Diese Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie die Problembehandlung für die Systemwartung in Windows ausführen, eine integrierte Lösung, mit der sich Geräte schnell und unauffällig optimieren lassen.
Eine regelmäßige Systemwartung ist entscheidend, um die Lebensdauer von Computern zu verlängern und einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen. Sehen wir uns an, was Sie wissen müssen, um die Problembehandlung für eine optimale Performance voll auszuschöpfen.
Eine visuelle Anleitung finden Sie hier: So führen Sie die Problembehandlung für die Systemwartung in Windows aus.
So führen Sie die Problembehandlung für die Systemwartung unter Windows aus
Die Problembehandlung öffnen
Option 1: Über die Systemsteuerung
So starten Sie die Problembehandlung für die Systemwartung:
- Öffnen Sie die Systemsteuerung in der Symbolansicht und wählen Sie das Symbol Problembehandlung aus.
- Wählen Sie im Menü auf der linken Seite Alle anzeigen.
- Suchen Sie die Problembehandlung Systemwartung und starten Sie sie.
Option 2: Über die Eingabeaufforderung
Sie können die Problembehandlung für die Systemwartung auch über die Eingabeaufforderung aufrufen. Gehen Sie dazu so vor:
- Drücken Sie Win + R, um den Befehl Ausführen zu öffnen.
- Geben Sie msdt.exe -id MaintenanceDiagnostic in das Textfeld ein. Klicken Sie auf OK, woraufhin die Problembehandlung automatisiert startet.
Die Problembehandlung ausführen
Option 1: Als Standardbenutzer:in
Sie können die Problembehandlung als Standardbenutzer:in oder als Systemadministrator:in aufrufen. Als Standardbenutzer:in gehen Sie so vor:
- Klicken Sie im Fenster Systemwartung auf Erweitert.
- Entfernen Sie das Häkchen bei Reparaturen automatisch anwenden. Klicken Sie anschließend auf Weiter. Damit beginnt die Problembehandlung.
- Ist die Problembehandlung abgeschlossen, können Sie Maßnahmen ergreifen, um die gefundenen Probleme zu beheben.
- Klicken Sie danach auf Detaillierte Informationen anzeigen, um die Details des Berichts einzusehen.
Option 2: Als Administrator:in
Sind Sie als Administrator:in angemeldet, können Sie eine tiefergehende Wartung durchführen. Gehen Sie dazu so vor:
- Klicken Sie im Fenster Systemwartung auf Erweitert.
- Dort finden Sie die Option Als Administrator ausführen. Klicken Sie darauf, Sie gelangen zurück zum ersten Fenster.
- Klicken Sie erneut auf Erweitert.
- Entfernen Sie das Häkchen bei Reparaturen automatisch anwenden und klicken Sie auf Weiter. Damit startet die Problembehandlung.
- Prüfen Sie nach der Problembehandlung die gefundenen Probleme und beheben Sie sie nach Bedarf.
- Klicken Sie zum Abschluss auf Detaillierte Informationen anzeigen, um den vollständigen Bericht zu erhalten.
Sowohl Standardbenutzer:innen als auch Administrator:innen erhalten den vollständigen Bericht zur Problembehandlung, für Administrator:innen fällt er jedoch meist etwas ausführlicher aus.
4 häufige Probleme, die die Problembehandlung für die Systemwartung erkennt
1. Defekte Verknüpfungen
Die Problembehandlung für die Systemwartung prüft, ob ungültige Verknüpfungen zu Programmen und anderen Ressourcen vorliegen. In manchen Fällen werden mehrere defekte Verknüpfungen vollständig gelöscht.
2. Ungenutzte Desktopsymbole
Sie entfernt außerdem Symbole und Verknüpfungen, die seit rund drei Monaten ungenutzt auf Ihrem Desktop liegen.
3. Falsche Systemzeit
Ist die Systemzeit falsch eingestellt, kann die Problembehandlung das korrigieren, indem sie die Systemuhr mit dem Zeitserver synchronisiert. Das ist besonders nützlich, weil die Systemzeit bestimmte Funktionen beeinflusst, etwa Browser-Zertifikate oder die Produktaktivierung.
4. Fehler in Datenträgervolumes
Die Systemwartung kann Fehler in Festplattenvolumes beheben und so Speicherplatz freigeben. Sie behebt Fehler wie querverbundene Dateien, Verzeichnisfehler, fehlerhafte Sektoren und mehr. Selbst kleinste Volume-Probleme anzugehen, kann Ihnen helfen, Bereiche zu finden, die unnötig Speicherplatz belegen.
Diese Fälle erfordern eine erweiterte Problembehandlung
Die Problembehandlung für die Systemwartung erkennt und behebt zwar viele grundlegende Systemprobleme auf Ihrem Gerät, in manchen Fällen brauchen Sie aber eine weiterführende Lösung. Wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft, sollten Sie andere Möglichkeiten der Problembehandlung in Betracht ziehen:
Sie teilen nur eingeschränkt Daten mit Windows
Die Problembehandlung stützt sich in ihrer Datenbank vor allem auf die Diagnosedaten von Microsoft. Geben Benutzer:innen nur die erforderliche Datenmenge frei, lassen sich bestimmte Probleme unter Umständen nicht erkennen.
Sie möchten die volle Kontrolle behalten
Wie bereits erwähnt, führt die Windows-Problembehandlung in regelmäßigen Abständen automatisierte Prüfungen im Hintergrund durch und behebt Probleme. Das geschieht ohne Zustimmung der Benutzer:innen, wodurch Sie weniger Einfluss darauf haben, welche Maßnahmen zur Lösung bestimmter Probleme ergriffen werden.
Sie nutzen neuere Windows-Geräte
Auf Geräten mit Windows 11 können durch neuere Updates neue Anwendungen zur Problembehandlung hinzugekommen sein. Diese Software kann die Funktion älterer Tools zur Problembehandlung einschränken, etwa die Ausführung der Problembehandlung für die Systemwartung.
So lösen Sie Probleme bei der erweiterten Problembehandlung
Falls einer der genannten Fälle eintritt, kein Grund zur Sorge: Für diese Probleme gibt es Umwege. Eine Möglichkeit für eine weiterführende Problembehandlung besteht darin, die Protokolle der Windows-Ereignisanzeige manuell zu prüfen, um umfassendere Systemberichte zu erhalten.
Dort werden Daten zu allen Hardware- und Softwareereignissen des Betriebssystems erfasst, etwa Sicherheitsüberwachungen, allgemeine Vorgänge im System und sogar Anwendungsprotokolle. Das liefert mehr Informationen, als die Problembehandlung für die Systemwartung bieten kann.
Um die Protokolle der Windows-Ereignisanzeige aufzurufen, drücken Sie Win + R, um Ausführen zu öffnen. Geben Sie eventvwr in das Dialogfeld ein, woraufhin sich das Protokollmenü öffnet.
In besonders hartnäckigen Fällen können Sie den Microsoft-Support und IT-Fachleute kontaktieren, um weiterführende Probleme so schnell wie möglich zu entschärfen. Bei Unternehmen mit Remote-Arbeit hilft Ihnen ein System für das Endpunkt-Management unter Windows dabei, diese Personen sofort zu erreichen.
Alternative Methoden zur Wartung und Optimierung
Die Problembehandlung für die Systemwartung zählt zu den besten integrierten Windows-Tools zur Problembehandlung. Daneben gibt es aber weitere Werkzeuge für die Systemwartung, sowohl von Drittanbietern als auch von Windows selbst.
Integrierte Windows-Diagnosetools
Windows bringt Tools wie CHKDSK und FSUtil mit, die speziell Laufwerks- und Speicherprobleme diagnostizieren. CHKDSK prüft Ihr Laufwerk auf typische Fehler und beugt Datenverlust und -beschädigung vor, während FSUtil eher auf die Dateisysteme FAT (File Allocation Table) und NTFS ausgerichtet ist.
Sie können außerdem die Windows-10-Problembehandlung ausführen, um Probleme mit Netzwerk, Audio und Updates zu beheben.
SFC und DISM
Windows verfügt zudem über integrierte Dienstprogramme wie die Systemdateiprüfung (SFC) und Deployment Image Servicing and Management (DISM). Diese Tools können beschädigte Systemdateien aufspüren. Stellen Sie sicher, dass Sie über Administratorrechte verfügen, bevor Sie dieses Tool ausführen.
Optimierungstools von Drittanbietern
Wenn Sie über die integrierten Tools hinausgehen möchten, stehen zahlreiche Diagnosetools von Drittanbietern mit Optimierungsfunktionen bereit. CCleaner Professional ist eine beliebte Option und kann Treiber, Registrierungseinträge und PC-Tools reparieren sowie den Gerätezustand grundlegend prüfen. AVG TuneUp ist eine weitere gute Wahl mit einer übersichtlichen Benutzeroberfläche.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie oft sollte ich die Problembehandlung für die Systemwartung ausführen?
Die Problembehandlung läuft einmal pro Woche automatisiert. Sie müssen nichts tun, um den Vorgang anzustoßen. Je nach den zu behebenden Problemen kann sie jedoch eine manuelle Eingabe anfordern.
Behebt sie Fehler in der Registrierung?
Die Problembehandlung für die Systemwartung kann grundlegende Probleme der Registrierung beheben. Bei komplexeren Problemen sind die Tools SFC oder DISM jedoch möglicherweise wirkungsvoller.
Kann ich die Systemwartung in Windows automatisieren?
Neben der Problembehandlung für die Systemwartung können Sie Wartungsaufgaben über die Aufgabenplanung einplanen. So lassen sich Wartungsaufgaben so terminieren, dass sie Benutzer:innen, PC-Leistung und Energieeffizienz möglichst wenig beeinträchtigen. Möglich wird das, indem Sie Windows Automatic Management (WAM) aktivieren.
Löscht die Problembehandlung Dateien?
Die Problembehandlung führt bestimmte Aktionen ohne Zustimmung der Benutzer:innen aus, etwa das Löschen doppelter oder defekter Dateien. Findet sie beispielsweise drei oder mehr defekte Verknüpfungen auf Ihrem Desktop, werden alle davon automatisiert gelöscht.
Quick-Start-Guide
NinjaOne bietet mehrere Tools und Skripte, die bei Systemwartung und Problembehandlung unterstützen.
1. System Performance Check: Dieses Skript erfasst Daten zur Systemleistung, darunter:
- CPU-Auslastung
- Arbeitsspeicherauslastung
- Laufwerksleistung
- Netzwerkleistung
2. Check Windows Update Diagnostic: Ein spezielles Skript, das Probleme mit Windows Update diagnostiziert.
3. Startup Audit: Ein Skript, das Autorunsc ausführt, um die Startvorgänge des Systems zu prüfen.
4. System Restore, Check Status: Prüft den Status der Systemwiederherstellung auf dem Gerät.
PC-Leistung mit der Problembehandlung für die Systemwartung optimieren
Die Problembehandlung für die Systemwartung von Windows ist eine starke und günstige Möglichkeit, Ihre Geräte routinemäßig zu warten. Sie arbeitet weitgehend unauffällig und erkennt sowie behebt gängige Systemprobleme.
Eine konsequente und proaktive Systemwartung hilft, künftige Engpässe durch behebbare Probleme zu vermeiden. Mit einem Tool für das Endpunkt-Management unter Windows wie NinjaOne gelingt das noch leichter.
NinjaOne unterstützt Sie dabei, Ihre Windows-Endpunkte in Echtzeit zu überwachen, dank detaillierter Daten zum Gerätezustand. Das reicht von Informationen zu Datenträgern und Volumes über Arbeitsspeicher, Benutzer- und Ereignisprotokolle bis hin zu Prozessoren und mehr. So ergänzen Sie Ihre Tools zur Problembehandlung um wertvolle Daten für Berichte und Diagnosen.
