Schlüsselpunkte
- Bei MSP-Übernahmen treffen häufig mehrere Management-Plattformen, Workflows, Integrationen und operative Abhängigkeiten aufeinander, was die Integration nach der Übernahme erschwert.
- Wer die Plattform-Migration hinauszögert, zahlt drauf: höhere Lizenzkosten, ineffiziente Abläufe, mehr Aufwand für Techniker:innen und eine uneinheitliche Service-Erbringung in den übernommenen Umgebungen.
- Fragmentierte Management-Plattformen senken die Produktivität der Techniker:innen und können genau die Skaleneffekte begrenzen, wegen derer die Übernahme überhaupt erfolgt ist.
- MSPs, die sich schon vor künftigen Übernahmen auf eine einzige Plattform standardisieren, arbeiten konsistenter, richten neue Umgebungen effizienter ein und sind langfristig profitabler.
- Techvera hat sein Management über mehr als 23.500 Endpunkte hinweg konsolidiert und durch die Standardisierung auf eine Plattform nach eigenen Angaben mehr als 1 Million US-Dollar eingespart.
Nach einer Fusion oder Übernahme (M&A) gibt es ein Wort, vor dem den meisten Managed Service Providern (MSPs) graut: Migration. Dass die Konsolidierung auf eine einzige Plattform sinnvoll ist, liegt auf der Hand. Die Migration selbst wird trotzdem immer wieder verschoben, sei es wegen der technischen Komplexität oder aus Sorge, die Beschäftigten und Kund:innen des übernommenen Unternehmens vor den Kopf zu stoßen. Dieses Zögern kann teuer werden.
Diese Migrationsfragen fürchten MSPs
Fragt man MSPs, was sie bei der Übernahme einer fremden Umgebung beunruhigt, kommen immer dieselben Fragen auf.
Tech-Stack und Tool-Landschaft in Einklang bringen
- Ist unsere eigene Tool-Landschaft klar definiert und erprobt genug, um ein weiteres Unternehmen aufzunehmen, ohne dessen Technische Schulden zu erben?
- Welche der übernommenen Tools lassen sich nicht ohne Weiteres ersetzen, und was wäre nötig, um eine Alternative aufzubauen?
Abhängigkeit von Schlüsselpersonen und Support-Risiko
- Gibt es Plattformen, bei denen das Support-Wissen bei nur ein oder zwei Personen liegt?
- Ist dieses Wissen dokumentiert und übertragbar?
Eigene Automatisierungen und Integrationen
- Gibt es eigene Automatisierungen oder Workflows, die über Tool-APIs aufgebaut wurden, etwa für PSA, Abrechnung oder RMM?
- Wie tief sind diese Workflows im Tagesgeschäft verankert, und was wäre nötig, um sie jeweils neu aufzubauen oder abzuschalten?
Verträge und Compliance
- Schränken Anbieterverträge die Konsolidierung ein oder geben sie deren Zeitpunkt vor?
- Gibt es Kund:innen unter Frameworks wie HIPAA oder SOC 2, die vorgeben, was wann geändert werden darf?
Das sind nur die ersten Fragen auf einer deutlich längeren Liste, aber sie zeigen, wie komplex das Zusammenführen zweier Stacks ist. Eine Migrations-Checkliste abzuarbeiten kostet echte Mühe, und das Erstellen dieser Liste ebenso. Deshalb bleiben Migrationen nach einem Abschluss oft viele Quartale lang liegen.
Hinzu kommt: Die Sache kann persönlich werden. Um die Migrationsfragen zu beantworten, muss man sich durch die Plattform des übernommenen Unternehmens graben und lange Sitzungen mit dessen Technik-Team führen. Geschieht das unbedacht, wirkt es schnell wie ein Audit von allem, was dort aufgebaut wurde. Kaum ein Team möchte eine neue Zusammenarbeit damit beginnen, den früheren Eigentümer:innen Fehler zu unterstellen, und so kommt die Migration ins Stocken.
Das kostet das Zögern
In der operativen Lücke zwischen „Deal abgeschlossen“ und „vollständig integriert“ entscheidet sich, ob eine Übernahme sich auszahlt oder scheitert.
Solange diese Lücke offen bleibt, steigen die Kosten. Das Unternehmen zahlt alles doppelt oder dreifach: getrenntes RMM, getrenntes Patching, getrennte Backups, so lange, bis konsolidiert wird. Die Techniker:innen bleiben auf getrennte Konsolen verteilt. Das zusammengelegte Team schafft dadurch weniger als die beiden Teams zuvor einzeln, und die Zahl der verwalteten Endpunkte pro Techniker:in kann nicht wachsen.
Am deutlichsten spüren es die neu übernommenen Kund:innen: Sie bekommen langsameren und weniger einheitlichen Service, ausgerechnet in dem Moment, in dem sie sich ein Urteil über ihren neuen Eigentümer bilden.
Jede weitere Übernahme stapelt eine weitere Umgebung auf diesen fragmentierten Haufen, sodass die Kosten schneller wachsen als der Umsatz, der sie decken soll.
Bei MSPs, die mehrere Unternehmen übernehmen, wächst dieser dysfunktionale Haufen noch schneller. Laut dem Bericht „MSP Trends and Predictions 2026“ von Omdia wird M&A unter MSPs 2026 voraussichtlich um weitere 16 Prozent zulegen, womit für viele MSPs mehrere Übernahmen anstehen. Ist die Migration nicht durchdacht, frisst die Übernahme, die eigentlich Marge bringen sollte, diese Marge stillschweigend auf.
Das gewinnen MSPs durch schnelles Handeln
Der US-amerikanische MSP Techvera hat diese Kosten selbst erlebt, bevor er sie beseitigt hat. Das Unternehmen wuchs aus einer Mischung aus organischer Expansion und Übernahmen, und die Tool-Landschaft wuchs mit. In den Kundenumgebungen kamen mehrere Tools zum Einsatz, und mit der Fragmentierung des Stacks wurden die Reaktionszeiten länger. Proaktive Arbeit verlor immer mehr Boden an den Aufwand, das Ganze zusammenzuhalten.
„Zum Problem wird es, wenn die Komplexität schneller wächst als der Umsatz“, sagt Bill Tyndall, CEO von Techvera.
Nach der Konsolidierung auf NinjaOne über mehr als 23.500 Endpunkte hinweg hat das Team die Ergebnisse ausgewertet. Tyndall dazu: „Seit Beginn der Partnerschaft mit NinjaOne hat Techvera über eine Million Dollar an harten Kosten eingespart, verteilt auf Plattformen, Zeitaufwand und Kapazitätserweiterung.“
So unterstützt NinjaOne MSPs bei M&A
Die Lücke zwischen „abgeschlossen“ und „integriert“ schnell zu schließen, ist genau das, wofür NinjaOne gebaut ist. Übernommene Endpunkte kommen zügig unter eine gemeinsame Plattform: 92 Prozent der MSPs arbeiten in weniger als 30 Tagen vollständig mit NinjaOne RMM™.
NinjaOne vereint Endpunkt-Management, Patching, Backup, Fernzugriff, PSA und Dokumentation in einer sicheren, Software-as-a-Service-nativen Plattform. Partner ersetzen damit typischerweise vier oder mehr Tools und verwalten bis zu 900 Endpunkte pro Techniker:in. Das senkt Kosten, Risiken und Einarbeitungszeit und beseitigt Reibungsverluste bei Integrationen.
Einarbeitung, Schulungen und Migrationsunterstützung sind ohne Aufpreis enthalten. So hängt die Arbeit nie an der einen Person, die das alte System kannte, und neue Techniker:innen sind in der Regel innerhalb weniger Stunden produktiv.
Als weitere Ressource bietet der MSP-Migrationsleitfaden von NinjaOne einen klaren Weg, um übernommene Umgebungen ohne schlaflose Nächte zu migrieren.
