{"id":910793,"date":"2026-10-23T15:50:34","date_gmt":"2026-10-23T15:50:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ninjaone.com\/blog\/browser-erweiterungen-schatten-it\/"},"modified":"2026-10-23T15:50:35","modified_gmt":"2026-10-23T15:50:35","slug":"browser-erweiterungen-schatten-it","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ninjaone.com\/de\/blog\/browser-erweiterungen-schatten-it\/","title":{"rendered":"Erweiterungen sind die neue Schatten-IT. Und kaum ein Team hat ein Inventar."},"content":{"rendered":"<p>Alle Besch\u00e4ftigten in Ihrem Unternehmen k\u00f6nnen Software installieren, die jede besuchte Seite mitliest, ihre Session-Cookies sammelt und ihren Suchanbieter nach Belieben \u00e4ndert. Und das ist noch nicht einmal der beunruhigende Teil.<\/p>\n<p>Die Rede ist nat\u00fcrlich von Browser-Erweiterungen, die eine ernste Bedrohung f\u00fcr Unternehmen darstellen. In den meisten Unternehmen k\u00f6nnen Besch\u00e4ftigte sie ohne jede Freigabe installieren. Schlimmer noch: Die IT wei\u00df gar nicht, dass es sie gibt, und hat deshalb keine M\u00f6glichkeit, sie zu kontrollieren, zu verwalten oder abzusichern.<\/p>\n<h2>Browser-Erweiterungen: die Grundlagen<\/h2>\n<p>Browser-Erweiterungen sind Werkzeuge, die in Webbrowser eingebaut werden und den Funktionsumfang Ihrer bevorzugten Anwendungen erweitern. Jede:r hat mindestens eine, und die meisten Benutzer:innen haben mehr als 10. Beispiele sind Passwortmanager, Werbeblocker, Screenshot-Tools, VPN, Photoshop, Notiz-Tools, Kundenbeziehungsmanagement und vieles mehr.<\/p>\n<p>Laut <a href=\"https:\/\/chrome-stats.com\/chrome\/stats\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Chrome Stats gibt es derzeit fast 300.000 Erweiterungen<\/a> allein im Chrome Web Store!<br \/>\n<div class=\"blog-cta-new blog-cta-style-1\"><div class=\"cta-left\"><h2>Versteckte Browser-Risiken aufdecken<\/h2><p><\/p><\/div><div class=\"cta-right\"><a class=\"button\" href=\"https:\/\/www.ninjaone.com\/resource\/the-hidden-risk-of-unmanaged-browsers\/\">Leitfaden lesen<\/a><\/div><\/div><\/p>\n<h2>Erweiterungen sind die \u201eneue\u201c Schatten-IT<\/h2>\n<p>Ich z\u00f6gere, Browser-Erweiterungen als die \u201eneue\u201c Schatten-IT zu bezeichnen, denn es gibt sie schon eine ganze Weile. Tats\u00e4chlich sind Browser-Erweiterungen ungef\u00e4hr so alt wie Browser selbst. Sie <a href=\"https:\/\/medium.com\/brick-by-brick\/a-brief-history-of-browser-extensibility-bcfeb4181c9a\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">tauchten erstmals 1999 auf<\/a>, als Microsoft den Internet Explorer 4 ver\u00f6ffentlichte, der \u201eExplorer-Leisten\u201c (spezialisierte Symbolleisten) und \u00c4nderungen am Kontextmen\u00fc einf\u00fchrte.<\/p>\n<p>Browser-Erweiterungen, wie wir sie heute kennen, und erst recht die damit verbundenen Risiken sind allerdings relativ neu.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/arxiv.org\/html\/2503.04292v2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erstmals f\u00fcr b\u00f6sartige Zwecke missbraucht<\/a> wurden Browser-Erweiterungen, etwa f\u00fcr Keylogging und Aktivit\u00e4tsverfolgung, in den Jahren 2013 und 2014. Zu den fr\u00fchen Vorf\u00e4llen z\u00e4hlten HoverZoom (2013), das Tastatureingaben sammelte, und der BBC News Reader (2014), der das Surfverhalten der Benutzer:innen aussp\u00e4hte.<\/p>\n<h2>Risiken b\u00f6sartiger Chrome-Erweiterungen<\/h2>\n<p>F\u00fcr Uneingeweihte wirken Browser-Erweiterungen harmlos. Nach diesem Abschnitt haben Sie hoffentlich ein klares Bild davon, worin die Risiken wirklich bestehen. Ich beschreibe zun\u00e4chst die dr\u00e4ngendsten Risiken, nenne dann konkrete Details und verweise auf Vorf\u00e4lle, bei denen genau das ausgenutzt wurde.<\/p>\n<p>Es gibt vier \u00fcbergeordnete Kategorien b\u00f6sartiger Chrome-Erweiterungen.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Datendiebstahl und \u00dcberwachung:<\/strong> Diebstahl von Cookies, Anmeldeinformationen, MFA-Codes, E-Mails, Browserverlauf, Screenshots und mehr.<\/li>\n<li><strong>Konto- und Browser-Hijacking:<\/strong> Authentifizierte Sitzungen werden genutzt, um sich als Benutzer:innen auszugeben, unbefugte Aktionen auszuf\u00fchren, Einstellungen zu \u00e4ndern oder Transaktionen anzusto\u00dfen.<\/li>\n<li><strong>Manipulation von Inhalten und Datenverkehr:<\/strong> Webseiten ver\u00e4ndern, Links austauschen, gef\u00e4lschte Eingabeaufforderungen oder Werbung einschleusen, Datenverkehr umleiten und Suchergebnisse manipulieren.<\/li>\n<li><strong>Kompromittierung der Lieferkette von Erweiterungen:<\/strong> Bisher vertrauensw\u00fcrdige Erweiterungen werden \u00fcber kompromittierte Entwickler-Konten, Eigent\u00fcmerwechsel oder stille b\u00f6sartige Updates zur Waffe gemacht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Verallgemeinerung wird dem Thema nicht gerecht. Wenn Sie <a href=\"https:\/\/secureannex.com\/blog\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Blogs wie die von John Tuckner<\/a> lesen (Entwickler von <a href=\"https:\/\/secureannex.com\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Secure Annex<\/a>, das inzwischen zu <a href=\"https:\/\/socket.dev\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Socket<\/a> geh\u00f6rt), der sich vermutlich intensiver mit diesen Fragen besch\u00e4ftigt hat als fast jede:r andere, werden Ihnen die oben genannten Muster immer wieder begegnen.<\/p>\n<p>Damit dieser Artikel eine lesbare L\u00e4nge beh\u00e4lt, habe ich drei Risiken ausgew\u00e4hlt, die ich ausf\u00fchrlicher behandle. Es sind Risiken, mit denen aus meiner Sicht die meisten Unternehmen konfrontiert sind.<\/p>\n<h2>Vertrauensw\u00fcrdige Erweiterungen, die b\u00f6sartig werden<\/h2>\n<p>Das ist wohl das Risiko, das am schwersten in den Griff zu bekommen ist. Es entsteht, wenn eine ansonsten vertrauensw\u00fcrdige und als \u201egutartig bekannte\u201c Erweiterung auf irgendeine Weise kompromittiert wird. Manchmal liegt das daran, dass das GitHub-Konto einer Entwicklerin oder eines Entwicklers durch einen Phishing-Angriff kompromittiert wurde und Angreifende dadurch \u00c4nderungen an der Erweiterung vornehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In anderen F\u00e4llen entsteht das Problem, weil die Inhaber:innen einer Browser-Erweiterung diese verkaufen, aus durchaus legitimen Gr\u00fcnden. Dann kaufen Personen mit b\u00f6sen Absichten die Erweiterung, besonders gern bei einer gro\u00dfen installierten Benutzerbasis, und spielen anschlie\u00dfend ein Update aus, das b\u00f6sartigen Code oder b\u00f6sartige Funktionen verteilt.<\/p>\n<p><strong>Beispiele aus der Praxis:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Im Dezember 2024 phishte ein Angreifer eine:n Besch\u00e4ftigte:n von Cyberheaven, erlangte Ver\u00f6ffentlichungszugriff im Chrome Web Store (f\u00fcr deren Chrome-Erweiterung zur Verhinderung von Datenverlust) und spielte eine b\u00f6sartige Version an die Kundschaft aus, rund 400.000 Personen. Das Update konnte Webseitendaten, Cookies und Informationen zu authentifizierten Sitzungen sammeln. <a href=\"https:\/\/secureannex.com\/blog\/cyberhaven-extension-compromise\/?utm_source=chatgpt.com\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Secure Annex<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.sekoia.com\/blog\/targeted-supply-chain-attack-against-chrome-browser-extensions?utm_source=chatgpt.com\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Sekoia<\/a> haben dazu ausf\u00fchrliche Berichte ver\u00f6ffentlicht, falls Sie mehr lesen m\u00f6chten.<\/li>\n<li>Ein weiteres Beispiel dieser Kategorie ist die Kompromittierung von Quicklens im Februar 2026. Quicklens ist eine Chrome-Erweiterung f\u00fcr Google Lens. Sie hatte rund 7.000 Benutzer:innen und ein Google-Featured-Abzeichen. Nach dem Verkauf erhielt sie ein b\u00f6sartiges Update, das Sicherheits-Header des Browsers entfernte und aus der Ferne bereitgestelltes JavaScript innerhalb von Webseiten ausf\u00fchrte. Auch dazu hat Secure Annex (inzwischen Teil von <a href=\"https:\/\/socket.dev\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Socket<\/a>) <a href=\"https:\/\/annex.security\/blog\/pixel-perfect\/?utm_source=chatgpt.com\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">einen hervorragenden Bericht<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Diebstahl von Sitzungs- und Software-as-a-Service-Daten<\/h2>\n<p>Browser-Erweiterungen arbeiten h\u00e4ufig mit Software-as-a-Service-Tools wie Microsoft 365, Google Workspace, Systemen f\u00fcr das Kundenbeziehungsmanagement und vielem mehr zusammen. Genau das macht dieses Problem leider besonders gef\u00e4hrlich: Sie sind bereits angemeldet und authentifiziert, und damit ist es die Browser-Erweiterung auch.<\/p>\n<p>Der Diebstahl dieser Sitzungsdaten kann wertvoller sein als der Diebstahl von Passw\u00f6rtern, denn Angreifende \u00fcbernehmen damit wom\u00f6glich eine bereits authentifizierte Sitzung und umgehen den \u00fcblichen Anmeldevorgang samt Abfragen zur Multi-Faktor-Authentifizierung.<\/p>\n<p><strong>Beispiele aus der Praxis:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Auch bei der oben beschriebenen Kompromittierung von Cyberheaven hatte es die manipulierte Version der Erweiterung auf Session-Cookies, API-Schl\u00fcssel und Authentifizierungstoken von Facebook Business und ChatGPT abgesehen.<\/li>\n<li>2022 <a href=\"https:\/\/www.volexity.com\/blog\/2022\/07\/28\/sharptongue-deploys-clever-mail-stealing-browser-extension-sharpext\/?utm_source=chatgpt.com\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">dokumentierte Volexity<\/a> eine mit Nordkorea verbundene Gruppe, die mit einer b\u00f6sartigen Erweiterung E-Mails direkt aus authentifizierten Gmail- und AOL-Sitzungen abzog. Ja, Sie haben richtig gelesen: AOL. In diesem Fall brachten die Bedrohungsakteure die b\u00f6sartige Erweiterung selbst aus, anders als in der ersten Kategorie, bei der Benutzer:innen zun\u00e4chst eine legitime Erweiterung herunterladen.<\/li>\n<li>Bereits 2021 <a href=\"https:\/\/blog.talosintelligence.com\/magnat-campaigns-use-malvertising-to\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">entdeckte Cisco Talos<\/a> eine aktive Kampagne mit b\u00f6sartigen Erweiterungen (MagnatExtension), die auf Keylogging, Form Grabbing, Screenshots, Cookie-Diebstahl und das Auslesen des Browserverlaufs setzte. So etwas bezeichnet man als \u201eInformation Stealer\u201c.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Manipulation von Webseiten<\/h2>\n<p>B\u00f6sartige Chrome-Erweiterungen werden mitunter auch erstellt, um eine Website zu ver\u00e4ndern, nachdem die legitime Seite geladen wurde. Bedrohungsakteure schleusen damit gef\u00e4lschte Anmeldemasken ein, tauschen Links aus, \u00e4ndern Zahlungsinformationen oder l\u00f6sen Aktionen \u00fcber die authentifizierte Sitzung der Benutzer:innen aus.<\/p>\n<p>Heikel ist dabei, dass die \u00c4nderungen lokal stattfinden. Die Adressleiste kann deshalb weiterhin die legitime Website samt Domain-Informationen anzeigen. F\u00fcr die Benutzer:innen bedeutet das: So etwas bleibt leicht unbemerkt.<\/p>\n<p><strong>Beispiele aus der Praxis:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>2023 schleuste eine <a href=\"https:\/\/www.levelblue.com\/blogs\/spiderlabs-blog\/rilide-a-new-malicious-browser-extension-for-stealing-cryptocurrencies\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kampagne mit datenstehlender Malware namens Rilide<\/a> (getarnt als legitimes Google Drive) b\u00f6sartige Skripte in Kryptow\u00e4hrungsb\u00f6rsen ein, zeigte gef\u00e4lschte MFA-Dialoge an und versuchte, Kryptow\u00e4hrungsabhebungen im Hintergrund zu automatisieren.<\/li>\n<li>Auch bei den Kampagnen QuickLens und MagnatExtension wurde beobachtet, dass die Erweiterungen aus der Ferne JavaScript ausf\u00fchrten und Website-Inhalte austauschten, um Phishing, Datendiebstahl und die Verbreitung weiterer Malware zu unterst\u00fctzen.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Strategien zur Risikominderung und Governance<\/h2>\n<p>Browser-Erweiterungen sollten wie jede andere Software behandelt werden. Unternehmen brauchen einen klar definierten Prozess, der Einsatz und Installation dieser Erweiterungen regelt. Wie oben gezeigt, werden diese Probleme offensichtlich nicht verschwinden. Umso wichtiger ist es, dass IT- und Sicherheitsteams das Thema jetzt in den Griff bekommen. Bleiben Browser-Erweiterungen unverwaltet, bergen sie ein enormes Risiko.<\/p>\n<p>Im Folgenden finden Sie f\u00fcnf Dinge, mit denen Sie noch heute beginnen k\u00f6nnen, um das Risiko von Browser-Erweiterungen zu mindern und sie in Ihrem Unternehmen unter Kontrolle zu bringen.<br \/>\n<div class=\"blog-cta-new blog-cta-style-1\"><div class=\"cta-left\"><h2>Holen Sie sich die Kontrolle \u00fcber den Browser zur\u00fcck<\/h2><p><\/p><\/div><div class=\"cta-right\"><a class=\"button\" href=\"https:\/\/www.ninjaone.com\/resource\/browser-management-essential-guide\/\">Leitfaden herunterladen<\/a><\/div><\/div><\/p>\n<h2>Wissen, was installiert ist<\/h2>\n<p>F\u00fchren Sie ein Inventar der Browser-Erweiterungen. Erfassen Sie Name, Version und Herausgeber. Genau wie ungenutzte Endbenutzer-Systeme sollten Sie auch Erweiterungen entfernen, die nicht mehr verwendet werden. Identifizieren Sie dar\u00fcber hinaus Erweiterungen, die au\u00dferhalb offizieller Stores installiert wurden.<\/p>\n<h2>Installationsrechte einschr\u00e4nken<\/h2>\n<p>Genau wie bei der Anwendungssteuerung auf Endbenutzer-Systemen sollten Sie Erweiterungen standardm\u00e4\u00dfig blockieren und eine Positivliste freigegebener Erweiterungen pflegen. Schaffen Sie einen dokumentierten Prozess f\u00fcr Besch\u00e4ftigte, die neue Erweiterungen anfordern. Geben Sie Erweiterungen nur f\u00fcr die Benutzer:innen oder Gruppen frei, die sie wirklich ben\u00f6tigen.<\/p>\n<h2>Erweiterungen vor der Freigabe bewerten<\/h2>\n<p>Pr\u00fcfen Sie vor der Freigabe die Berechtigungen, die Eigent\u00fcmerschaft, die Praktiken zur Datenerhebung und das Verhalten jeder Erweiterung. Das ist nat\u00fcrlich leichter gesagt als getan, erspart Ihnen sp\u00e4ter aber viel \u00c4rger. Und ganz wichtig: Verlassen Sie sich nicht allein auf die Freigabe im Store, auf Bewertungen, Installationszahlen oder Featured-Abzeichen.<\/p>\n<h2>Verd\u00e4chtige Aktivit\u00e4ten \u00fcberwachen<\/h2>\n<p>\u00dcberwachen Sie freigegebene und aktuell installierte Erweiterungen laufend auf Eigent\u00fcmerwechsel, neue Berechtigungen, verd\u00e4chtige Updates und Verbindungen zu neuen externen Domains. Das sind die typischen Warnsignale daf\u00fcr, dass mit einer Erweiterung etwas B\u00f6sartiges passiert. Verlangen Sie eine erneute Sicherheitspr\u00fcfung, sobald sich Zugriff oder Verhalten einer Erweiterung wesentlich \u00e4ndern.<\/p>\n<h2>Auf eine Kompromittierung vorbereitet sein<\/h2>\n<p>Genau wie bei der Reaktion auf einen m\u00f6glichen Sicherheitsvorfall auf einem Endbenutzer-System sollten Sie in der Lage sein, kompromittierte Erweiterungen aus der Ferne zu deaktivieren und alle betroffenen Benutzer:innen, Ger\u00e4te und Erweiterungsversionen zu identifizieren. Untersuchen Sie, welche Websites und Anwendungen die betroffenen Besch\u00e4ftigten aufgerufen haben, w\u00e4hrend die Erweiterung aktiv war. Entziehen Sie offengelegte Sitzungen und Token, wechseln Sie Anmeldeinformationen und pr\u00fcfen Sie die betreffenden Konten auf unbefugte Aktivit\u00e4ten. Ich empfehle dringend, das in Ihre bestehenden Incident-Response-Pl\u00e4ne und Planspiele aufzunehmen.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Browser-Erweiterungen sind keine harmlosen Anpassungen. Sie sind Software von Drittanbietern, die in genau dem Browser l\u00e4uft, mit dem Ihre Besch\u00e4ftigten auf E-Mails, Finanzsysteme, Kundenbeziehungsmanagement, Cloud-Plattformen und sensible Unternehmensdaten zugreifen.<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen nicht absichern, was Sie nicht sehen. Beginnen Sie mit einem Inventar, beschr\u00e4nken Sie die Installation auf vertrauensw\u00fcrdige Erweiterungen und \u00fcberf\u00fchren Sie Erweiterungen dann in dieselben Freigabe- und \u00dcberwachungs-Workflows, die Sie heute bereits nutzen. Achten Sie auf verd\u00e4chtige Aktivit\u00e4ten und binden Sie Browser-Erweiterungen in Ihre Incident-Response-Prozesse ein.<\/p>\n<p>Wenn Sie heute nicht benennen k\u00f6nnen, welche Erweiterungen in Ihrem Unternehmen installiert sind, haben Sie eine Sicherheitsl\u00fccke. Und dort, wo Sicherheitsl\u00fccken bestehen, schlagen Angreifende gern zu. Geben Sie ihnen diese Chance nicht.<\/p>\n<p class=\"p1\"><div class=\"button-wrap orange-button \"><a href=\"https:\/\/www.ninjaone.com\/de\/resource\/handbuch-zum-browser-management\/\" data-js=\"button-\" class=\"button \">Mehr erfahren<\/a><\/div><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle Besch\u00e4ftigten in Ihrem Unternehmen k\u00f6nnen Software installieren, die jede besuchte Seite mitliest, ihre Session-Cookies sammelt und ihren Suchanbieter nach Belieben \u00e4ndert. Und das ist noch nicht einmal der beunruhigende Teil. Die Rede ist nat\u00fcrlich von Browser-Erweiterungen, die eine ernste Bedrohung f\u00fcr Unternehmen darstellen. In den meisten Unternehmen k\u00f6nnen Besch\u00e4ftigte sie ohne jede Freigabe installieren. 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