{"id":906964,"date":"2026-10-23T13:10:55","date_gmt":"2026-10-23T13:10:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ninjaone.com\/blog\/karl-palachuk-msp-breakthrough\/"},"modified":"2026-10-23T13:10:56","modified_gmt":"2026-10-23T13:10:56","slug":"karl-palachuk-msp-breakthrough","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ninjaone.com\/de\/blog\/karl-palachuk-msp-breakthrough\/","title":{"rendered":"MSP Breakthrough Folge 4: Karl Palachuk \u00fcber die Entwicklung des IT-Gesch\u00e4fts, die Kraft von Vertr\u00e4gen und Pers\u00f6nlichkeit im Unternehmen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Autor, gefragter Speaker und Pionier der Managed Services: <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/karlpalachuk\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Karl Palachuk<\/a> erz\u00e4hlt pr\u00e4gende Geschichten aus seinen fr\u00fcheren MSP-Unternehmen, berichtet von Schl\u00fcsselmomenten, die ihn dazu gebracht haben, Gesch\u00e4fte anders zu f\u00fchren, und erkl\u00e4rt, warum es sich lohnt, dem eigenen Unternehmen Pers\u00f6nlichkeit zu geben.<\/strong><br \/>\n<span data-preserver-spaces=\"true\">Zu sagen, Karl Palachuk habe beim Wachstum der Managed Services eine Rolle gespielt, w\u00e4re ma\u00dflos untertrieben. Seine B\u00fccher und Schulungen haben Tausende von IT-Unternehmer:innen beeinflusst und ihnen geholfen, den Sprung von Break-Fix zu skalierbareren und profitableren Gesch\u00e4ftsmodellen zu schaffen. Unser eigener Channel Chief Advisor Tom Watson verdankt Karl, dass er den richtigen Weg eingeschlagen hat, um sein Unternehmen aufzubauen und schlie\u00dflich zu verkaufen.<\/span><br \/>\n<span data-preserver-spaces=\"true\">Karl hat mehrere kleine Unternehmen gef\u00fchrt, darunter zwei sehr erfolgreiche Managed-Service-Firmen in Sacramento, Kalifornien. Seine erste Microsoft-Zertifizierung erhielt er 1995, seinen ersten MCSE 1999. Bis Januar 2017 war er aktiv als Systems Engineer in der Praxis t\u00e4tig.<\/span><br \/>\n<span data-preserver-spaces=\"true\">Heute bietet er Coaching und Beratung f\u00fcr IT-Profis jeder Gr\u00f6\u00dfenordnung an.<\/span><br \/>\n<span data-preserver-spaces=\"true\">In dieser Folge von <\/span><a href=\"https:\/\/www.ninjaone.com\/msp-breakthrough\/\" class=\"editor-rtfLink\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\"><span data-preserver-spaces=\"true\">MSP Breakthrough<\/span><\/a><span data-preserver-spaces=\"true\"> spricht Karl offen mit Jonathan Crowe von NinjaOne und NinjaOne Channel Chief Advisor Tom Watson \u00fcber die Entwicklung des IT-Gesch\u00e4fts, dar\u00fcber, wie solide Vertr\u00e4ge ein MSP-Unternehmen wachsen lassen, und gibt wertvolle Tipps, wie Sie Ihrem Unternehmen eine pers\u00f6nliche Marke verleihen.<\/span><\/p>\n<h2>Anh\u00f6ren<\/h2>\n<p><iframe frameborder=\"0\" height=\"102px\" scrolling=\"no\" src=\"https:\/\/anchor.fm\/jonathan-crowe5\/embed\/episodes\/MSP-Breakthrough-Episode-4-Karl-Palachuk-on-IT-Business-Evolution--the-Power-of-Contracts--and-Putting-Personality-Into-Your-Business-e13jfl5\" title=\"MSP Breakthrough\" width=\"400px\"><\/iframe><br \/>\n<strong>Gef\u00e4llt Ihnen die Show? Dann unterst\u00fctzen Sie sie gerne mit einer Bewertung. <\/strong>Das hilft enorm!<\/p>\n<p>Bewerten und abonnieren k\u00f6nnen Sie hier:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/podcasts.apple.com\/us\/podcast\/msp-breakthrough-episode-4-karl-palachuk-on-it-business\/id1556286338?i=1000527159869\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Apple Podcasts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/episode\/14lE0OFa2i8wKhx7CPy97p?si=a1Cfn_DlTAGuanmgZMrzzw&#038;dl_branch=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spotify<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h2>Ansehen<\/h2>\n<p><iframe allowfullscreen=\"allowfullscreen\" frameborder=\"0\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/4v9J8vW88pg\" title=\"YouTube video player\" width=\"560\"><\/iframe><\/p>\n<h2>Nachlesen (Transkript)<\/h2>\n<p class=\"p1\"><strong>Ansage:<\/strong> Dies ist \u201eMSP Breakthrough\u201c, der Podcast, in dem erfolgreiche MSP-Inhaber:innen uns durch die entscheidenden Momente f\u00fchren, die ihnen den Durchbruch gebracht haben.<\/p>\n<p class=\"p1\"><strong>Tom:<\/strong> Karl, danke, dass du heute dabei bist. Das hier ist die NinjaOne-Podcast-Reihe \u201eMSP Breakthrough\u201c. Wir sprechen hier mit aktuellen und ehemaligen MSP-Inhaber:innen \u00fcber Durchbr\u00fcche in ihrem MSP-Gesch\u00e4ft, die ihnen das Skalieren erm\u00f6glicht haben. Heute wird es vielleicht ein bisschen anders, weil wir eventuell noch andere Themen streifen wollen. Eines meiner Lieblingsthemen ist zum Beispiel: Was w\u00fcrdest du heute tun? Du bringst au\u00dferdem jede Menge Erfahrung mit, du hast ja selbst zwei MSPs besessen. Wir k\u00f6nnen also \u00fcber die wichtigsten Dinge sprechen, die dir passiert sind und die es dir erm\u00f6glicht haben, diese Unternehmen zu skalieren und anschlie\u00dfend zu verkaufen.<\/p>\n<h2>Vertr\u00e4ge, Vertr\u00e4ge, Vertr\u00e4ge<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/4v9J8vW88pg?t=51\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Video: 0:51<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\"><strong>Karl:<\/strong> Also gut. Eines der wichtigsten Dinge, die mir passiert sind, war, dass ich schon sehr fr\u00fch einfach angefangen habe, Vertr\u00e4ge zu schlie\u00dfen. Ich hatte zuvor gro\u00dfe IT-Umgebungen f\u00fcr gro\u00dfe Konzerne verwaltet. Und ich wusste gar nicht, dass man in dieser Branche keine Vertr\u00e4ge abschlie\u00dft. Deshalb habe ich von Anfang an Vertr\u00e4ge gemacht. Das klingt nach einer Kleinigkeit. Aber bei Vertr\u00e4gen geht es nicht darum, was man liefert, sondern um die Beziehung. Eines der Dinge, die viele am Anfang nicht wissen: Man denkt, man sei in der IT t\u00e4tig, aber das stimmt nicht, man ist unternehmerisch t\u00e4tig. Und sobald man das Ganze wie ein Unternehmen behandelt, f\u00e4ngt das Geld pl\u00f6tzlich an zu flie\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"p1\">Immer wieder trifft man Leute, die das schon sehr, sehr lange machen und trotzdem kein Geld verdienen. Und ausnahmslos glauben sie, sie seien in der IT t\u00e4tig statt unternehmerisch. Deshalb k\u00fcmmern sie sich nicht um diese Seite der Beziehung. Sie wollen einfach nur Dinge reparieren, was ja auch sch\u00f6n ist. Aber wenn man nur Dinge reparieren will, sollte man wahrscheinlich Angestellte:r sein. Wenn man Geld verdienen will, dann sollte man ein Unternehmen gr\u00fcnden. Und viele glauben, sie w\u00fcrden Geld verdienen, gleichzeitig denken sie aber auch, sie k\u00f6nnten 2.000 Stunden im Jahr abrechnen.<\/p>\n<p class=\"p1\"><strong>Tom:<\/strong> Karl, das erinnert mich an etwas, das ich ziemlich sicher aus einem deiner B\u00fccher kenne: Leute kommen an einen Punkt, an dem sie Managed Services anbieten wollen, bleiben aber stecken und bringen \u00fcberhaupt nichts an den Markt. Und du hast gerade gesagt: Vertr\u00e4ge unterschreiben lassen, ein Angebot rausbringen. Habe ich das richtig in Erinnerung, aus einem deiner B\u00fccher?<\/p>\n<p class=\"p1\"><strong>Karl:<\/strong> Ja. Viele bleiben stecken, weil sie es zwar irgendwie machen wollen, aber dann anfangen, ihre Leistungsliste aufzubauen, du wei\u00dft schon, die klassische dreistufige Liste, und sie verzetteln sich beim Ausarbeiten. Ich habe mit Leuten gearbeitet, die ein ganzes Jahr damit verbracht haben, herauszufinden, was ihr Angebot ist. Dabei denke ich fast: Wen interessiert, was dein Angebot ist? Biete irgendetwas an, denn du kannst es jederzeit \u00e4ndern, oder? Du mei\u00dfelst das nicht in Stein, du druckst es auf ein Blatt Papier und kannst es n\u00e4chste Woche \u00e4ndern. Wenn dein Angebot also nichts taugt, biete eben etwas anderes an. Man sollte sein Gesch\u00e4ft ohnehin st\u00e4ndig nachjustieren.<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: 1.235em;\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" class=\"wp-image-86233 alignleft\" height=\"154\" src=\"https:\/\/www.ninjaone.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Karl-Palachuk.png\" width=\"154\"\/><strong>\u201eIch glaube, ich habe nie drei Jahre lang unser Angebot unver\u00e4ndert gelassen, denn wir sind in der Technologiebranche. Die Welt ver\u00e4ndert sich st\u00e4ndig. Man braucht also diese Haltung: \u201aBesser\u2018 kann der Feind von \u201afertig\u2018 sein, richtig? Wer nach Perfektion sucht, bremst sich nur selbst aus.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"p1\"><strong>Jonathan:<\/strong> Absolut.<\/p>\n<p class=\"p1\"><strong>Tom:<\/strong> Das ist ein hervorragender Punkt. Man sitzt da und denkt: Soll ich diese Vereinbarung zu diesem Preis machen? Oder ist das der richtige Preis? Und man verliert sich viel zu sehr in diesen Details. Tatsache ist: Wie Managed Services wirklich funktionieren, lernt man, indem man irgendein Angebot macht, von jemandem einen unterschriebenen Vertrag bekommt und einen Tech-Stack aufsetzt. Und auf dieser Basis merkt man dann: Das war noch nicht ganz richtig, das mache ich so nicht noch einmal, oder: Diesen Teil des Stacks tausche ich aus, oder: Den Vertrag gestalte ich beim n\u00e4chsten Mal etwas anders. Aber die wichtigsten Dinge, die ich von dir gelernt habe, sind nat\u00fcrlich: im Voraus bezahlt werden, die Zahlung f\u00fcr die Kund:innen einfach machen, ein Angebot haben und es den Kund:innen in einem Vertrag kommunizieren, den sie unterschreiben. Und von da aus nimmt man dann die Feinjustierungen f\u00fcr den n\u00e4chsten vor.<\/p>\n<h2>\u201eNichts ist profitabler, als ein Unternehmen rund um die Lieblingskund:innen aufzubauen.\u201c<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/4v9J8vW88pg?t=262\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Video: 4:22<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\"><strong>Karl:<\/strong> Richtig. Man sollte au\u00dferdem nicht vergessen: Menschen machen gerne Gesch\u00e4fte mit Menschen. Als ich mein zweites Managed-Service-Unternehmen gestartet habe, bin ich zu den Leuten gegangen, die in meinem ersten Managed-Service-Unternehmen meine absolut besten Kund:innen gewesen waren. Und ich habe gesagt: \u201eHier, du musst das nur unterschreiben, und das machen wir jetzt anders.\u201c Ich habe ihnen einfach erz\u00e4hlt, worum es geht. Am Ende des Tages lautet die einzige Frage: Willst du mit mir als deinem IT-Service-Anbieter zusammenarbeiten?<\/p>\n<p class=\"p1\">Und wenn die Antwort Ja lautet, dann unterschreib unten, oder? Deine Kund:innen m\u00f6gen dich bereits. Wenn du also zu ihnen gehst und sagst: \u201eWir gehen einfach einen Schritt weiter in Richtung Professionalit\u00e4t\u201c, dann ist das meiner Meinung nach sehr einfach. Ich hatte nie wirklich Probleme, Leute zum Unterschreiben zu bewegen, als wir angefangen haben, alle auf einen Vertrag umzustellen, weil sie alle mit uns arbeiten wollten.<\/p>\n<p class=\"p1\"><strong>Jonathan:<\/strong> Karl, du hast erw\u00e4hnt, dass du ein zweites MSP hattest. Kannst du kurz erz\u00e4hlen, wie es dazu gekommen ist? Was war das erste? Was ist damit passiert? Wie lief der \u00dcbergang?<\/p>\n<p class=\"p1\"><strong>Karl:<\/strong> Also, ich habe mein erstes Managed-Service-Unternehmen verkauft. Teil des Buy-outs war, dass ich nat\u00fcrlich jeden Monat eine Zahlung daf\u00fcr bekam, als zentraler Berater f\u00fcr denjenigen zu arbeiten, der es gekauft hat. Im Grunde haben wir also die Namensschilder getauscht, sa\u00dfen aber beide am selben Schreibtisch und machten dasselbe wie vorher. Ich habe gro\u00dfe Projekte geleitet, seine \u00d6ffentlichkeitsarbeit und sein Marketing betreut und alle gro\u00dfen Migrationsprojekte gemanagt. Ich sage gerne, ich war seine ausgelagerte Pers\u00f6nlichkeit. Ich habe mich um die Kundenseite gek\u00fcmmert. Nach ein paar Jahren hat er das Unternehmen dann weiterverkauft. Und ich dachte: \u201eOkay. Damit hat sich das erledigt. Alles gut.\u201c<\/p>\n<p class=\"p1\">Und dann kamen ehemalige Kund:innen zu mir und sagten: \u201eMit diesem neuen Typen kommen wir einfach nicht klar.\u201c Und ich war technisch gesehen schon ein paar Jahre raus aus dem Gesch\u00e4ft. Also habe ich beschlossen, ein Unternehmen aufzubauen, das buchst\u00e4blich auf den besten Kund:innen aus meinem ersten Unternehmen basierte. Sie alle hatten meine Ratschl\u00e4ge befolgt, den vollen Preis bezahlt und regelm\u00e4\u00dfige Roadmap-Meetings angesetzt, um zu kl\u00e4ren, was ihre Technologie leistet und wohin die Reise geht. Sie waren perfekte Kund:innen. Sie waren meine Top-Kund:innen. Und auf dieser Basis habe ich ein Unternehmen aufgebaut. Und ich kann dir sagen: Nichts ist profitabler, als ein Unternehmen rund um die eigenen Lieblingskund:innen aufzubauen. Nicht zwangsl\u00e4ufig die profitabelsten, sondern die liebsten Kund:innen, denn mit ihnen wirst du profitabel sein.<\/p>\n<h2>Der Ansto\u00df, Gesch\u00e4fte anders zu f\u00fchren<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/4v9J8vW88pg?t=426\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Video: 7:06<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\"><strong>Jonathan:<\/strong> Interessant ist ja, bei dieser Reihe gibt es immer diese Durchbruchsmomente. Und das hei\u00dft per Definition, dass es davor H\u00fcrden gab, Herausforderungen, Stolpersteine, oder? Niemand, mit dem wir gesprochen haben, hatte die einfache Geschichte: Ja, ich habe gegr\u00fcndet, von Anfang an lief alles super, wir haben jede Menge Geld verdient, dann haben wir verkauft und es war gro\u00dfartig. Es tauchen immer irgendwelche Herausforderungen auf. Und oft h\u00e4ngt es damit zusammen &#8230; diese Herausforderungen zu \u00fcberwinden hatte meist entweder mit \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nden zu tun. Tom ist ein Beispiel: Die gro\u00dfe Rezession hat ihn gezwungen, Gesch\u00e4fte anders zu f\u00fchren, und ihn auf den Weg gebracht, sein Unternehmen zu verkaufen.<\/p>\n<p class=\"p1\">In anderen Beispielen h\u00e4ngt es eher an einer Umsatzmarke. Es scheint immer so um eine halbe Million zu gehen, oder darum, die Million zu knacken, in solchen Gr\u00f6\u00dfenordnungen sprechen die Leute dar\u00fcber. Wenn du zur\u00fcckdenkst, vielleicht nicht an dein erstes Unternehmen, vielleicht eher an dein zweites: Gab es so etwas bei dir? Entweder ein \u00e4u\u00dferer Faktor, der dich gezwungen hat, Dinge anders zu machen, oder solche nat\u00fcrlichen Momente, bei denen du sagen kannst: Ab da musste ich Gesch\u00e4fte anders f\u00fchren?<\/p>\n<p class=\"p1\"><strong>Karl:<\/strong> Ein Moment sticht wirklich heraus. Ich wurde nicht gezwungen, Dinge anders zu machen, aber ich habe ihn als Wendepunkt gesehen, um Dinge anders zu machen. Das war im Jahr 2000, als Microsoft Active Directory eingef\u00fchrt hat. Es gab viele in unserer Branche, die wortw\u00f6rtlich gesagt haben: \u201eDiese neue Technologie lerne ich nicht.\u201c So merkw\u00fcrdig das heute klingt, genau dasselbe passierte beim Wechsel in die Cloud. Dasselbe passierte, als Office 365 die Welt eroberte. Und dasselbe passiert gerade bei Leuten, die Azure Active Directory nicht lernen wollen. In jeder Phase gibt es Menschen, die sich selbst aus dem Markt nehmen. Was ich im Jahr 2000 gemacht habe, war ein echter Wendepunkt f\u00fcr mein Unternehmen: Ich habe gesagt: \u201eIch stelle ausschlie\u00dflich Microsoft Certified Professionals ein, und wir setzen den Fokus auf Weiterbildung. Wir behalten also niemanden im Team, der nicht zukunftsorientiert denkt und bereit ist zu lernen.\u201c Das hat uns im Grunde nicht unbedingt an die absolute Spitze der Technologie gebracht, aber weit genug nach oben, dass wir sagen konnten: \u201eSchauen Sie, unsere Konkurrenz hat vielleicht eine zertifizierte Person im Team. Bei uns sind alle zertifiziert.\u201c<\/p>\n<p class=\"p1\">Als ich 12 Techniker:innen hatte, hatte jede und jeder davon mindestens eine Microsoft-Zertifizierung. Eine andere gro\u00dfe Sache, und da haben Tom und ich etwas gemeinsam: 2008 und 2009 waren furchtbar. Ich hatte eine ganze Reihe von Kund:innen, die irgendwie mit der Immobilienbranche zu tun hatten. Wer H\u00e4user verkauft hat, ging pleite. Wer H\u00e4user gebaut hat, ging pleite. Wer Dienstleistungen f\u00fcr die Immobilienbranche erbracht hat, ging pleite oder hatte ganz, ganz harte Zeiten. Und zus\u00e4tzlich zu einer Scheidung war 2009 f\u00fcr mich wirklich mies. Ich habe sogar einen Blogbeitrag geschrieben, so in der Art: Guten Riddance, 2009, lass uns weitermachen. Aber im Leben wird man Trag\u00f6dien erleben, ob es eine Scheidung ist, der Tod der Eltern oder eine pers\u00f6nliche Gesundheitskrise. Solche Dinge passieren. Und man kann sie als Berg sehen, den man erklimmen muss, oder als Bodenschwelle. Das sagt sich leicht und ist schwer durchzustehen. Aber wenn man 10 oder 20 Jahre lang unternehmerisch t\u00e4tig ist, wird man viel durchmachen. Man muss herausfinden, was wichtig ist und was nicht, sich auf das Wichtige konzentrieren und davon das Gesch\u00e4ft leiten lassen.<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"p1\"><span style=\"font-size: 1.235em;\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" class=\"wp-image-86233 alignleft\" height=\"87\" src=\"https:\/\/www.ninjaone.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Karl-Palachuk.png\" width=\"87\"\/><\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><strong><span style=\"font-size: 1.235em;\">\u201eUnd noch einmal: Im Kleinunternehmensgesch\u00e4ft geht es um Menschen. Deine Kund:innen werden sich also um dich scharen, dich unterst\u00fctzen und ein Teil dessen sein, was dich in schwierigen Zeiten vorw\u00e4rtszieht.\u201c<\/span><\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"p1\"><strong>Tom:<\/strong> Das finde ich gro\u00dfartig. Absolut. Damit sind wir an einem Punkt, an dem wir dar\u00fcber sprechen k\u00f6nnen, was als N\u00e4chstes kommt, denn diese Pandemie scheint in diesem Land ein wenig nachzulassen. Ich bekomme viele Fragen von MSP-Inhaber:innen, wie sie k\u00fcnftig ihren Vertrieb gestalten sollen und was sich ver\u00e4ndert hat. Das wirft also viele Fragen auf. Was glaubst du, wird ein gro\u00dfer Unterschied sein, welche Dinge m\u00fcssen Unternehmen tun, jetzt wo diese Pandemie zu Ende geht? Und kehren wir zur\u00fcck zu dem, wie es fr\u00fcher war, oder hat sich genug ver\u00e4ndert, dass man sich als MSP-Inhaber:in ebenfalls ver\u00e4ndern muss?<\/p>\n<h2>\u201eMan kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen.\u201c<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/4v9J8vW88pg?t=722\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Video: 12:02<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\"><strong>Karl:<\/strong> Also, ich mache zusammen mit Dave Sobel und Ryan Morris einen Podcast namens \u201eKilling IT\u201c. Und Dave und ich streiten uns st\u00e4ndig dar\u00fcber, wie stark die Leute zum alten Zustand zur\u00fcckkehren werden. Ich glaube, die meisten wollen zur\u00fcck. Nur: Man kann gar nicht zur\u00fcck, das ist die andere Sache. Ich denke, mindestens 30 % von dem, was passiert ist, also 20 oder 30 % der Ver\u00e4nderung, werden bleiben. Zoom wird uns f\u00fcr immer begleiten, Online-Meetings und Online-Vertrieb werden uns f\u00fcr immer begleiten. Aber wenn ich sage, man kann nicht zur\u00fcck, dann gibt es da ein altes Sprichwort: \u201eMan kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen.\u201c Es ist nicht derselbe Fluss, und du bist nicht derselbe Mensch, richtig?<\/p>\n<p class=\"p1\">Man will also zur\u00fcck, aber man kann nicht zu dem zur\u00fcck, wie es 2019 war. Allein Ransomware, k\u00fcnstliche Intelligenz und maschinelles Lernen haben die Welt zu stark ver\u00e4ndert. Es kommen immer neue Ver\u00e4nderungen, ob es der Weg in die Cloud ist oder der Umstieg auf neue Technologie, was auch immer, man muss sich immer vorw\u00e4rtsbewegen. Ich glaube allerdings, wir haben eine riesige Chance, die Erfolge von 2020 zu wiederholen. Unser Erfolg 2020 war, dass unsere Branche sich ins Zeug gelegt und Kund:innen geholfen hat, remote zu arbeiten, das effektiv umzusetzen, die n\u00f6tige Ausstattung zu bekommen, von zu Hause zu arbeiten, Zoom-Meetings abzuhalten und so weiter. Und das N\u00e4chste ist meiner Meinung nach: Jede einzelne Person, die das hier h\u00f6rt, sollte mit allen Kund:innen ein Meeting ansetzen und fragen: Wie kehren wir ins B\u00fcro zur\u00fcck? Passiert das stufenweise? Kommen Sie \u00fcberhaupt zur\u00fcck? Geht es Abteilung f\u00fcr Abteilung? Brauchen Sie ein Zoom-Setup in Ihrem Konferenzraum? Welche technischen Ver\u00e4nderungen stehen an? Haben Sie gemerkt, dass Sie diesen Server im Nebenraum eigentlich gar nicht brauchen und wir ihn in die Cloud verlegen k\u00f6nnen?<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"p1\"><span style=\"font-size: 1.235em;\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" class=\"wp-image-86233 alignleft\" height=\"84\" src=\"https:\/\/www.ninjaone.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Karl-Palachuk.png\" width=\"84\"\/><strong>\u201eWas auch immer es ist, Sie brauchen ein Roadmap-Meeting. Und mit etwas Gl\u00fcck bringen Sie Ihre Kund:innen dazu, regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber ihre Technologie zu sprechen. Das ist eine Chance, wie es sie seit vielen, vielen Jahren nicht gegeben hat.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"p1\"><strong>Tom:<\/strong> Ich finde das einen hervorragenden Punkt, solche Termine mit den Kund:innen anzusetzen. Denn zus\u00e4tzlich zur R\u00fcckkehr ins Gesch\u00e4ft haben wir meiner Meinung nach auch eine Wende erlebt, wie wir mit Sicherheit, mit Krankheitsvermeidung und solchen Themen umgehen. Dazu geh\u00f6rt, den Kund:innen zuzuh\u00f6ren, welche Erwartungen sie an einen als Unternehmen und bei Vor-Ort-Eins\u00e4tzen haben. Und darauf ein St\u00fcck weit einzugehen und dann vielleicht auch bei sich selbst hinzusehen: Unsere Kund:innen machen sich jetzt Gedanken \u00fcber Krankheiten, die sie sich vorher nicht gemacht haben.<\/p>\n<p class=\"p1\">Also setzen wir die folgenden Reinigungsma\u00dfnahmen um, und wei\u00dft du was? Wenn du in unserem Unternehmen krank bist, komm nicht zur Arbeit, so etwas in der Art. Ich glaube, wir werden eine Menge Ver\u00e4nderungen sehen, aber man muss eine Kombination daraus finden, was die Kund:innen erwarten, was man selbst erwartet und was man realistisch leisten kann. Und wenn man das in seine Vertr\u00e4ge und Verhandlungen mit Kund:innen einbaut, bekommt man viele Leute ins Boot. Vermutlich l\u00e4sst sich in diesen Bereichen eine Menge Geld verdienen, wenn man sehr entgegenkommend ist.<\/p>\n<p class=\"p1\"><strong>Karl:<\/strong> Richtig. Ich nenne sie Roadmap-Meetings, mindestens einmal im Jahr, idealerweise zwei- oder dreimal im Jahr, sollte man sich mit den Kund:innen zusammensetzen und sie einfach fragen. Und das ist eine perfekte Gelegenheit zu sagen: \u201eOkay. Wie ist es Ihnen in der Pandemie oder in der Rezession ergangen? Sind Sie gewachsen? Sind Sie geschrumpft? Gibt es neue Technologie in Ihrer Branche, die ich kennen sollte? Gibt es Trends? Ist einer Ihrer Wettbewerber verschwunden? Wurde ein Wettbewerber von jemand anderem aufgekauft?\u201c<\/p>\n<p class=\"p1\">Was tut sich also in Ihrem Unternehmen? Und Kund:innen sprechen nat\u00fcrlich gerne \u00fcber ihr Gesch\u00e4ft und \u00fcber sich selbst. Daraus kann man dann ableiten, was das f\u00fcr ihre Technologie bedeutet. Das Beste an Roadmap-Meetings ist: Man kann Entscheidungen f\u00fcr die Zukunft treffen, ohne heute Geld auszugeben. Man kann also sagen: \u201eOkay. Wenn dieser Server dreieinhalb Jahre alt ist, verschieben wir die Daten einfach in die Cloud und stellen Sie auf Cloud-Speicher um.\u201c Diese Entscheidung kann sechs Monate im Voraus getroffen werden, ohne dass Geld flie\u00dft, und dadurch ist der Druck bei diesem Gespr\u00e4ch viel geringer. Und wenn der Tag dann gekommen ist, sagt man: \u201eHey, ich schicke Ihnen einfach ein Angebot dazu.\u201c<\/p>\n<h2>Eine pers\u00f6nliche Marke im IT-Gesch\u00e4ft aufbauen<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/4v9J8vW88pg?t=988\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Video: 16:28<\/a><\/p>\n<p class=\"p1\"><strong>Jonathan:<\/strong> Karl, eine Sache wollte ich dich noch fragen, sie kn\u00fcpft an einen fr\u00fcheren Teil des Gespr\u00e4chs an. Du bringst diesen sehr wichtigen Punkt auf, dass Menschen gerne mit Menschen Gesch\u00e4fte machen. Dass man nicht einfach nur Technologien verkauft, sondern dass das ein Gesch\u00e4ft ist und es am Ende des Tages um Menschen geht, oder? Wie sehr hast du deine Unternehmen, ob das erste, das zweite oder alle zusammen, als eine Art Verl\u00e4ngerung deiner selbst gesehen? Denn es klingt, als hinge so vieles an pers\u00f6nlichen Beziehungen, daran, wie deine Kund:innen dich als Mensch wahrnehmen. Und gleichzeitig willst du ein Unternehmen aufbauen, das gr\u00f6\u00dfer ist als eine einzelne Person, f\u00fcr den Fall, dass dich der sprichw\u00f6rtliche Bus \u00fcberf\u00e4hrt, oder f\u00fcr eine sp\u00e4tere \u00dcbernahme, bei der jemand das Unternehmen kaufen und weiterf\u00fchren kann, auch wenn du selbst vielleicht nicht mehr im Bild bist. Wobei es ja interessant ist: Bei deinem ersten Unternehmen bist du noch eine Weile geblieben, gewisserma\u00dfen als Gesicht. Hast du also einen Rat f\u00fcr Leute, die gerade anfangen, wie stark sie das Unternehmen als Verl\u00e4ngerung ihrer selbst denken sollten, im Vergleich dazu, etwas Gr\u00f6\u00dferes aufzubauen?<\/p>\n<p class=\"p1\"><strong>Karl:<\/strong> Eine gro\u00dfartige Frage. Ich habe damals etwas getan, ohne mir dessen bewusst zu sein: Ich habe sehr viel von meiner Pers\u00f6nlichkeit in mein Unternehmen gesteckt. Und ich halte es inzwischen f\u00fcr eine Grundregel, dass man einfach das Unternehmen erschaffen sollte, das man liebt, und dann Menschen sucht, die auf die eigene Art Gesch\u00e4fte machen wollen. Und man sollte keine Angst davor haben, dass Leute sagen: \u201eOh, du passt nicht in dieses Schema.\u201c Ein gutes Beispiel: Wenn ich Marketing mache, habe ich jemanden, der mich dabei unterst\u00fctzt. 50 % ihrer Arbeit ist Marketing. Und ich sage dann: \u201eWas w\u00e4re, wenn wir dies und das und jenes machen?\u201c Ihre erste Frage ist immer: Passt das zu deiner Marke? Und sie kennt meine Marke, weil es die Art ist, wie ich in der Welt auftreten m\u00f6chte.<\/p>\n<p class=\"p1\">Ich bin also nicht super korporativ, aber ich laufe auch nicht in Flip-Flops und kurzen Hosen durch die B\u00fcros meiner Kund:innen. Ich habe also eine Art, wie ich auftreten will, und es dauert eine Weile, bis sie das herausgefunden hat. Aber Kund:innen verstehen es. Und egal um wen es geht, schau dir an, wie du jemanden aussuchst, bei dem du ein Auto kaufst, der dich rechtlich ber\u00e4t oder deinen Rasen m\u00e4ht: Die haben eine bestimmte Art, Gesch\u00e4fte zu machen, und du suchst dir jemanden, der zu der Art passt, wie du Dienstleistungen einkaufen und Gesch\u00e4fte machen willst. Die nat\u00fcrlichste Art zu sein ist also, du selbst zu sein, und dann Menschen zu finden, die mit genau diesem Menschen Gesch\u00e4fte machen wollen. Und du hast es ja auf Konferenzen gesehen: Es gibt Leute, die bei Vertriebsterminen zaubern und jonglieren. Und es gibt Leute, die darauf bestehen, eine Pr\u00e4sentation zu halten und die Fragen bis zum Schluss aufzusparen. Das sind dramatisch unterschiedliche Ans\u00e4tze. Und beide verdienen Geld, richtig? So wie ich das sehe: Es gibt 7 Milliarden Menschen auf der Welt, die noch nie mit mir Gesch\u00e4fte gemacht haben. Irgendwo darunter sind also die 15 oder 20 Leute, mit denen ich Vertr\u00e4ge abschlie\u00dfen muss, um ein profitables Unternehmen zu haben.<\/p>\n<p class=\"p1\"><strong>Ansage:<\/strong> Danke, dass Sie \u201eMSP Breakthrough\u201c geh\u00f6rt haben, pr\u00e4sentiert von NinjaOne. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, abonnieren Sie uns gerne, liken Sie uns oder hinterlassen Sie eine Bewertung.<\/p>\n<h2>Aber warten Sie, da kommt noch mehr!<\/h2>\n<p>Danke, dass Sie in diese Folge reingeh\u00f6rt haben, wir hoffen, sie hat Ihnen gefallen. F\u00fcr kommende Folgen haben wir eine starke Riege fantastischer G\u00e4ste am Start. Damit Sie deren Durchbr\u00fcche nicht verpassen, w\u00e4hlen Sie einfach eine der folgenden Abo-Optionen:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/podcasts.apple.com\/us\/podcast\/msp-breakthrough\/id1556286338\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Apple Podcasts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/open.spotify.com\/show\/36rb0nFS6JiqYwJQ5cUnm6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spotify<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/playlist?list=PLlbgxPOaUMCA3gu8boR8pa8ZJmJgs-cxw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, hinterlassen Sie uns gerne eine Bewertung. 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