Die Kontextmenü-Option „Bash-Fenster hier öffnen“ ermöglicht den schnellen Zugriff auf das Bash-Terminal in jedem beliebigen Ordner, einfach per Rechtsklick. Für alle, die das Windows-Subsystem für Linux (WSL) nutzen, vereinfacht das die Arbeitsabläufe. Wer die Option hinzufügt, arbeitet effizienter. Wer sie entfernt, hält das Menü übersichtlich.
Entwickler:innen nutzen WSL unter Windows 10 über die Bash-Shell. Der Zugriff auf Bash über die grafische Oberfläche kostet allerdings Zeit, denn nach der Installation wird nicht automatisiert eine Verknüpfung im Kontextmenü angelegt.
Mit „Bash-Fenster hier öffnen“ unter Windows 10 im Kontextmenü geht die Arbeit leichter von der Hand, der Workflow verbessert sich und die Navigation wird einfacher. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie Sie die Option hinzufügen oder entfernen, oder springen Sie direkt zu Was „Bash-Fenster hier öffnen“ ist und warum man die Option hinzufügt oder entfernt.
So fügen Sie „Bash-Fenster hier öffnen“ zum Kontextmenü hinzu
Erfahrene Benutzer:innen, IT-Fachleute und Entwickler:innen können unter Windows 10 mit wenigen einfachen Schritten das Kontextmenü anpassen und so bequem ein Befehlsfenster für Bash im aktuellen Ordner öffnen. So lässt sich Bash bei Bedarf von überall aus starten.
Beachten Sie, dass das Bearbeiten der Kontextmenü-Optionen Administratorrechte erfordert. Erstellen Sie am besten ein Backup der Registry, bevor Sie die folgenden Schritte ausführen. So lässt sich der ursprüngliche Zustand bei Fehlern leichter wiederherstellen.
- Stellen Sie zuerst sicher, dass WSL auf dem Gerät installiert ist.
- Öffnen Sie PowerShell als Administrator. Drücken Sie Windows-Taste + X und wählen Sie Windows Terminal (Administrator) oder PowerShell (Administrator).
- Führen Sie den folgenden Befehl aus, um zu prüfen, ob WSL installiert ist:
wsl –list –verbose
Ist WSL installiert, werden alle installierten Linux-Distributionen angezeigt. Andernfalls erhalten Sie eine Fehlermeldung. - Verwenden Sie zur Installation von WSL diesen Befehl:
wsl –install
Alternativ öffnen Sie die Systemsteuerung, klicken auf Programme und wählen Windows-Features aktivieren oder deaktivieren. Setzen Sie dort die Häkchen bei Plattform für virtuelle Computer und Windows-Subsystem für Linux. - Starten Sie den Computer neu, sobald Sie dazu aufgefordert werden. Die Änderungen werden erst nach einem Neustart wirksam.
- Öffnen Sie den Registrierungs-Editor. Drücken Sie Windows-Taste + R, geben Sie regedit ein und klicken Sie auf OK.
- Navigieren Sie im linken Bereich zu diesem Pfad:
HKEY_CLASSES_ROOT\Directory\Background\shell - Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner shell, wählen Sie Neu, klicken Sie auf Schlüssel und nennen Sie ihn Bash.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Bash und erstellen Sie einen neuen Schlüssel mit dem Namen command.
- Legen Sie den Befehl zum Starten von Bash fest: Klicken Sie auf den neu erstellten Ordner command und doppelklicken Sie im rechten Bereich auf den Eintrag Standard. Daraufhin öffnet sich das Fenster Zeichenfolge bearbeiten.
- Fügen Sie den Dateipfad von Bash auf Ihrem Gerät ein. So finden Sie diesen Pfad:
- Suchen Sie im Startmenü nach Bash.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Suchergebnis der Bash-App und wählen Sie Dateipfad öffnen.
- Klicken Sie im neuen Fenster mit der rechten Maustaste auf die Bash-Verknüpfung und wählen Sie erneut Dateipfad öffnen.
- Halten Sie die Umschalt-Taste gedrückt, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die ausführbare Bash-Datei und wählen Sie Als Pfad kopieren.
- Klicken Sie auf OK.
- Benennen Sie die Menüoption um: Klicken Sie auf den Ordner Bash, doppelklicken Sie im rechten Bereich auf den Eintrag Standard und ändern Sie den Wert in Bash-Fenster hier öffnen.
- Klicken Sie auf OK und schließen Sie den Registrierungs-Editor.
- Prüfen Sie, ob der Menüeintrag korrekt erscheint. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf einen beliebigen Ordner oder auf den Desktop und suchen Sie den Eintrag „Bash-Fenster hier öffnen“.
So entfernen Sie „Windows-Bash hier öffnen“ aus dem Kontextmenü
Wer Bash-Skripte nicht mehr oder nur selten nutzt, empfindet das Kontextmenü womöglich als überladen. Zum Glück lässt sich der Eintrag leicht entfernen, sodass das Menü beim Rechtsklick auf ein Laufwerk oder einen Ordner wieder aufgeräumt ist. Auch hier gilt: Erstellen Sie immer ein Backup der Registry, um bei einem Fehler während der Bearbeitung keinen irreparablen Systemausfall zu riskieren.
- Öffnen Sie den Registrierungs-Editor mit Windows-Taste + R, geben Sie regedit ein und klicken Sie auf OK.
- Folgen Sie im linken Bereich diesem Pfad:
HKEY_CLASSES_ROOT\Directory\Background\shell - Löschen Sie unter shell den Schlüssel Bash (oder den Schlüssel, den Sie zum Öffnen von Bash erstellt haben), um den Befehl zum Starten der Shell zu entfernen.
- Schließen Sie den Registrierungs-Editor und prüfen Sie mit einem Rechtsklick auf den Desktop oder in einen Ordner, ob die Option „Bash-Fenster hier öffnen“ verschwunden ist.
„Bash-Fenster hier öffnen“: Funktion und Gründe für das Hinzufügen oder Entfernen
Die Kontextmenü-Option „Bash-Fenster hier öffnen“ im Überblick
Mit der Verknüpfung „Bash-Fenster hier öffnen“ greifen Sie aus jedem Ordner heraus über das Rechtsklick-Menü auf die Bash-Terminal-Anwendung zu. IT-Fachleute, Systementwickler:innen und erfahrene Benutzer:innen nutzen damit das Windows-Subsystem für Linux (WSL) schnell und effizient. Sie müssen lediglich wissen, wie Sie einen Eintrag zum Windows-Kontextmenü hinzufügen, also zu dem Menü, das beim Rechtsklick auf den Desktop, ein Laufwerk oder in einen Ordner erscheint.
Darum lohnt es sich, „Bash hier öffnen“ unter Windows 10 hinzuzufügen oder zu entfernen
Ist das Menü direkt in dem Verzeichnis verfügbar, in dem gerade gearbeitet wird, verbessert das den Workflow. Das manuelle Öffnen des Bash-Terminals entfällt. So arbeiten Sie reibungsloser, ohne Ihren aktuellen Arbeitsbereich verlassen zu müssen.
Umgekehrt sorgt das Entfernen der Option für ein aufgeräumteres Kontextmenü, besonders wenn das Bash-Terminal ohnehin nicht genutzt wird. In jedem Fall ist die Möglichkeit, „Bash hier öffnen“ unter Windows hinzuzufügen oder zu entfernen, eine praktische Funktion für alle WSL-Nutzenden.
Häufige Probleme beheben
Wenn die Schritte nicht korrekt ausgeführt wurden, können nach dem Hinzufügen oder Entfernen der Option „Bash-Fenster hier öffnen“ im Kontextmenü Probleme auftreten. Diese Lösungen helfen weiter:
Das Bash-Fenster lässt sich nicht über das Kontextmenü öffnen?
Prüfen Sie zuerst, ob Sie im Registrierungs-Editor den richtigen Pfad zur Bash-Shell im Eintrag „Standard“ unter dem Schlüssel command hinterlegt haben. Falls das stimmt, kontrollieren Sie, ob Ihre WSL-Standarddistribution korrekt festgelegt ist. Verwenden Sie dazu den folgenden Befehl in der Eingabeaufforderung oder in PowerShell und achten Sie auf die Distribution mit dem Sternchen (Standard):
wsl -l -v
Möglicherweise sollten Sie auch WSL aktualisieren. Eine veraltete Version kann zu Kompatibilitätsproblemen führen und dafür sorgen, dass die Verknüpfung nicht funktioniert. Führen Sie zum Aktualisieren von WSL diesen Befehl in PowerShell oder in der Eingabeaufforderung als Administrator aus:
wsl –update
Die Kontextmenü-Option erscheint weiterhin, obwohl Sie sie entfernt haben?
Öffnen Sie den Registrierungs-Editor und löschen Sie den von Ihnen erstellten Ordner Bash. Alternativ können Sie ein Registry-Backup aus der Zeit vor dem Hinzufügen der Option einspielen.
Die Option „Bash-Fenster hier öffnen“ fehlt nach dem Aktivieren von WSL?
Starten Sie Ihren Computer neu, damit alle Änderungen übernommen werden. Stellen Sie außerdem sicher, dass WSL korrekt installiert und konfiguriert ist, damit die Verknüpfung funktioniert.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
1. Was ist das Windows-Subsystem für Linux (WSL)?
Das Windows-Subsystem für Linux (WSL) ist eine Funktion, mit der Entwickler:innen und Anwender:innen Linux-Tools und Terminal-Umgebungen direkt unter Windows ausführen können, ganz ohne VMs (Virtual Machines) oder Dual-Boot.
2. Funktioniert das mit allen unter WSL installierten Linux-Distributionen?
Ja, die beschriebenen Schritte funktionieren mit jeder korrekt konfigurierten Linux-Distribution. Sind mehrere Distributionen und Versionen installiert, startet der Befehl „Bash-Fenster hier öffnen“ allerdings die WSL-Standarddistribution. Das ist diejenige, die in der Liste aller installierten Distributionen mit einem Sternchen markiert ist.
3. Kann ich mit dieser Methode PowerShell statt Bash öffnen?
Ja, das ist möglich, allerdings müssen Sie einige Schritte im Registrierungs-Editor anpassen. Sie erstellen dann beispielsweise einen Schlüssel PowerShell und verwenden den Pfad zu PowerShell, statt einen Bash-Schlüssel mit dem Pfad zu Bash anzulegen. Prüfen Sie allerdings vor jeder Änderung, ob „PowerShell-Fenster hier öffnen“ bereits im Kontextmenü vorhanden ist: Halten Sie dazu die Umschalt-Taste gedrückt und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Desktop oder einen Ordner. So vermeiden Sie überschriebene Befehle, die zu Fehlern führen können.
4. Wie prüfe ich, ob WSL auf meinem System installiert ist?
Um das zu prüfen, drücken Sie Windows-Taste + X, wählen Sie Windows Terminal (Administrator) oder PowerShell (Administrator) und führen Sie diesen Befehl aus:
wsl -l -v
Ist WSL installiert, werden verschiedene Linux-Distributionen angezeigt, andernfalls erscheint eine Fehlermeldung.
5. Wirkt sich das Entfernen dieser Option auf meine Linux-Installationen aus?
Wenn Sie die Option „Bash-Fenster hier öffnen“ korrekt aus dem Kontextmenü entfernen, hat das keine Auswirkungen auf Ihre Linux-Installationen. Es schafft lediglich Platz in dem Menü, das beim Rechtsklick auf den Desktop oder in einen Ordner erscheint.
Mit der Option „Bash-Fenster hier öffnen“ sparen Sie Zeit
Die Option „Bash-Fenster hier öffnen“ ist eine praktische Verknüpfung, um Bash in einem bestimmten Verzeichnis zu starten. Wer ständig Linux-Befehle unter Windows verwendet, verbessert damit den eigenen Arbeitsprozess. Entfernt man sie, bleiben im Kontextmenü dagegen nur die wirklich benötigten Einträge übrig. Wenn Sie wissen, wie Sie diese Option hinzufügen oder entfernen und bei Bedarf Probleme beheben, nutzen Sie Ihre Zeit bei der Arbeit am Gerät sinnvoll.