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Gerätetreiber mit DISM in einem Offline-Image hinzufügen oder entfernen

von Team Ninja
How to Add or Remove Hardware Device Drivers on an Offline Image blog banner image

Kurzüberblick

Dieser NinjaOne-Blogbeitrag bietet eine umfassende Liste grundlegender CMD-Befehle und einen tiefen Einblick in die Windows-Befehle mit über 70 wichtigen CMD-Befehlen für Anfänger:innen und Fortgeschrittene. Der Blogartikel erklärt praktische Befehle der Eingabeaufforderung für die Dateiverwaltung, die Navigation in Verzeichnissen, die Fehlersuche im Netzwerk, Festplattenoperationen und die Automatisierung mit echten Beispielen zur Steigerung der Produktivität. Egal, ob Sie grundlegende CMD-Befehle lernen oder fortgeschrittene Windows CLI-Tools beherrschen möchten, dieser Leitfaden hilft Ihnen, die Eingabeaufforderung effektiver zu verwenden.

Ein Image-Backup ist eine Kopie der Festplatte eines Computers. Diese Datei lässt sich mit dem in Windows integrierten Befehlszeilen-Tool Deployment Image Servicing and Management (DISM) verwalten und bearbeiten. DISM unterstützt die Offline- und Online-Wartung und bietet damit mehr Flexibilität bei Datenverwaltung und Wiederherstellung.
Sie können sogar mit DISM einen Treiber offline konfigurieren, wenn Sie Änderungen am Windows-Image vornehmen müssen. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie Gerätetreiber mit DISM ohne Internetverbindung konfigurieren.

Eine visuelle Erklärung des Themas finden Sie hier: Gerätetreiber mit DISM in einem Offline-Image hinzufügen oder entfernen

Gerätetreiber zu einem Offline-Image hinzufügen

Stellen Sie vorab sicher, dass Sie über Administratorrechte verfügen und Ihre Treiberdateien bereitliegen. Um Dubletten zu vermeiden, können Sie außerdem die Liste der aktuell im Image enthaltenen Treiber abrufen:
dism /image:C:\mount /get-drivers.

Wenn alles bereit ist, gehen Sie folgendermaßen vor:

Um einen bestimmten Treiber hinzuzufügen, verwenden Sie diesen Befehl: dism /image:C:\test\offline /add-driver /driver:C:\drivers\mydriver.inf und folgen Sie der Eingabeaufforderung.
Möchten Sie dagegen mehrere Treiber hinzufügen, legen Sie zunächst einen Ordner an. Geben Sie anschließend diesen Befehl ein: dism /image:C:\mount /add-driver /driver:C:\drivers /recurse und bestätigen Sie.

In dieser Befehlszeile gilt:

  • /image:C:\mount gibt an, wo das Image eingebunden ist.
  • /driver:C:\drivers verweist auf den Speicherort der Treiber.

Wenn Sie Gerätetreiber in größerer Menge installieren, ergänzen Sie die Option /recurse. So sucht DISM am angegebenen Speicherort automatisiert nach zu installierenden Treibern.
Haben Sie die benötigten Treiber hinzugefügt, prüfen Sie mit dem Befehl /get-drivers erneut, ob sie eingebunden wurden. Beachten Sie außerdem: Der Befehl zur Treiberwartung unterstützt ausschließlich .inf-Dateien. Andere Treiberpaket-Typen wie .exe-Dateien können zu einem Fehler führen.
Zur Erinnerung: Microsoft weist darauf hin, dass Treiberpakete offline nur auf Computern mit Windows 10 oder höher, Windows Server 2016 oder höher oder Windows PE für Windows 10 oder höher hinzugefügt werden können.

Gerätetreiber aus einem Offline-Image entfernen

So entfernen Sie alte Treiber mit DISM aus einem Windows-Image: dism /image:C:\mount /remove-driver /driver:oem1.inf.

Ersetzen Sie /driver:oem1.inf durch den Namen des Treibers, den Sie entfernen möchten.
Mit /get-drivers können Sie prüfen, ob der richtige Gerätetreiber entfernt bzw. ordnungsgemäß deinstalliert wurde.

DISM und Treiberverwaltung im Überblick

DISM ist ein Tool auf Administratorebene zum Reparieren oder Bearbeiten von Systemabbildern. Es wurde ursprünglich mit Windows Vista eingeführt und löste andere Bereitstellungstools wie Package Manager, PEimg, ImageX und Intlcfg ab. DISM dient bis heute der Wartung neuerer Windows-Versionen.
Eine der zentralen Funktionen von DISM ist die Offline-Wartung: Sie können ein Windows-Image vollständig offline bearbeiten, bevor das Betriebssystem gestartet wird. Diese Aktionen und Änderungen sind dabei unter anderem möglich:

  • Windows-Image reparieren
  • Treiber zum Windows-Image hinzufügen
  • Treiber aus dem Windows-Image entfernen
  • Überflüssige Dateien entfernen
  • Systemeinstellungen ändern
  • Anwendungen hinzufügen oder entfernen
  • Windows-Features oder -Updates installieren oder deinstallieren

Da es hier um Treiber geht, sei betont: Das Hinzufügen oder Entfernen von Treibern ist ein wichtiger Schritt vor der Bereitstellung eines Images. Diese Änderungen stellen sicher, dass die installierten Treiber zur vorhandenen Hardware Ihres Geräts passen. Das verringert den Aufwand für die Fehlerbehebung nach der Bereitstellung.
Tipp: Treiber manuell in die Datei boot.wim einzufügen, kann ein Problem beheben, bei dem das System Geräte und die zugehörigen auf dem Computer installierten Treiber nicht korrekt erkennt.

Best Practices und Fehlerbehebung

Um Kompatibilitätsprobleme und Systemfehler zu vermeiden, sollten Sie diese Best Practices und gängigen Tipps zur Fehlerbehebung beachten:

Treiberintegrität vor dem Hinzufügen prüfen

Bevor Sie Ihre Treiber ablegen, sollten Sie unbedingt deren Integrität prüfen. So spüren Sie mögliche Probleme auf, wenn Sie mit DISM einen Treiber offline konfigurieren möchten:

  • Signaturen der Gerätetreiber prüfen

Treibersignaturen lassen sich mit dem Befehlszeilen-Tool Sigcheck überprüfen.

  • Prüfen, ob die Gerätetreiber aktuell sind

Über den Geräte-Manager können Sie den Status manuell prüfen oder Gerätetreiber aktualisieren. Updates beheben Fehler, erhöhen die Sicherheit und lösen Kompatibilitätsprobleme.

  • Treiber auf Schwachstellen prüfen

Der Driver Verifier findet potenzielle Defekte, Fehler und Verstöße im Code der Treiber.
Da Gerätetreiber teilweise Zugriff auf den Kern des Betriebssystems erhalten, ist es entscheidend, Integrität und Kompatibilität der neuen Software zu prüfen, um Sicherheits- und Leistungsprobleme zu vermeiden.

Kompatibilität mit den Windows-Versionen sicherstellen

Achten Sie mit Blick auf Ihre Image-Datei darauf, dass die vorgesehenen Gerätetreiber zur Windows-Version in Ihrem Image passen. Über den Geräte-Manager können Sie Updates installieren oder deinstallieren, um stattdessen eine ältere Treiberversion zu erhalten.

Häufige DISM-Fehler und ihre Behebung

Bei der Arbeit mit DISM können auch Fehler auftreten. Hier die häufigsten samt passender Schritte zur Fehlerbehebung:

  • Die Quelldateien wurden nicht gefunden

Sie können die Quelldatei manuell angeben, und zwar über die Befehlszeile /source: dism /image:C:\mount /cleanup-image /restorehealth /source:wim:D:\sources\install.wim:1 /limitaccess. Ersetzen Sie dabei D:\sources\install.wim durch den Pfad zu Ihrem Windows-Installationsmedium (z. B. ein eingebundenes ISO-Abbild oder ein USB-Laufwerk).

  • Nicht angegebener Fehler

Bei diesem Fehlercode bzw. dieser Meldung gilt: Verwenden Sie die Windows-Eingabeaufforderung oder PowerShell mit Administratorrechten. Führen Sie die Systemdateiprüfung (SFC) aus, um beschädigte Systemdateien zu reparieren: sfc /scannow. Lässt sich das Problem damit nicht beheben oder eingrenzen, liefert die DISM-Protokolldatei (C:\Windows\Logs\DISM\dism.log) weitere Informationen.

  • Das System kann die angegebene Datei nicht finden

Prüfen Sie zur Behebung zunächst Syntax und Inhalt des DISM-Befehls (z. B. Image-Pfad, Treiberpfad) noch einmal genau. Überprüfen Sie anschließend, ob der Pfad oder die Datei selbst erreichbar ist.

  • Zugriff verweigert

Stellen Sie sicher, dass Sie die nötigen Berechtigungen für die betroffenen Dateien oder Ordner besitzen. Prüfen Sie, ob die Datei schreibgeschützt ist. Und vergessen Sie nicht: DISM muss mit Administratorrechten ausgeführt werden.
Wer diese häufigen DISM-Fehler kennt, behebt Probleme deutlich schneller und zielgerichteter.

  • Protokolle zur Diagnose nutzen (dism.log)

Die DISM-Protokolldatei lässt sich öffnen, indem Sie C:\Windows\Logs\DISM\dism.log im Dialogfeld „Ausführen“ eingeben.
Alternativ gelangen Sie über die Adressleiste des Datei-Explorers schnell zur DISM-Protokolldatei. Geben Sie einfach C:\Windows\Logs\Dism in die Suchleiste ein und drücken Sie die Eingabetaste.

Anwendungsfälle aus der Praxis

In diesen Szenarien ist es besonders nützlich, Gerätetreiber mit DISM offline hinzuzufügen oder zu entfernen:

  • Vorbereitung der Bereitstellung: IT-Administrator:innen können mit DISM die neuesten sicheren Treiber einbinden, bevor sie ein Image bereitstellen.
  • Automatisierung: Skripte schreiben, um Treiber-Updates effizienter und möglichst fehlerfrei zu automatisieren.
  • Sicherheitskonformität: Überflüssige oder veraltete Treiber entfernen, um Schwachstellen und Kompatibilitätsprobleme zu reduzieren.

Veraltete, inkompatible oder generische Treiber können den Gesamtzustand Ihres Systems beeinträchtigen und erhebliche Sicherheitsrisiken nach sich ziehen. Aktualisieren Sie Treiber daher zeitnah, insbesondere vor einer großflächigen Bereitstellung in Ihrem Netzwerk.

Fazit: Mit DISM Treiber offline konfigurieren

Die Offline-Wartung Ihres Windows-Images mit DISM beugt diversen Fehlern und Hardware-Inkompatibilitäten vor. Indem Sie Gerätetreiber bei Bedarf hinzufügen oder entfernen, bleibt Ihr Image jederzeit bereit für die spätere Bereitstellung, die Fehlerbehebung oder die Vorbereitung wichtiger Updates.
Weitere Tipps zur Verwaltung von Windows-Image-Dateien finden Sie in unserem ausführlichen Leitfaden zur Verwendung des Befehls DISM, mit dem Sie Systemdateien auf Ihrem Computer reparieren und ordnen.

Quick-Start-Guide

Um Gerätetreiber in einem Offline-Image hinzuzufügen oder zu entfernen, benötigen Sie in der Regel manuelle DISM-Befehle oder ein eigenes Skript. Wir empfehlen:

1. Standardbefehle von Windows DISM manuell verwenden
2. Ein eigenes Skript in der Script Library von NinjaOne erstellen, das die erforderlichen DISM-Befehle ausführt
3. Die konkreten Anforderungen an die Treiberverwaltung mit Ihrem IT-Team abstimmen

Wenn Sie eine ausführliche Anleitung zur Treiberverwaltung mit DISM benötigen, empfehle ich die offizielle Microsoft-Dokumentation zur Offline-Image-Wartung mit DISM.

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