Schlüsselpunkte
- Die Umsätze von MSPs wachsen auch 2026 weiter, doch die Gewinnmargen schrumpfen: durch Preisdruck, steigende Betriebskosten und höhere Kundenerwartungen.
- Kund:innen erwarten zunehmend, dass Cybersicherheit, Compliance und die Vorbereitung auf Cyberversicherungen bereits im Standardvertrag für Managed Services enthalten sind.
- Fragmentierte Tool-Stacks erhöhen die Arbeitsbelastung der Techniker:innen, senken das Verhältnis von Endpunkten zu Techniker:innen und treiben die operativen Kosten der Service-Erbringung nach oben.
- Plattformen für Unified Endpoint Management steigern die operative Effizienz von MSPs, indem sie RMM, Patching, Backup, Ticketing und Automatisierungs-Workflows zusammenführen.
- Eine standardisierte Service-Erbringung und richtlinienbasiertes Management helfen MSPs, profitabel zu skalieren und dabei eine gleichbleibende Kundenerfahrung und operative Qualität zu sichern.
Auf dem Papier ist es ein hervorragendes Jahr, um Managed Service Provider (MSP) zu sein.
Die MSP-Marktanalyse 2026 von Omdia beziffert den Gesamtumsatz im Bereich Managed Services in diesem Jahr auf 635 Milliarden US-Dollar, mit einem Wachstum von bis zu 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch schneller wächst der globale Markt für Managed Security: von 93 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf voraussichtlich 106 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026.
Derselbe Bericht macht allerdings deutlich, dass echtes organisches Wachstum, also ohne Übernahmen und übliche Preiserhöhungen, für die meisten Anbieter schwierig wird. Die Zahl der MSPs mit zweistelligen Wachstumsraten wird kleiner als bisher.
Der Markt wächst, die Margen, die die meisten MSPs daraus erzielen, jedoch nicht.
Darum schrumpfen die Gewinnmargen von MSPs
Drei Kräfte drücken gleichzeitig auf die Margen.
Preisdruck auf Kernleistungen
Die Budgets der Kund:innen stehen stärker unter Druck, als es die Schlagzeilen über das Marktwachstum vermuten lassen. Globale wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheit hat Unternehmen dazu gebracht, den Cashflow über IT-Investitionen zu stellen. Steigende Preise für Hardware und Software, insbesondere bei Speicher und bei KI-getriebenen Lizenzkosten, verengen die verfügbaren Budgets auf beiden Seiten des Managed-Services-Vertrags.
Das übliche MSP-Preismodell pro Benutzer:in und pro Gerät konnte mit der Inflation kaum Schritt halten, während Kernleistungen zur Massenware geworden sind. Das bedeutet: Ein Standardvertrag für Managed Services erzielt heute bei gleichem Umsatz pro Benutzer:in weniger Marge als noch vor zwei Jahren.
Mehr Leistungsumfang zum gleichen Preis
Gleichzeitig ist der Umfang dessen gewachsen, was Kund:innen innerhalb dieses Vertrags erwarten. Wer früher für Break-Fix-Support bezahlt hat, erwartet heute Leistungen wie Sicherheitsüberwachung, Compliance-Dokumentation und die Vorbereitung auf Cyberversicherungen als Teil des Pakets. Cyberversicherer bepreisen Risiken längst nicht mehr nur, sie verweigern den Versicherungsschutz inzwischen komplett, wenn Unternehmen grundlegende Sicherheitskontrollen wie MFA, die Überwachung privilegierter Konten und die Integrität von Backups nicht nachweisen können.
MSPs sind damit zunehmend mitverantwortlich dafür, dass ihre Kund:innen zusätzliche Anforderungen erfüllen, und zwar als Bedingung für die Geschäftsbeziehung. Das ist mehr Arbeit, aber zum selben Vertragswert.
Konkurrenz durch Roll-ups um dieselben Kund:innen
Rund drei Viertel der 2025 erfassten MSP-Transaktionen wurden von Private Equity finanziert. Diese Roll-ups stehen seitens der Investoren unter Druck, Kosten durch den Einsatz von KI zu senken. Das erlaubt ihnen niedrigere Preise bei gleichbleibender Marge. Bei dieser Dynamik können die meisten unabhängigen MSPs nicht mithalten, erst recht nicht mit fragmentierten Tool-Stacks und manuellen Prozessen.
Der Margendruck bei MSPs lässt sich operativ lösen
Wenn die Margen schrumpfen, ist der erste Reflex, nach mehr Umsatz zu suchen. Zielführender ist die Frage: „Was kostet es uns, eine Leistung zu erbringen?“
Stellen Sie sich den Arbeitstag einer Technikerin oder eines Technikers mit einem fragmentierten Stack vor: Anmeldung im RMM, um ein Problem zu identifizieren, Wechsel in ein separates Tool, um einen Patch einzuspielen, Blick in ein Ticketing-System, das mit keinem der beiden Daten austauscht, und die Einarbeitung eines neuen Geräts über einen manuellen Prozess. Nichts davon ist abrechenbar, und alles davon erhöht die Stundenkosten des Teams.
Im Branchendurchschnitt betreuen MSPs 200 bis 300 Endpunkte pro Techniker:in. Dieses Verhältnis entscheidet darüber, wie viele Kund:innen ein Team bei gegebener Größe profitabel bedienen kann. Bleibt das Verhältnis niedrig, wird der Margendruck durch Preiserosion zu einem strukturellen Problem.
Führende MSPs, die dieses Problem operativ angegangen sind, berichten von 15 bis 25 Prozent höherer Produktivität ihrer Techniker:innen und 40 bis 70 Prozent kürzeren Lösungszeiten bei Tickets, erreicht durch Investitionen in KI und Automatisierung. Der Abstand zwischen diesen MSPs und jenen, die weiterhin mit fragmentierten Stacks arbeiten, ist rein operativer Natur.
Das machen erfolgreiche MSPs anders
Konsolidierung auf eine einheitliche Plattform
MSPs, die auf NinjaOne setzen, ersetzen damit in der Regel vier oder mehr Tools. Wenn RMM, Patching, Backup, Dokumentation und Ticketing dieselbe Datenbasis nutzen, wirkt eine ausgerollte Korrektur überall, die Einarbeitung läuft nach festem Muster ab, und die Servicequalität hängt nicht davon ab, wer das Ticket übernimmt.
KI zuerst intern einsetzen, bevor man sie verkauft
Laut Omdia erzielen jene MSPs die besten Ergebnisse, die KI zunächst im eigenen Betrieb einsetzen, die Gewinne messen und diese Fähigkeiten anschließend in ihre Kundenangebote einbauen.
Agentische KI und Automatisierung sollen technischen Rollen 2026 im Schnitt 20 Prozent mehr Zeit sparen. Sichtbar wird das im Geschäft am Verhältnis von Endpunkten zu Techniker:innen. Techniker:innen, die mit NinjaOne arbeiten, verwalten jeweils bis zu 900 Endpunkte, drei- bis viermal so viele wie im Branchendurchschnitt, bei gleichzeitig 40 Prozent niedrigeren Verwaltungskosten dank Automatisierung. Dieses Verhältnis entscheidet darüber, ob eine neue Kundenbeziehung vom ersten Tag an profitabel ist.
Standardisierte Service-Erbringung über alle Kund:innen hinweg
Unzureichende interne Fähigkeiten bei Firmen, die ihren Betrieb nicht standardisiert haben, führen dazu, dass sie nicht skalieren können und die Erwartungen ihrer Kund:innen verfehlen. Richtlinienbasiertes Management und wiederholbare Prozesse für die Einarbeitung sorgen dafür, dass die zehnte Kundenumgebung in derselben Qualität und zu denselben Kosten bereitgestellt wird wie die erste.
MSPs, die NinjaOne nutzen, wachsen dreimal schneller als der Branchendurchschnitt. Eine standardisierte, automatisierte Service-Erbringung ist das operative Fundament, das dieses Wachstum tragfähig macht.
Wachstumschancen für MSPs im Jahr 2026
Die größten Herausforderungen für MSPs im Jahr 2026 sind der Budgetdruck bei den Kund:innen, der Schutz des eigenen Geschäfts und mehr operative Effizienz. Die MSPs, die ihre Position in diesem Jahr verbessern, schaffen das, indem sie ihre Kosten für die Service-Erbringung senken. Eine einheitliche Plattform ist der operative Hebel, der genau das möglich macht.