{"id":908397,"date":"2026-10-23T14:10:44","date_gmt":"2026-10-23T14:10:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ninjaone.com\/blog\/uem-und-gruppenrichtlinien\/"},"modified":"2026-10-23T14:10:45","modified_gmt":"2026-10-23T14:10:45","slug":"uem-und-gruppenrichtlinien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ninjaone.com\/de\/blog\/uem-und-gruppenrichtlinien\/","title":{"rendered":"UEM und Gruppenrichtlinien kombinieren: Ger\u00e4tekontrolle im Unternehmen"},"content":{"rendered":"<div class=\"in-context-cta\"><h2>Schl\u00fcsselpunkte<\/h2>\n<ul>\n<li>Betrachten Sie Unified Endpoint Management und Gruppenrichtlinien als einander erg\u00e4nzende Ebenen, nicht als Konkurrenten. GPOs steuern in die Dom\u00e4ne eingebundene Windows-Ger\u00e4te im Netzwerk, Unified Endpoint Management deckt alles dar\u00fcber hinaus ab.<\/li>\n<li>Behalten Sie GPOs als Anker f\u00fcr Ihre On-Premise-Windows-Systeme. F\u00fcr in die Dom\u00e4ne eingebundene Systeme im Unternehmensnetzwerk bleiben Gruppenrichtlinien die zuverl\u00e4ssigste Methode zur Durchsetzung.<\/li>\n<li>\u00dcbergeben Sie alle Ger\u00e4te au\u00dferhalb des Netzwerks sowie alle Nicht-Windows-Ger\u00e4te an Unified Endpoint Management. Es setzt Richtlinien fortlaufend und unabh\u00e4ngig vom Netzwerkstandort durch, sodass Sie GPOs nicht \u00fcber VPN-Abh\u00e4ngigkeiten strecken m\u00fcssen.<\/li>\n<li>Verbinden Sie beide Ebenen \u00fcber einen Hybrid Entra ID Join. Ein auf diese Weise eingebundenes Ger\u00e4t erh\u00e4lt gleichzeitig On-Premises-GPOs und moderne Intune-MDM-Richtlinien.<\/li>\n<li>Planen Sie Richtlinienkonflikte ein. Wenn GPO und Intune dieselbe Einstellung ansprechen, priorisiert Windows den GPO-Wert. Vermeiden Sie daher doppelte Konfigurationen und nutzen Sie den Knoten MDMWinsOverGp nur dort, wo es wirklich n\u00f6tig ist.<\/li>\n<li>Migrieren Sie in Phasen und erfassen Sie Ihre GPOs zuerst mit Group Policy Analytics. Mit Group Policy Analytics in Intune ermitteln Sie, welche Einstellungen sich in die Cloud \u00fcbertragen lassen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p>Jahrelang waren Gruppenrichtlinienobjekte (GPOs) die Standardl\u00f6sung, um Windows-Ger\u00e4te in Active-Directory-Umgebungen (AD) zu konfigurieren. Seit immer mehr Menschen remote arbeiten, hat sich Unified Endpoint Management jedoch zum neuen Rahmen f\u00fcr die Verwaltung von Ger\u00e4ten entwickelt, die au\u00dferhalb der Netzwerkgrenze leben.<\/p>\n<p>Die Diskussion um <strong>Unified Endpoint Management und Gruppenrichtlinien<\/strong> wird oft so gef\u00fchrt, als ginge es um die Frage, welche L\u00f6sung die bessere ist. Tats\u00e4chlich spiegelt der Unterschied zwischen beiden aber einen architektonischen Wandel darin wider, wie Unternehmen ihre Endpunkte steuern und verwalten.<\/p>\n<p>Dieser Leitfaden beleuchtet die strukturellen Unterschiede zwischen Unified Endpoint Management und Gruppenrichtlinien und zeigt, wie Unternehmen beide Ebenen zu einer umfassenderen Governance-Strategie f\u00fcr ihre Endpunkte kombinieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Unified Endpoint Management (UEM) und Gruppenrichtlinienobjekte (GPO) im Vergleich<\/h2>\n<p>Bevor wir einsteigen, werfen wir einen Blick auf die Grundlagen von Unified Endpoint Management und Gruppenrichtlinien.<\/p>\n<h3>Das leisten Gruppenrichtlinien, und darin sind sie stark<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ninjaone.com\/de\/blog\/group-policy-active-directory\/\">Gruppenrichtlinienobjekte (GPOs)<\/a> sind zentral verwaltete Richtlinienkonfigurationen. Administrator:innen setzen damit Sicherheits-Baselines durch, stellen Skripte bereit, verwalten Registry-Einstellungen und steuern Benutzerkonfigurationen in Active-Directory-Umgebungen (AD).<\/p>\n<p>Sie dienen als zentrales <a href=\"https:\/\/www.ninjaone.com\/de\/blog\/governance-framework-dedizierte-geraete\/\">Framework<\/a>, um Konfigurationen und Richtlinien auf in die Dom\u00e4ne eingebundene Windows-Ger\u00e4te anzuwenden. Sobald ein Ger\u00e4t der Dom\u00e4ne hinzugef\u00fcgt und in der passenden Organisationseinheit (OU) platziert wurde, erbt es alle Richtlinien und Einstellungen, die mit dieser Struktur verkn\u00fcpft sind.<\/p>\n<p>Und solange das Ger\u00e4t mit einem Domain-Controller verbunden ist, sei es lokal oder \u00fcber VPN, k\u00f6nnen Administrator:innen neue Konfigurationen problemlos durchsetzen.<\/p>\n<p>Diese Vorhersehbarkeit ist eine der gr\u00f6\u00dften St\u00e4rken von Gruppenrichtlinien. Weitere Vorteile sind:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Tiefe, granulare Kontrolle \u00fcber Windows-Einstellungen:<\/strong> GPOs bieten Tausende konfigurierbare Optionen und damit eine sehr feingliedrige Kontrolle \u00fcber das Betriebssystem.<\/li>\n<li><strong>Enge Integration mit On-Premise-AD: <\/strong>Richtlinien werden direkt entlang der AD-Struktur zugeordnet. So lassen sich technische Kontrollen leichter auf die tats\u00e4chliche Unternehmensstruktur abbilden.<\/li>\n<li><strong>Vertrautheit im Unternehmen:<\/strong> Die meisten IT-Teams kennen das Verhalten von GPOs und die zugeh\u00f6rigen Troubleshooting-Prozesse bereits.<\/li>\n<li><strong>Vorhersehbare, deterministische Durchsetzung von Richtlinien: <\/strong>Solange die Ger\u00e4te mit der Dom\u00e4ne verbunden sind, werden Richtlinien zuverl\u00e4ssig und berechenbar angewendet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Da Gruppenrichtlinien bewusst f\u00fcr dom\u00e4nenzentrierte Umgebungen entwickelt wurden, hat ihre Reichweite naturgem\u00e4\u00df einige Grenzen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Abh\u00e4ngigkeit von der Dom\u00e4nenverbindung:<\/strong> Gruppenrichtlinien sind stark auf Domain-Controller angewiesen. Befindet sich ein Rechner au\u00dferhalb des Netzwerks und ist weder \u00fcber VPN noch \u00fcber eine hybride Microsoft-Entra-ID-Umgebung angebunden, kann sich die Aktualisierung der Richtlinien verz\u00f6gern.<\/li>\n<li><strong>Windows-zentrierte Verwaltung: <\/strong>GPOs unterst\u00fctzen homogene Umgebungen gut, k\u00f6nnen bei macOS, Linux sowie iOS- oder Android-Ger\u00e4ten aber einschr\u00e4nkend wirken.<\/li>\n<li><strong>Weniger Flexibilit\u00e4t in Cloud-First-Umgebungen: <\/strong>Weil Gruppenrichtlinien auf eine Active-Directory-Verbindung angewiesen sind, ben\u00f6tigen Remote-Ger\u00e4te oft zus\u00e4tzliche Verbindungswege, um Richtlinienupdates zu erhalten. Das schr\u00e4nkt die Flexibilit\u00e4t in cloudorientierten Umgebungen ein.<\/li>\n<li><strong>Begrenzte native Transparenz: <\/strong>Richtlinien auf Mobilger\u00e4ten oder dauerhaft netzwerkfernen Ger\u00e4ten zu \u00fcberwachen und durchzusetzen, ist mit GPOs schwierig.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Unterm Strich sind Gruppenrichtlinien ein \u00e4u\u00dferst wirkungsvolles Verwaltungs-Framework f\u00fcr genau die Umgebung, f\u00fcr die sie gebaut wurden. Wer wei\u00df, wo ihre Reichweite endet, erkennt auch, an welcher Stelle sich Unified-Endpoint-Management-Plattformen einf\u00fcgen lassen.<\/p>\n<h3>Das bringt Unified Endpoint Management (UEM) mit<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ninjaone.com\/de\/blog\/vorteile-eines-unified-endpoint-management-fuer-ihr-business\/\">Unified Endpoint Management (UEM)<\/a> erweitert die Abdeckung, die GPOs f\u00fcr in die Dom\u00e4ne eingebundene Windows-Systeme bieten, auf eine deutlich breitere Ger\u00e4telandschaft. Im Kern unterst\u00fctzt Unified Endpoint Management:<\/p>\n<ul>\n<li>Windows-, macOS-, iOS-, Android- und sogar Linux-Ger\u00e4te, was es ideal f\u00fcr gemischte Umgebungen macht<\/li>\n<li>unternehmenseigene Ger\u00e4te und BYOD, mit Kontrollen, die Gesch\u00e4ftsdaten bei Bedarf von der privaten Nutzung trennen<\/li>\n<li>cloud-native und hybride Umgebungen, in denen Anwendungen und Identit\u00e4tsdienste sowohl in der Cloud als auch in der On-Premise-Infrastruktur laufen k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieser gr\u00f6\u00dfere Geltungsbereich entspricht der Realit\u00e4t moderner Unternehmen. Ger\u00e4te sind heute verteilt und mobil. Administrator:innen k\u00f6nnen sich deshalb nicht mehr allein auf eine feste Netzwerkgrenze verlassen, um ihre Endpunkte zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Unified Endpoint Management l\u00f6st dieses Problem auf mehrere Arten, die die Funktionen von Gruppenrichtlinien direkt erg\u00e4nzen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Cloudbasierte Verwaltung:<\/strong> Unified Endpoint Management kann registrierte Ger\u00e4te aus der Ferne konfigurieren und aktualisieren. So lassen sich Ger\u00e4te an unterschiedlichen Standorten verwalten.<\/li>\n<li><strong>Compliance-basierte Zugriffskontrollen: <\/strong>Zugriffsentscheidungen fallen in Echtzeit auf Basis des Sicherheitszustands eines Ger\u00e4ts, also anhand von Faktoren wie Verschl\u00fcsselungsstatus, Konfigurationszustand und Patch-Stand.<\/li>\n<li><strong>Integriertes Mobile Device Management (MDM): <\/strong>Statt Smartphones und Tablets \u00fcber ein komplett separates System zu verwalten, bringt Unified Endpoint Management alle Ger\u00e4tetypen in einen einzigen Verwaltungs-Workflow.<\/li>\n<li><strong>Lifecycle-Management von Anfang bis Ende: <\/strong>Sobald ein Ger\u00e4t auf einer Unified-Endpoint-Management-Plattform registriert ist, k\u00f6nnen Administrator:innen dessen Konfiguration und Gesamtzustand verfolgen, bis es das Unternehmen verl\u00e4sst.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Kurz gesagt: Unified Endpoint Management ersetzt Gruppenrichtlinien nicht, sondern erg\u00e4nzt sie genau dort, wo deren Abdeckung endet.<\/p>\n<h2>So arbeiten Unified Endpoint Management und GPOs zusammen<\/h2>\n<p>Um beide Ebenen erfolgreich zu kombinieren, sollten Sie verstehen, wie sie sich im gemeinsamen Einsatz erg\u00e4nzen.<\/p>\n<p>Gruppenrichtlinien werden beim Ger\u00e4testart oder bei der Benutzeranmeldung durchgesetzt. Jedes Mal, wenn ein Rechner hochf\u00e4hrt oder sich jemand anmeldet, ermittelt das System anhand der Organisationseinheit (OU) des Ger\u00e4ts, der Gruppenmitgliedschaft und der Vererbungsreihenfolge, welche Richtlinien anzuwenden sind. Anschlie\u00dfend verarbeitet es diese Richtlinien in dieser Reihenfolge: lokal, Standort, Dom\u00e4ne, OU.<\/p>\n<p>Unified Endpoint Management geht bei der Durchsetzung flexibler vor. Statt auf einen Neustart oder eine Anmeldung zu warten, h\u00e4lt es eine dauerhafte Verbindung zu jedem Endpunkt, und zwar \u00fcber eine Kombination aus:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>agentenbasierter Durchsetzung:<\/strong> Ein schlanker Client l\u00e4uft auf dem Ger\u00e4t und kommuniziert regelm\u00e4\u00dfig mit der Cloud-Management-Plattform, um Richtlinien zu aktualisieren und durchzusetzen.<\/li>\n<li><strong>MDM-Konfigurationsprofilen: <\/strong>Strukturierte Einstellungen werden direkt auf das integrierte Verwaltungs-Framework des Betriebssystems angewendet.<\/li>\n<li><strong>API-gest\u00fctzten Integrationen: <\/strong>Die Plattform verbindet sich \u00fcber APIs mit einem Identit\u00e4tsanbieter (idP) und Software-as-a-Service-Anwendungen.<\/li>\n<li><strong>Compliance-Berichterstattung in Echtzeit: <\/strong>Administrator:innen \u00fcberwachen Compliance und Sicherheitsstatus der Ger\u00e4te \u00fcber regelm\u00e4\u00dfige Berichte und die Synchronisierung mit der Verwaltungsplattform.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Einfach gesagt: Die beiden Modelle sind f\u00fcr unterschiedliche Rahmenbedingungen gemacht. GPOs sind f\u00fcr die strukturierte, vorhersehbare Umgebung eines dom\u00e4nenzentrierten Netzwerks gedacht, Unified Endpoint Management f\u00fcr Remote-Endpunkte, die au\u00dferhalb dieser Grenze arbeiten.<\/p>\n<p>Gemeinsam eingesetzt ergibt sich daraus eine Strategie f\u00fcr das Endpunkt-Management, die sowohl On-Premise-Windows-Umgebungen als auch Cloud-, Mobil- und netzwerkferne Endpunkte abdeckt.<\/p>\n<h2>Ein geschichtetes Kontrollmodell f\u00fcr Unified Endpoint Management und Gruppenrichtlinien entwerfen<\/h2>\n<p>Die meisten Unternehmen verwalten heute hybride Endpunkt-\u00d6kosysteme: eine Mischung aus in die Dom\u00e4ne eingebundenen Computern, netzwerkfernen Laptops, Mobilger\u00e4ten und cloud-nativen Identit\u00e4ten, die vollst\u00e4ndig au\u00dferhalb eines klassischen Unternehmensnetzwerks existieren.<\/p>\n<p>Laut dem Flexera 2025 State of the Cloud Report <a href=\"https:\/\/www.flexera.com\/blog\/finops\/the-latest-cloud-computing-trends-flexera-2025-state-of-the-cloud-report\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">setzen 70 % der Befragten bereits auf Hybrid-Cloud-Strategien<\/a>, mit Daten und Anwendungen in mindestens einer Public und einer Private Cloud.<\/p>\n<p>Die Wahrheit ist: Kein einzelnes Tool kann all diese Ger\u00e4te allein ausreichend gut steuern. Genau deshalb ist ein geschichtetes Kontrollmodell f\u00fcr Endpunkte der beste Ansatz.<\/p>\n<p>Die Idee dahinter ist denkbar einfach: GPOs \u00fcbernehmen das, wof\u00fcr sie gebaut wurden, Unified Endpoint Management deckt ab, was GPOs nicht erreichen, und dazwischen ziehen Sie eine klare Grenze.<\/p>\n<h3>GPOs als Konfigurationsanker f\u00fcr Ihre On-Premise-Windows-Systeme<\/h3>\n<p>Sie m\u00fcssen Ihre bestehenden Richtlinien oder Ihre OU-Struktur nicht zwingend aufgeben, um ein geschichtetes Kontrollmodell aufzubauen. Gruppenrichtlinien bleiben Ihre prim\u00e4re Konfigurationsl\u00f6sung f\u00fcr Legacy- und On-Premise-Windows-Systeme.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle in die Dom\u00e4ne eingebundenen Ger\u00e4te, die innerhalb des Unternehmensnetzwerks betrieben werden, sind GPOs nach wie vor der beste und verl\u00e4sslichste Verwaltungsweg.<\/p>\n<h3>Richtliniendurchsetzung \u00fcber die Dom\u00e4ne hinaus mit Unified Endpoint Management<\/h3>\n<p>Sobald Sie festgelegt haben, welchen Bereich GPOs abdecken, \u00fcbergeben Sie alles jenseits der Dom\u00e4ne an Ihre Unified-Endpoint-Management-Plattform. Dazu geh\u00f6ren cloudverwaltete Ger\u00e4te, Remote-Endpunkte, Mobilger\u00e4te und Nicht-Windows-Systeme.<\/p>\n<p>Statt GPOs \u00fcber VPN-Abh\u00e4ngigkeiten zu strecken oder die L\u00fccken netzwerkferner Ger\u00e4te einfach hinzunehmen, setzt Unified Endpoint Management Richtlinien fortlaufend und unabh\u00e4ngig vom Netzwerkstandort durch.<\/p>\n<h3>Beide Ebenen \u00fcber den Hybrid Entra ID Join verbinden<\/h3>\n<p>Wie schlagen Sie also die Br\u00fccke zwischen beiden Ebenen? \u00dcber Microsoft Entra ID. Es fungiert als Anker f\u00fcr Identit\u00e4t und Richtlinien und verkn\u00fcpft die beiden Verwaltungsmodelle miteinander.<\/p>\n<p>Befindet sich ein Ger\u00e4t im Status \u201eHybrid Entra ID Joined\u201c, kann es bequem in beiden Umgebungen gleichzeitig leben. Das Ger\u00e4t erh\u00e4lt also weiterhin GPOs aus Ihrem On-Premise Active Directory, ist zugleich in Intune registriert und bekommt moderne MDM-Richtlinien.<\/p>\n<p>Dabei sollten Sie allerdings Richtlinienkonflikte einplanen. Es kommt sehr h\u00e4ufig vor, dass GPO und Intune konkurrierende Einstellungen auf dasselbe Ger\u00e4t ausspielen, und in den meisten F\u00e4llen setzt sich am Ende das GPO durch.<\/p>\n<h3>Bestehende GPOs mit Group Policy Analytics auf Cloud-\u00c4quivalente abbilden<\/h3>\n<p>Bevor Sie entscheiden, welche Ihrer bestehenden Richtlinien in GPOs bleiben und welche zu Unified Endpoint Management wandern, sollten Sie die entsprechenden Cloud-Einstellungen ermitteln. Daf\u00fcr lassen Sie sie durch das Tool Group Policy Analytics in Intune laufen.<\/p>\n<p>Sobald Sie Ihre GPO-Exporte hochgeladen haben, erstellt das Tool einen Kompatibilit\u00e4tsbericht, der jede vorhandene Einstellung in drei Hauptkategorien einteilt:<\/p>\n<ul>\n<li>Einstellungen, die sich direkt dem Einstellungskatalog von Intune zuordnen lassen<\/li>\n<li>Einstellungen, die manuell neu konfiguriert werden m\u00fcssen<\/li>\n<li>Einstellungen ohne Cloud-Entsprechung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wichtig zu wissen: Was Group Policy Analytics liefert, ist eine \u00dcbersetzung nach bestem Wissen. Microsoft weist ausdr\u00fccklich darauf hin, dass <a href=\"https:\/\/learn.microsoft.com\/en-us\/intune\/device-configuration\/migrate-group-policy\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">manche Gruppenrichtlinieneinstellungen f\u00fcr cloud-native Endpunkte schlicht keinen Sinn ergeben<\/a> und sich nicht genau so \u00fcbertragen lassen, wie sie konzipiert wurden. Andere scheitern sogar vollst\u00e4ndig. In diesem Schritt geht es deshalb eher darum, eine klare Inventur Ihres aktuellen Richtlinien-Stacks zu erstellen, als auf eine saubere Eins-zu-eins-Migration zu hoffen.<\/p>\n<h2>Richtlinienkonflikte in geschichteten Unternehmensumgebungen in den Griff bekommen<\/h2>\n<p>Richtlinienkonflikte geh\u00f6ren wohl zu den gr\u00f6\u00dften Reibungspunkten f\u00fcr IT-Teams, die beide Kontrollmodelle auf demselben Ger\u00e4t einsetzen. Die gute Nachricht: Mit etwas Vorausplanung sind sie vergleichsweise leicht zu beherrschen.<\/p>\n<h3>Klare Zust\u00e4ndigkeitsgrenzen zwischen Unified Endpoint Management und GPOs festlegen<\/h3>\n<p>Der erste Schritt gegen Richtlinienkonflikte besteht darin, festzulegen, welche Workloads auf welcher Ebene laufen. Sie k\u00f6nnen sie nach Ger\u00e4tetyp und Standort aufteilen: GPOs verantworten die gesamte Konfiguration f\u00fcr in die Dom\u00e4ne eingebundene Ger\u00e4te vor Ort, Unified Endpoint Management \u00fcbernimmt alles au\u00dferhalb dieser Grenze.<\/p>\n<p>Von dort aus wird es konkret. Legen Sie fest, welche Sicherheits-Baselines in GPOs leben und welche Compliance-Richtlinien in Intune. Au\u00dferdem m\u00fcssen Sie entscheiden, welcher Patching-Workflow zu welcher Ebene geh\u00f6rt.<\/p>\n<h3>Keine \u00fcberlappenden Richtlinien f\u00fcr dieselben Einstellungen ausspielen<\/h3>\n<p>Nichts sorgt schneller f\u00fcr Instabilit\u00e4t, als konkurrierende Konfigurationen auf dieselbe Einstellung anzuwenden. Bei einem Konflikt zwischen GPO und Intune priorisiert Windows standardm\u00e4\u00dfig die GPO-Einstellung. Das erweckt oft den Eindruck, die Intune-Richtlinien w\u00fcrden greifen, obwohl sie in Wirklichkeit \u00fcberschrieben werden.<\/p>\n<p>Die L\u00f6sung ist einfach: Wird eine Einstellung bereits per GPO verwaltet, konfigurieren Sie sie nicht zus\u00e4tzlich in Intune, es sei denn, Sie haben die Zust\u00e4ndigkeit bewusst verlagert.<\/p>\n<h3>Mit dem Richtlinienknoten MDMWinsOverGP Intune-Einstellungen priorisieren<\/h3>\n<p>Wenn die UEM-\/MDM-Konfiguration Vorrang haben soll, k\u00f6nnen Sie die Einstellung MDMWinsOverGP \u00fcber den Policy Configuration Service Provider aktivieren. Dieser Richtlinienknoten weist Windows an, bei unterst\u00fctzten \u00fcberlappenden Einstellungen Intune-Richtlinien gegen\u00fcber GPOs zu bevorzugen.<\/p>\n<p>Nutzen Sie diese Richtlinie nur, wenn Sie die Kontrolle bewusst an Unified Endpoint Management \u00fcbergeben haben.<\/p>\n<h3>Den \u00dcbergang als phasenweise Migration statt als schnellen Wechsel anlegen<\/h3>\n<p>Der wohl wirksamste Weg, Richtlinienkonflikte zu vermeiden, ist ein phasenweises Vorgehen statt einer Umstellung auf einen Schlag. Wenn Sie Workloads Schritt f\u00fcr Schritt verlagern, haben Sie genug Zeit zu pr\u00fcfen, ob die von Intune verwalteten Einstellungen wie erwartet funktionieren, bevor Sie die zugeh\u00f6rigen GPOs abschalten.<\/p>\n<p>Ein guter Startpunkt sind risikoarme Workloads wie Compliance-Richtlinien und Konfigurationen f\u00fcr den Ressourcenzugriff. Danach gehen Sie zu komplexeren Bereichen \u00fcber, etwa zur Anwendungsbereitstellung und zu Systemupdates.<\/p>\n<p>Validieren Sie \u00c4nderungen immer erst in einer Pilotgruppe, bevor Sie die entsprechenden GPOs au\u00dfer Betrieb nehmen. So erkennen und beheben Sie Fehlkonfigurationen fr\u00fcher.<\/p>\n<p>Denken Sie daran: Ihr Ziel ist nicht zwangsl\u00e4ufig, GPOs abzuschaffen. Viele Unternehmen fahren ein Co-Management-Modell und sichern ihre Ger\u00e4teflotte mit GPOs und Unified Endpoint Management gemeinsam ab.<\/p>\n<h2>Darum funktionieren Gruppenrichtlinien und Unified Endpoint Management gemeinsam besser<\/h2>\n<p>Letztlich sind Gruppenrichtlinien und Unified Endpoint Management zwei Ebenen derselben Kontrollstrategie f\u00fcr Endpunkte. Sie wirken wie konkurrierende L\u00f6sungen, adressieren aber die beiden Umgebungen, die moderne Unternehmen heute am h\u00e4ufigsten verwalten: die klassische On-Premises-Dom\u00e4nenumgebung und die verteilte, cloudvernetzte Infrastruktur jenseits davon.<\/p>\n<p>Wer beide als sich gegenseitig ausschlie\u00dfende Alternativen behandelt, muss zwangsl\u00e4ufig ein Kontrollmodell in ein Terrain \u00fcberdehnen, f\u00fcr das es nie gebaut wurde.<\/p>\n<p>Unternehmen, die den Einsatz von Gruppenrichtlinien und Unified Endpoint Management koordiniert planen, sind besser aufgestellt, um Richtlinien konsistent durchzusetzen und \u00fcber ihre gesamte Ger\u00e4teflotte hinweg vollst\u00e4ndige Transparenz im Lifecycle zu behalten.<\/p>\n<p><strong>Verwandte Themen: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.ninjaone.com\/blog\/unified-endpoint-management-strategy-guide\/\">Strategie f\u00fcr Unified Endpoint Management, der komplette Leitfaden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.ninjaone.com\/de\/blog\/group-policy-active-directory\/\">Was sind Gruppenrichtlinien in Active Directory?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.ninjaone.com\/blog\/how-to-choose-the-right-unified-endpoint-management-uem-solution\/\">So w\u00e4hlen Sie die richtige Unified-Endpoint-Management-L\u00f6sung (UEM)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahrelang waren Gruppenrichtlinienobjekte (GPOs) die Standardl\u00f6sung, um Windows-Ger\u00e4te in Active-Directory-Umgebungen (AD) zu konfigurieren. 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