
  • Angepasste Richtlinien pro Kund:in oder Gerätegruppe
  • Erkennung und Reaktion in Echtzeit
  • Automatisierte Behebung von Bedrohungen
  • Einheitliche Berichterstattung und Alarmierungen über alle Mandanten hinweg

Erste Einrichtung in Microsoft 365 und im Defender-Sicherheitsportal

Microsoft Defender for Business ist in Abonnements von Microsoft 365 Business Premium enthalten oder kann als eigenständiges Abonnement erworben werden. Sobald eine gültige Lizenz für Ihre Benutzer:innen vorliegt, richten Sie die Lösung in diesen Schritten ein:

  • Rufen Sie das Microsoft Defender-Portal unter security.microsoft.com auf und wechseln Sie zu Einstellungen > Endpunkte > Onboarding
  • Wählen Sie Windows 10 und 11 > Onboardingpaket herunterladen
  • Weisen Sie die Geräte passenden Sicherheitsgruppen zu, damit die Richtlinien greifen

Onboardingpakete lassen sich per lokalem Skript, über Gruppenrichtlinien (GPO) oder über Ihr RMM bereitstellen.

Geräte per PowerShell einbinden

Für Geräte, die weder über Intune noch über GPO verwaltet werden, können Sie PowerShell nutzen, um sie in Microsoft Defender for Business einzubinden:

  • Laden Sie das Onboardingpaket aus dem Defender-Portal herunter (wählen Sie dabei Lokales Skript als Bereitstellungsmethode) und entpacken Sie es
  • Führen Sie das entpackte Onboarding-Skript lokal aus oder verteilen Sie es über Ihr RMM, indem Sie WindowsDefenderATPOnboardingScript.cmd ausführen
  • Prüfen Sie das Onboarding mit Get-MpComputerStatus | Select AMServiceEnabled, OnboardingState, und kontrollieren Sie, ob OnboardingState den Wert 1 (eingebunden) oder 2 (Onboarding läuft) hat.

Geräte über Gruppenrichtlinien einbinden

Auch Gruppenrichtlinien lassen sich zum Einbinden von Geräten in einer Windows-Domäne nutzen:

  • Laden Sie das Onboardingpaket aus dem Portal herunter (wählen Sie dabei Gruppenrichtlinie als Bereitstellungsmethode) und entpacken Sie es in eine Netzwerkfreigabe, auf die die Zielgeräte zugreifen können
  • Öffnen Sie die Gruppenrichtlinienverwaltungskonsole
  • Navigieren Sie zu Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Windows-Komponenten > Microsoft Defender Antivirus > Onboarding
  • Aktivieren Sie die Einstellung Onboarding mit lokalem Skript verwalten und legen Sie WindowsDefenderATPOnboardingScript.cmd als Startskript fest

Durchsetzung über die Eingabeaufforderung in fortgeschrittenen oder Legacy-Umgebungen

Falls Microsoft Defender nicht läuft, können Sie prüfen, ob Defender aktiviert ist (und nicht von einem Virenschutz eines Drittanbieters deaktiviert wurde), indem Sie den Defender-Dienst über die Eingabeaufforderung mit den folgenden Befehlen starten:

Kern-Virenschutzdienst: Geben Sie die folgenden Befehle in einer Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten ein.

sc config WinDefend start= auto
net start WinDefend

Wenn Sie mit Defender for Business arbeiten, geben Sie den folgenden Befehl in einer Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten ein, um Sicherheitstelemetrie zu erfassen und die erweiterte Bedrohungserkennung und -reaktion zu aktivieren:

sc config Sense start= auto
net start Sense

Den Status von Defender lokal oder im Unternehmen prüfen Sie, indem Sie die folgenden Befehle als Administrator:in eingeben:

sc query WinDefend
sc query Sense

Alternativ können Sie mit dem folgenden PowerShell-Befehl prüfen, ob Defender läuft:

Get-MpComputerStatus | Select OnboardingState

Überwachung und Berichterstattung

Im Microsoft Defender-Portal können Sie erkannte Bedrohungen überwachen, das Risikoniveau eines Geräts einsehen, aktive Vorfälle und Alarmierungen prüfen und automatisierte Behebungsmaßnahmen nachvollziehen.

Sie können außerdem Advanced Hunting und die Abfragesprache KQL nutzen, um Ereignisse zu finden, zum Beispiel:

DeviceEvents | where ActionType contains „Antivirus“ or ActionType contains „Remediation“

Achten Sie bei der Konfiguration von Microsoft Defender for Business darauf, dass Benachrichtigungen zu Alarmierungen mit hohem Schweregrad aktiviert sind und bei den richtigen Techniker:innen ankommen. Erwägen Sie zudem, Protokolldaten an Microsoft Sentinel oder Ihre SIEM-Werkzeuge von Drittanbietern weiterzuleiten.

Sicherheitsrichtlinien für Kund:innen konfigurieren und Probleme bei der Einrichtung von Microsoft Defender for Business beheben

Sobald Sie Microsoft Defender for Business eingerichtet und Geräte eingebunden haben, können Sie im Microsoft 365 Defender-Portal Folgendes konfigurieren:

  • Regeln zur Reduzierung der Angriffsfläche (ASR)
  • Ransomware-Schutz
  • Manipulationsschutz
  • Firewall-Durchsetzung
  • Virenscans und Ausnahmen

Wenn Sie Ihre Richtlinien für Microsoft Defender for Business erstellen und die Lösung in Ihre ITSM-Werkzeuge einbinden, überlegen Sie, wie Sie mit mehreren Mandanten umgehen (besonders wichtig für MSPs) und wie Sie sicherstellen, dass alle Endpunkte korrekt eingebunden sind. Stellen Sie außerdem sicher, dass Microsoft Defender nicht mit bereits vorhandenen Produkten für Endpunkt-Sicherheit kollidiert, etwa CrowdStrike oder Bitdefender.

Um Problemen bei der Bereitstellung vorzubeugen, testen Sie Richtlinien, bevor Sie sie ausrollen. Geht doch etwas schief, prüfen Sie zuerst Folgendes:

  • Für alle Benutzer:innen ist eine gültige Lizenz für Microsoft Defender for Business zugewiesen
  • Firewall-Regeln und die Verbindung zu den Endpunkten *.wdatp.com funktionieren
  • Der Defender-Dienst ist aktiviert und Virenschutz von Drittanbietern ist deinstalliert
  • Die Geräte erscheinen im Defender-Portal
  • Automatisierungsskripte oder GPOs sind korrekt konfiguriert

Transparenz, Richtliniendurchsetzung und automatisierte Reaktion rund um Microsoft Defender for Business verbessern

Die Sicherheitswerkzeuge von Microsoft Defender for Business sind leistungsfähig und fügen sich gut in das Microsoft-Ökosystem ein. In komplexen Umgebungen bleiben dennoch blinde Flecken.

NinjaOne lässt sich mit Microsoft Defender for Business verbinden und bietet Unified Endpoint Management, Patch- und Software-Verwaltung, Backup sowie Endpunktschutz für all Ihre Geräte. Unterstützt werden sowohl Microsoft Defender als auch Cybersicherheitsplattformen von Drittanbietern. So behalten Sie Ihre gesamte IT-Infrastruktur im Blick, und als MSP sogar die Infrastruktur mehrerer Kund:innen.

NinjaOne unterstützt zudem die Skriptbereitstellung, Auditing, Compliance, automatisierte Behebung und die Weiterleitung von Alarmierungen aus Microsoft Defender, damit Vorfälle so schnell wie möglich gelöst werden.

FAQs

Prüfen Sie zunächst, ob die erforderlichen Lizenzen zugewiesen sind, und melden Sie sich anschließend im Microsoft Defender-Portal an. Durchlaufen Sie den Einrichtungsassistenten, falls er angezeigt wird, und sehen Sie sich die Standard-Sicherheitsrichtlinien an.

Binden Sie die Kundengeräte per PowerShell-Skript, über Gruppenrichtlinienobjekte (GPOs) oder über eine RMM-Plattform ein. Kontrollieren Sie das Onboarding im Microsoft Defender-Portal und weisen Sie die Geräte den richtigen Sicherheitsgruppen zu.

Für MSPs und IT-Administrator:innen, die mehrere Kund:innen betreuen, eignet sich eine Bereitstellung per GPO oder RMM am besten, weil sie skaliert. Defender lässt sich mit Microsoft Lighthouse verbinden, um mehrere Mandanten zentral zu verwalten und einheitliche Richtlinien anzuwenden.

Kombinieren Sie automatisierte Onboarding-Skripte mit zentraler Richtliniendurchsetzung, dann gehen Rollouts schneller und lassen sich wiederholen.

Bedrohungen und Alarmierungen überwachen Sie im Microsoft Defender-Portal unter security.microsoft.com. Dort sehen Sie Vorfälle, Risikoniveaus der Geräte und Behebungsmaßnahmen in Echtzeit.

Für tiefere Einblicke nutzen Sie Advanced Hunting mit KQL-Abfragen. Alternativ können Sie die Daten an Microsoft Sentinel oder Ihr SIEM anbinden, um alles zentral zu überwachen.

Wenn MSPs die Daten aus Microsoft Defender in NinjaOne einbinden, können sie die Überwachung ihrer Endpunkte zusammen mit dem Endpunkt-Management, dem Patching, den Alarmierungen und der Automatisierung von NinjaOne an einem Ort bündeln. Je nach Integration und Konfiguration reduziert das den manuellen Überwachungsaufwand und hilft Techniker:innen, Probleme an Endpunkten effizienter zu erkennen und zu beheben.

Aktivieren Sie zunächst die Regeln zur Reduzierung der Angriffsfläche, den Manipulationsschutz, die Firewall-Durchsetzung und den Schutz vor Ransomware. Passen Sie Virenschutz-Ausnahmen und Richtliniengruppen pro Kund:in an und testen Sie alles vor dem Rollout, damit es mit anderen Sicherheitswerkzeugen wie Bitdefender oder CrowdStrike zusammenspielt.

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